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Mutig & wahr: Phillippe Karls Irrwege der modernen Dressur

Dieses Booktube-Einführungsvideo ist einer meiner ersten Versuche, wo ich einen etwas ungünstigen Aufnahmeort gewählt habe (oups) ... dafür ist er umso interessanter - unter dem Video sind einige Zitate aus dem Buch:

  • In der Dehnungshaltung werden die langen Rückenmuskeln gedehnt, die Rücken- und Nierenpartie hebt und spannt sich, das Pferd wölbt sich auf und ist besser in der Lage, Last zu tragen. Die Arm-Kopf-Muskeln können die Schultern weit nach vorne ziehen. Die Dehnungshaltung fördert raumgreifende Tritte und veranlasst das Pferd dazu, die Zügel in Bewegungsrichtung anzuspannen. Zudem sieht das Pferd mit beiden Augen klar wohin es läuft. (Phillipe Karl)
  • Bedingt durch das Aufwölben der Rücken- und Nierenpartie und die Hankenbeugung befindet sich die Rückenmuskulatur in Dehnung. Daraus folgt, dass die Lendenmuskeln, die Hüftbeuger und die Bauchmuskeln das Gros der Arbeit verrichten. Eine kurze und kräftige Rückenmuskulatur ist aus dieser Sicht also eher von Nachteil. Den Rücken zu "bemuskeln" ist eine Zwangsvorstellung, die jeder Grundlage entbehrt. Der Reiter muss danach streben, den Rücken aufzuwölben, es sind jedoch die Bauchmuskeln, die das bewirken. (Phillipe Karl - Irrwege der modernen Dressur).
  • Oft wird die Rolle der Geduld betont. Doch Geduld allein kann nichts vollbringen. In der Reiterei gilt eher, dass Geduld nicht gleich Wissen ist, dass man aber viel Wissen braucht und nicht ungeduldig sein darf (Phillipe Karl in "Irrwege der modernen Dressur")
  • Zitat von Francois Baucher: „Vermeidet der Reiter es, Hand und Schenkel gleichzeitig einzusetzen, so versteht das Pferd besser, was der Reiter von ihm will. Zudem wird er gezwungen, seine Hilfen präziser einzusetzen, da alle Fehler, die er begeht, unmittelbar und unabgeschwächt zum Ausdruck kommen.“
  • (Reitmeister) La Guérinière führt hier also die Wirkungsweise des anliegenden Zügels aus. Zu den Aussagen der FN-Richtlinien ergibt sich ein Widerspruch auf ganzer Linie: Bei La Guérinière gibt es keinerlei Erwähnung der Biegung der Pferdes in seiner Gesamtheit, keine besondere Rolle der Schenkel - stattdessen geht es ganz klar um den Vorrang der Hand und den Einsatz von seitwärts weisenden Einwirkungen, also um den anliegenden Zügel. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, steht die Westernreitweise den Lehren von La Guérinière bedeutend näher als die offizielle Dressur. (Phillippe Karl in "Irrwege der modernen Dressur - die Suche nach einer klassischen Alternative") Für die Konditionierung auf die Schenkelhilfen des Reiters ergibt sich dementsprechend folgende Methode:
  • Jeder leichte Druck der Unterschenkel (maximal stark genug, um eine Fliege zu zerdrücken) muss zu einer eindeutigen und unmittelbaren Beschleunigung führen.
  • Reagiert das Pferd nur zögerlich oder gar nicht, wird der Schenkeldruck innerhalb der gleichen Sekunde durch eine Gertenhilfe ergänzt (Einsatz der Gerte mit steigender Frequenz und Intensität, bis eine lebhafte Reaktion erfolgt).
  • Der Reiter setzt jegliche Schenkeleinwirkung aus („Descente des jambes“: Sinkenlassen der Beine) und gibt dem Pferd die Möglichkeit, sich auszudrücken. Nach höchstens einer Hallenrunde anhalten, loben, Ruhepause am langen Zügel.
  • Das Vorgehen wiederholen, bis das Pferd anfängt, die Gertenhilfe vorwegzunehmen. In diesem Fall die Gerte nicht einsetzen und ausgiebig loben.
  • Jede unerwünschte Verringerung des Tempos muss eine sofortige Ermahnung zur Folge haben, und zwar nicht mit dem Schenkel, sondern mit der Gerte.

Auf diese Weise kann man selbst Pferde, die als unverbesserlich unsensibel und faul galten, innerhalb von wenigen Minuten auf den bloßen „Hauch des Stiefels“ hin aus dem Stand angaloppieren. Es sind dabei jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen geboten: Will der Reiter, dass das Pferd ihn versteht und absoluten Schenkelgehorsam zeigt, so darf er mit der Hand den Anweisungen der Schenkel niemals wiedersprechen. (… Es gilt das) Grundprinzip: Hand ohne Beine, Beine ohne Hand.“

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