12 Oaks Ranch - Mehr als "nur" Reiten
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Das Leitbild der Twelve Oaks Ranch: NHS ist die Grundlage für alles Weitere

"Mein Ziel mit den Pferden ist es nicht, besser zu werden als jemand anderes - mein Ziel ist, besser zu werden, als ich selber es bin. Heute das Beste tun, was ich tun kann und morgen probieren, es noch besser zu tun. Du wirst an Dir selber arbeiten müssen, um das zu erreichen - nicht an Deinem Pferd!" (Ray Hunt)

Auch wenn unser Angebot sehr vielfältig ist und wir mit Leib und Seele Westernreiter sind, so verstehen wir uns doch vor allem als Natural Horsemanship Zentrum. Das Natural Horsemanship (NHS) ist keine Reitweise, sondern die Basis für alles andere. Es geht vor allem darum, dass der Mensch bereit ist zu lernen, was ein Parelli-Zitat verdeutlicht: "Spiel mit Deinem Pferd, aber arbeite an Dir selbst". Somit geht es um niemals endende Selbstverbesserung in einer angemessenen Zeit und um gegenseitigen Respekt, wo wir zwar durchaus auch Gehorsam vom Pferd erwarten, aber dies im Wissen, es nicht durch eigene Fehler daran gehindert haben, das abgefragte Verhalten für uns zu erledigen.

Wir sind sehr geduldig mit Pferd und Mensch, sofern diese sich redlich bemühen, aber wir geben auch Verantwortung ab und fordern diese notfalls auch ein. Beim Pferd wird dies Phase 4 genannt; beim Menschen kann dies eine klare Ansage dahingehend sein, dass die Anweisungen des Reitlehrers ohne Diskussion und unmittelbar umgesetzt werden müssen - das dient zum Einen Ihrer Sicherheit als auch dem Wohlbefinden und der Erhaltung des hohen Ausbildungsstandes unserer Pferde. Nach Pat Parelli gibt es vier Verantwortungen fürs Pferd und vier Verantwortungen für den Reiter, die wir ganz unten auf dieser Seite aufführen und von unseren NHS-Schülern durchaus einfordern.

Oberster Grundsatz ist in allen Bereichen, dass zunächst allgemeine Grundlagen erarbeitet werden, bevor Pferd oder Reiter in die Spezialisierung einsteigen. Denn auch das schönste Haus stürzt ein, wenn beim Fundament „geschlampt“ wurde.

Beim Menschen käme niemand auf die Idee, sein Kind nach dem Kindergarten gleich im Gymnasium anzumelden oder nach der Grundschule unmittelbar die Abiturprüfung anzustreben.

In der Pferdewelt prägen leider oft ganz andere Traditionen das Bild: Oft genug werden nicht nur wichtige Lernschritte, sondern sogar ganze „Schuljahre“ ausgelassen. Deswegen bedeutet für uns Natural Horsemanship nicht so sehr, ob ich am Ende Western- oder Klassischreiter werden will. Es kommt überhaupt nicht darauf an, ob ich später Reining reiten will oder nur ins Gelände gehe – wichtig ist, dass die Reihenfolge der Lernschritte eingehalten wird und es keine Abkürzungen geben darf. Unsere Überzeugung ist jedoch, dass der Lernerfolg sich viel schneller einstellt, wenn man dem Pferd alles in kleinen Schritten beibringt. Im Folgenden werde ich dies für die von uns angebotenen Teilbereiche erläutern. Für jeden Bereich gilt, dass die Beziehung zum Pferd an erster Stelle steht, wobei es hier in gleichem Maße um den Respekt als auch um das Vertrauen geht: Letztlich sollen Mensch und Tier als Partner agieren, wobei der Mensch ein wohlwollender Vorgesetzter und auch Freund werden soll: Egal, was das Pferd für uns leistet, es soll von uns etwas zurück bekommen.

Wer Ausritte genießen möchte, ist auf unseren Pferden gut aufgehoben und sie sind (zumindest in Luckys Fall) auch im Gelände für blutige Anfänger geeignet. Dennoch bieten wir Ausritte nur für fortgeschrittene Reiter an und auch diese müssen - selbst nach jahrelanger Reiterfahrung - mindestens eine Einzelstunde auf dem Reitplatz bei uns nehmen. Denn es geht beim Ausritt auch, aber eben nicht nur um die Sicherheit des Reiters – der Ausritt soll nämlich beiden Spaß machen: Pferd und Reiter. „Der Reiter muss so gut reiten, dass selbst das Pferd denkt, dass er gut ist“, sagt Horsemanship-Legende Pat Parelli. Im Gelände bedeutet das, dass der Reiter einerseits gelernt hat, die so genannten Notfallzügelhilfen effektiv einzusetzen und andererseits das Pferd (z.B. am langen Zügel) in Ruhe lässt, wenn dieses seinen Job macht – also weder Halten an den Zügeln noch Treiben mit den Beinen.

Auch das Westernreiten sollte ein stabiles Fundament haben. So kann bereits das junge Pferde an Hindernisse herangeführt werden und ist dadurch schon ein wenig auf die Disziplin Trail vorbereitet. Auch das Erlernen des Weichens von stetigen und rhythmischen Druck kann schon am Boden vorbereitet werden. Junge Lebewesen lernen leichter und verinnerlichen das Gelernte besser, so dass bei richtiger Vorbereitung weder das Einreiten noch die Kommunikation im Sattel sich wirklich neu fürs Pferd anfühlt, weil es auf alles optimal vorbereitet wurde. Selbst Manöver wie Spins, fliegende Galoppwechsel und Rollbacks können beim etwas älteren Jungspund hervorragend am Boden vorbereitet werden. Abgesehen vom körperlichen Training, also der körperlichen Versammlung, steht beim ängstlichen Pferd auch eine emotionale Versammlung und beim selbstbewussten Pferd eine mentale Versammlung auf dem Ausbildungsplan. 

Wer Turniererfolge anstrebt, dem hilft vielleicht das folgende Zitat von Linda Parelli: „Gib dem Pferd, was es braucht und es gibt Dir, was Du willst“. Das kann zum einen natürlich die Bodenarbeit, aber auch (neben dem eigentlichen Reining-Training) das Reiten von so genannten Pattern sein: Dabei wird dem Pferd Verantwortung gegeben, denn es kann einem Trampelpfad in der Reitbahn auch ganz alleine folgen, so dass es das Gefühl bekommt, klug und gut in seinem Job zu sein, da es nicht ununterbrochen vom Reiter bevormundet wird. Am Ende dieser Grundausbildung soll selbst das Turnier zum gemeinsamen Projekt von Reiter und Pferd werden, wo beide sich Mühe geben, ihr Bestes zu geben und mit Feuereifer bei der Sache sind. Denn kein Programm verhilft dem Pferd zu mehr Motivation als das Natural Horsemanship. Ein Programm, das den so genannten „Will-To-please“ beim Pferd installiert. Mehr dazu lesen Sie in meinem Buch "Westernreiten meets Natural Horsemanship", was zu 80 Prozent auch für Nicht-Westernreiter interessant ist (siehe auch unsere BUCHTIPPS).

Das Halsringreiten ist eigentlich eine Art "Abfallprodukt" des Natural Horsemanship. Wenn ich als Reiter lerne, mein Pferd zuerst über den Sitz, im zweiten Schritt übers Bein und erst im dritten Schritt über die Zügel zu lenken und es anzuhalten bzw. zu verlangsamen, dann benötige ich eigentlich noch nicht einmal mehr einen Halsring, sondern kann das Pferd auch ganz ohne Kopfstück reiten. Zum Halsringreiten gehört natürlich sehr viel Vertrauen zwischen Pferd und Mensch, so dass Halsringreiten unmittelbar auf den Lernschritten des NHS aufbaut: am Boden und im Sattel.

 

(Fotos von Fancy: www.pony-galopp.de)

Ganz wichtig ist der NHS-Grundsatz „foundation before specialisation“ in der Jungpferdeausbildung. Wir würden es sehr wünschenswert finden, wenn ähnlich wie beim Hund schon die Prägungszeit des Fohlens von Jedermann für das soziale Lernen genutzt würde. Das ist zum einen das Fohlen-ABC kann aber zum anderen auch (immer dem Alter des jungen Pferdes angepasst) auch schon das Erlernen der sieben Spiele nach Parelli sein. Da es Spiele sind, merkt das Pferd gar nicht, dass es trainiert wird, zumal es ohnehin mehr Kommunikation als Training ist. Bei einem Level-4-beyond-Kurs bei Pat Parelli in den USA (wofür Larissa von über 1.000 Bewerbern für einen kostenlosen Platz ausgewählt wurde), haben wir gesehen, dass Pats Sohn Caton einem Fohlen beigebracht hat, nach einem Sprung, die Gangart beizubehalten, indem Caton die Mutterstute nach dem Sprung angehalten hat – ein wirklich raffiniertes Vorgehen. In Deutschland gibt es hier und dort aber eine Tradition, die Jungpferde recht wild aufwachsen zu lassen, bis sie drei oder vier Jahre alt sind und dann sollen sie innerhalb kürzester Zeit ganz viele Dinge auf einmal lernen, wodurch eine Überforderung eigentlich schon vorprogrammiert ist. Lesen Sie hierzu meinen Fachartikel.

Bei den Zirkuslektionen ist es kaum möglich, diese einem Pferd beizubringen, wenn dieses noch nicht einmal stillstehen kann oder den Menschen bedrängt. Auch die Größen im Bereich der Zirzensik (ich denke hier z.B. an Peter Pfister) schicken einem Zirkuslektionen-Kurs immer einen Grundlagen- bzw. Gehorsamskurs vorneweg. Bei uns basiert dieser auf einem Level 1 bis 2 Niveau des Natural Horsemanship und kann auch in Einzelstunden erlernt werden, wobei wir uns bemühen in jeder dieser Einzelstunden schon vereinzelt kleinere Zirkustricks zu erarbeiten.

Beim Horse-und-Dog-Trail arbeite ich mit zwei Tieren. Ich darf keines der beiden Tiere gefährden: Weder darf der Hund das Pferd angreifen noch das Pferd den Hund treten oder beißen. Getreu dem Grundsatz „Safety first“ muss ich mich also hundertprozentig auf den Gehorsam beider Tiere verlassen können. Beim Pferd stellen wir dies durch das Natural Horsemanship sicher. Dem sind die Grundsätze sehr ähnlich, die bei Hundetrainern vermittelt werden, die ein Studium bei Canis-Kynologie absolviert haben, wobei allerdings die so genannte "Fluchttier-Raubtier-Barriere" dem jeweiligen Training der unterschiedlichen Tierarten auch wieder recht unterschiedliche Ansätze erfordert.

Übernehmen Sie Verantwortung für Ihren Lernerfolg - im Sinne des Pferdes

90 Prozent unserer Reit- und Bodenarbeitsschüler sind sehr angenehm und geben sich große Mühe, dem Pferd zuliebe, schnell zu lernen. Aber es gibt immer wieder Einzelfälle, die zwar Parellis Verantwortungen fürs Pferd gut kennen (Verhalte Dich wie ein Partner, nicht wie ein Fluchttier, ändere weder Richtung noch Gangart & achte auf Deinen Weg) nicht aber die Verantwortungen für den Menschen - also die eigene. Die Erste ist, dass auch der Mensch sich wie ein Partner und nicht wie ein Raubtier verhalten soll.

Nr. 2: Habe einen unabhängigen Sitz und sorge für Deine körperliche und emotionale Fitness / Nr. 3: Denke wie ein Pferd / Nr. 4: Nutze die natürliche Kraft des Fokus. (zitiert nach Pat Parelli)

Wir erwarten von unseren Schülern, dass diese Verantwortungen ernst genommen werden, isbd. auch die Nr. 2, denn wenn jemand aus Angst oder der Unfähigkeit mit Kritik umzugehen auch nach Monaten noch keine wesentlichen Fortschritte macht, dann können wir das als Reitlehrer beim besten Willen nicht ausgleichen. Es ist also bei den meisten Schülern unbedingt erforderlich, dass diese nicht nur einmal in der Woche zum Unterricht erscheinen, sondern sich auch in der Zwischenzeit mit dem System beschäftigen, isbd. wenn Sie zu den Menschen gehören, die etwas langsamer lernen (5-10 Minuten täglich hilft schon sehr). Wir erklären Dinge sehr gerne doppelt und dreifach, aber wenn wir ein und dieselbe Sache 10 oder gar 20 x erklären müssen und auch unsere Anweisungen nicht umgesetzt werden, behalten wir uns vor - im Interesse unsere Pferde, das Unterrichtsverhältnis aufzulösen, weil wir dann davon ausgehen müssen, dass sich der Schüler nicht ausreichend bemüht. In Ihrem Fall sind wir aber sicher, dass sie mit Herz und Seele Horse(wo)man sind, weswegen wir zum Zuhause lernen, Links und Videos für Sie zusammengestellt haben. Außerdem finden Sie in den Playlists unseres Youtube-Kanals Anleitungsvideos für fortgeschrittenere Übungen.

Im Natural Horsemanship gibt es die so genannte Phase 4, die zwar in seltenen Fällen auch ein Klaps sein kann, aber dazu führt, dass wir das Pferd auch einmal in Ruhe lassen können. Darüber habe ich einen Artikel geschrieben, den Sie HIER finden. Analog gilt das auch für die menschlichen Schüler - wir sind geduldig, solange sich der Mensch bemüht und weniger geduldig, wenn dieser es nicht tut (wobei eine Phase 4 beim Menschen natürlich kein Klaps ist, sondern eine klare oder auch strenge Ansage, falls nötig).

Man hört in letzter Zeit oft Aussagen wie: "Ich arbeite nur mit positiver Verstärkung" aus dem Mißverständnis heraus, dass positiv etwas Gutes ist. Niemand würde dies denken, wenn es um einen positiven Krankheitstest geht, weil das das Wort "negativ" dann nämlich die gute Nachricht ist. Allerdings finde ich es ohnehin viel zu eingleisig die Welt des Lernens auf die beiden Begriffe "positive und negative Verstärkung" zu reduzieren. Ich hatte Psychologie im Nebenfach und man muss dieses allererste Modell natürlich kennen, aber es gibt noch viele, viele andere Modelle. Lernen hat viel, viel mehr Komponenten und wir sollten möglichst viele davon nicht nur kennen, sondern auch nutzen: Vom Behaviourismus über die umgekehrte Psychologie bis zur ganz normalen Erziehung eines Lebewesens nach den Grundsätzen des gesunden Menschenverstands. Zu diesem Thema habe ich einen Artikel geschrieben und weise vorsorglich darauf hin, dass uns zwar sehr viel an der Fairneß gegenüber dem Partner Pferd liegt, aber wir verkaufen realistischen Unterricht und keine rosaroten Utopien - aus Fairneß zu Ihnen: unseren Kunden.

Lesen Sie hierzu meinen Bericht nach einem Interview mit Michael Grewe

Unsere allgemeinen Rahmenbedingungen finden Sie bei den AGBs für Kinder und Jugendliche salopper formuliert in der Hofordnung. Das nachfolgende Best-of-2014-Video gibt einen kleinen Einblick in unsere Arbeit:

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Kompetenten Unterricht bieten wir in folgenden Bereichen:

sowie reitweisenunabhängigen Reitunterricht für Anfänger & Fortgeschrittene - sowohl hier auf der Ranch als auch als mobiler Unterricht an Ihrem Stall.

 

Unsere Kursangebote finden Sie unter Termine.

Folgende Buchtipps entsprechen unserem Leitbild bzw. sind hilfreich, wenn man das Natural Horsemanship als Grundlage und das Westernreiten als daran anschließende Spezialisierung erlernen möchte. Ich habe alle selbst gelesen und für Sie heraus gesucht.

Ich bin eine Leseratte und habe schon eine Menge Bücher gelesen. Die Buchtipps oben wurden von mir persönlich ausgesucht und sind meine Auswahl der hilfreichsten Bücher zum Thema. Kennen oder besitzen Sie diese DVD- und Buchtipps schon? Dann können Sie hier gezielt nach anderen Titeln oder Horsemanship-Zubehör suchen. 

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