12 Oaks Ranch - Mehr als "nur" Reiten
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Beim Hänger: Mach ein Spiel draus, z.B. indem eine beide Pferde verlädt

Schreck-lass-nach am Beispiel Verladetraining

Folge 12 Oakss Pinnwand „Verladespaß“ auf Pinterest.

Für unsere Zirkusponys Indi, Lucky & Cisco ist der Pferdehänger schon zu einer Art Spielplatz geworden, mit dem man genauso viel Spaß haben kann wie mit jedem anderen Hindernis. Aber das ist nicht unbedingt selbstverständlich:

Denn Pferde sind Flucht- und Beutetiere und reagieren naturgemäß klaustrophobisch auf die dunkle Höhle "Hänger ". Deswegen sollten Sie zu Beginn des Verladetrainings (oder als Laie) eines auf keinen Fall tun: Das Pferd verladen.

Spielen Sie mit Ihrem Pferd zunächst die sieben Spiele, damit Ihr Pferd Sie als Leader und Freund erkennt und Sie zeitgleich lernen, wie Sie ein gutes Timing entwickeln: Je schneller Sie den Druck wegnehmen, wenn Ihr Pferd (zumindest ansatzweise) die gewünschte Reaktion zeigt, desto besser wird es lernen.

Gehen Sie in kleinen Schritten vor und üben mit Brücken, Planen, Flattervorhängen oder Wasserpfützen (siehe Video unten). Das fördert das Vertrauen und verbessert Ihre Fähigkeiten. Bald können Sie die Rampe des Pferdehängers wie eine Brücke verwenden, an der das Pferd zunächst vorbei geht und diese irgendwann ganz spielerisch überquert. Wenn alles stressfrei gelingt, darf das Pferd in den Hänger gehen - und auch wieder heraus. Menschen sind Raubtiere und neigen dazu, schnell das Tor zu schließen. Versetzen Sie sich in die Lage des Pferdes: Ein Beutetier hat Todesangst, wenn es gefangen wird und ein Hänger ist eine Sackgasse. Wenn es ausnahmsweise schnell gehen muss (wegen einem dringend notwendigen Klinikbesuch etwa), komme ich gerne als mobile Westerntrainerin zu Ihnen und helfe Ihnen vor Ort. Doch auch, wenn es immer eine schnelle Lösung gibt, ist sie selten die beste Lösung. Wenn es auf die Schnelle gehen muss, ist gerade beim Laien die Gefahr groß, dass Gewalt und Zwang ins Spiel kommen. Damit wäre eine gerade erst entstandene Beziehung schnell zerstört. Deswegen komme ich lieber zu Ihnen, bevor es brennt und zeige Ihrem Pferd, dass der Hänger ein angenehmer Ort ist. Wenn die Grundlagen gelegt sind, installieren wir dann eine Hilfe beim Pferd, die das Verladen genauso abrufbar macht wie das Antraben.

Hier sehen Sie zwei Beispiele für Pferde, die panische Angst vor dem Hänger hatten und denen wir dabei geholfen haben, diese Angst zu überwinden.

Für ein ängstliches Pferd gibt es nichts Schlimmeres als einen unsicheren, zögerlichen Menschen, der auf das Pferd den Eindruck vermittelt, als wüßte er auch nicht, wo es lang geht. Doch mit Gewalt und Zwang geht es natürlich auch nicht: Deswegen müssen wir lernen, selbst kleinste positive Veränderungen des Pferdes zu registrieren, um dann jeglichen Druck sofort abzubauen - denn nur so lernen Pferde. Hier geht es nicht nur um Technik, sondern auch darum, ein Gefühl für die Situation zu entwickeln. Da hilft nur üben, üben, üben. Deswegen muss man das Verladen nicht zwangsläufig am Hänger lernen, sondern kann die (Verlade-)technik genauso gut mit Wasser, Sprühflaschen oder einer Plastikplane erlernen, wie das nachfolgende Video zeigt. Da man durch falsches Timing aber auch viel Schaden anrichten kann, sollten Sie sich unbedingt Hilfe von einem Fachmann holen, wenn Sie noch nicht viel Pferdeerfahrung haben. Denn wie Pat Parelli sagt: "Green and green gives blue and black." Und auch wenn ein Profi es schafft, ein sich sträubendes Pferd in kurzer Zeit zu verladen, ist der bessere Weg immer, wenn das Pferd in kleinen, überschaubaren Schritten lernen darf. Der Hänger ist nämlich alles auf einmal: ein Engpaß, ein unsicherer Boden und eine tiefhängende Plane. Diese drei "Schreckgespenster" präsentieren wir unserer Jungstute im folgenden Video in einzelnen verdaubaren Häppchen - mal der Engpaß, dann die herabhängende Plane und dann noch verschiedene gruselige Untergründe, die z.T. der Rampe am Pferdehänger ähneln.

Wenn das Pferd das Verladen kennt, aber einfach nicht rein will (auch das gibt es natürlich), gibt es auch andere Methoden, um das Pferd gewaltfrei davon zu überzeugen, dass der Hänger ein angenehmer Ort ist - so kann man z.B. um den Hänger drumherum viel arbeiten, z.B. Galopp oder Seitengänge und dem Pferd den Hänger immer wieder als Ruhezone anbieten. So darf das Pferd selbst wählen zwischen Arbeit oder Pause.

Das Entscheidene am NHS-System ist, dass die Pferde nicht eingeschüchtert oder vergänstigt werden. Das Spielen steigert eher das Selbstbewußtsein der Pferde und bringt die Tiere ins Gleichgewicht.

 

Angefangen hat unsere Begeisterung für das Natural Horsemanship-Programm auch mit einem Problempferd: Als wir Lucky als Absetzer gekauft haben, war er kaum zu händeln (weiterlesen) .

Nachdem es uns gelungen war, den schwierigen Lucky zu korrigieren, waren wir motiviert, es auch mit anderen sogenannten Problempferden zu versuchen. Wir haben z.B. für sehr wenig Geld ein gesundes, aber bockendes und steigendes Pferd gekauft, was über die Natural Horsemanship-Spiele binnen einen Jahres so weit korrigiert war, dass wir es für das Dreifache verkaufen konnten.

Der einzige Nachteil an den NHS-Prinzipien ist allerdings, dass die Pferde diese Beziehung nur zu einer bestimmten Person aufbauen - die neue Besitzerin von unserem ehemaligen Buckelpferd mußte sich dann den Platz in der Rangordnung ganz neu "erspielen", was auch eine gewisse Zeit gedauert hat und für Besitzerin, Pferd und auch für uns einen gewissen Stress ergeben hat. Das war einer der Gründe, warum wir unser damals neues Schulpferd Fancy und ihr Fohlen Queenie behalten haben - natürlich auch, weil wir die beiden ins Herz geschlossen hatten.

Fancy war ebenfalls nahezu ungeritten und unterm Sattel schwierig, zumal sie als Zuchtstute auch schon ein gewisses Alter erreicht hatte: Wir haben Sie sechsjährig eingeritten.

Das Problem bei ihr war insbesondere das Tempo: Sie lief unter dem Sattel regelrecht davon, wollte man sie von dieser Rennerei abhalten, buckelte sie teilweise wie ein Rodeo-Pferd - mittlerweile lässt auch sie sich ohne Kopfstück reiten und sogar aus dem Galopp anhalten (Videos bei NHS-Demo und Parelli-Auditions).

Pat Parelli unterscheidet bei Pferden zwischen vier Pferdepersönlichkeiten, die oben gezeigten Methoden sind nicht für jede sogenannte "Horsenality" gleich gut geeignet. Ich finde gerne mit Ihnen zusammen im persönlichen Unterricht heraus, welche Pferdepersönlichkeit ihr Pferd hat und zeige Ihnen wie man damit umgeht. Vorab können Sie aber gerne die Antworten der Teilnehmer unseres Adventsspiels nachlesen: In einer Frage ging es nämlich auch um Horsenalitys und die haben das sehr fundiert beantwortet.

Die oben gezeigten Techniken sollten immer mit Hilfe eines Trainers erarbeitet werden und nicht einfach nachgemacht werden. Wir übernehmen daher in diesen Fällen auch keinerlei Haftung für die Handhabung dieser Techniken oder etwaige Unfälle, da der Umgang mit Pferden gefährlich sein kann.

Bei Youtube bin ich über dieses Video gestolpert, was ich mit Ihnen teilen möchte - sehr interessant sind auch die Q & As - also die Fragen und Antworten.

Hier ein deutsches Video - er macht das ganz ähnlich wie ich das machen würde:

Auch in unserem Blog aus August 2015 ist das Verladen eines der Hauptthemen, wo wir auf eine sehr interessante Seite einer Parelli-Instrukorin verweisen. Mit Klick aufs folgende Bild geht es zur Playlist "Verladespaß" auf 12oaksTV - unserem Youtube-Kanal:

Verladespaß-Playlist mit Klick aufs Bild in einem zweiten Fenster öffnen

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