12 Oaks Ranch - Mehr als "nur" Reiten
12 Oaks Ranch - Mehr als "nur" Reiten

Ponyflüsterin Nadine betört die Schecken

Beziehung an 1. Stelle: Dreamteam Shanaya und Isa

Ihr wisst ja: Ich habe es immer sehr mit dem Mittelweg und bin zwar nicht dafür, Pferde zu früh einzureiten, aber eben auch nicht zu spät. Kommt aufs Pferd an und bei der dreijährigen Shanaya von meiner Kundin Isa waren wir uns einig: Die ist noch nicht so weit. Das soll aber nicht heißen, dass ein Pferd nichts lernen soll: Kindergarten und Grundschule sind schließlich das wichtigste Fundament fürs Abitur. Als ich die beiden vor ein paar Monaten kennen gelernt habe, hatten die zwei sich selbst gerade erst gefunden und die hübsche Rappstute riss sich auch schonmal los... (weiterlesen auf blogspot) 

Kommentare

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  • Jaqueline G (Freitag, 27. Februar 2015 12:04)

    Super schön geschrieben und so wahr!

Es ist nicht immer so wichtig, was man tut, sondern wie, wann und vor allem warum man es tut. ( Pat Parelli)

Auch auf die Gefahr hin, dass die PP-Fans jetzt wieder unterstellen, dass es mir nur um Aufmerksamkeit geht und man die PP nur kritisiert, um selbst an Kunden zu kommen, war ich letzte Woche in der neuen gegründeten Facebook-Gruppe „Die Pferdeprofis an der Bande“ so mutig zu sagen, dass ich es besser kann. Nicht, weil ich mich für überragend gut halte – ganz und gar nicht. Ich wollte da einfach für ein gutes System werben: Nicht für mich selbst, sondern im Sinne der Pferde, denen man das Lernen viel leichter machen könnte, wenn Menschen anfangen würden, an sich selbst zu arbeiten, statt am Tier.

Zunächst der Link zur Facebook-Gruppe: www.facebook.com/groups/Pferdeprofis.an.der.Bande/ der zur Like-Seite der Satire-Schreiberin: www.facebook.com/PferdeprofisAnDerBande?ref=br_rs

und hier der Text, den ich letzte Woche dort gepostet hatte:

Weil in den letzten Tagen mehrfach danach gefragt wurde, was NHS ist: Das ist Natural Horsemanship: Ein Begriff, der von Parelli geprägt wurde (er hat quasi Pferdewissen überall auf der Welt gesammelt und ein System daraus gemacht) und in der Tat, da habt ihr vollkommen Recht, wenn man die Pferdeprofis schaut, dann sieht man sehr, sehr viele Methoden, die genau diesem System NHS entnommen sind, aber eben mehr im Sinne von Gewollt und nicht gekonnt. Der heute genannte Steve Halfpenny ist ein ehemaliger Parelli-Instruktor und es ging um die Führposition: Im Idealfall sollte man sein Pferd aus allen Positionen führen können NICHT NUR, wenn das Pferd hinter einem ist.

Also für mich als eher mittelmäßige Natural Horsemanship-Trainerin ist es halt befremdlich, wenn man im Fernsehen genau die Methoden sieht, die man selbst auch unterrichtet, aber dann immer wieder bemerkt: DAS WESENTLICHE FEHLT. Bernd Hackl reitet z.B. erstmal ohne Sattel und auch nur mit einem Zügel auch das macht man im NHS z.B. beim Einreiten, ABER erst NACHDEM man mit dem Pferd eine Beziehung aufgebaut hat. Eine so tiefe Beziehung, dass das Pferd gar nicht erst buckelt, wenn ein Reiter aufsteigt. Hackl benutzt ein Lasso um den Hals des Pferdes, kenne ich von Parelli auch. Aber was fehlt ist hier das richtige Timing. In einem ähnlich gelagerten Fall in einer US-TV-Serie sieht man, wie Parelli immer dann das Lasso loslässt, wenn das Pferd nachgibt. Bei Hackl ist es aber oft so, dass das Lasso selbst dann Druck ausübt, wenn das Pferd längst nachgegeben hat. Was meiner Meinung nach fehlt, ist das „Druck motiviert, aber Loslassen lehrt“ aus dem NHS-Programm. Das NHS lebt nämlich vom Neutral-Sein des Menschen und ganz feinen Hilfen. Um das zu können, muss man auch einmal eine so genannte Phase 4 ausüben, die gerade zu Beginn des Trainings so deutlich ausfallen KANN (je nach Pferd), dass sie wirklich nicht sehr schön aussieht. Aber die Phase 4 wird immer seltener: weil man mit Phasen arbeitet. Beispiel Lenken: Erst schaut der Reiter in die Richtung, wo er hin will, dann dreht der Bauchnabel sich in die Richtung, wenn das Pferd immer noch nicht abwendet, kommt das Bein zum Lenken hinzu und dann erst kommt der Zügel. Also das, was Sandra Schneider so gerne als Westernreiten verkauft, ist eigentlich Reiten nach NHS-Prinzipien (bei Parelli: Freestyle genannt) und NHS ist keine Reitweise, sondern für Klassisch- und Westernreiter gleichermaßen geeignet. So wie Schneider es zeigt, fehlt m.E. das Wesentliche: Eine Zügelhilfe ist eine Phase 4, dem 3 andere Phasen vorgeschaltet werden MÜSSEN – davon wird im TV nichts gesagt, sondern Babilonio wird meist NUR mit Zügelhilfe gelenkt, die bekanntermaßen die Phase 4 ist, die ja seltener werden soll. Richtig angewendet gehört der Zügel ins Neutral – also auf den Pferdehals. Hackls Abklopfen mit dem Pad kenne ich aus dem Brannaman-Film und fand es auch da schon nicht wirklich sinnvoll und nicht zielführend. Das Pferd sollte das Pad und später den Sattel ja als etwas Angenehmes empfinden und nicht als etwas, wovon es genervt ist, so genervt, dass es den Menschen beisst oder tritt. Also würde das Abklopfen, wenn überhaupt, nur solange Sinn machen, bis das Pferd stehen bleibt und dann MUSS es aufhören, weil die Akzeptanz ja da ist. Hört es nicht auf, lernt das Pferd auch nicht. Im Endeffekt geht es ohnehin in erster Linie darum zum Pferd eine Beziehung aufzubauen, sich das Pferd zum Freund zu machen und so gar nicht raubtierhaft und zielorientiert ans Problem heranzugehen. Da ich selbst NHS unterrichte (mich aber bestenfalls als mittelmäßig einstufe) und dann im TV NHS-Methoden sehe, die dort sozusagen ad absurdum angewendet werden, so dass im Resultat eigentlich das Gegenteil von Natural Horsemanship herauskommt und ich aber zeitgleich bei Neukunden als jemand eingestuft werde, der genau das macht, was man im TV sieht, dann möchte man irgendwann schon sagen: „Nein, was ich mache, sieht zwar ähnlich aus, ist aber so ziemlich genau das Gegenteil.“ Techniken werden nämlich oft überbewertet – eigentlich geht es um andere Dinge: Beziehung und Kommunikation – auch aber nicht nur Gehorsam. Ich zitiere einfach mal Parelli (wobei Alfonso & Arien Aguilar, Thomas Günther, Jenny Wild oder Peer Claßen auch sehr toll sind). Parelli sagt: „Mache Deine Idee zur Idee des Pferdes, aber verstehe erst seine Idee.“ Seine Frau Linda sagt: „Gib dem Pferd, was es braucht und es gibt Dir, was Du willst.“ Ich unterrichte übrigens in der Tat ganz anders als die Pferdeprofis und auch, wenn ich mich für nicht für überragend halte (da gibt es viel bessere), weiß ich, dass man die im TV gezeigten Probleme meist in kürzester Zeit lösen könnte. Man braucht dafür selten drei Monate. Damit ein Pferd wie Andy nicht verkauft wird, ist es ohnehin der falsche Ansatz, am Pferd herumzuerziehen, denn das nützt ja nur dem etwas der es macht und Andys Besitzerin hat nach wie vor Angst vorm eigenen Pferd, was über ein halbes Jahr von zuhause weg war. Ich arbeite mit den Besitzerin zusammen und gebe oft genug nur alle zwei Wochen eine Stunde oder seltener. Die Schüler bekommen Hausaufgaben, die sie leicht bewältigen können: Nach wenigen Wochen, manchmal sogar nach wenigen Tagen, selten schon nach ein paar Stunden ändert sich etwas dadurch und die Probleme lösen sich in Luft auf. Auch, wenn ich durchaus tolerant bin bei Methoden, die anders sind, aber fürs Pferd genauso gut funktionieren, so muss ich dennoch eingestehen, dass ich es vielleicht schon zuweilen belächele, wenn man 10 Wochen oder drei Monate an einem Pferd herumdoktort und es hat sich immer noch kaum etwas geändert, z.B. mit einem Zahnstocher als Impfvorbereitung - kommt übrigens auch aus dem Parelli-Programm und klappt hervorragend, wenn man weiß auf was man achten muss. Weiß man das nicht, steigt das Pferd eben immer noch, wenn der Tierarzt kommt. Also war das ja eigentlich Zeitverschwendung. Das ist meine Kritik an der VOX-Serie und die hat nichts mit dem Schnitt zu tun. Ich habe nichts gegen die Profis als Person und habe auch keine besondere Freude am Lästern, eigentlich kommt es sogar öfter vor, dass ich von anderen Trainern regelrecht schwärme. Aber manchmal sage ich auch: „Das geht anders nicht nur BESSER, sondern auch viel SCHNELLER.“ ZWEI MONATE, um einem Fohlen ein Halfter anzuziehen, ist ja ein weiteres Beispiel, wo ich nur mit dem Kopf schütteln kann.

Bevor der Frühling kommt, hier noch ein paar Herbstbilder: Queenies 1. Mal ohne Sattel.

Keine Grenzen für Humor und Satire

Es heißt jetzt nicht mehr "Spiegel-Leser wissen mehr", sondern "Keine Angst vor der Wahrheit". Ich habe heute morgen beim Arzt den Spiegel gelesen und da ging es um das Attentat auf die Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo". Ein paar tolle Zitate habe ich abfotografiert: 

"Können wir über alles lachen? Werden wir morgen in der Lage sein, über alles zu lachen? Das sind Fragen, die es wert sind, gestellt zu werden. Keine Grenzen für Humor. Und zwar im Dienst der Redefreiheit, denn wenn der Humor endet, dann hinterlässt er seinen Platz oft der Zensur oder der Selbstzensur." Cabu (13.1.1938 bis 7.1.2015) Zeichner bei Charlie Hebdo.

Spiegel-Artikel: "Und was für ein Verständnis von Humor sich darin ausdrückte, ob das Lachen eines der Verachtung war oder eines der Aufklärung, eines der Ausgrenzung oder eine Einladung: Das war ein dauernder Prozeß, den man freie Meinungsäußerung nennt. Sie schossen fröhlich und sie schossen auch übers Ziel hinaus, was Teil des Plans war. (...) Es ging ihnen darum, dass Satire alles, wirklich alles darf. (...) Ich will lieber aufrecht sterben, als auf Knien leben, hatte Charb einmal gesagt."

Zum Emblem: Je suis Charlie: "Ein Land, ein Kontinent ist Charlie. (...) Es ist zu einem Emblem dafür geworden, dass dieses Land und dieser Kontinent nicht vorhaben, sich wegzuducken in Angst vor dem Terror. Frankreich kann trotzig sein und widerspenstig; und Europa hat Charakter, so würden es die Franzosen sagen."

"Charb mag die Menschen nicht" so hieß eine seiner Kolumnen - doch er war ein ruhiger, zurückhaltender Mann, der wie alle hier für das stand, was sie für Menschlichkeit hielten. Die den Kampf führten für die Freiheit der Presse, der Meinungsäußerung, und ja, auch den für gelegentliche Beleidigungen und Geschmacklosigkeiten."

Pferd.de schreibt Artikel über offenen Brief an VOX

Oh je, ich habe wohl den Montag vergessen, deswegen heute zwei Sachen. Erstmal ein Link zu pferd.de http://www.pferd.de/content/123-die-pferdeprofis-zwischen-kompetentem-pferdetraining-und-medialer-augenwischerei Dort ist ein Artikel zu unserem offenen Brief erschienen und man freut sich dort über die rege Teilnahme an der Diskussion. Weil der Montag fehlt, kommen später noch ein paar Zitate aus dem Spiegel, die ich heute morgen beim Arzt gelesen habe - die ich auch sehr passend fand, weil es auch dort um die Demokratie und das Recht auf freie Meinungsäußerung geht, was z.Zt.offenbar nicht nur in Frankreich unterbunden bzw. beeinflusst werden soll. Das stimmt mich persönlich bedenklich.

Artikel über gute Ausrüstung bei artgerecht-pferd.de

So, es ist Sonntag und irgendwie hat es sich die letzten Tage eingebürgert, dass ich dann meine Artikel bei artgerecht-pferd.de einreiche bzw. überhaupt erst schreibe. Dieser Artikel basiert eigentlich auf einem Kapitel in meinem Buch, was ich erstmal stark gekürzt und dann wieder ergänzt habe. Ich habe ja oft über Parelli geschrieben, weil beim Thema Artgerecht vor allem die Ausbildung mein Steckenpferd ist (mit allem anderen kenne ich mich nicht ganz so aus) - auf Facebook kommen die Artikel ja auch meist gut an: Ein Kommentar hat mich aber doch verwundert. Da schrieb jemand, sie würde Parelli ablehnen, weil man da ja gezwungen wäre eine bestimmte Ausrüstung zu kaufen. Ich habe zwar auch viel von Parelli, aber ich habe auch ein Seil von Brockamp mit dem ich sehr zufrieden bin und das wurde noch bei keinem einzigen Parelli-Kurs beanstandet. Dennoch ist es nicht egal, welches Seil man nimmt. Es gibt eben doch Qualitätsunterschiede - hier also mein neuester Artikel: 

Geschichten von Hügeln und Halftern

Es wird ja oft gesagt, dass das Äußern von Kritik oder offene Briefe nichts bringen, aber der aktuelle Fall beweist, dass das nicht stimmt und dass es Sinn macht, sich zu engagieren, wenn es irgendwo einen Missstand gibt. Klar, wenn es um den Weltfrieden oder Massentierhaltung geht, da habe ich auch schon meine Erfahrung gemacht, wie vergeudet die Energie war, aber bei den Pferdeprofis gab es zwar keine Stellungnahme, aber unser Brief stieß offenbar nicht auf taube Ohren. Erstmals wurde ein Warnhinweis (Nicht nachmachen) ausgesprochen und auch darauf hingewiesen, dass man zumindest bei Problempferden besser einen Helm tragen sollte. Muss man ja auch mal lobend erwähnen. Die Dressur-Studien (wo ich gefragt wurde, ob ich dort als Autorin tätig sein möchte, erstmal probeweise) hat die Sendung gestern aber auch aufgegriffen und Hackl kam immer noch nicht richtig gut weg: http://www.dressur-studien.de/glosse-pferdeprofi-moege-ihn-der-blitz-beim-scheissen-treffen/

Ich weiß ja nicht, ob hier irgendwen meine persönliche Meinung interessiert: Aber wie so oft habe ich gedacht, dass Sandra ja immerhin nicht so sehr am angeblichen Problempferd arbeitet, sondern mehr dem Menschen Dinge beibringt, was ich gut finde und sie findet ja am Ende auch in der Tat eine Lösung (Hackl ja dann eher nicht: Die Pferde sollen im Fall Future zurück gegeben werden und im Fall von gestern ist das Pferd immer noch nicht bei den Besitzern, sondern soll verkauft werden). Bei Sandra liegt es also etwas anders und ich denke immer: "Wenigstens richtet sie keinen Schaden an." Aber es ist immer so umständlich und langwierig, dass ich trotzdem ständig meinen armen Fernseher anbrülle. Gestern z.B. habe ich gesagt: "Nu mache doch mal die Schnalle am Halfter auf, dann brauchst Du dafür zwei Minuten statt zwei Monate." Aber nein, selbst nach zwei Monaten umständlicher Vorbereitung mit Plastikflaschen und Möhren wird dem Fohlen das Halfter über die Ohren gezogen. Solche Probleme kläre ich mit meinen Kunden in einer eMail. Aber sei es drum: Es war schön, nett und was fürs Herz. Bei Hackl war ich froh, dass ich hier kein Gewehr rumliegen habe, sonst hätte ich womöglich den Fernseher erschossen. Weil diese Variante der Hill-Therapie war mir völlig neu - das kommt ja (wie vieles, was der Hackl so macht) aus dem Parelli-Repertoire, wird aber so stark abgewandelt, dass das Natural Horemanship ad absurdum geführt wird. Daher hier ein paar Links, wie man das richtig macht mit der Hill-Therapie (man weiß ja nie, wer das so nachmacht, was er im TV sieht - in meinem Kundenkreis erlebe ich das schon, dass Neukunden sagen: ABER IM TV WIRD DOCH). Also richtig gemacht geht das so: 

http://zambail.com/huegeltherapie/ Unter http://www.michelkarin.name/Pferd.html findet ihr sogar eine Anleitung auf Deutsch, was man dabei beachten muss, z.B. flache Hänge und 6 Wochen das Pferd nicht reiten. Wenn man das beachtet, ist es gut für den Muskelaufbau geeignet.

Bilder von Essie & Fancy

Buchtipp: NHS-Übungsbuch

Ich habe gestern die erste Buchrezension meines Lebens geschrieben und es hat sehr viel Spaß gemacht. Als ich beim 2. Teil war, habe ich zu Janik gesagt: "Weißt Du was? Ich glaube, die sind besser als ich, die verreiß ich." Das war natürlich ein Witz, aber ich hätte auch beim besten Willen nichts gefunden, was ich hätte verreißen können. Es ist so ein tolles Buch mit so wunderschönen Videos und ich freue mich sehr, dass ich sich ein so netter PN-Austausch mit der Autorin Jenny Wild ergeben hat. Also alle, die bei der Equitana mit dabei sind: Die Vorführung von Jenny und Peer ist ein Muss. Sie hat gesagt, sie erkennt mich und jetzt bin ich gespannt. Und nach der Equitana werden Larissa und ich uns mal einen turnierfreien Sonntag ins Auto setzen und mal flugs nach Dortmund fahren. Wie schön, dass diese wunderbaren Trainer auch noch in der Nähe wohnen, so dass man sich auch einmal persönlich kennenlernen kann und mit ein bißchen Glück zeigen sie uns, wie man eine Freiheitsdressur mit zwei Pferden hinbekommt: Da träume ich ja schon sehr lange von. Meine Rezension findet ihr hier: Übungsbuch Natural Horsemanship.

Reiterrevue-Artikel zu Pferdeprofis: Zitate von M. Plewa

Ich durfte zwar Sonntag schon einen Blick in die Reiterrevue einer Freundin werfen, aber ich habe sie mir gestern selbst gekauft und finde es ist insgesamt ein journalistisch sehr gut aufgearbeitetes Blatt geworden – pro Pferd eben. Am Besten hat mir natürlich der Artikel über die VOX-Pferdeprofis gefallen, weswegen ich heute einmal statt Buchtipp, einen Zeitungstipp hier abliefere. Also Menschen wie Martin Plewa haben meine volle Bewunderung und ich finde es spricht Bände, wie manche ihn jetzt versuchen schlecht zu machen, nur weil er den Pferdeprofis auf die Füße getreten hat und behauptet wird, dass er das ja nur schreibt, weil er FN ist und die „Profis“ sind ja „Westerntrainer“ (ohne Turniere zu reiten wohlgemerkt). Um eine Lanze für Martin Plewa zu brechen, hier ein paar Zitate aus dem Artikel – zunächst über ihn:

Die Wahl fiel auf Martin Plewa, der für pferdegerechte Ausbildung steht.(…) Warum die Stute, die im Umgang einen sehr willigen Eindruck macht, nun durch das Roundpen gejagt wird, bleibt unerklärt. (… ): „Für mich ist das nicht seriös (…). Entweder ist das eine Veralberung des Publikums oder er weiß es wirklich nicht besser“, meint Plewa. Überhaupt findet er, dass Hackl eine ungewöhnliche Vorgehensweise an den Tag legt und das nicht, weil seine Arbeit nicht dem klassischen Ausbildungsweg entspricht, sondern weil Hackl das Pferd „unter Druck setzt, irritiert, den Lernprozeß stört“. Außerdem gehe er unlogisch vor und verhalte sich dem Pferd gegenüber unfair. Harte Worte über Bernd Hackl, der sich selbst das Horsemanship auf die Fahnen geschrieben hat.

Darauf, dass Sandra Schneider auf ihrer Homepage mit einem Studium wirbt, schreibt die Reiterrevue: Letztere (Linda Weritz) erklärte auf Nachfrage, dass sie Schneider nicht zur Prüfung zugelassen habe, da sie dafür noch nicht bereit gewesen sei. Weiter geht es im Artikel mit der Einschätzung Plewas, ob es sich wirklich um Problempferde handelt: „Beide betrachteten Fälle werden vom Sender als Extreme dargestellt, die Probleme aufgebauscht.“(…) Die Lösung ist das Knotenhalfter – so simpel erscheit es zumindest im TV-Format. „Das ist für dumm verkaufen, ein Veralbern des Publikums“, sagt Plewa. (…) Bedenklich findet Plewa, dass die Sendung zum Nachahmen anregt, wodurch viele Pferde Schaden nehmen könnten.

Zu den Kriterien die Pferdeauswahl betreffend wird VOX zitiert: „Die Pferde müssen gesund sein.“ und am Ende des Artikels: Ob es eine weitere Staffel der Pferdeprofis gibt, steht nicht fest. Aus dem Interview mit Hackl: „Mein Fokus lag nie auf Problempferden. Dennoch hat sich im Laufe der Zeit herausgestellt, dass meine Art mit ihnen zu arbeiten ganz besonders gut funktioniert.(…) Frage: Finden Sie, dass die Serie die realistische Arbeit eines Trainers zeigt? Hackl: „In meinem Fall ja.“ Dazu Schneider: „Man darf nicht vergessen, dass es Unterhaltungsfernsehen ist.“ (...) Frage: Bekommen Sie die Folgen vorab zur Ansicht? Hackl: „Ich habe ein Mitspracherecht und meine Anmerkungen fließen in die Folgen mit ein.“ Schneider zur gleichen Frage: „Auch ich bin mit den Sendungen nicht immer zufrieden, manchmal sogar geschockt, wenn ich sehe, was die Bilder für einen Eindruck machen. (…) Vor der Veröffentlichung bekommen wir die Folgen nicht zur Ansicht.“ Mich würde ja mal brennend interessieren, ob VOX Hackl Rechte einräumt, die Schneider nicht hat. Ein Schelm, der Böses denkt, käme natürlich zu einer ganz anderen Schlussfolgerung.

Ich persönlich habe den Namen Plewa vorher noch nie gehört und mich ein wenig kundig gemacht und was dieser Mann sagt, ist so gar nicht typisch FN. Das ist Horsemanship in höchster Güte. Unter folgendem Link nachzulesen: http://www.xenophon-klassisch.org/assets/files/mlibrary/PlewaReitmeisterAnspracheApril12.pdf

Umgang mit der Presse wäre bei Politikern Selbstmord

Heute erscheint die heiß ersehnte Reiterrevue, in der sich der Leiter der westfälischen Landesreit- und Fahrschule kritisch mit der TV-Sendung „Die Pferdeprofis“ auseinandersetzt. Dank einer netten Freundin, die die Zeitung als Abo hat, konnte ich diese schon vorher lesen und schreibe daher heute im Blog von Hackls Umgang mit der Presse.

Irgendwie musste ich beim Lesen des Vorwortes an den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff denken, der sich im Umgang mit der Presse ähnlich unklug verhalten hat und in der Folge von seinem Amt zurücktreten musste. Christian Wulff hatte zwar geschulte Berater, aber er hat deren Rat ignoriert und der Bild-Zeitung auf den Anrufbeantworter gesprochen und versucht, einen Bericht zu beeinflussen. Bei Bernd Hackl habe ich mich gefragt: „Hat der eigentlich keine Berater?“ Denn wer versucht auf die Berichterstattung der Presse Einfluss zu nehmen, der macht sich verdächtig. Fachkundige Berater wissen das und eben auch, dass ein derartiger Versuch, die Presse zu beeinflussen von genau der auch in der Berichterstattung abgestraft wird. Von daher ist es mir vollkommen unverständlich, dass Hackl überhaupt versucht hat, das Recht auszuhandeln, selbst mitzuentscheiden, was die Reiterrevue schreiben darf und was nicht. Damit wäre die Kontrollfunktion der Presse komplett ausgehebelt und das ist ein absolutes No-Go in einem Rechtsstaat. Richtig dumm ist es dann natürlich, wenn man daraufhin der Presse komplett verweigert bei einem Seminar zuzusehen oder den selbsternannten Horseman auf seinem Hof zu besuchen.

Dennoch ist anzumerken, dass die Reiterrevue hier eine journalistisch einwandfreie und saubere Arbeit abgeliefert hat: Der Umgang mit der Presse wurde in einem Vorwort abgehandelt; es wurde nicht die Meinung der Reiterrevue wiedergegeben, sondern ein qualifizierter Dritter befragt. Auch wurde beiden „Profis“ Gelegenheit gegeben zu den Vorwürfen in einem Interview Stellung zu beziehen. Hier fand ich es besonders bezeichnend, dass Bernd Hackl zugestand, dass er ein Mitspracherecht in Bezug auf den Schnitt hat, Sandra Schneider aber angab, sie sei zum Teil schockiert, wie sehr VOX ihre Arbeit mit Pferden durch den Schnitt verfremdet. Abgesehen von dem Widerspruch, dass der eine ein Mitspracherecht eingesteht, was der andere bestreitet, ist meine persönliche Meinung, dass der schlechte Eindruck nicht an VOX zuzuschieben ist, auch wenn wir uns in unserem offenen Brief auf diesen gemeinsamen Standpunkt geeinigt hatten. Denn VOX hat überhaupt keinen Eindruck darauf, wenn Pferde an viel zu kurzen Führstricken geführt werden. Jeder echte Horseman weiß, dass Pferde auf eine derartige Beengung klaustrophobisch reagieren. Gleiches gilt dafür, dass Bernd Hackl bei Future mit einem Lasso gearbeitet hat und immer dann, wenn das Pferd nachgegeben hat dennoch gegen gehalten hat. Echte Horseman wissen aber, dass Timing nicht etwas, sondern alles ist. Desweiteren bezog sich der offene Brief in vielen Punkten auf Aussagen, die die Pferdeprofis selbst getroffen haben, wobei sie übrigens mit Kritik an anderen (isbd. die Englischreiter) nicht gespart haben.

Bekanntermaßen geraten immer dann die Kritiker unter Beschuss, wenn den Kritisierten die Argumente ausgehen. Da Martin Plewa kein Blatt vor den Mund genommen hat, heißt es nun bei den Verteidigern der „Pferdeprofis“, er sei als Vertreter der FN nicht geeignet, die Arbeit eines „Westerntrainers“ zu beurteilen. Nun wage ich es zu bezweifeln, dass irgendein Westerntrainer sagen würde, dass das im TV Abgebildete im Westernreiten üblich sei, aber zu Martin Plewa bleibt mir nur zu sagen, dass ich seinen Mut bewundere unübersehbare Wahrheiten so deutlich auszusprechen. Und er ist ein echter Horseman, wie folgender Beitrag zeigt, der unter diesem Link zu finden ist: http://www.xenophon-klassisch.org/assets/files/mlibrary/PlewaReitmeisterAnspracheApril12.pdf

Back to the roots: Ich arbeite bald auch bei der Zeitung

Der Artikel von mir ist so gut angekommen, dass ich jetzt noch einen zusätzlichen Job als Autorin bei Dressur-Studien.de habe. Ich überlege langsam, ob ich mich klonen lassen soll. Im nächsten Heft geht es jedenfalls um das Thema "feine Hilfen" und dazu werde ich auch ein Interview mit einem Experten führen. Da ich bei artgerecht-pferd.de ehrenamtlich aus Idealismus schreibe, freue ich mich ganz besonders, dass ich jetzt auch bezahlt werde für die Arbeit.

Und ich schulde Euch ja auch noch die Zahl, wieviele Leute unseren offenen Brief unterschrieben haben: Es sind bis heute 225 Unterschriften. Auch habe ich gestern gehört, dass VOX Leute bezahlen soll, die Diskussionen auf Facebook nicht nur verfolgen, sondern sich auch einmischen, um die Diskussion in eine bestimmte Richtung zu lenken. Ob da etwas dran ist, weiß ich natürlich nicht, aber plausibel finde ich es schon. Das beweist ja auch der Shitstorm in der Gruppe Wittelsbuerger, wo mit allen Mitteln versucht wurde, die Arbeit der Pferdeprofis zu verteidigen. Daher möchte ich hier auch noch zwei Zahlen in den Raum werfen. Die Gefällt-mir-Seite der Satire-Schreiberin Georgia Schultze-Lefert besteht seit einem Monat und hat 9.882 Likes heute morgen und nun (heute um 19 Uhr 30) sogar 10.009. Ich habe am Freitag dazu passend eine Gruppe ins Leben gerufen, um den Kritikern ein Forum zu geben, wo niemand versucht, die Kritik mit unlauteren Methoden bzw. Unterstellungen im Keim zu ersticken. Die Mitgliederzahl ist in nur fünf Tagen auf 1.095 Mitglieder angestiegen. Zum Vergleich: die Fanpage von Sandra Schneider hat 544 Mitglieder und der Trainingsstall Leuthenmühle hatte heute morgen 998 Gefällt mir Angaben.

Artikel über die ethische Pflicht eines jeden Trainers sich, irgendwo prüfen zu lassen & die Reitlehrerauswahl

Inspiriert von der Facebook-Satire-Schreiberin Georgia Schulze-Lefert hatte ich mich auch mal in lustig versucht in meinen nachfolgenden Blog-Einträgen. Weil keiner gelacht hat (zumindest nicht laut genug, dass ich es hören konnte), bin ich wieder zu den ernsten Themen des Lebens zurück gekehrt und habe einen neuen Artikel geschrieben, den ihr unter folgendem Link findet: http://www.artgerecht-pferd.de/die-suche-nach-guten-trainern-fuer-pferd-und-mensch/

Beim Schreiben des offenen Briefes hatte sich eine Botschaft reingemogelt, die sich gar nicht auf die Pferdeprofis bezog, sondern auf eine andere im TV gezeigte Sendung, die ich Euch noch nachtragen wollte: 

Botschaft 12: Die Besitzerin eines Hengstes erzählt, nach einem misslungenen Training: „Das Pferd hatte bei der Geburt einen Sauerstoffmangel (was stimmen mag) und ist deswegen aggressiv (was sein könnte, aber nicht sein muss).“ Der kausale Zusammenhang ist für mich nicht ganz schlüssig, da man das Pferd ja aufwachsen ließ, sogar als Hengst und man ja immerhin ein Training begonnen hat. Der Trainer hätte ja auch den Rat geben können: Bevor wir mit dem Training beginnnen, lassen wir das Pferd von einem Spezialisten untersuchen und wenn es einmal (ggf. mit Blasrohr) sediert ist, lassen wir es direkt kastrieren, denn Hengsthormone können ja auch aggressives Verhalten auslösen. Bei diesem Vorgehen wäre allerdings kein Sendestoff mehr für einen Dokumentarfilm übrig. Ein verantwortungsvoller Umgang mit TV-Botschaften beginnt daher schon mit der Auswahl der Fernsehpferde: Ist es wirklich im Sinne aller anderen Pferde (und Pferdebesitzer) ausgerechnet im Fernsehen in epischer Breite solch einen Fall darzulegen? Nicht nur die Szene, wo das Pferd den Trainer beißt, sondern auch die Szene, wo der Besitzerin in Tränen aufgelöst vom Trainer ins Gewissen geredet wird? In meiner Ausbildung zur Redakteurin habe ich auch ethische Grundsätze gelernt. IN der Szene, wo die Frau weint, war übrigens nicht von Sauerstoffmangel die Rede, sondern davon, dass das Pferd eine Menge über die Besitzerin verrate, die sich daraufhin als totale Versagerin fühlt und dies auch kundtat – möglicherweise dann nach einer Erklärung gesucht hat, die sie selbst von der Last der Schuld befreit. Daher frage ich mich: Bringt das Gezeigte uns Pferdehalter im Verständnis der Pferde irgendwie weiter? Für mich was das vergeudete Sendezeit, die man sinnvoller hätte nutzen können: Denn schließlich steht im Trailer, dass dies ein Film sei, der die Welt besser machen will.

Warnhinweis: Folgende Blogs könnten Ironie enthalten

Wie das ist immer so ist, wenn man jemanden kritisiert: Es gibt Leute, die können mit Kritik umgehen und andere nicht. Manche nehmen die Kritik an, andere nehmen Stellung, weil sie gute Gründe für ein bestimmtes Vorgehen hatte und dann sind da ja auch noch die Hunde, die bellen, weil sie getroffen wurden. Damit will ich natürlich nicht sagen, dass die Nutzer der größten Facebook-Westerngruppe irgendetwas zu verbergen haben, aber trotz der überwältigenden Unterstützung, gab es natürlich auch kritische Stimmen. Das ist ja immer so, wenn jemand sich traut, unangenehme Wahrheiten auszusprechen. Ich unterrichte am Rosenmontag in der Eifel,  daher kann ich an einem zweiten Shitstorm nicht teilnehmen, den der neueste Artikel auslösen könnte (was niemand mehr bedauert als ich), nehme ich einfach der Einfachheit halber Stellung zu dem Shitstorm, den unser offener Brief an VOX ausgelöst hat. Viel Spaß damit: 

Da mir von den Wittis ohne Hoppys (Erklärung siehe unten) eine Profilneurose diagnostiziert wurde, die ich albernerweise in Profi-Neurose umbenannt habe, möchte ich Euch kurz mitteilen, was mir so alles diagnostiziert wurde.

1. Es geht mir nur um Aufmerksamkeit: Natürlich tut es das. Was bringt, es wenn man eine Botschaft hat und niemand liest sie.

2. Ich kritisiere andere Trainer, weil ich es nötig habe und so versuche an Kunden zu kommen: Auf jeden Fall, ich habe wirklich die Hoffnung, dass sich ein Kunde aus dem Bayerischen Wald zu mir verirrt und da ich im Mai Gerichtsverhandlung wegen meinem Verkehrsunfall habe und ein Schmerzensgeld in fünfstelliger Höhe erwarte, sowie noch höhere Beträge an Schadenersatz und Verdienstausfall, kann ich nur bestätigen: Ich kritisiere die Pferdeprofis, weil es mir ums Geld geht. Ich habe es so richtig nötig - keine Frage.

3. Ich kritisiere die Trainer ja nur, weil ich mein Buch besser verkaufen will: Bei dem Shitstorm, der bei den "Wittis-ohne-Hoppys" über mich zusammenbrach, klopfe ich mir eigentlich eher selbst auf die Schulter, dass ich überhaupt den Mut hatte, auszusprechen, dass ich  gewisse selbsternannten Profis dann doch eher für Dilettanten halte, denn das war so richtig mutig. Die selbsternannten "Wittis-ohne-Hoppys" haben mir nämlich klar macht, dass ich beruflichen Selbstmord begangen habe, weil ich es gewagt habe, einem anderen Trainer ans Bein zu "pissen." Merke: Wenn einer einen Trainer kritisieren darf, dann ist das der Laie, aber auf gar keinen Fall ein Fachmann oder ein anderer selbst ernannter Profi. Das Buch kann ich jetzt jedenfalls in die Tonne kloppen, das kauft keiner mehr. So zumindest die Prognose der alles wissenden "Wittis-ohne-Hoppys".

4. Ich kritisiere, obwohl ich gar nicht dafür qualifiziert bin und weder reiten kann noch Turniererfolge habe. Die Wittis-ohne-Hoppys sind sich aber noch nicht einmal untereinander einig, denn es wurde auch gefordert, dass man qualifiziert sein muss, um Kritik äußern zu dürfen (was im Grundgesetz steht interessiert die nämlich nicht). Also stellte jemand meine mangelnde Kompetenz zur Diskussion. Ist zwar eigentlich Thema verfehlt, weil ich binn ja nicht im Fernsehen, aber Recht haben sie: Die Wittis ohne Hoppys. Ich bekenne mich schuldig, dann ich kann nichts, nullkommanix, um genau zu sein. Zum Beispiel hatte ich mich fürs Bundeschampionat der LK 3-5 auf der Pferd und Hund Messe qualifiziert und habe abgebrochen, weil mein Pferd der lauten Musik, dem grellen Licht und dem Messetrubel nicht gewachsen war. Mit mehr Glück als Können bin jetzt in die LK 2 aufgestiegen, aber das nur in der Disziplin Trail, wo ich mich als ewige Dritte fühle - egal, wieviel Starter das sind. Ich werde Dritte. Und LK 2 ist ja nunmal gar nichts, denn darüber gibt es auch noch eine LK 1. Leider war ich nicht gut genug, dass die EWU zugelassen hätte, dass ich ein Jahr überspringe. Aber damit nicht genug: Beim Horse & Dog Trail bin ich einmal disqualifiziert worden, weil Hund Lucy die Aussenumgrenzung des Reitplatzes mit einem Sprung verwechselt hat. Im normalen Trail bin ich ewige Dritte und beim Horse & Dog Trail brauchte man ja Gott sei Dank nur zwei gute Scores, um sich fürs Championat zu qualifizieren: Die andere Male war ich dann auch immer Letzte. Mit meinem Horsemanship ist es jetzt auch nicht so weit her und ich habe den Faux-pas begangen auf meiner Startseite etwas von höchstem Niveau zu schreiben. Die Wittis-ohne-Hoppys haben mich entlarvt: Ich bin eine Blenderin, wie sie im Buche steht, denn bei meinen Level-4-Parelli-Auditions habe ich bisher nur die Reitprüfungen bestanden. Was qualifiziert mich  also dazu, Kritik an anerkannten Pferde-"Profis" zu äußern? Nichts, ich darf es, also mache ich es einfach.

5. Wer austeilt, muss auch einstecken können. Mein Reden: Denn darum geht es doch in dem offenen Brief, dass die Pferdeprofis gegen alles austeilen, was den Namen Pferd jemals in den Mund genommen hat: Gegen Reitweisen, Ausrüstungsgegenstände und und und... Aber ich kann ja durchaus einstecken. Das habe ich den Wittis-ohne-Hoppys mal so eben aus der Hüfte bewiesen und wie leicht es ist, Leute eiskalt an die Wand zu stellen, die beleidigend werden, indem man sachlich bleibt. Immer wieder gern ;-)

6. Und obwohl die Profis ja so unendlich professionell sind, bin natürlich nicht ich es, die sich haltlosen Unterstellungen ausgesetzt sieht, kann ich ja auch mal mitmischen und haltlos unterstellen, dass die Pferdeprofis die in den letzten Wochen derart überhand nehmende Kritik als so bedrohlich empfinden, dass sie Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen und die Kritiker unglaubwürdig zu machen. Ich unterstelle jetzt auch einmal haltlos, dass nicht ich diejenige war, die Fake-Profile ins Rennen geschickt hat, sondern die Gegenseite. Auch unterstelle ich haltlos, dass die Profis bei jedem ihrer Freunde und Kunden auf die Tränendrüse gedrückt habe, wie gemein das doch alles ist, weil sie doch so vielen Leuten geholfen haben und die Freunde ihnen dann auch noch tapfer auf Facebook zur Seite stehen.

7. Es ist von mir völlig frei erfunden, dass ich persönliche Nachrichten erhalten mit dem Inhalt, dass ich unbedingt weiter machen soll und mich weder einschüchtern noch unterkriegen lassen soll (wobei ich völlig vergessen hatte, das während des Shitstorms zu erwähnen). Nun denn: Aber ich habe ein Gästebuch ohne Gäste, wo auch mein "Fake" Essie mehrfach reingeschrieben hat, guckst Du hier: Gästebuch & Anfahrt - alles nur getürkt.

8. Auch die folgenden Zitate von großen Reitmeistern "VERGESST DIE PFERDE" nicht und "MAN MUSS ALS REITER SO GUT WERDEN, DASS SELBST DAS PFERD GLAUBT, DASS MAN GUT IST" sind völlig aus der Luft gegriffen, weil ich ja noch nicht einmal in der Lage bin, die Quelle zu nennen.

Hinweis für mitlesende Wittis-ohne-Hoppys: Ironie = man meint das Gegenteil des Gesagten. Um zu erfahren, wie der Spitzname Wittis-ohne-Hoppys entstanden ist - bitte vier Beiträge weiter unten nachlesen (Foto vom kleinen Hobbit).

Meine Reitschüler - alles Fakes

ANEKDOTEN AUS DEM SHITSTORM BEI DEN WITTI-HOPPYS, der anlässlich unseres offenen Briefes an VOX entstanden ist:

Bei den Wittis ohne Hoppys hat Essie Vnk geschrieben, dass ich eine ganz tolle Reitlehrerin bin (manchmal lügt sie wie gedruckt). Das wollten die Witti-Hoppys aber nicht hören und überlegten - wie kriegen wir die jetzt bloß mundtot und ein Witti-Hoppy war dann richtig pfiffig und hat uns entlarvt: "Guck mal, die haben diesselben Profilbilder - das ist ein Fake" Es war halt ein ganz besonders ausgeschlafener Witti-Hoppy. Die Hoppys ohne Witti sind übrigens hier (Bezeichnung: Hoppy-Wittis) und hier leistet man sich gelegentlich etwas Ironie, was der allgemeine Witti-Hoppy aber nicht versteht. Ich postete somit Folgendes: "Verdammt, das hätte mir nicht passieren dürfen mit dem Profilbild - jetzt sind wir aufgeflogen." Um dem Ganzen einen seriösen Anstrich zu geben, habe ich eine Unterseite meiner Website gepostet, wo sowohl ich als auch mein Essie-Hoppy-Fake drauf sind und schrieb: "Aber guckt mal die Videos - da habe ich das doch besser hinbekommen: Mal habe ich blonde Haare und mal rote." Das erboste den gemeinen Witti-Hoppy gar fürchterlich, der mir dann prompt eine PROFI-Neurose diagnostizierte und aufgebracht bemängelte: Nicht nur, dass ich überhaupt dieses Fake habe, sondern das sogar noch ganz offen zugebe und mich mit diesem Fake brüste. FAZIT: Ich bin ein Fake und das ist gut so..

Wer mit der Wortschöpfung Hoppys nichts anfangen kann: Bitte zum Bild "Der Hobbylose" runterscrollen - mit Wittis ist die Facebook-Gruppe Wittelsbürger gemeint.

Lustige Anekdoten aus dem Shitstorm

UND HIER IST SIE - DIE GESCHICHTE ZUM NEUEN GRUPPENBILD:

Was Bekloppte und Hobbys gemeinsam haben:

Also, mein offener Brief wurde von einer PPerson geteilt, die über mich schrieb: Noch eine Bekloppte auf Facebook. Besser kann man meine PPerson gar nicht beschreiben. Ihr werdet es nicht glauben, ich bin sogar in FB-Gruppen, deren erklärtes Ziel es ist: Nur für Bekloppte.
Deswegen habe ich mich, nett wie ich bin, bei der PPerson bedankt. Auch für die Mühe, die sie sich gibt, damit wir noch mehr Unterschriften bekommen und den offenen Brief teilt. Es ist ja auch immer wieder herzallerliebst wenn meine Homepage ein wenig beworben wird.
Darauf entwickelte sich ein reger und zutraulicher Briefverkehr, der sogar dazu führte, dass sie das meine PPerson sehr treffend beschreibende Wort "bekloppt" aus dem PPost herausnahm, was ich dann wieder sehr gemein fand, aber sei es drum.
Im Laufe des regen Briefverkehrs schrieb, die Dame mir, dass wir ein gemeinsames Hoppy haben, was ja wirklich stimmt: Das PPferd. Und da wir dieses gemeinsame Hoppy haben, sollen wir doch alle nett zueinander sein (ich will das aber nicht: ICH will bekloppt sein), aber ich wurde stutzig und fragte mich, weil ich ja immer nur das Beste von meinen Mitmenschen denke: Ist bei der Dame das Handy kaputt? Als dann zum 3. Mal das Wort Hoppy fiel, dachte ich mir: Das kann kein Zufall sein. Deswegen ist diese wundervolle Wortschöpfung nun der Running Gag in all meinen Gruppen für Bekloppte und wir haben ein neues Gruppenbild in der 12-Oaks-Ranch-Facebook-Gruppe:

Martin Plewas Urteil zu den Pferdeprofis: Erschreckend

Ein echter Experte (so einer mit Prüfung durch Dritte) hat sich in den letzten Tagen ebenfalls die Pferdeprofis angesehen und fand deutlichere Worte für das, was uns eben auch die Hutschnur hochgehen lässt. Es kann eben nicht jeder machen, was er will: Ein Pferd ist ein Pferd und das gehört nicht nur artgerecht behandelt, sondern auch artgerecht ausgebildet: http://www.reiterrevue.de/magazin/epaper/leseprobe/5/5/4/7/6/9/ReiterRevue-03-2015/index.html (oder auf Reiterrevue.de gehen und in der Spalte links "Leseprobe" anklicken).

Ich danke für all die treffenden Kommentare von Euch

Danke für die überwältigende Unterstützung und die vielen Unterschriften: Als der Offene Brief an VOX vorgestern gepostet wurde, hatte ich gehofft, dass sich abgesehen von denen, die ihn gemeinsam verfasst haben, noch ein Dutzend weitere finden, die ihn unterschreiben. Die Resonanz war einfach überwältigend, so dass ich um Geduld bis zum Wochenende bitte, wo wir alle Kommentare zählen. Wie zu erwarten, gab es viel positives Feedback, aber auch Kritik. Dieser Kritik möchte ich mich stellen. Zwar wurde der Brief von mehreren Personen verfasst, aber die Stellungnahmen hier im Blog, sind alleine meiner eigenen Feder entsprungen. Ich bitte allerdings um Geduld und werde die Kritikpunkte nach und nach abarbeiten. Danach gibt es auch wieder lustige Geschichten, z.B. die, wie wir in Facebook entlarvt wurden. Meine Schülerin Ester Vonk ist nämlich ein Fake und ich brüste mich damit. Also - trotz der Ernsthaftigkeit des Themas: Wir mussten auch mal lachen und das will ich Euch nicht vorenthalten. Bericht folgt.

Dürfen Trainer andere Trainer öffentlich kritisieren?

Jeder darf in einer Demokratie Kritik öffentlich äußern, solange diese auf Tatsachen beruht und nicht beleidigt. Der Gesetzgeber unterscheidet nicht bei den Personen, die kritisieren, sondern nur bei den Kritisieren, wie groß das Ausmaß der Kritik sein darf. Gerade die Attentate in Paris haben dazu geführt, dass noch einmal dargelegt wurde, dass selbst der Papst, es sich gefallen lassen muss, dass man ihn unvorteilhaft in Karikaturen abbildet. Gleiches gilt natürlich auch für Personen, die im Fernsehen auftreten. Es geht bei Prominenten darum, dass die Öffentlichkeit an Recht auf Informationen hat. Bei Menschen, die allerdings regelrechte Botschaften vermitteln, hat diese Unterscheidung noch einen völlig anderen Hintergrund. Wenn es verboten werden würde, Kritik an Personen zu äußeren, die in so genannten Help-Formaten auftreten, dann findet Meinungsbildung nur über diese eine Meinung statt. Die Folge wäre, dass die Meinung und die Praktiken, die z.B. die Pferdeprofis im TV zeigen zu Standards werden.

Was besonders in diesem konkreten Fall besonders fatal ist, weil wenn man auf der Websites des Profis schaut, findet man als höchste Qualifikation den Rittführer, also das Begleiten von Ausritten. Ein USA-Aufenthalt ist keine Qualifikation, weil es auch in den USA natürlich hochqualifizierte und weniger hoch qualifizierte Trainer gibt und man bei manchen Trainern viel mit Pferden arbeitet und bei anderen Ställe mistet und Zuschauen darf, um es einmal extrem zu formulieren.

Da die Sendung Pferdeprofis potentiell ein Millionenpublikum erreicht, würden also Personen ohne Ausbildung Standards in der Pferdeausbildung, die öffentlich sogar höher angesetzt werden, als Personen, die diesen Beruf gelernt haben.

Genau aus dem Grund darf man die Kritik an einem Trainer, der in der Öffentlichkeit steht nicht damit vergleichen, wenn ein Trainer den Trainer von nebenan niedermacht. Im ersten Fall geht es darum, dass man einfach an der öffentlichen Meinungsbildung teilnehmen will, im zweiten Fall könnte man unterstellen, dass der eine dem anderen die Kunden stehlen will. Aber auch hier ist es durchaus denkbar, dass der eine Trainer den anderen Trainer deswegen kritisiert, weil er schlechte Arbeit macht und die Kritik berechtigt ist. Aber, da wir als Trainer nicht den Anschein erwecken wollen, dass wir es nötig hätten, sagen wir eben nichts dazu. Manche von uns, die Kritik an den Pferdeprofis äußern, arbeiten selbst als Trainer, was uns natürlich schon das Gefühl vermittelt, uns auf dünnen Eis zu bewegen, weil auch wir dann als Person in Frage gestellt werden und das obwohl wir gar nicht im TV sind. 

Dennoch finde ich, dass Trainer sogar verpflichtet sind, Stellung zu beziehen, wenn im Fernsehen diskussionswürdige Thesen aufgestellt werden. Deswegen möchte ich hier noch einmal festhalten: Wir wollen nicht, dass die Sendung abgesetzt wird, sondern wir haben lediglich eine Stellungnahme gefordert. Da die Pferdeprofis seit Wochen im Geschütz der Kritik stehen, würde eine solche Stellungnahme, die Situation entschärfen - nur das ist ein konstruktiver Umgang mit Kritik. Wie ja wahrscheinlich bekannt ist, halte ich sehr viel von Pat Parelli, aber auch er und seine Frau müssen sich immer einmal wieder der öffentlichen Kritik stellen, aber im Gegensatz zu den Pferdeprofis nehmen diese Kritik ernst und äußern sich. Hut ab.

Kommentare

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  • Sonja (Dienstag, 17. Februar 2015 04:24)

    Kritikfähigkeit ist, wenn man trotzdem nachdenkt. Oder deswegen. Oder darüber. Egal.

    Ein echter Profi zeichnet sich dadurch aus, dass er im Sinne seiner jetzigen und zukünftigen Kunden versucht, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Und die eigene Leistung im Sinne der Pferde
    und seiner Kunden kontinuierlich zu verbessern!

    Das hat etwas mit dem Qualitätsförderungsgedanken zu tun. Qualität im Sinne der Kunden und ihrer Pferde als verzichtbar anzusehen bzw so eklatante Sicherheits- und Ausbildungsmängel mit einem "ich
    bin toll und Ihr dürft auch toll sein" ist die eklatanteste Verkennung eines Ist-Zustandes, der mir seit langem untergekommen ist!

Weil ich Euch zwei Tage vergessen habe: Ich hole die versäumten Einträge nach

Oh je, der Blog ist lange überfällig. In einem Anfall von Lebensmüdigkeit und aufgrund des sich jeden Samstag vermehrenden Ärgers darüber, was uns VOX so alles als Horsemanship verkaufen will, habe ich zusammen mit ein paar anderen einen Offenen Brief an VOX verfasst, der zunächst nur auf meinen eigenen Facebook-Seiten geteilt wurde und aber von dort aus, glaube ich einmal um die ganze Welt ging. Alle zwei Minuten hat jemand unterschrieben in den ersten Stunden und ich könnte echt jemand gebrauchen, der die kommentare mal zählt - wow. Aber bei so etwas fühlen sich natürlich auch immer Leute auf die Füsse getreten, so dass ich neben so viel positiven Feedback - auch zwischenzeitlich in einem Shitstorm rumtaumelte. Aber ich bin jetzt wieder da und morgen gibt es auch wieder etwas Neues. Wenn ihr heute schon etwas lesen wollt - grünen Begriff oben anklicken

Janiks Gedichte für die Schule müssen hier auch rein ;-)

Ich hatt einen Kameraden  - ein Freund an meiner Seit

uns gegenseitig stärkten - zu einer anderen Zeit.

Doch vieles hält nicht ewig - auf Frieden folgt auch Kampf.

Die Freundschaft sollte brechen - das Vertrauen abgebrannt.

So kamen dunkle Wolken - und Blitz und Donner da.

Mit Klauen und mit Säbeln - war der Kamerad mein Feind.

Doch niemand kam voran - so sollte es nicht sein.

Haben wir uns nicht einst geholfen - sollte dies vergessen sein?

Nicht alles was so böse - und auch nicht so gemeint.

Und wenn man drüber nachdenkt - nur ein kleiner Streit.

So sprachen wir und verziehen - und Friede kehrte ein und auch Heiterkeit.

Nun hab ich wieder einen Kameraden - die Freundschaft wie zuvor.

Und wieder wir uns stützen - in dieser schönen Zeit.

Das Foto von Janik ist von Katharina Erfling - www.pony-galopp.de

Schneeausritt und Unterseite nur für den Hund

Unser Hund hat ihre eigene 12 Oaks-Unterseite bekommen: Lucy: Bilder & Videos

Heute im Blog: Larissa und Nadine waren gestern im Schnee ausreiten mit den Wallachen. 

Workaholics: Fancy & Queenie brechen auf Reitplatz ein

Auf Facebook habe ich noch mehr Bilder von Fancy und Queenie, wie sie auf dem Reitplatz spielen. Aber ihr werdet es nicht glauben: Die sind da wirklich morgens eingebrochen, nachdem ich sie auf die Weide gelassen hatte. Ich weiß nicht, ob die Freiheitsdressur à la "Du bist das Pferd, ich bin der Mensch" gespielt haben - jedenfalls wurden wir sie nicht mehr los. Fancy biss immer in den Torgriff, um den Eingang aufzumachen und überhaupt standen sie die ganze Zeit am Zaun und guckten zu, wie Annette mit Indi spielt.

Meine mobile Schülerin Annika berichtet vom Einreiten und davon, dass der Mensch lernt, nicht das Pferd

Die Sache mit dem Reiten und den verschiedenen Energielevels ...

Samstag: Das Wetter war ok, und endlich findet man mal Zeit für ein Treffen. Daniela,auch NHS-Schülerin bei Nicola, hat mich bei meinen Hottis besucht. Die erste Überraschung: Unsere stetig-nervöse-und-misstrauisch-Fremden-gegenüber-Araber Stute-Ganiya-sieht Daniela: Schnurstracks auf sie zu: schnüffelt sie von oben bis unten ab, fordert Streicheleinheiten und - ihre höflichste Geste- Ganiya hebt das Bein und senkt ihr Köpfchen... Und bittet somit um ein Leckerchen.... 
Ich kenn dieses Pferd jetzt schon etwas länger und das war echt überraschend! Wir haben uns mein Arabärchen Monty geschnappt, der auch von der ersten Minute sehr positiv auf Daniela reagierte -geputzt,gesattelt und ab Richtung Wiese marschiert. Zum Aufwärmen-7 Spiele gespielt - weil Ziel war es, den Monty das erste Mal alleine im Gelände zu reiten... Daniela nahm das Arabärchen ans Seil und legte los... Und sehe und staune... Pferd, trotzdem dass er eine Weile wetterbedingt nicht viel getan hat, total entspannt und aufmerksam Daniela im Blick und wartete auf Anweisungen... 
Also meine Erfahrung bis jetzt war immer-...oder zuerst vielleicht noch zu meiner Person- aufgeschlossen, immer etwas unter Strom, also so der Typ der nicht lange still sitzen kann, ich brauch immer was zu tun, sonst bin ich nicht zufrieden. Zudem vielleicht ein bisschen im Hinterkopf vor dem Training mit dem Pferd..." Hoffentlich klappt es heut"..."wollen doch zur nächsten Aufgabe"... War immer etwas anstrengend das Energie-Level so schnell runterzufahren, dass auch das Pferdi runterfährt...
Daniela - eher so der ruhige Typ -, und wohl ganz ungezwungen und ohne hohe Erwartungen ans Training - und Monty machte alles mit... Aus Beobachtersicht ging von Daniela anscheinend keinerlei Druck im mentalen Bereich aus,so dass er immer abwartete und erst losging, wenn Daniela via Seilchen oder Stecken etwas signalisierte.Unsere Königsdisziplin war vorher das ZirKlen im Schritt... Arabärchen lief sich immer erstmal frei-oder vielleicht auch sein Gedanke-"Frauchen in der Mitte steht so unter Strom,ich seh schonmal zu, dass ich wegkomme" ? Bei Daniela alles ganz in Ruhe: Monty geht los - ganz entspannt im Schritt um sie herum... Klingt komisch, war aber so!:) 
Alles klappte auf jeden Fall super zwischen den beiden und dann sind wir los ins Gelände. Ich war positiv gestimmt,dass durch ihre Anwesenheit beim Pferd schon alles halb so wild ist, also aufgestiegen - nur kurze anfängliche Vorwärtsgang-Probleme gehabt - und wir spazierten voran. Daniela musste keinmal eingreifen - hatte uns aber zu Sicherheit noch am langen Seil. Super Gefühl!! Nach drei Jahren die man nur "für" das Pferd gearbeitet und getan hat, ist man jetzt "mit" dem Pferd! Draufsetzen-reiten-spüren wie seine Bewegungen sich anfühlen... Unbeschreiblich!
Lenkung,Gas und Bremse funktionierten auch... Und nach einer halben Stunde erstem Ausritt waren wir alle wieder glücklich und entspannt daheim! Super Tag: danke Daniela und danke Nicola, für Vorarbeit und Hilfestellungen für diesen Moment!!!! Und zuletzt der Gedankenanstoß, wieviel doch am Mensch selber liegt.
Die Sache mit der Menschebausbildung: Denke nicht,du brauchst nur dein Pferd zu trainieren! Wahrscheinlicher ist,dass man sich selbst trainieren muss, systematischer vorzugehen und dadurch effektiver zu werden. 

Kommentare

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  • Daniela (Mittwoch, 04. Februar 2015 10:08)

    Ooooh das ist aber toll geschrieben....
    Ich freu mich das ich helfen konnte und alle zufrieden waren ;-)

Natürliche Tipps für die Reining: Spin & Jungpferdestart

Gestern habe ich Euch ja von einer mobilen Schülerin erzählt, wo wir eine tolle Lösung im Beziehungsbereich gefunden haben und morgen kommt der zweite Bericht von Annika, einer anderen mobilen Schülerin von mir. Aber, wenn es ums eigene Pferd geht, steht man ja doch oft noch auf der Leitung und benötigt selbst Rat – den ich am Wochenende erhalten habe. Der Bericht wurde sogar bei www.artgerecht-pferd.de veröffentlicht und ist unter folgendem Link zu finden - bis auf das Ende, wo es darum geht, dass meine Kleine ein Geschenk bekommen hat, aber das steht ja alles unter dem Link:

http://12oaks-ranch.blogspot.de/2015/12/wie-man-den-spin-im-natural.html

Apropos rosarot – mir gehören ja die Kinder von den Stuten: Indis Cisco, der ein hellblaues Halfter hat und Fancys Queenie mit rosa Halfter. Bei Cisco passt die Farbe ja wenigstens zu den Augen, aber Queenie ist aus rosa jetzt wirklich mehr als herausgewachsen. Deswegen habe ich ihr gestern etwas mitgebracht vom Seminar: Queenies ersten eigenen Stick und zwar in Schwarz. Sollte doch recht edel aussehen bei einem Fuchs. Queenie dachte hingegen: Dunkel = Schokolade: Ich konnte sie so gerade noch abhalten, den Stick aufzuessen, wie man auf den Fotos sieht.

Kommunikation ist gegenseitig und Beziehung zuerst

Bevor ich Euch morgen vom Jungpferde-Seminar bei David Zünd berichte, wo ich gestern zugesehen habe, möchte ich noch vom mobilen Unterricht am Samstag berichten. Das Pferd Stella kenne ich seit Herbst und sie wirkte immer aufgeweckt, kooperativ und eigentlich auch recht selbstbewusst. Nach Weihnachten war sie ganz anders und ich habe sie kaum wieder erkannt. Auch ihre Besitzerin Saskia war ratlos, weil sich die Änderung auch auf die Beziehung ausgewirkt hatte. Wir hatten nach Weihnachten schon ein wenig Catching Game nach Parelli gespielt mit eher mäßigem Erfolg. Am Samstag haben wir das Catching Game daher etwas abgewandelt und haben versucht Saskia für die Stute Stelle zum angenehmsten Ort auf der Welt zu machen... (weiterlesen auf blogspot)

Vorher-Nachher-Videos: Queenies Liberty-Fortschritte

Eine Schülern und ich fahren heute zu einem Info-Seminar von Parelli-Instruktor David Zünd, der im Westerwald gerade Jungpferde einreitet und heute dazu etwas erzählt wird. Ich werde berichten - außerdem werde ich hier im Februar-Blog darüber schreiben, wie es mir gestern im mobilen Unterricht gelungen ist, dass eine junge Frau und ihr Pferd ihre Beziehung und ihre Freundschaft wieder gefunden haben.

Außerdem haben wir es endlich geschafft, einmal eine Anleitung für unseren Horse-Man-Ship- und Reitschulguide zu filmen über die ersten Schritte im Natural Horsemanship, auch dieses Video stellen wir in den nächsten Tagen hier im Blog vor.

Im Januar Blog haben Sie ja sicher das Video gesehen, wo Jungstute Queenie lernt die 8er-Figur und die kleinen Trabzirkel auf dem Reitplatz ohne Seil - also at Liberty - zu machen. Fünf Tage später haben wir sie noch einmal gefilmt und sie hat einfach tolle Fortschritte gemacht - ich habe ihr sogar ohne Seil beigebracht, dass sie rückwärts um mich herum zirkelt. Meine Tochter Larissa sagte dazu: "Hast Du das ohne Seil gemacht? Auf so eine Idee kann man auch nur bei Queenie kommen." Ja, ich weiß, der Plan ist alles mit Seil zu erklären, aber Halfter und Seil waren oben in der Sattelkammer und wir 30 Meter weiter unten auf dem Reitplatz - da ging das jetzt wirklich nicht anders ;-) ;-) ;-)  

 

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