12 Oaks Ranch - Mehr als "nur" Reiten
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Sorry, dass ihr so lange nichts von mir gehört habt, aber Freitag, Samstag war wir ununterbrochen auf der GO, Sonntag Heimfahrt und heute erst mal wieder ankommen. Wie Larissa sich in der Mannschaft geschlagen hat, erzähle ich euch im "großen" Turnierblog, denn das war so spannend, dass das ein German-Open-Krimi wert ist. Elias (Bild rechts mit Käppi) ist übrigens tatsächlich deutscher Meister geworden und die Mannschaftreservereiterin hat bei den Jugendlichen Bronze geholt. Hier nun die letzten Bilder vom drumherum. Morgens der Einlauf in die Halle bzw. das Vorher-dumm-in-der-Gegend herumstehen und frieren (manche hatten wenigstens ein kuscheliges Pferdekostüm), dann ein letztes Mal grasen, gefolgt von Satteln mit Kaderblanket, was umgeklappt werden musste, weil Lucky so winzig ist. Dann sind wir Eli, Kerstin und Egbert über den Weg gelaufen und die Reservereiterin hat Larissa noch ein paar Tipps gesagt, bevor die Reining als letzte Disziplin des Mannschaftswettbewerbes begann. Den Mittelteil lassen wir jetzt aus und dann seht ihr noch die Mannschaften wartend vor der Siegerehrung und "the day after - Teil 2", wo auf dem Gelände auf einmal alle Pferdeanhänger verschwunden waren: sieht irgendwie gruselig aus. Auf der Heimfahrt ist uns dann noch ein Zündkabel kaputt gegangen und wir sind die letzten Hundert Kilometer nur auf drei Zylindern gefahren, aber immerhin zuhause angekommen.

Auf dem Foto links ist die V.I-P. -Tribüne, wo Larissa dem ehemaligen Kaderchef seinen Hund "geklaut" hat. Der Hund ist vielleicht sogar angehendes Horse-Dog-Trail-Hündchen (es sei denn uns gelingt es, ihn mal irgendwo in eine Tasche zu stecken, dann isser weg ;) ). Was war das für ein Stress, den Hund dazu zu bringen, dass der mal guckt. Der hat tief und fest geschlafen (Augen zu), während Larissa ihm rhythmisch über den Rücken gestreichelt hat (Augen durch Haut nach hinten schieben auf), Streichelpause, um die Hand nach vorne zu bringen (Augen wieder zu). Also haben alle Leute, die am Tische saßen auf den kleinen Hund eingeredet: "Guck mal - gutschi, gutschi" ... KNIPS: Das Ergebnis seht ihr im Bild links: Isser nicht süß?

Wir sitzen übrigens nicht auf der V.I.P.Tribüne, weil wir V.I.P. sind, sondern weil wir uns da (in Ermangelung von V.I.P.s, die da sitzen wollten), einfach hingesetzt haben und weil da immer eine Kanne Kaffee mit Süßigkeiten darum steht (bringen die Heinzelmännchen die?).

Von dort aus wollten wir uns die Seniorreining unseres Trainers ansehen, aber der kam und kam einfach nicht und dann war die Prüfung vorbei. In schockschwerer Not sind wir gemeinsam mit der Reining-Reservekaderreiterin (Foto in der Galerie) wie aufgescheuchte Hühner in seinen Stall geflitzt: "Ist Eli krank? Ist das Pferd verletzt?". Nö, er hatte einfach entschieden, seinen Hengst zu schonen, weil der ja heute noch die deutsche Meisterschaft mitläuft. Was für ein Luxus, da mal eben auf einen fast sicheren Titel zu verzichten: Eli hatte ja den Vorlauf der Senior-Reining "gewonnen" und ich (pfiffig wie ich bin oder mich halte) habe altklug am Vortag zu Eli gesagt: "Du bist bestimmt langsamer geritten, um das Pferd zu schonen ..." und er sagte dann auch noch: "Ich ärgere mich, hätte eigentlich noch langsamer reiten können." Worauf die andere Reiterin, Larissa und ich im Laufe des nächsten Tages doch mal erwähnen mussten, dass wir ja eher von ihm zu hören kriegen: "Du musst schneller reiten." (also in meinen Fall sind wir noch nicht beim Schneller-Reiten, da geht es eher um Thema: "Du musst rechts und links unterscheiden" HIER nachzulesen).

 

In der Fotogalerie unterhalb habe ich Euch auch zwei Bilder von Siegerehrungen eingestellt - ist schon eindrucksvoll und wenn ein deutscher Meistertitel verliehen wird, stehen alle auf, weil die Nationalhymne zu hören ist (und ich habe dann immer Pipi in den Augen - entweder weil es so feierlich ist oder weil irgendwer vor Freude über seinen Sieg Freudentränen vergießt - ob ich den kenne oder nicht: Ich heule empathisch Rotz und Wasser mit). Wir haben auch jemanden getroffen, den wir vom Rodeo kennen und der ist Reining-Meister der Junior-Pferde (oder Jungpferde?) geworden. Da habe ich natürlich auch lautstark gejubelt. Zum Glück sind wir ja nicht im Fußballstadion: Dort habe ich von meinem Ex-Mann mal einen Rüffel bekommen, als ich aus Spaß mal den Gegner angefeuert habe: "Bist Du verrückt? Das gibt Kloppe." Praktisch jedenfalls, dass unser Trainer denselben Fußballverein gut findet, wie mein Ex. Da kann ich wenigstens ein bißchen mitreden, aber zurück zu dem Sport, den die Menschen auch interessiert (wer interessiert sich schon für Fußball?):

Den Titel deutscher Meister darf nur die FN vergeben. Die FN-Reining ist heute, wo auch die andere Reiterin (oben im Text, unten im Bild) bei den Junioren startet und Larissa bei den jungen Reitern einen sicheren Platz im Finale gehabt hätte (und da war sie wieder: die Fahrradkette), wenn wir das denn genannt hätten. Hatten wir ursprünglich auch, aber dann wurde das Turnier abgesagt. Es gab dann zwar noch eine Chance bei der NRHA (Reining-Verband), aber das hätte inklusive Nicht-Mitgliederzuschlag glaube ich etwa 180 Euro gekostet und dann nochmal (ich glaube) 150 Euro Startgeld. Deswegen befanden wir seinerzeit "Geiz erst geil" und jetzt doch wieder nicht, weil wie man es macht, ist es verkehrt:  Wenn man nämlich jetzt sieht, dass es nur neun Starter waren und zehn ins Finale kommen: Himmeldonnerwetternochmal, was sind wir blöd.

Da die Fotogalerie unterhalb ein bißchen leer ist, werde ich Euch heute noch die Kutschen fotografieren,die unterhalb der Zuschauertribünen stehen, und Larissa noch mal erinnern, dass sie Euch die Kader-Schlüsselanhänger, Halstücher und Käppis in Nahaufnahme knipst (deswegen Larissa, weil es ja doch mal schön wäre, wenn es hier im Blog ein paar Bilder gibt, die weder verwackelt noch unscharf sind). Vielleicht lassen wir Lucky auch noch unter der Kaderdecke verschwinden (wobei uns versichert wurde, die sei kleiner), wenn wir zwischen dem Anfeuern der FN-Reining-Reiter, die wir kennen (Landesverband hin oder her) einen Moment Zeit finden.

Jippieh - die Würfel sind gefallen:

 

Larissa reitet am Samstag für die Mannschaft die Reining. Wir sind völlig aus dem Häuschen und freuen uns total. Ihr könnt den Mannschaftswettbewerb am Samstag im Livestream von videocomp.de ansehen. Die Reining ist am Ende des Wettbewerbs.

Dienstag: Tja, da Larissa nicht im Finale ist, fragen wir uns, ob wir jetzt von Dienstag bis Sonntag hier in Kreuth auf den Zuschauerrängen rumhocken. Eine Chance noch einmal zu reiten, wäre natürlich der Kader, der acht jugendliche Mitglieder hat. Davon dürfen nur fünf reiten und drei sind Reserve. Drei dieser acht Reiter könnten Reining starten: Eine war deutlich schlechter als Larissa, eine andere minimal besser. Heute nachmittag ist Kadertreffen und Fototermin. Drückt Larissa fest die Daumen, dass sie am Samstag die Reining reiten darf. Wir haben übrigens noch eine weitere Abreite-Reithalle gefunden, die hinter Bergen von Wohnmobilen versteckt war und wo man fast ganz alleine ist - sogar mit Reining-Boden. Das wir dahin ausweichen mussten, lag daran, dass ein Pleasure-Reiter sich in der anderen Halle bei Larissa beschwert hat, man könne nicht Pleasure abreiten, wenn sie da stoppt und dreht. Nett von ihm, dass er uns damit ins Reining-Exil geschickt hat, wo es viel schöner ist. Ich finde, dass Lucky - jetzt, wo uns täglich eine Halle zur Verfügung steht - von Tag zu Tag besser läuft. Er ist meterlang gestoppt und war auch schon viel schneller. Schade, dass die Kaderchefin das in der abgelegenen Halle nicht sieht - seufz.

Dienstag morgen: The day after und immer noch traurig. Was ich gestern vergessen habe zu erzählen: Ich habe ja mal wieder vor mich hin gezaubert und habe das Gesetz der Anziehung auf Teufel komm raus bemüht, z.B. bei der Ranchriding, denke ich über eine andere Teilnehmerin aus einem anderen Landesverband, die richtig gut ist: "Du hast auch nicht immer Glück" und genau dann hat sie eine Gangartunterbrechung. Ist ja gemein so zu denken, aber dann wollte ich das ausprobieren und habe gehofft, so Larissas Finale zu sichern. In 50 Prozent der Fälle hat das funktioniert: Reiterin kommt rein und dann habe ich so Vorhersagen getroffen: "Das Pferd dreht bestimmt nicht gut." "Der dicke Fehler kommt am Ende" "Das geht bestimmt schon am Anfang in die Hose." Eigentlich sollte es nur ein kleines Gedanken-Spielchen sein, aber erstaunlicherweise ist bei über der Hälfte der Ritte genau das eingetroffen, was ich so vor mich hin gedacht habe. Hoppla.

Ich fand das schon erstaunlich bis erschreckend, was man mit Gedankenkraft so bewirken kann. (Lest auch die Beiträge Esoterik im Pferdesport und 3. Quali geholt durch Voodoozauber sowie Run auf Trophyendwertung: Erfolg kaputt gezaubert).

Warum aber hat es bei der anderen Hälfte der Ritte nicht geklappt? Ich habe ja bei jedem Reiter anderer Landesverbände irgendetwas "Gemeines" gedacht (im Mittelalter wäre ich als Hexe verbrannt worden). Meine Erklärung, dass manche von meinen kleinen Gedankenspielen verschont blieben, ist: Diese Reiter haben einen so starken Glauben an sich selbst, dass man die gar nicht verzaubern kann - puuh das beruhigt mein Gewissen. Zum Glück wirkt das Gesetz der Anziehung für jeden - ob er daran glaubt oder nicht: Es reicht an sich selbst und sein Pferd zu glauben .... und es gut zu trainieren (und die Zucht, und, und, und ...)

Na ja und Toppferde haben die Reiter der anderen Landesverbände ja nu auch: Da ist es nicht schwer an sich und das Pferd zu glauben und neben Können auch das Gesetz der Anziehung mit ins Rennen zu schicken, was ja auch wirkt, wenn man nicht dran glaubt - ist ja ein Gesetz. Mit einem Pony ist es deutlich schwerer. an seine Chancen zu glauben, da fühlt man sich schnell ganz klein (im wahrsten Sinne des Wortes).

Die Dame von der Meldestelle hat uns mal (vor ewigen Zeiten und unabhängig vom Kader) mit den Worten getröstet, dass wir bedenken sollen, dass manche Jugendliche von ihren Eltern Top-Quarter unter den Hintern geschoben kriegen und wenn die mit dem Pferdepotential antreten müssten, das Larissa zur Verfügung hat, würden manche wohl "alt" aussehen. Lieb von ihr, denn alles in allem kann Larissa echt stolz auf sich sein, zumal sie ihre Pferde selbst trainiert hat: Vom Einreiten bis zur Meisterschaft.

In der Fotogalerie oben seht ihr mehr Bilder von der still gelegten Military-Strecke, wo Larissa heute mit anderen Kaderreiterinnen ausgeritten ist. Ein Video von der Militarystrecke erscheint morgen im Turnierkanal.

Montag: Eigentlich ist es ja ein Grund zum Feiern, dass Larissa in der Reining auf dem 20. Platz von 37 ist und auf dem 30. Platz von der 53 Starterm in der Ranchriding, denn immerhin ist es "Nur-ein-Pony", aber ein bißchen traurig sind wir schon. Es ist so gesehen die letzte Chance gewesen mit Lucky "etwas zu reißen", denn gegen die Erwachsenen nächstes Jahr wird es ja noch schwerer und wir hatten uns so sehr gewünscht, dass Larissa auf ihrer letzten Jugend-German-Open ins Finale kommt. 

Andererseits muss man auch anerkennen, dass sie seit heute die 20-Beste-Jungend-Reiningreiterin in ganz Deutschland ist (analog 30. i.d. Ranchriding) und das gegen Pferde, die wahrscheinlich das Zehn- bis Hundertfache von Lucky wert sind.

Wobei Luckys Wert heute auch zu Zuschauerdiskussionen führte. Ich saß im Zuschauerrang eines anderen Landesverbandes und hinter mir war ein Mann, der Lucky lautstark anfeuerte und auf Teufel komm raus pfiff, wenn Lucky etwas gut gemacht hat. Er sagte seiner Begleitung, dass er denke, dass manche Eltern eine Menge Geld für Lucky ausgeben würden. Ich halte das zwar für Traumtänzerei, weil Lucky kein Kinderpony ist, weil er Gurtzwang hat, aber ich habe den Mann trotzdem nach Larissas Ritt angequatscht, der sagte, man könne 10.000 Euro für ihn bekommen. Solche Bauchpinseleien hört man gerne und auch als er sagte, dass Lucky 100 x besser läuft als so mancher Quarter.

Das hatte auch Samstag schon eine junge Trainerin zu unserem Trainer gesagt (ebenfalls im wahrsten Sinne des Wortes hinter meinem Rücken), dass das alles mit einem Pony ja viel, viel schwerer ist.

Immerhin ein schwacher Trost dafür, dass die letzte Chance aufs GO-Finale jetzt vorbei ist. Schließlich war Larissa in der Reining nur zwei Punkte schlechter (ca. ein halber Punkt pro Richter) als die andere Rheinlandreiterin, die ebenfalls im Kader ist und das Rheinland gilt als der stärkste Landesverband Deutschlands. Alle anderen Rheinländer Reiterinnen hat Larissa weit hinter sich gelassen. Jetzt drückt uns die Daumen, dass diese andere Reiterin im Kader in einer anderen Disziplin gebraucht wird, so dass Larissa in der Mannschaft am Samstag die Reining reiten darf - quasi als Krönung ihrer Zeit als Jugendliche - jetzt so kurz vor Schluß.

Die Ranchriding war übrigens im Regen (Fotos oben) und Larissa ist in Regenjacke geritten, wo ich ihr doch extra ein blaukariertes Hemd gekauft hatte, aber auch mit Regenjacke kann man einen Score von 214,5 erreiten (jeder Richter hat 71,5 gegeben, d.h. Larissa hat geplust). Damit ist man zuhause Erste bis Dritte, aber bei der deutschen Meisterschaft noch nicht einmal im Finale.

Zum Satteln haben wir das Auto übrigens an den Stall gefahren - sonst wären wir plitschnass geworden. Plitschnass sollte nur Luckys Heu werden - was für ein Glück, dass eine andere Jugendliche einen Kübel dabei hat und wir ihn netterweise zum Einweichen nutzen durften. Endlich bin ich somit auch einmal auf einem Foto zu sehen. Das habe ich leider explizit durchsetzen müssen: "Larissa - knips mal."

Das Reining-Video im Kleinformat erscheint morgen im Turnierkanal - bei der Ranchriding hat leider der Livestream geklemmt. Deswegen warten wir da auf die Aufnahmen von Videocomp.de

Sonntag: Weil heute keine Prüfungen waren, habe ich Euch oben ein paar Bilder vom Gelände eingestellt: Es gibt da eine alte Military-Strecke, wovon ich bisher nur ein Foto habe, weil es dunkel wurde. Irre finde ich auch, wie viele Reitplätze da sind. Unser Hänger ist gleichzeitig unsere Sattelkammer und sinnigerweise stehen wir gleich neben dem Misthaufen, der auch aussieht, als wäre es ein Military-Hindernis.

Gestern Nacht waren wir noch einmal in der Halle zum Üben. Witzig war, als der Trecker zum Abziehen kam. Da haben die Reiter nicht wie erwartet die Halle verlassen, sondern sich wie die Orgelpfeifen an einer Seite aufgestellt. Als der Trecker dann auch da lang musste, sind alle zur anderen Seite gewandert (siehe Fotogalerie unterhalb) und am Ende stand die ganze Truppe auf der Kopfseite. Westernpferde sind schon coole Socken.

Morgen früh steht für Larissa die Ranchriding an (ca. halb 9) und morgen nachmittag die Reining (ab 13 Uhr 30 - sie ist Sechste). Die Scoresheets der Superhorse, wo sie 14. wurde habe ich ebenfalls beigefügt. Einer fehlt, ich weiß gerade nicht welcher, aber bei einem Richter hatte sie 64, beim anderen nur 61, womit der Dritte (die 63) vielleicht das realistischeste Ergebnis war. Teuer waren vor allem die Wechsel, weil alle drei im Sprung nachgesprungen waren. Lucky war irritiert, weil unmittelbar neben den Galoppstangen der Parcoursdienst-Mensch in der Halle stand und dann hat er erst die Stange gerollt und bei den Wechseln war er dann auch unkonzentriert: Der erste Turnierritt in einer neuen Halle ist bei Lucky immer etwas knifflig. Normalerweise punktet Larissa im Reining-Part, aber zu allem Überfluss hat sie auch noch einen Rollback versemmelt (siehe Text unterhalb).

Samstag: Das mit der Superhorse heute ist ja so etwas von in die Hose gegangen. Lucky ist an die Stangen gedotzt, ist bei zwei Wechseln nachgesprungen und bei einem Rollback war ein ungewolltes Rückwärts dazwischen. Das war es mit dem Finale. Hätte Larissa den Score geritten, den sie normalerweise in der Superhorse reitet (68) hätte es locker fürs Finale gereicht, da hätte eine 67,5 bei jedem Richter gereicht. Aber bei der GO ist einfach jedes Mal der Wurm drin und es passieren völlig unerwartete Fehler. Nett war, dass die Kaderchefin danach noch zu uns gekommen ist und gesagt hat, dass es doch ansonsten ein echt schöner Ritt gewesen wäre. Die ist echt supernett und kam wahrscheinlich heute aus dem Trösten nicht mehr heraus. Eine andere aus dem Kader hatte einen Nullscore und eine weitere verstand auch die Welt nicht mehr, weil der Ritt völlig in Ordnung war, aber wohl nicht für die Richter. Auch in der Horsemanship waren die Rheinlandjugendlichen nicht nur vom Glück gesegnet. Auch hier hatten zwei aus dem Jugendkader einen Nullscore und nur zwei einen wertungsfähigen Ritt (einer sogar fantastisch). Auch in der Superhorse war ein Kadermitglied, die sich mit einem 3. Platz im Vorlauf das Finale gesichert hat.

Für alle anderen gilt: Geteiltes Leid ist halbes Leid und Montag geht es dann auf ein neues und da geben wir einfach alles (also die Reiter und ich als Turniertrottel).

Lucky hat aber eigentlich heute schon alles gegeben. Larissa sagt, dass der Patzer nach dem Rollback ihr Fehler gewesen sei, denn sie hatte das linke Bein nicht dran und so ist es kein Wunder, dass Lucky rückwärts verstanden hat, obwohl Larissa Rollback gemeint hat. Wir haben Lucky also trotz miserablem Score ausgiebig gelobt und sind auf die große Wiese nebenan zum Chillen und zum Grasen (also wir haben gechillt, nur Lucky hat gegrast).

Freitag: Das Kadertreffen und ein nächtliches Training um drei Uhr morgens in der Ostbayernhalle mit unserem Trainer haben wir schon hinter uns (Fotos oben sind allerdings von der Abreitehalle, aber ein Video von der Ostbayernhalle folgt bald im Turnierkanal - lädt noch - das WLAN hier ist laaaaangsam). Ob Larissa wirklich für den Kader in der Mannschaft reitet oder nicht, entscheidet sich Donnerstag. Auf jeden Fall aber wurde sie schon mal reich beschenkt beim Kadertreffen gestern abend:

 

eine Stalldecke, ein Blanket, Kaderjacke, Kaderhemd, Handschuhe, Schal, Helmmütze auf der Kader Rheinland steht, Käppi mit Larissas Namen, Schlüsselanhänger im Bucklelook mit Larissas Namen ... ich muss ihr mal sagen, dass sie die Sachen noch Einzelnen knipst.

Die Stewards, die das Abreiten bei Nacht beaufsichtigt haben, hatten offenbar einen Clown gefrühstückt, denn sie machten Scherze über Lucky, nannten ihn Ponickel und fragten, ob wir den zu heiß gewaschen hätten oder ob Larissa zu schnell gewachsen sei. Soll aber Spaß gewesen sein, versicherten sie. Gerannt ist er jedenfalls wie ein Großer und obwohl Larissa nachmittags noch Problem mit dem Linksspin hatte (kein Wunder nach der langen Fahrt), hat es unter Elias' Anleitung binnen kürzester Zeit auch damit wieder geklappt. SO in der Prüfung und Larissa ist im Finale.

Ein Bild in der Fotogalerie oben ist Lucky mitten in der Nacht am Anhänger: Man sieht nur glühende Augen und glühende Startnummern (211) - die letzten Bilder sind unsere Ferienwohnung. Auf dem Sofa sitze ich gerade, während Larissa gerade in einem weiteren Schlafzimmer schläft. Da hatten wir übrigens echt Glück, denn eigentlich war so ziemlich alles ausgebucht oder recht teuer. Hier zahlen wir nur deswegen 25 Euro pro Nacht und Person, weil eine andere Zimmerwirtin uns auf eine Nachbarin verwiesen hat, die das mit dem Vermieten ganz neu macht. 

 

Ihr könnt Larissas Ritte per Livestream verfolgen. Die Startzeiten, Links zu den Starterlisten, Zeitplan, der GO-Playlist und mehr findet ihr im Turnierblog unterhalb:

14.09.2017
12oaksTV Turnierkanal
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  Ein Bild aus 2016 - typischer Fall von "Wenn der Hund nicht gekackt hätte" HIER nachzulesen Wir sind soeben bei der German Open in Kreuth (Rieden) angekommen, oben seht ihr ein Schnelldurchlauf-Video aus dem Vorjahr: Larissa & Chrissy erkunden das Gelände mit den Pferden. Mehr Videos bald hier: Larissa ist im Rheinlandkader (HIER der Bericht). Ob sie die Reining für die Mannschaft reitet oder Reserve ist, entscheidet sich Donnerstag. Drückt die Daumen. In der Playlist seht ihr die Qualifikationsritte und als erstes, wie Lucky sich immer anstellt, wenn er dort abgespritzt wird. Larissas Starts sind  Samstag nachmittag in der Superhorse (leider kein Finale, Video Sonntag im Turnierkanal) Montag früh Ranch Riding (51. Starterin, Prüfungsbeginn 7 Uhr / Vorlauf) Montag nachmittag Reining (6. Starterin, Prüfungsbeginn: 13:35 Uhr / Vorlauf) Finale Reining: Donnerstag, 21.9. Beginn: 11 Uhr 40 Finale Ranch Riding: Freitag, 22.9. Beginn: 11 Uhr Finale Superhorse: Freitag, 22.9. Beginn 14 Uhr 50 Alle Infos auf http://westernreiter.com/germanopen/ plus Livestream von videocomp.de Wie es Larissa in den Vorläufen ergeht und Geschichten vom Drumherum erzähle ich in den nächsten Tagen in den NEWS der 12-Oaks-Ranch-Homepage: www.12oaks-ranch.de/blog/  Links zu den Vorjahresblogbeiträgen: German Open 2016 bzw. German Open 2015 & GO '17 WEIL IN EINER WOCHE WAHLEN SIND, BESUCHT AUCH MEINEN  POLITISCHEN BLOG isbd. den 1. Beitrag (Zukunft statt Zocken): Habt ihr gewusst, dass zehn Prozent der Haushalte über die Hälfte des deutschen Vermögens besitzen? Und wusstet ihr auch, dass die Regierung den Spitzensteuersatz gesenkt, die Vermögenssteuer auf Eis gelegt und den Managern, die eh schon drei Millionen im Jahr verdienen, auch noch Zuschüsse gewährt hat? In folgendem Buchtipp eines Chefredakteurs erfahrt ihr das und noch andere politische Fakten, die man vor der Wahl einfach wissen MUSS. Zukunft statt Zocken - Fakten, die man vor der Wahl einfach wissen MUSS Skandal im Jobcenter – Gelder in Verwaltung umgeleitet Was ist wichtiger? Die Katze oder das Biotop? Von der Avon-Beraterin in den Haustürwahlkampf Von Schildbürgerstreichen und dem unfreiwilligen Abenteuerschwimmbad UND WENN WIR SCHON BEI POLITIK SIND, HIER NOCH EIN TEASER ZU MEINER SATIRE, die übrigens auch die Dame von der GO-Meldestelle gelesen hat - Urteil: "Lesenswert, auch wenn man manchmal nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll", sagte sie mir:  "Ein Deutschland in dem wir gut und gerne leben", ist die neueste Parole der CDU. Fragt sich nur wer? Damit manche gut leben, droht nämlich anderen das Aus, weil den Ärmsten der Armen BERECHTIGE Leistungen verweigert werden. Warum? Die Kommunen erhalten auch kaum Geld - Geld hat der Bund nämlich (nach dem oben verlinkten Buch "ZUKUNFT STATT ZOCKEN") vor allem für Rüstung, Subventionen an Konzerne bzw. Manager und ähnlich widersinniges Zeug.  https://12oaks-ranch.blogspot.de/2016/11/buchausschnitt-die-luge-vom-sozialstaat.html Aber ich schreibe natürlich überwiegend über Pferde: Für Westernreiter ist wohl das "Westernreiten meets Natural Horsemanship - wie das Turnierreiten zum gemeinsamen Projekt von Pferd und Mensch wird" am Interessantesten:

Larissa ist im Rheinlandkader - Gesundheitscheck durch Kaderostheopathin

Gestern hatten wir Besuch von der Kaderostheopathin vom Saddleshop Aachen, die unseren Lucky sozusagen auf Herz und Nieren geprüft hat: Er und Larissa sind bei der German Open in einer Woche Mitglied des Rheinlandkaders. Biggi Küpper hat nicht nur die Blockade in seinem Lendenwirbelbereich gelöst, die Ursache für das zweimalige Treten in der Prüfung (Hünxe & Wermelskirchen) gewesen sein könnte, sondern auch ein paar Geheimnisse gelüftet. Wer hätte gedacht, dass man durch das Lösen von Blockaden sogar Husten behandeln kann? Jetzt seid ihr bestimmt gespannt, ob es funktioniert: Ich werde berichten.

BTW: Die Unterseite WESTERNREITEN ist neu gestaltet.

Unser Trainer Elias Ernst kann nicht nur Ernst, sondern treibt üble Späße ;-)

Larissa reitet ja jetzt bei der "Western-meets-Classic"-Jugendquadrille mit - hier ein paar Bilder vom "ersten Mal". Auf den hinteren Bildern seht ihr Queenie, die sich vor ein paar Wochen bei unserem Trainer Elias Ernst gewälzt hat, der ja mit einem sehr trockenen Humor gesegnet ist. Nachdem Queenie so paniert war, sagt er, wir sollten das abbürsten und nicht aus diesem Weg den ganzen Sand aus der Halle abtransportieren. 

Ähnlich "nett" war ja, als wir ihm erzählt haben, dass Larissa beim letzten Turnier mit Queenie bei einem Start nur einen 30er Score in einer Prüfung hatte. Da sagte er: "Ihr habt aber nicht gesagt, dass ihr bei mir trainiert?" Ernst kann aber auch ernst und hat natürlich auch getröstet, das würde halt schon mal passieren.

Außerdem hat er einen Blick auf Queenies neuen Sattel gelegt, der nicht so verkehrt sei. Er fand nur, dass wir die zusätzliche Polsterung nicht mittig, sondern vorne hinlegen sollten, denn dann kippelt rein gar nichts mehr. Wieder was gelernt.

Den Sattel haben wir übrigens getauscht. Eine Kundin von mir wünschte sich einen mit Lederbaum und ich hätte gerne einen "richtigen" Baumsattel. So kamen wir auf die glorreiche Idee zu tauschen - was für ein Zufall, dass der jeweilige Sattel des anderen beiden Pferden passt.

 

BTW: Es gibt natürlich esoterisch gesehen keinen Zufall, wie ihr ja bestimmt im Blogbeitrag "Esoterik und Zauberei im Pferdesport" bereits gelesen habt.

Jahressiegerin in der Reining, Superhorse & Ranchriding, 2. der LK 1 B

Larissa wurde Allaroundchampion in Wermelskirchen, Zweite im Trail, Dritte in Westernriding, Dritte in der Superhorse, Dritte in der Reining und Siebte in der Ranchriding - als einzige Jugendliche unter Erwachsenen sind wir zufrieden. Da es das letzte Turnier der Saison war, steht fest, dass Larissa dieses Jahr Zweite der Leistungsklasse 1 B geworden ist und Siegerin in drei Disziplin. Das war alles richtig knapp und beinahe wäre sie wieder Erste geworden, wie im Bericht im oben integrierten  TURNIERBLOG nachzulesen ist.  

Fremdgegangen: Larissa & Nicola versuchen sich im Tölten auf einem Isi

Wir sind fremdgegangen und sind vom Westernreiten aufs Tölten umgestiegen, aber nur kurz, denn es war nur für einen Besuch bei meiner Kusine letzte Woche. Drei Videos davon erscheinen im Laufe der Woche in diesem Tochterkanal von 12oaksTV:

Ein Wochenende voller Feste: Sommerfest der Grünen, Sommerfest beim Trainer, Mittelaltermarkt in Gimborn & Altstadtfest in Hückeswagen

Ein Fest kommt selten allein und dieses Wochenende war das beinahe schon Stress. Ich kam Samstag um Viertel nach vier vom mobilen Unterricht, dann sind wir direkt los zum Sommerfest der Grünen (übrigens: Buffet mit Fleisch, weil ja immer gerne Gerüchte über Bevormunderpartei gestreut werden - so ein Blödsinn) und abends war Sommerfest bei Elias und Emanuel Ernst. Bei den Grünen haben wir übrigens Larissas ehemaligen Klassenlehrer und Janiks Ex-Bio-Lehrer Herrn Wörner getroffen (3. Foto - ganz hinten am Keyboard). Unserer Meinung nach einer der besten Lehrer auf der Gesamtschule Marienheite - fachlich und auch von seinem Humor.

Am Sonntag war es nicht besser. Erst war ich morgens mit meiner Mutter auf dem Altstadtfest und nachmittags mit meinem Sohn Janik auf dem Mittelaltermarkt. Beim Altstadtfest haben wir das Hückeswagener Schloss in allen Variationen abgelichtet. Das letzte Bild zeigt den Blick vom so genannten Wäscheberg auf den großen Kreisverkehr: dort, wo früher die Disco "La Quinta" gewesen ist.

Beim Mittelaltermarkt war das Highlight, dass wir in das Schloss Gimborn hinein durften. Da gibt es sogar eine kleine Kneipe, die normalerweise nur für Mitglieder ist.

Und einen alten Bekannten haben wir getroffen: Den Gaukler Tamino, der Larissa letztes Jahr mit einbezogen hat - siehe Video.

Mutter & Tochter Katzen in love - die Kleine wird sogar noch gesäugt

14.09.2017
Nicola Steiner Horsemanship
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Lucky hat die Fußlonge toleriert, Fancy nicht - im VIDEO unten zeigen wir mit Fancy wie das Kompliment auch ohne Fußlonge beigebracht werden kann Im letzten Monat ging es darum, dass Pferdetraining nicht immer lieb und nett sein kann und man es durchsetzen muss, dass ein Pferd einmal einen Schritt zur Seite geht (HIER nachzulesen). Aber einen Zirkustrick beim Pferd durchzusetzen .. auf die Idee würde ich im Leben nicht kommen, denn das macht man doch zum Spaß und es geht hier nicht ums Thema Grundgehorsam bzw. Safety First. Es darf nicht wahr sein, dass ein Pferd, das das Kompliment nicht lernt, dafür sein Leben lässt. Bei einem Zirkuskurs in Leichlingen ist vor einigen Monaten ein Pferd zu Tode gestürzt und der Trainer versuchte sich herauszureden mit: "Da hat man mir einen Steiger untergeschoben." Nachdem das Pferd ein Dutzend mal gestiegen war und sich das erste Mal überschlagen hatte, hat er wohl die Besitzerin gefragt, ob er weitermachen soll. Diese antwortete, dass sie das Kompliment zuhause nicht machen wolle. Darauf ermahnte der Trainer sie, dass man einem Pferd ein solches Verhalten nicht durchgehen lassen solle (Quelle: Horseman - das Wort Käseblatt des Pferdesports will ich jetzt mal nicht in den Mund nehmen, obwohl ich es ungeheuerlich finde, dass das Blatt dem Trainer seitenweise ein Forum gegeben hat, der Pferdebesitzerin aber nicht). Ganz ähnlich verhielt es sich bei MEIN PFERD und der REITERREVUE, die unerwähnt ließen, dass das Pferd zum Dutzenden Mal stieg und sich dann das erste Mal überschlug, nachdem der Trainer sechs Minuten lang versucht hatte, das Pferd in das Kompliment zu zwingen. Videoaufnahmen beweisen, dass das Pferd in den ersten zwei Minuten brav kooperierte, aber dann wurde die Gegenwehr heftiger, weil der Trainer sich mit wenigen Zentimetern Richtung Boden nicht zufrieden gegeben hatte. Genauso sollte das Kompliment aber beigebracht werden: Über Wochen und Monate werden Zutaten des Kompliments erarbeitet und nach Zirkuslegende Freddy Knie kleinschrittig vorgegangen. Der hat nämlich irgendwann gesagt: "Jeden Tag ein Zentimeter wird auch irgendwann zum Meter". Nicht so bei diesem Trainer, der das Pferd schon beim allerersten Mal ganz nach unten ziehen wollte: eine Longe am Bein, ein Strick um den Hals und eine Helferin, die das Pferd am Halfter am Steigen hindern sollte. Die immer heftiger werdende Gegenwehr ist m.E. kein Wunder ist, wenn zwei Trainer es quasi von drei Seiten fesseln. Bei einem anderen Pferd im Kurs wurden sogar zwei (!!!) Fußlongen samt Führstrick eingesetzt, um es durch Hebelwirkung zu zwei Leuten niederzuringen, um das "A genoux" das Knien zu erarbeiten. Obwohl das verstorbene Pferd (wahrscheinlich in Todesangst, weil es gibt nichts Schlimmeres für ein Fluchttier als es an der Flucht zu hindern) sich bereits einmal überschlagen hatte, hörte der Trainer nicht auf mit dem Versuch, die Fußlonge als Zwangsmittel einzusetzen. Er hörte auch dann nicht auf, als das Pferd bereit war, etwa zehn Zentimeter Richtung Boden zu weichen. DAS wäre DIE Gelegenheit gewesen einen positiven Abschluß zu finden. Doch es überschlug sich ein zweites Mal. Nun hat er wohl nicht mehr gefragt, ob er weitermachen darf. Beim dritten Überschlagen war es tot: Genickbruch. Da die Pferdepresse sich offenbar im Erarbeiten von Zirkuslektionen so gar nicht auskennt (Notiz an mich selbst: Mein Pferd kündigen und Reiterrevue einen Leserbrief schreiben) und wohl auch die erwähnten Videos nicht angesehen haben, findet ihr ganz unten die Stellungnahme der Reitbeteiligung und Screenshots, die beweisen, dass dieser Trainer eine sehr geschönte Version der Geschichte an die Presse weitergegeben hat, wo er sich selbst als Opfer darstellt, obwohl er m.E. der Täter war, denn seine Anwendung der Fußlonge ist doch recht abenteuerlich und wird auch in der Literatur SO nicht beschrieben - ganz und gar nicht. Die Zutaten zum Kompliment erkläre ich in dieser etwas älteren Playlist (niemals ohne Trainer anwenden, aber was rede ich: MIT Trainer kann es auch in die Hose gehen). Bitte am PC schauen, da die unverzichtbaren Anmerkungen auf dem Handy nicht angezeigt werden. Ein drittes Pferd beim Kurs in Leichlingen ist ebenfalls in den Fight-or-Flight-Modus gewechselt und versuchte sich loszureißen. Wohlgemerkt: Es ging um Dinge, die Pferd und Mensch eigentlich Spaß machen sollen. Ein in obiger Playlist integriertes Video (uralt, sorry für die Qualität) zeigt, dass man selbst für die Erarbeitung des Kniens nur eine Fußlonge benutzt und nicht zwei und sinnvollerweise den Gebrauch auch zunächst bei einem Pferd erklärt, das die Fußlonge kennt und sozusagen als vierbeiniger Lehrer fungiert. Auch wird erklärt, dass es nicht bei jedem Pferd geht und man abbrechen sollte, wenn ein Pferd sich wehrt. Hier nochmal dieses Video separat: Ponys sehen es meist locker: "Fußlonge - na und?" ist Indis & Ciscos Devise Wenn man auf einen Kurs fährt, vertraut man darauf, dass der Trainer mehr Ahnung hat, als man selbst und weiß, was er tut. Es macht mich einfach wütend, dass hier den Besitzern vom Trainer die Schuld in die Schuhe geschoben werden sollte, indem gesagt wurde, man hätte ihm einen Steiger untergeschoben. Die Screenshots unten sprechen eine andere Sprache, aber das hat der Trainer auf seiner Facebook-Seite verborgen . Meines Erachtens fehlt es diesem Trainer an einer ganz bestimmten Sache: Er war nicht gut genug ausgebildet, um das Pferd einzuschätzen und seine Strategie an die Pferdepersönlichkeit anzupassen Manche Trainer behandeln alle Pferde gleich und das ist in vielerlei Hinsicht gefährlich. Bei Pferden, die Angst haben oder klaustrophobisch reagieren (wie z.B. auf ein oder zwei Fußlonge mit zwei Stricken kombiniert) muss man ganz anders vorgehen als bei selbstbewußten vierbeinigen Rotznasen. Wenn eine Methode nicht funktioniert, dann braucht es eine andere - so einfach ist das. Aber auch wenn ein Pferd nicht will oder einfach keinen Bock hat, ist das noch lange kein Grund diese zu versklaven mit Aussagen wie: "Damit darf das Pferd nicht durchkommen." Wir sind ja nicht im Krieg, sondern wollen uns eine Partnerschaft mit dem Pferd aufbauen, in der es um gegenseitigen Respekt geht. Um ein unerwünschtes Steigen in den Griff zu bekommen, sollte man statt das Brecheisen auszupacken und mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, einfach klüger sein als das Pferd, was ich Euch im nächsten Teil dieser Blogserie erkläre. Bei dem verstorbenen Pferd hat es sich aber keineswegs um einen Steiger gehandelt: Es war so brav, dass selbst kleine Kinder es händeln konnten. Dieses Steigen war somit vom Trainer hausgemacht. Unterhalb der Werbung folgt die von mir kommentierte Stellungnahme der Reitbeteiligung und die versprochenen Screenshots (möglicherweise nicht optimal sortiert, weil ich den Beitrag von der German Open Westernreiten aus eingegeben habe). Vorab noch das im 1. Foto verlinkte Video, wie unsere Fancy das Kompliment ohne Fußlonge gelernt hat. Die ist mit der Fußlonge nämlich auch beinahe ausgerastet, was ja verständlich ist ... so als Fluchttier: Das Fixieren der Pferdebeine fühlt sich einfach lebensbedrohlich an: Wie man ohne Flaschenzug und "Das-lasse-ich-meinem-Pferd-nicht-durchgehen"-Sprüchen damit umgeht, wenn ein Pferd sich verweigert, könnt ihr im Pferde-vermenschlichen-Buch und im Lehrbuch "Westernreiten meets Natural Horsemanship" nachlesen. Noch eine Bitte in eigener Sache, bevor es weitergeht mit dem Thema "Fußlonge als Flaschenzug": Da bald Bundestagswahl ist, besucht auch meinen POLITISCHEN BLOG, isbd. diesen Artikel: Zukunft statt Zocken - Fakten, die man vor der Wahl einfach wissen MUSS Zu dem Kasten in der Reiterrevue, wo die "Journalistin" inkognito auf einem Kurs bei Peter Pfister war und ihn quasi in den Himmel lobt: Was hat die denn erwartet nach so einem Desaster? Dass er weiter macht wie bisher? Er hat einen Ruf zu verlieren und damit geht es um viel Geld. Deswegen erklärt er sich ja so ausführlich gegenüber der Presse, obwohl er gleichzeitig von den Besitzern Diskretion erbeten hatte, wie mir die Reitbeteiligung schrieb.  Ich selbst kenne die Reitbeteiligung persönlich und sie hat mir kurz nach dem Tod des Pferdes zunächst geschrieben, dass und wie das Pferd verunglückt ist, aber mir den Namen des Trainers nicht verraten. Sie hat nämlich alles Andere getan, als einen Shitstorm loszutreten. Den Namen hat sie erst gesagt, nachdem Pfister auf seiner Facebook-Seite behauptet hat, man hätte ihm einen Steiger "untergeschoben" (!!!) und daraufhin haben etliche Menschen seine Seite negativ bewertet oder aber in den Kommentaren geschrieben, was für ein braves Pferd Evita war: Auch das bravste Pferd wehrt sich irgendwann, wenn man es quasi fesselt und über Zwangsmaßnahmen (Flaschenzug-Effekt wirkt hier als Hebel bzw. Kraftverstärker) versucht niederzuringen. All diese Kommentare, hat Peter Pfister dann gelöscht, indem er die Bewertungsfunktion auf seiner Seite unsichtbar geschaltet hat. Stellungnahme der Reitbeteiligung der bei Peter Pfister im April 2017 tödlich verunglückten Evita. In der aktuellen Oktober-Ausgabe der Reiter Revue schreibt diese, ich zitiere: "Sie (die Besitzerin von Evita) bestätigte jedoch am Telefon, dass das Pferd vor dem Unfall innerhalb des Trainings zuvor zwei Mal gestiegen sei." Dies ist NICHT RICHTIG. Wir haben von den beiden ersten Stürzen je eine Video. Das erste Video geht über sechs Minuten, bis es zum ersten Sturz mit Überschlag über den Rücken kommt (dieser erste und der zweite Sturz waren noch nicht tödlich). Innerhalb dieser ersten sechs Minuten vor dem ersten Sturz steigt Evita etliche Male, auch springt sie mehrmals zur Seite weg. Sie ist deutlich öfter gestiegen, bis sie dann so heftig und schnell stieg, dass sie sich zum ersten Mal mit voller Wucht über den Rücken überschlug. Weiterhin schreibt die Reiter Revue: "Auch die Reitbeteiligung des verunglückten Pferdes meldet sich plötzlich in einem Forum zu Wort. Es beginnt ein Shitstorm auf den Ausbilder, der sich für den Unfall und seine generelle Trainingsweise rechtfertigen muss." Dazu muss ich jetzt mal tief Luft holen. Peter Pfister postete nämlich auf seiner Facebook Seite, dass man ihm offensichtlich einen Steiger untergeschoben habe. Diesen Kommentar hat er sehr schnell wieder gelöscht. Ebenso hat er die daraufhin folgenden Reaktionen auf seinen Kommentar gelöscht. Es haben sich nämlich einige Leute gemeldet, die Evita gekannt haben. Peter Pfister soll ausserdem gegenüber der Redaktion der Reiter Revue behauptet haben, Evita wäre ein problematischer Steiger gewesen. Die Redaktion rief daraufhin die Besitzerin von Evita an. Die Besitzerin stellte diese Aussage richtig, nämlich, dass Evita kein Steiger gewesen ist. Macht euch selbst ein Bild davon, hier sind die Screenshots aller gelöschten Kommentare. Übrigens wurde Peter Pfister gefragt, wie er dazu kommt, so etwas zu behaupten. Er hat nie geantwortet. Es kann also keine Rede davon sein, dass er sich nun rechtfertigen muss. Und den SHITSTORM, den hat er selber ganz alleine ausgelöst. Er treibt ein Pferd in den TOD und behauptet dann, unsere Evita wäre ein problematischer Steiger gewesen. Ganz große Klasse von so einem bekannten Trainer. In die Scheiße hat er sich selber hineingeritten. Und absolut einseitig recherchiert von der Reiter Revue, der Mein Pferd und der Horseman. Diese drei Zeitschriften haben Peter Pfister unheimlich viel Platz eingeräumt. Aber keine dieser drei Zeitschriften hatte anscheinend Kenntnis davon, dass Peter Pfister behauptet hat, Evita wäre ein Steiger gewesen. Besonders schlimm macht es der Zusatz, dass sie ihm "untergeschoben" worden wäre. Dies suggeriert eine Absicht. Und was hätte damit bezweckt werden sollen? Ich habe fertig, bildet euch eure eigene Meinung. (Ulrike Bader)
22.08.2017
Nicola Steiner Horsemanship
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Muss Pferdetraining eigentlich immer nur lieb und nett sein?  Kuscheln ist zwar nett, aber es sollte alles zu seiner Zeit sein und vor allem sollten wir das Pferd um Erlaubnis fragen, es streicheln zu dürfen Diese Frage sollte man mal einem Manager stellen, denn wenn der immer lieb und nett ist, dann ist er in seinem Job falsch, aber so was von. Im Pferdetraining wird das aber erwartet, dass der Trainer stets und ständig mit Samthandschuhen agiert, egal, wie das Pferd sich verhält. In diesem Zusammenhang habe ich im letzten Monat den Blogbeitrag: "Pferd mit der Schaufel niedergestreckt" geschrieben und betont, dass ich natürlich nicht befürworte, Pferde mit Schaufeln zu schlagen, aber ein paar Gedanken zum berühmt-berüchtigten Klaps niedergeschrieben haben. Zusammengefasst: Wir setzen dem Pferd, das entgegen, was es uns entgegen setzt PLUS 100 Gramm Wir haben keinen Groll dabei im Bauch, so dass es ein Spiel bleibt Wir wählen so leichte Aufgaben, dass eine Überforderung ausgeschlossen wird Wir gehen anders vor, wenn Angst im Spiel ist, isbd. wenn Pferde einfrieren vor Angst Unsere Phase 4 setzen wir ein einziges Mal kurz und knackig ein, so dass das Thema geklärt ist und wir keine Dauernörgler beim Pferd werden. Heute geht es weiter mit Teil 2, denn nur weil Pferdetraining nicht immer lieb und nett sein muss, heißt das noch lange nicht, dass man dem Pferd alles Erdenkliche antun darf. Es gibt ein paar wenige Dinge, die man unbedingt durchsetzen sollte und zwar Übungen, die uns den Grundrespekt sichern und zeitgleich so einfach sind, dass kein Pferd damit überfordert ist, z.B. ein Schritt rückwärts, ein Schritt die Vorhand oder Hinterhand bewegen, aber der Gegenpol ist das Verständnis fürs Pferd und der Respekt vorm Pferd, der uns dazu bringt, sich ins Pferd einzufühlen. Es gibt schließlich auch hochsensible Pferde, denen man Zeit geben muss. Die Kunst ist es eben, das jeweilige Pferd einzuschätzen. Die meisten Pferde verstehen aber durchaus, wenn man ihnen abverlangt, dass sie ausweichen sollen - nur ein kleines bisschen, denn genau das verlangen auch ihre Artgenossen von ihnen - egal wie das jeweilige Pferd tickt. Wichtig ist, dass das Ganze ein Spiel ist. Wut oder Frustration hat im Pferdetraining nichts zu suchen. Menschen werden ständig von ihren Pferden rumgeschubst und merken es nicht Ausgelassenes Pferd (Foto: Katharina Erfling) Ich habe dieser Tage eine Kundin verloren, weil ich ihrem Pferd einen Klaps gegeben habe, weil es massiv in meinen persönlichen Bereich eingedrungen ist und Anstalten machte, mich herumzuschubsen. Man könnte dieses Pferd fast schon gemeingefährlich nennen, weil es schon seit 14 Jahren die Stallgemeinschaft in Angst und Schrecken versetzt: Es tritt Leute, reißt sich auf dem Weg zur und von der Weide los und hat seiner Besitzerin dabei die Hände verbrannt und das durch ihre Handschuhe hindurch. Zum Glück ist es dann nicht in den Straßenverkehr gerannt. Sie hat mich daher um Hilfe gebeten. Ich habe selten monatelang Zeit, um ein Pferdeproblem zu lösen, sondern arbeite z.T. sogar in 60-Minuten-Einheiten, weil die Leute sich mehr Unterricht schlicht nicht leisten können. Dieses Pferd versuchte nun mich durch die Gegend zu schubsen und weigerte sich anschließend standhaft einen Schritt zur Seite zu gehen, insbesondere beim Vorhand-Weichen (ein fast sicheres Zeichen dafür, dass man es mit einem selbstbewussten Pferd zu tun hat), also hat es von mir einen Klaps mit dem Stick auf der Brust erhalten, wobei die Besitzerin mich fragte, ob das nicht Gewalt sei. Ich erklärte ihr, dass Gewalt auch etwas mit der inneren Haltung zu tun hat und finde es wichtig, dass ein solcher Klaps ein Spiel ist - frei von Groll, Frust und Wut - zumal dieses Pferd ja auch keine Scheu hat, Menschen gegenüber gewalttätig zu sein. Meine Ex-Kundin gehört zu den Leuten, die in ihrer Jugend einmal ein paar Reitstunden hatten, seit Jahren nicht geritten sind und sich dann ausgerechnet das schwierigste Pferd im Stall kaufen, weil es erstens nicht so viel kostet und zweitens ja so nett guckt ... sagen zumindest die kleinen Töchter. Das Pferd wurde den Kindern gekauft, obwohl jede Menge Horrorgeschichten von Schandtaten dieses Pferdes kursieren. Immerhin hat sie sich für geschlagene zwei Einheiten kompetente Hilfe gesucht: Bei der zweiten Stunde kam mir das Pferd, das sich sonst immer losreißt, sogar schon entgegen gelaufen, weil Pferde so gar nicht erwarten, dass man sie mit Wattebäuschen bewirft und weil ich neben dem kleinen Klaps auf der anderen Seite auch versucht habe, das Pferd zu verstehen und es ernst genommen habe in seinen Bedürfnissen. Aber einen Tag später - komischerweise nach dem die Besitzerin Reitunterricht mit dem Pferd genommen hat - wurde mein Natural Horsemanship Training beendet. Die Reitlehrerin hatte nämlich eine viel leichtere Löstung parat, um das Pferd gefügig zu machen und das schimpft sich dann auch noch gewaltloses Training. Eine Lösung, die fürs Pferd der blanke Horror sein muss. Dieses Pferd kann nämlich geritten werden und zwar mit Ausbindern. Weil das Pferd in dieser Fesseltechnik ja reitbar ist, gibt es da auch noch zwei Reitbeteiligungen: So ein Pferd kostet ja Geld, muss ja irgendwie wieder reinkommen, auch wenn die eine Reitbeteiligung reiterlich eher auf Anfängerniveau unterwegs ist. Also mich wundert es jedenfalls nicht, dass sich dieses Pferd nur schwer einfangen lässt, wenn Reiten mit Schmerz verknüpft ist und seine Befindlichkeiten niemanden interessieren. Verschnürt wie ein Weihnachtspaket - soll das etwa gewaltloses Training sein? Queenie ist dagegen: Dieses Mal gegen den Ausbinder, aber fünf Minuten pro Seite an der Longe ist was anderes, als Ausbinder zum reitbar machen Aber wenn das Pferd verschnürt ist, wie ein Weihnachtspaket, müssen weder Besitzer noch Reitbeteiligungen ordentlich reiten lernen, nur abmachen darf man die Dinger eben nicht. Sobald sie abgenommen werden, rennt das Pferd nämlich los: Ich nehme an vor Schmerz. Die angeblich gewaltlose Besitzerin, die mir stolz sagt, dass ihre zehnjährige Tochter das Pferd nach den Sommerferien dann auch noch reiten soll, hat so wenig Ahnung von Pferden und Muskelaufbau, dass sie nicht bedenkt, dass ein Muskel, der über mehrere Minuten angespannt wird, schmerzhaft brennt und sogar geschädigt wird (wie genau sich das mit der Rollkur verhält habe ich HIER für das Pferdeportal 4my.horse erklärt). Die Diskussion über die Rollkur ist entweder an der Dame vorbei gegangen oder sie hat auf Facebook gelesen, dass alles tutti ist, solange das Pferd nicht hinter die Senkrechten gerät. Gelegentlich einmal kurz hinter der Senkrechten hat aber nichts mit Rollkur zu tun, solange das Pferd immer wieder in die Entspannung entlassen wird. Als Konsument des alltäglichen Facebook-Wahnsinns warte ich dennoch nur darauf, dass die Dame irgendwann mal Fotos präsentiert, worauf das Pferd mit Halsring oder mindestens gebisslos mit der Tochter oben drauf fotografiert wird und ganz Facebook Beifall klatscht. Eine ähnlich unbedarfte Dame ging mit ihrem dreijährigen Pferd, das erst wenige Wochen unterm Sattel ist, ins Gelände und stürzte. Der Stallgemeinschaft wurde eine rührselige Geschichte aufgetischt, wonach das Pferd sich erschrocken hätte, zur Seite gesprungen sei und brav neben der Besitzerin gewartet haben soll, bis diese sich aufgerappelt hatte. Die Stallgemeinschaft war genauso beeindruckt wie die Facebook-Nutzer ob dieser rührseligen Vertrauens- und Große-Liebe-zwischen-Pferd-und-Mensch-Story. Diese wunderschönen Geschichten klingen wie aus dem Märchenbuch, haben mit dem Märchenbuch aber meist nur eins gemeinsam: Sie sind nicht wahr. Denn ein mit dem Fahrrad vorbeifahrender Jäger hat die Dame mit dem dreijährigen Pferd kurz vorm Sturz getroffen und ein Pferd gesehen, das im Affenzahn unkontrollierbar durchs Gelände preschte, während sich die Besitzerin mit Ach und Krach am Sattel fest klammerte. Den Sturz selbst konnte der Jäger nicht beobachten, denn die beiden waren ratzfatz seinem Blickfeld entschwunden, so halsbrecherisch war das Tempo. Nicht immer alles glauben, was einem die Leute weis machen wollen Solche Rosa-Wattebausch-Reiter erzählen dann auch gerne, dass sie ihrem Pferd noch nie im Leben einen Klaps gegeben haben. Wenn es stimmt, kommt oft genug ein derart unkontrollierbares Pferd wie in den Beispielen oben dabei heraus und wenn der, der das behauptet, ein wohlerzogenes Pferd hat, dann weiß man nicht, ob das mündlich Behauptete der Wahrheit entspricht. Sagen kann das ja jeder, dass er dem Pferd noch nie einen Klaps gegeben hat. Aber wer weiß schon, was hinter geschlossenen Türen so alles geschieht. Und wenn man nachbohrt und fragt: "Was machst Du denn, wenn Dein Pferd Dich beißt oder tritt", dann wird gesagt, dass das ja schließlich was Anderes sei - versteh ich nicht. Das sind auch bei "den Anderen" die einzigen Gründe für einen Klaps. Der Unterschied scheint eher zu sein, dass die einen es zugeben und die anderen eben nicht. Eines sollte uns also klar sein: Es gibt einfach Leute, die behaupten viel, wenn der Tag lang ist. Ich hatte auch einmal jemanden zum Training hier, die auf Facebook im Brustton der Überzeugung behauptet, sie würde nur und ausschließlich mit positiver Verstärkung arbeiten. Sie war keine halbe Stunde hier, da hatte sie schon unser bravstes Pferd geschlagen (HIER und HIER nachzulesen). Gerade bei diesem Pferd hätte ich genau das aber eben nicht gemacht. Ist es nicht erstaunlich, dass die, die dazu steht, dass ein Klaps manchmal nötig ist, viel, viel seltener klapst, als die, die Facebook rauf und runter tönt, sie würde nur mit positiver Verstärkung arbeiten? Im Detail ist damals Folgendes passiert. Wir hatten für diese Zirkusaufführung beim Rodeo üben wollen und da hatdie Zirkustrainerin uns glatt den besten Trick (fast) kaputt gemacht Wir hatten unserem todbraven Lucky gerade das Steigen am Boden beigebracht und weil sich alle so sehr freuten, wenn er es tat, wollte er es immer wieder zeigen. Wir haben das geduldet, weil die Erfahrung zeigt, dass dieses Verhalten sich nach ein, zwei Wochen von selbst erledigt, wenn man ein ungefragtes Steigen einfach nicht belohnt, zumal das Pony sich immer von uns weg drehte, um niemanden zu gefährden. Und jetzt kommt der springende Punkt: Es ist nicht bei jedem Pferd angebracht, ihm einen Klaps zu geben. Es gibt Pferde, wo das total nach hinten losgeht. Dieses Pferd wollte nach diesem Klaps - dank der schlagenden Zirkustrainerin, die wir ungewollt dafür bezahlt haben, dass sie Zirkustricks abgewöhnt - überhaupt nicht mehr steigen. Es gibt nämlich auch Pferde, die hochsensibel sind und denen man Zeit geben muss. Man muss einschätzen können, ob das Pferd einen aus Angst oder aus Dominanz bedrängt. Um diese Pferde geht es im nächsten Monat, wo ein Pferd stieg, weil es einen Zirkustrick verweigerte, der Trainer das Erlernen dieses Tricks aber mithilfe der Fußlonge durchsetzen wollte und das Pferd zu Tode kam, weil es sich beim nach hinten überschlagen und das Genick gebrochen hat. Außerdem erkläre ich im September, wie man unerwünschtes Steigen abstellen kann, indem man es ganz bewusst nicht bestraft, sondern abrufbar macht. Auch in meinen Büchern findet ihr einige Wege, wie man mit umgekehrter Psychologie zu einem leistungsbereiten Pferd kommt, denn der Klaps, damit das Pferd uns nicht bedrängt, ist nur die eine Seite der Medaille, denn wir müssen unsere Pferde auch verstehen und ihren Bedürfnissen gerecht werden (Lest auch die allerneuste Amazon-Rezension - Kopie unterhalb der Buchtipps). Unsere Pferde sind nicht unsere Sklaven. Es geht einerseits um einen goldenen Mittelweg und andererseits um die Kunst, die eine Strategie aus Tausenden zu finden, die für das jeweilige Pferd goldrichtig ist. Dafür muss der Mensch lernen, die Körpersprache des Pferdes zu lesen und sich ins Pferd hinein zu fühlen. Mehr dazu vor allem im ersten und im vierten Buch: Da bald Bundestagswahl ist, besucht auch meinen POLITISCHEN BLOG, z.B. diese Artikel: Zukunft statt Zocken - Fakten, die man vor der Wahl einfach wissen MUSS Skandal im Jobcenter – Gelder in Verwaltung umgeleitet Was ist wichtiger? Die Katze oder das Biotop? Von der Avon-Beraterin in den Haustürwahlkampf Von Schildbürgerstreichen und dem unfreiwilligen Abenteuerschwimmbad Lest auch die Leseprobe zu meinem sozialkritischen Buch: Die Lüge vom Sozialstaat Hier - wie versprochen - die neueste Amazon Rezension zu "Westernreiten meets NHS" Ein wunderbares Praxisbuch Dieses Buch ist mit viel Herzblut, gepaart mit einem enormen Fachwissen, geschrieben worden. Die Ergänzungen namhafter Pferdeprofis ergänzen die Beschreibungen des Weges mit Pferden in wunderbarer Weise. Nicola Steiner motiviert in ihrem Buch immer wieder das einzelne Pferd zu sehen und dabei besonders auf die eigene Haltung zu achten, ein Gefühl zu entwickeln was es im Training benötigt. Sie schreibt, dass es schwer ist ein Gefühl für die eigene Haltung und das jeweilige Pferd in einem Buch zu vermitteln. Ich finde, dass ihr dies sehr gut gelungen ist. Es ist kein Methodenbuch, vielmehr fordert es auf sich selber in den Prozess mit einzubeziehen und mit Pferden beim Training gemeinsam zu lernen. Ich kann dies Buch nur empfehlen, besonders den Pferdemenschen, die sich in der Arbeit mit Pferden gerade mal in einer Sackgasse befinden. Es hilft bei sich anzukommen, sein Pferd noch einmal mit anderen Augen zu sehen und dann den Weg des gemeinsamen Lernens zu gehen. Dann ist plötzlich alles ganz leicht.
14.07.2017
Nicola Steiner Horsemanship
2 Kommentare
Jetzt geht bestimmt ein Aufschrei der Entrüstung durch die Leserschaft und ich kann nur sagen: "Ich war's nicht." Aber auch, wenn ich noch nie ein Pferd mit der Schaufel geschlagen habe, so kann ich das in den konkreten Fällen sehr gut nachvollziehen (die Schaufel-Geschichten sind weiter unten). Auch wenn die beiden Pferde ihr gemeingefährliches Verhalten danach nie wieder gezeigt haben, will ich keineswegs dafür plädieren, Haustiere mit Schaufeln niederzustrecken. Ich möchte einfach nur darauf hinweisen, dass diese rosarote Wolke, die z.B. auf Facebook verbreitet wird von dankbaren Pferden, die so übermäßig geliebt werden, dass sie alles für ihren Besitzer tun, nichts weiter sind als Augenwischerei und wenn überhaupt dann nur auf einen sehr geringen Prozentsatz der Pferde zutrifft. Alle anderen Pferde testen ihren Menschen, nicht um diesen Menschen zu ärgern, sondern um eine adäquate Antwort auf die elementare Frage in der Pferdewelt zu stellen: "Bin ich sicher?" Und wenn der Mensch zögerlich ist, dann fühlt sich ein Pferde eben nicht sicher und stellt diese Frage ein zweites, drittes oder hundertstes Mal - eine permanente Diskussion halt. Diese erste Frage des Pferdes zum Thema Sicherheit können Sie - in der Regel ohne Schaufel - über die Beantwortung einer zweiten Frage beantworten und die lautet "Wer bewegt Wen?" - wie das geht, steht hier: http://www.12oaks-ranch.de/natural-horsemanship/nhs-reitschul-guide/ Pferde sind nicht immer nett und manche Pferde sind regelrecht streitlustig. Jetzt ist es aber nicht nur entscheidend, dass es Ihnen gelingt, Ihr Pferd zu bewegen und nicht vor ihm ausweichen, sondern Sie sollten dies schnell können und möglichst mit einer einzigen kurzen, knappen und dynamischen Aktion. Denn das Pferd will von Ihnen wissen, wie Sie sich verhalten, wenn der Tiger oder das Wolfsrudel angreift: Wer zögert, ist tot. Es macht eben wenig Sinn, mit Tigern und Wolfsrudeln in Stuhlkreisen Grundsatzdiskussionen zu führen. Deswegen gibt es im Natural Horsemanship etwas, das Phase 4 genannt wird (HIER schreibe ich darüber und stelle die vier Grundtypen der Pferdepersönlichkeitstypen vor). Diese Phase 4 ist eben nicht bei allen Pferden gleich und umschreibt das, was den Gehorsam des Pferdes sicherstellt und folgt dem Grundsatz: "So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig." Bei dem einen Pferd reicht es vielleicht, wenn Sie die Augenbraue streng heben und böse gucken, manche brauchen hingegen ein lautes Wort und es gibt in der Tat auch einige wenige, bei denen sie körperlich werden müssen, um die Frage des "Bin ich sicher?" fürs Pferd (unmiss)verständlich zu beantworten. Ich nehme dafür vorzugsweise einen Horseman's Stick, weil dieser nicht peitscht, denn man will dem Pferd ja keine Schmerzen zufügen und beginne mit dem, was im Parelli-Programm "Phasen der Gerechtigkeit" genannt wird (HIER schreibt eine Parelli-Instruktorin zum Thema "Phase 4 oder Gewalt?"). Bei dieser Phase 4 kann es übrigens sein, dass sie in bestimmten Situationen die ersten drei Phasen weglassen, z.B. wenn das Pferd Sie angreift oder in Ihren persönlichen Bereich eindringt. Beim fortgeschrittenen Pferd lassen Sie wiederum die Phasen 2 und 3 weg, was im gleichen Blog HIER erklärt wird. Jetzt neigt der geneigte Leser vielleicht dazu, erst einmal zu sagen: "Ich probiere es erst mal zehn Mal im Guten, bevor ich massiv werde oder ich bemühe mich nicht so feste zu schlagen." Ich habe neulich ein Video von Bernd Hackl gesehen, der mit Gerten arbeitet und an sich selbst ausprobiert, ab wann die Gerte weh tut: Stärker würde er die Gerte niemals einsetzen, sagte er. Das ändert allerdings nichts daran, dass er mit Sprüchen wie "Ich-Chef-Du-Nix" buckelnde Pferde trainiert, die nur deswegen buckeln, weil sie krank sind: Kissing Spines bei Future, Sehnenschaden bei Luis, um nur zwei Beispiele zu nennen. Wie auch immer: Die Haltung von "Ich tue Dir nicht weh" wäre ein gefundenes Fressen für den angreifenden Tiger, der sich wohl händereibend freuen wird: "Das ist aber nett, dass du mir nicht weh tust, dann kann ich mich in aller Ruhe meinem Mittagessen Pferd widmen." Und dieses vom Tiger potentiell bedrohte Pferd will von uns doch nur eins wissen: "Kannst Du mich vorm Tiger beschützen? Weil, wenn nicht, dann passe ich auf mich selbst auf." Und wenn ein Pferd genau das tut, dann kann es für Mensch und Tier gefährlich werden, denn in einer zivilisierten Welt, kommt das Pferd nicht alleine klar. Ich war gestern bei einer Kundin, die ihr Pferd für einen Monat in Beritt gegeben hatte und als das Pferd zurück kam, war das sonst brave Pferd von heute auf morgen unhändelbar. Es hatte im Beritt bei Praktikanten die Erfahrung gemacht, dass diese sich rumschubsen lassen und schubste jetzt auch seine Besitzerin herum, was er vor dem Beritt nicht getan habe. Die Besitzerin erzählte mir, dass er, als sie ihn vor zehn Jahren gekauft hat, ähnlich dominant gewesen sei. Sie habe damals ein einziges Mal ein Halfter nach ihm geworfen und damit war für zehn Jahre die Rangordnung geklärt - bis zum Beritt. Es war gestern meine erste Stunde und es brauchte nicht viel, um dem Pferd klar zu machen, dass Besitzer schubsen verboten ist. Aber nicht bei allen Pferden ist das so leicht. Manchmal entstehen eben Geschichten mit Schaufeln. Schaufelgeschichte Nummer 1 - Hund vom Pferd ins Koma getreten Eine Kundin von mir hatte früher ein Pferd, das sobald die Boxentür auch nur einen Spalt aufging, die Nase dazwischen geschoben hat, in einem Affenzahn durch den Spalt geschossen ist und mit Karacho zur Wiese gerannt ist. Weil ja niemand dem Pferd Gewalt zufügen wollte, hat man alles versucht, was in der Pferdewelt so als heilsam empfohlen wird: vom Clickern bis zum Ignorieren - ohne jeglichen Erfolg. Bis zu dem Tag, als dieses Pferd auf seinem Dampfwalzenweg zur Weide einen Hund überrannt hat, der danach so schwer verletzt wurde, dass er tagelang um sein Leben kämpfte und im Koma lag. Es hätte auch ein Kind sein können, das diesem Pferd gerade im Weg stand ... Jetzt hat mir gerade jemand per PN einen Link gesandt, mit sieben Dingen, die man angeblich von Sandra Schneider lernen kann. Was dort steht, ist z.T. in der Tat sogar richtig, nur das Frau Schneider sich an die von ihr selbst aufgestellten Regeln so gut wie nie hält. Sie zieht den Pferden Longenkarabiner durchs Maul, um sie gefügig zu machen oder versucht gerade mal dreijährige Pferde im Roundpen anzureiten, in dem das Pferd erwartungsgemäß Gleichgewichtsprobleme bekommt. Aus genau diesem Grund buckelt dieses Pferd, weil Frau Schneider die Regel bricht, dass man junge Pferde auf geraden Linien reiten sollte, z.B. im Gelände (von Ausnahmen abgesehen). Bei den VOX-Pferdeprofis fällt halt immer wieder ins Auge, dass das gesprochene Wort wenig damit zu tun hat, was die Trainer in Wirklichkeit mit den Pferden tun oder ihnen vielmehr antun aus mangelnder Kompetenz. Die Bloggerin schreibt, sie sei nicht gebeten worden, den Artikel zu schreiben, aber wenn man ihr "Über mich" anklickt, dann fragt man sich - genau wie bei Sandra Schneider: WIE SIND DIESE DAMEN QUALIFIZIERT? Beide haben keine Ausbildung im Pferdebereich, wurden nicht von Dritten geprüft (außer einem Wanderrittführer), erwähnen lediglich diverse Praktika und die Bloggerin will Englisch-Reiten mit Elementen des Natural Horsemanship gelernt haben (für mich ist NHS eine Lebenseinstellung, der man ganz oder gar nicht folgt, denn 100 Wörter Deutsch mit 50 Wörtern Russisch und 500 englischen ergeben keine Sprache). Die Bloggerin hat nun also einen Demotag von Sandra Schneider gesehen und war offenbar hellauf begeistert von Sandras "lieb und nett und immer ohne Gewalt" Beteuerungen. Ohne Gewalt finden wir doch alle toll, aber manchmal ist das einfach nur Wunschdenken. Daher finde ich es unverantwortlich, wenn an solchen Demotagen Regeln auf gestellt werden im Sinne von: "Machen Sie niemals dies und niemals das." Es gibt nämlich immer Ausnahmen von der Regel. Mit schönen Worten kann man einfach kein Pferd erziehen - zumindest nicht jedes. Ich persönlich habe es schon erlebt, dass die, die sich selbst als ganz besonders sanft darstellen ("Ich arbeite nur mit positiver Verstärkung"), in Wahrheit die sind, die ganz besonders brutal vorgehen (HIER und HIER nachzulesen). Frau Schneider fordert nun also in einem "ihrer" sieben Punkte, man solle niemals Gewalt anwenden (für mich klingt das Alles nach: Irgendwo gelesen und auswendig gelernt). Hallo? Das will doch wirklich ausnahmslos jeder, auch ich - sind wir nicht alle gegen Gewalt? Aber Gewalt anwenden und jedem Konflikt aus dem Weg gehen, sind zwei paar Schuhe: Was soll denn ein Lehrer, der Schulhofaufsicht hat, machen, wenn er beobachtet, wie ein Kind von einem anderen verprügelt wird? Wenn ein energisches "Lass sofort das Kind los" nicht hilft, dann hat der Lehrer keine andere Wahl, als handgreiflich zu werden und den angreifenden Jungen runter vom Opfer zu zerren auf die Gefahr hin, dass der Angreifer einen blauen Fleck erhält. Was machen Polizisten, wenn diese sehen, dass der Mörder gerade im Begriff ist, sein Opfer niederzustechen? Genau: Sie schießen und retten dem Opfer das Leben, wobei der Täter zeitgleich seines verliert. Ein NIEMALS und ein IMMER kann niemals funktionieren, denn im Endeffekt gilt das Wort "IMMER" nur für einen einzigen Sachverhalt  und der lautet: Es kommt drauf an !!!! Was ist jetzt aber aus dem Pferd geworden, das den vorbeilaufenden Hund ins Koma getreten hat? Ich verrate nur eins: Dem Vater der Pferdebesitzerin ist eine unorthodoxe Lösung eingefallen und das Pferd ist niemals wieder aus der Box gestürmt, ließ sich von dem Tag an ein ganzes Pferdeleben lang gesittet zur Weide führen, aber bevor ich das erzähle, kommt die Schaufelgeschichte Nr 2: Mit Handy fürs ohnmächtige Pferd Tierarzt gerufen Im nächsten Beispiel geht es nicht um verletzte Hunde, sondern um kleine Kinder, die sich in allerletzter Sekunde vor einem Pferd retten konnten, das sie angegriffen hatte. Das nicht nur einmal, sondern regelmäßig und zwar jedes Mal, wenn die Kinder auch nur die Weide betreten haben. Das Pferd, das Hunderte Meter entfernt am anderen Ende der Weide gestanden hat, rannte mit angelegten Ohren und weit aufgerissenem Maul auf die Kinder zu, die tierisch einen gewischt bekamen, wenn sie sich durch den Stromzaun in Sicherheit brachten. Und das waren nicht nur die eigenen Kinder, sondern sämtliche Kinder, deren Pferde auf dieser Weide standen. Von Longierpeitschen ließ sich das Pferd nicht beeindrucken. Also hat sich die Pferdebesitzerin (ihres Zeichens auch Mutter) mit einer Schaufel in der Hand auf die Weide gestellt und darauf gewartet, bis das Pferd auf die Kinder zupreschte und dann hat sie getroffen, worauf das Pferd umgekippt ist: Ohnmächtig. Daraufhin hat diese Mutter in aller Seelenruhe die Nummer des Tierarztes in ihr Handy getippt, der im Nachgang eine Gehirnerschütterung diagnostiziert hat, wovon sich das Pferd aber schnell wieder erholt hat. Danach hat es aber nie wieder Kinder angegriffen. Ihr werdet es schon erraten haben: Auch der Vater des anderen gemeingefährlichen Pferdes hat mit der Schaufel vor der Boxentür gewartet und das Problem so für alle Zeiten gelöst. Beide Pferde sind absolut umgänglich geworden und gehen mit ihren Besitzern seit diesem Vorfall durch dick und dünn. Jetzt ist die Frage, was sinnvoller ist: Wochen- und monatelang mit den Pferden clickernd und positiv verstärkend diskutieren, in der Hoffnung, dass dem Pferd Leckerlis schmecken? Und diesen ganzen Aufwand nur betreiben, weil man ja niemals und unter keinen Umständen dem Pferd einen kleinen Klaps geben will? Es so zu machen, ist eine hervorragende Idee, wenn Pferde vor allem eines richtig gut lernen sollen: Diskutieren und jede Anweisung des Menschen in Frage stellen (wobei es auch Pferde gibt, wo Clickern gut funktioniert). Man muss durchaus eingestehen, dass die Methode der Phase 4 (allerdings ohne Schaufel) ja vor allem bei dominanten Pferden und solchen, die vor Angst die Flucht ergreifen, funktioniert. Es gibt auch eine Sorte von Pferden, die einfriert, wenn sie Angst hat: Bei der wäre das Phase-4-Konzept vollkommen falsch. Bei diesen muss man unbedingt ganz andere Strategien wählen, z.B. Zeit geben. Auch dominante Pferde sollen natürlich nicht entrechtet werden, denn aus einer Haltung heraus, dass der Mensch sich durchsetzen könnte, wenn er denn wollte, ist es viel einfacher dem Pferd zu sagen: "Heute darfst Du entschieden." Denn, wenn man sein Pferd nicht versklaven möchte, muss man immer beide Säulen des Natural Horsemanship bedienen: Gehorsam UND Motivation, denn das Pferd soll ja nicht zum Befehlsempfänger werden, sondern nur elementare Regeln des Zusammenlebens einhalten - ganz ähnlich wie in der Kindererziehung. Es gibt weder im Pferdetraining noch im normalen Leben Schwarz und Weiß; man muss vielmehr das rechte Maß finden und immer abwägen. Dafür muss man in der Lage sein, Pferde einzuschätzen, um dann auf eine Art Werkzeugkoffer mit Hunderten möglicher Strategien zurück greifen zu können. Das lernt man nicht in einem halbjährigen Praktikum in den USA, das Sandra Schneider großspurig Trainerausbildung nennt. Auch Bernd Hackl hat keine Ausbildung im Pferdebereich und wurde ebenfalls nicht von Dritten geprüft. Dabei braucht es so viel Wissen, um angemessen mit Pferde kommunizieren zu können. Selbst wenn die Herzenspferd-Bloggerin im oben verlinkten Artikel steif und fest behauptet, dass an der Sendung nur kritisiert wurde, dass notwendige, aber langweilige Ausbildungsschritte herausgeschnitten wurden (immer die gleichen Zeitlupensequenzen und langatmige, aber um Wochen verspätete Tierarztbesuche aber leider nicht), so muss ich an dieser Stelle sagen: Quatsch, kritisiert wird doch vor allem, dass die Pferdeprofis sich monatelang mit einem Problem beschäftigen, das sie dann gar nicht lösen. Sandra Schneider bekommt ein klebendes Pferd, das nach ihrer Therapie zwar geritten wird, aber immer noch an seiner Stallgenossin klebt. Es sieht in anderen Folgen auf den ersten Blick manchmal so aus, als wäre jetzt alles Tutti zwischen Pferd und Besitzer. Doch dann liest man auf Facebook, dass das Berittpferd, das nicht alleine ins Gelände geht, immer noch nicht alleine ins Gelände geht. Man erfährt, man habe in Bernds Fall für die Aufnahmen ein anderes Pferd vorweg geschickt, das aber einfach nicht gefilmt wurde. Ich finde, das ist Zuschauerverarsche - sorry für die harten Worte. Herausgeschnitten werden anscheinend weniger irgendwelche Ausbildungsschritte, sondern vielmehr die Pferde, die vorweg gehen, damit der naive Zuschauer denkt, das Problem sei gelöst worden. Bei Sandras Demotagen kann ja nun nicht geschnitten werden, aber immerhin gibt es auch hier Leute, die filmen - sogar in Echtzeit - und da ist auch nicht alles eitel Sonnenschein. Es kursierte bis vor Kurzem ein Video von diesen Demotagen, wo ein Pferd, das sich vor der Demo und nach der Demo todbrav verhalten hat, nervös um seine Besitzerin tänzelte, sobald es zu Sandra Schneider in die Halle geführt wurde, sich aber permanent losriß, nachdem Sandra das Pferd übernommen hatte. Ich habe auch ständig mit Pferden zu tun, die sich versuchen loszureißen, aber mit Knotenhalfter, langem Seil und Ausfallschritt gelingt dies in den seltensten Fällen. Da Sandra diese Power-Position genannte Methode offenbar nicht kennt und durch ihre "Energie" das Losreißen überhaupt erst verursacht hat, hat sie wohl dafür gesorgt, dass die Filmerin das Video von Youtube nimmt, die dann wiederum dafür gesorgt hat, das mein React-Video darauf von Youtube gelöscht wird - aber ich habe es noch auf der Festplatte, falls mir jemand nicht glauben sollte. Jetzt wird mir ja oft vorgeworfen, dass ich Kollegenschelte betreibe und man fragt mich, warum ich nicht einfach das Konzept "Leben und leben lassen" anwenden könne. Warum ich das nicht kann oder besser ausgedrückt nicht will, hat einen ganz wichtigen Grund: Was Martin Rütter (Chef von Mina TV) da für VOX produziert, birgt ein gewaltiges Gefahrenpotential für Mensch und Tier. Nicht nur, weil die Protagonisten weder Helm noch Handschuhe tragen (damit kann ich leben), sondern weil sie Botschaften übers Pferdetraining verbreiten, die Schule machen und den Leuten weismachen, dass sich jedes Pferdeproblem gewaltlos lösen ließe. Schön wäre das ja, ist aber nicht so - zumindest nicht immer. Das wäre ungefähr so, als würde man sagen, dass man weder Polizei noch Gefängnisse braucht, weil sich auch Kriminalität gewaltlos und ohne Zwangsmaßnahmen abschaffen ließe. Man nennt so etwas landläufig Utopie, weswegen ich an Euch appelliere: Glaubt doch nicht alles, was man Euch weismachen will. Ich z.B. glaube nicht, dass Herzenspferd und auch andere Blogs oder Zeitungen alle auf eigenen Anlass positive Berichte über die VOX-Profis verbreiten, die allesamt einen Tenor haben: Die Kritiker sind nur neidisch und kritisieren ja nur, dass Bernd keinen Helm trägt und verkennen das gute Training, das die VOX-Profis nur zeigen, wenn die Kamera gerade nicht läuft, heraus geschnitten wird. Warum schneiden die nicht Sprüche zum Pferde wie "Ich-Chef-Du-Nix" raus und warum sieht man nicht, wie ein pfiffiger Haflinger Sandra abbockt? Mir hat neulich auf dem Turnier eine Frau, die Hackl-Fan ist, erzählt, dass sein Training hinter verschlossenen Türen keineswegs so sanft ist, wie er in seinen Büchern vorgibt. Da ginge es zur Sache, erzählte sie, was ja tatsächlich auch mal notwendig sein kann. Der einzige Unterschied ist, dass die Mutter und der Vater, die ich oben erwähne, mit der einen Aktion mit der Schaufel das Problem für alle Zeiten gelöst haben, was man bei den VOX-Pferdeprofis ja nur in Ausnahmefällen erleben darf - schon gar nicht für alle Zeiten, weil viele VOX-Pferde ja nach der Sendung verkauft wurden (die Kunden müssen wohl wegen Knebelverträgen Stillschweigen bewahren, unkt die Gerüchteküche). Jetzt könnte es mir egal sein, was mit den einzelnen Pferden aus der Sendung passiert oder eben nicht. Fans der VOX-Pferdeprofis führen auch immer gerne an, es gebe schlimmere Pferdetrainer. Kann sein, kenn' ich nicht, aber ich weiß auf jeden Fall, dass diese nicht im TV sind und wenn die Pferde vergurken, dann immer nur das jeweilige Eine Einzige, das ihnen anvertraut wurde. Die VOX-Sendung hingegen setzt Standards in der Pferdewelt und das gibt es in keinem anderen Berufsfeld, dass Menschen mit dem Kenntnisstand von Praktikanten Einfluss auf Berufsstandards nehmen und dass diese Standards auch noch von unrealistischen Publikumswünschen von Zuschauern bestimmt werden, die noch weniger Ahnung von Pferden haben. Sei es im TV oder in den sozialen Medien: Es wird den Leuten weisgemacht, dass jedes einzelne Pferd gewaltlos erzogen werden kann (genau es geht um Erziehung nicht um Training), ohne dass es jemals einen Klaps erhält und das führt dann dazu, dass die Zahl der gefährlichen Pferde immer höher wird, so mein persönlicher Eindruck. Ich für meinen Teil bin sehr mißtrauisch, wenn Extreme als Allheilmittel propagiert werden und von IMMER und NIE die Rede ist. Der Mittelweg wird nämlich nicht umsonst golden genannt und es gibt einfach nicht die EINE Methode - wir brauchen vielmehr einen Methodenpool und die Fähigkeit unterschiedliche Pferde einschätzen zu können. Wenn wir das haben, können wir ein ganz einfaches Fazit anwenden: Wir setzen dem Pferd so viel Kraft bzw. Energie entgegen, wie es uns entgegen setzt. Wenn ein Kaltblut, das 800 Kilo wiegt, mich mit diesem Kampfgewicht durch die Gegend schubst, ziehe ich mein Gewicht von 70 Kilo ab und setze dem Pferd 730 Kilo PLUS 100 Gramm entgegen. Mit dieser symbolischen Rechnung bin ich immer angemessen (wobei es so ist, dass ich sobald ich die Entschlossenheit habe: "Wenn es sein muss, gibt es einen Klaps", den Klaps meist gar nicht benötige, weil Pferde meine Entschlossenheit spüren. Aber diese Entschlossenheit muss ein Mensch ja erstmal lernen). Diese Strategie wende ich natürlich nicht an, wenn ein Pferd einfriert, weil es Druck nicht erträgt, da dies ein völlig anderes Vorgehen erfordert. Die Kunst ist es einfach, das jeweilige Pferd richtig einzuschätzen, indem man die Körpersprache liest. Wer mehr Fallbeispiele lesen will und wie man diese lösen kann, dem lege ich meine folgenden Bücher ans Herz, isbd. das Lehrbuch "Westernreiten meets Natural Horsemanship", das bei Books on demand als Bestseller gelistet ist. Hinterlasst noch schnell einen Kommentar
30.06.2017
Nicola Steiner Horsemanship
19 Kommentare
Das wurde beim Mustang Makeover als Vertrauen gehandelt. Ich finde, dass das Pferd keine Wahl hat, denn es ist blind - würde es buckeln oder losrennen, dann bricht es sich womöglich alle Knochen (dies ist nur ein Ausschnitt - das ganze  Bild ist hier: https://www.facebook.com/LuukTeunissenAusbildungszentrum/ - der Ritt auf Video bei echo-online.de) Ungehorsam von Pferden gab es häufig beim MMO - einen Ausschluß gab es auch dort nicht und niemand wurde übers Knie gelegt, wie es der MMO-Veranstaler hier fordert Ich war ja nicht da, aber wenn man die Berichterstattung auf Facebook verfolgt, gewinnt man den Eindruck, als hätte es zwei Mustang Makeovers (MMO) am Wochenende gegeben. Die Einen schreiben, dass alles ganz, ganz toll war: Harmonische-Pferd-Reiter-Paare, ganz toll organisiertes Event und die Anderen behaupten das Gegenteil und berichten, sie hätten den Samstag mit Schlangestehen verbracht: Beim Essen, beim Trinken, beim Parken sowieso und dann auch an der Toilette, aber das hätte sich wohl schnell erledigt gehabt, denn am Ende hätten eh nur noch die Teilnehmer auf die Toilette gedurft, Zuschauer seien, als die Veranstaltung zuende war, von Türstehern am Toilettengang gehindert worden, so liest man auf Facebook. Auch der Moderator war entweder ganz toll oder ganz schrecklich und man bekam sogar zu hören, dass er gegen die Turnierreiter gewettert hätte. Besonders die Englischreiter hätten ihr Fett wegbekommen, denn vom Moderator soll Rollkur und Sperrriemen angeprangert worden sein (was ich ja auch nicht befürworte, aber muss man immer von einem kleinen Prozentsatz der Reiter auf alle anderen schließen und derart die Konkurrenz anprangern? Der Moderator macht Selbiges ja auch auf seiner Facebook-Seite) Genau das war ja auch mein Kritikpunkt am Mustang Makeover - nämlich, dass der Veranstalter im Vorfeld behauptet hat, dass das Mustang Makeover eine so viel bessere Alternative zum Turniersport sei, wo es keine aufgerissenen Augen und Mäuler und auch kein Pferdekopf hinter der Senkrechten geben sollte. Wie nicht anders zu erwarten, hat es all das aber sehr wohl beim MMO gegeben - sogar bei fast allen Ritten. Es gab ein Filmverbot - noch nicht einmal die üblichen Ein-Minuten-Videos waren erlaubt, die einem auf einer Pferdemesse sehr wohl gewährt werden, aber man findet so einiges auf Youtube. Dieses Video zu Ernst-Peter Frey zeige ich Euch hier, weil es mich entsetzt, dass dort Trainer  für eine Arbeit am Pferd ausgepfiffen und ausgebuht wurden, die letztlich funktioniert hat - sogar sehr, sehr gut. Das Video von Ernst-Peter Frey bzw. das von Bernd Hackl unten wurde offensichtlich ohne die Einwilligung des MMO bzw. Consult Marketing GmbH hochgeladen, denn es musste anscheinend bei Tunderhorses gelöscht werden oder wurde wegen Einspruch des MMO von Youtube entfernt. Ich habe doch tatsächlich Kommentare auf Facebook gefunden, wo behauptet wurde, dass der Erlös den Mustangs in den USA zugute käme Ist ja immer nett, wenn sich herausstellt, was man die ganze Zeit schon gesagt hat: Was bin ich froh, dass es dieses Mustang Makeover gegeben hat, denn jetzt ist bewiesen, dass auf diesem Turnier der Nicht-Turnierreiter genau das passiert, was auf allen anderen Turnieren auch zu sehen ist: Es gibt Pferde, die dem Trubel gewachsen sind und es gibt Pferde, die zuhause möglicherweise wie ein Uhrwerk laufen, aber regelrecht durchdrehen, wenn es eine Messe bzw. eine Prüfung ist, was zu diversen Kontrollverlusten der Reiter geführt hat. Wenn meine Tochter unser Pony Lucky reitet, sieht das völlig anders aus, als wenn sie Fancy reitet, die einfach höher im Blut steht - aber es ist ein und dieselbe Reiterin (btw: Was bin ich froh, dass wir ihre Videos von Turnieren nicht nur filmen, sondern sogar hochladen dürfen). Ernst-Peter Frey scheint ein ähnliches Pferd erwischt zu haben und es war spannend zu sehen, wie er das Problem im Laufe der Veranstaltung gelöst hat. Auch bei zwei anderen Trainern, von denen Teile der Facebook-Community "enttäuscht" waren, bin ich nach wie vor der Meinung, dass sie wirklich etwas von Pferdetraining verstehen, ihr Pferd bestmöglichst vorbereitet und nicht überfordert haben. Ich bin auch ein großer Fan der Gewinnerin, aber die beiden Ritte, die ich von ihr auf Videos gesehen habe, wären auf einem normalen Turnier entweder als nicht wertungsfähiger Ritt mit "durchgefallen" geendet: Denn der Weg wurde nicht zuende geritten, als das Pferd sich wälzen wollte. So nett das auch ist, wenn das Pferd sich wälzen darf: Out of Pattern ist out of Pattern. In einer normalen Prüfung hätte es auch zu Abzügen geführt, als ihr Pferd gebuckelt hat. Dennoch gratuliere ich ihr und gönne ihr den Sieg von Herzen, es war alles in allem dennoch schön anzusehen. Gleichwohl hätte ich andere auch eher vorne gesehen: Pferd lässt Reiter nicht aufsteigen und reißt sich los - Das Pferd von Thomas Günther, den ich in meinem Buch "Westernreiten meets Natural Horsemanship" zitiert habe, hat sich in der Prüfung vom Bodenarbeitseil losgerissen, als Thomas aufsteigen wollte, und ist Richtung Ausgang gelaufen, wurde dort von Helfern gestoppt und dann von Thomas wieder eingefangen, der den Trail dann doch noch ziemlich souverän bewältigt hat - bis auf die Schreckhindernisse, aber was haben die auch in einer Prüfung zu suchen, die für junge Pferde gedacht ist? In der nächsten Prüfung, die einer EWU-Jungpferde-Basis ähnlich war (allerdings müssen bei der EWU die Jungpferde noch nicht aus dem Galopp anhalten), ließ selbiges Pferd sich zunächst nicht vorwärts reiten und rannte kurz vor der Prüfung einige Meter rückwärts. Danach hat Thomas aber erneut einen recht guten Ritt gezeigt, den man in der EWU durchaus als wertungsfähig bezeichnet hätte. Ich muss auch sagen, dass es beachtlich ist, dass Thomas es geschafft hat, dass das Pferd derart nachgiebig am Gebiss war. Einerseits Hut ab, andererseits: Die Behauptung des Veranstalters Strussione, dass es keine Köpfe hinter der Senkrechten geben würde, ist damit jetzt schon wiederlegt, denn das ging hin und her: Mal gab das Pferd nach, dann war es hinter der Senkrechten und mal hebelte es sich raus ... wie junge Pferde das eben so machen. Und immerhin bringt man das Pferd ja für seine eigene Gesundheit in Form, daher von mir ein Daumen nach oben für Thomas Günther. Dass, was man von Thomas sah, entspricht nämlich so ziemlich dem, was man in Jungpferdeprüfungen der EWU eben auch sieht - mit dem Unterschied, dass diese Pferde dann mindestens ein Jahr unterm Sattel sind, aber das hat ja dann der Veranstalter zu verantworten. Auch glaube ich, dass das Event viel harmonischer gewesen wäre, wenn es KEIN Wettbewerb gewesen wäre. Ich glaube den Meisten, dass sie nicht gewinnen wollten, aber auch die Angst davor Letzter zu werden, kann sich als innerer Druck auswirken. Man wird nervös, hat Angst sich zu blamieren und das Pferd spiegelt das: ein Turnier ist etwas völlig Anderes als zuhause zu reiten und auch bei Menschen gibt es solche, an denen dieser Druck abprallt und an anderen nicht - wer weiß das schon? Pferd steht unter Strom - Austreten nach dem Absteigen Nicht ich habe das MMO gemeldet, aber auch diesen Screenshot muss man kennen:Verstoß gegen FB-Gemeinschaftsstandards - Das Pferd von Parelli-Instruktorin Silke Vallentin, deren Buch ich HIER rezensiert habe und bei der ich Kurse besucht habe, hat nach der Prüfung einmal ausgetreten. Auch das kommt vor, ist meiner Tochter sogar neulich mit ihrem Pony passiert, das jahrelange Turniererfahrung hat - aber in einer Prüfung steht man z.T. unter Strom. Bei Silkes Pferd war zudem schon in den Trainingsvideos zu sehen, dass es kein einfaches Pferd ist. Auch das ist wie auf jedem normalen Turnier: Es gibt supercoole Pferde, die so etwas in kürzester Zeit lernen (nach Parellis Pferdepersönlichkeitstypen z.B. die Left-Brain-Pferde) und es gibt sehr ängstliche Pferde, die einem solchen Riesenevent eben nicht gewachsen sind (die Horsenality der Right-Brain-Pferde). Ich hätte mir gewünscht, dass Silke ihr ureigenes Konzept bei ihren Showauftritten zeigen kann, aber sie musste die oben erwähnte Westernhorsemanship-Aufgabe vom Rolli aus begleiten, die einer Basisprüfung für Jungpferde ähnelt, wie sie im EWU-Regelbuch steht. Bei einem Wettbewerb müssen alle Teilnehmer, die gleiche Prüfung absolvieren. Allerdings habe ich bei diesem Paar nur den "Westernhorsemanship"-Teil gesehen. Es gibt einen Bericht von Toffy, dem Einradpony, in dem nachzulesen ist, dass der Slalom so eng gewesen wäre, dass Pferd und Silkes Rolli beinahe kollidiert sein sollen (hierzu gibt es einen Kommentar am Ende dieses Blogbeitrags). Diese Veranstaltung ganz ohne Wettbewerb wäre meines Erachtens spannender gewesen, weil mehr Vielfalt hätte gezeigt werden können und der Druck auf die Teilnehmer nicht so hoch gewesen wäre, weil es Erste und Letzte gibt. Es liegt dann eine Spannung in der Luft, an die sich Pferd und Reiter allmählich (möglichst auf Dorfturnieren) gewöhnen müssen: Da gibt Silkes Pferd sich die ganze Zeit große Mühe, weil es spürt, dass es ein Wettbewerb ist und wenn es spürt, jetzt ist der Wettbewerb zuende, dann entlädt sich die Spannung genau in dem Moment, wo Zoe abgestiegen ist, so meine Theorie. So etwas kommt einfach vor: Auf dem Turnier der Nicht-Turnierreiter (außer Andrea Bethge und Ernst-Peter Frey reiten die glaube ich alle keine Turniere) und manchmal ist der Mensch die Ruhe selbst und die Pferde sind von sich aus aufgeregt, weil sie merken, dass es eine Prüfung ist. Es ist nämlich nicht immer der Mensch Schuld, weil man es mit Lebewesen zu tun hat, die nach Silkes Mentor Pat Parelli "eine eigene Meinung auf vier Beinen sind". Wenn ich dann bei Schauen der Videos Kommentare aus den Zuschauerreihen höre: "Jetzt zeigen die jungen Mädchen den großen Trainern, wie es richtig geht", kriege ich echt die Pimpernellen. Rechenbeispiel führt zu Spekulationen: Zu wenig Zeit für Muskelaufbau Was denn jetzt? Kein Wettbewerb? Und wo kommen die Gewinner her? - Bernd Hackl hat einen ziemlich guten Ritt hingelegt Aber dies nur am Rande, doch wenn es ein normales Turnier gewesen wäre, wäre es kein wertungsfähiger Ritt gewesen (der Ritt der Siegerin Maja aber auch nicht), weil er auf der falschen Seite der Pylone gelandet ist (oder sind alle anderen auf der falschen Seite der Pylone gewesen?). Dann hätte er in der Basis auf einem normalen Turnier auch noch gewaltigen Abzug wegen Kontrollverlust erhalten, weil das Pferd beim Angaloppieren einige Meter nach vorne losgeprescht ist. Danach hatte er durch das sehr deutliche Durchparieren eine Gangartunterbrechung von mehreren Tritten. Auch das hätte so viele Penaltys gegeben, dass er auf einem normalen Turnier keine Chance auf eine Platzierung mehr gehabt hätte. Aber auch hier: Es ist nicht Bernd Hackls Schuld, dass der Großteil der Pferde von diesem Event überfordert war. Dennoch sei mir eine Frage erlaubt: Warum reitet er eigentlich keine normalen Turniere, wo weniger Zuschauer sind, es mehr Zeit für die Jungpferde gibt - sowohl vor dem Event bzgl. der Trainingszeit als auch während der Prüfung? Aber auch wenn ich finde, dass es ein ordentlicher Ritt war und Bernd Hackl einen geschmeidigen und ausbalancierten Sitz hat, ändert dies nichts an meinen in anderen Blogbeiträgen und einem React-Video geäußerten Zweifeln daran, dass er das Pferd selbst trainiert hat (habe andere auch nicht alleine gemacht, aber die stehen dazu. Das geht ja auch gar nicht anders, wenn auf diversen Messen vertreten ist und Kurse gibt, wenn der Mustang zuhause nicht versauern soll). Den Verdacht hatte ich allerdings schon, als er PR-mäßig verbreitete, dass er das Pferd erst mal ankommen lasse und kaum Videos vom Training gezeigt wurden, da hatte ich direkt den Gedanken: "Nicht, dass die Co-Trainerin schon am ersten Tag das Pferd trainiert". Mein Verdacht gründet auf dem, was mir vom Trainer-Contest Odenthal von Augenzeugen berichtet wurde, wonach er damals das Pferd erst kurz vor der Show von dieser Co-Trainerin (zu sehen in folgendem Video bei Minute 10:22 & 15:20) übernommen habe, die ich auch einmal zufällig persönlich kennengelernt habe (HIER nachzulesen). Ich erwähne das nur deswegen, weil es für mich genau ins Bild passt, dass das Pferd so gut ausgebildet war, denn Muskelaufbau dauert eben bei jedem Pferd sechs Wochen und wenn er erst drei Wochen später als alle anderen angefangen haben will und dieselbe Zeit in die Bodenarbeit gesteckt hätte wie alle anderen, käme das für mich rein rechnerisch einfach nicht mehr hin, aber ich bin auch kein Mathegenie. Zu Hackls Finale gibt es auf Facebook auch Gerüchte und zwar er hätte dort weder Schritt noch Trab zeigen können. Leider ist ausgerechnet das Finale bei folgendem Video abgeschnitten - welche Gründe das hat weiß ich nicht, aber sehenswert finde ich die Passage bei Minute 13 (Video wurde von Youtube entfernt - siehe oben): Hackl wurde jedenfalls Vierter beim MMO. Ob verdient oder nicht, das weiß man nicht, weil sich das alles nach irgendwie gewürfelt anfühlt, denn es gibt kein Regelbuch und keine ausgebildeten Richter. Nachdem ich alle (Horsemanship)-Ritte gesehen habe, sind mir die Bewertungskriterien nach wie vor schleierhaft. Leider sind sie auch nirgendwo einzusehen - es gab da mal was, aber das wurde gelöscht (HIER ein Screenshot der ursprünglichen, jetzt gelöschten MMO-Regeln - bitte nach unten scrollen). Wurden manche Wettbewerbspferde gedopt? Man weiß noch nicht einmal, ob Doping erlaubt oder verboten war. Wenn es aber keine Dopingkontrollen gegeben hätte, wie will man ausschließen, dass nicht vereinzelte Trainer ihre Pferde mithilfe von Beruhigungsmitteln im Showring vorgeführt haben? Wobei ich das den Dreien auf dem Siegerpost auf gar keinen Fall zutraue, denn ich fand gerade die Vorführung der beiden 18jährigen wirklich sehenswert, z.T. mit Halsring und beim Finale hatte die Gewinnerin Unmengen von Luftballons ans Pferd geheftet und die Andere ein Einhorn hinter sich hergezogen. Wirklich süß, aber so etwas fällt bei mir unter Showact und das spiegelt ja genau meine Meinung: Könnte man ein Mustang Makeover nicht auch als Nicht-Wettbewerb vermarkten, womit es sich erübrigen würde, dass der Veranstalter normale Turnierreiter diskreditiert, zumal auf normalen Turnieren auch Pferde wie meine Fancy irgendwann so viel Routine bekommen, dass man einen wertungsfähigen Ritt selbst auf einer Messe hinbekommt? Zum Glück kam da der Regen und als der Großteil der Zuschauer weg war, hatte unsere Fancy sich wenigstens halbwegs beruhigt, aber zwei Schritte seitwärts nach links vergessen, ist ein Nullscore und das ist auch richtig so, weil fair den anderen gegenüber. Wenigstens gab es da auch keinen Moderator, der wenn es knifflig wurde "45 seconds" brüllte und man dann auch noch den Druck hatte, dass die Zeit nicht reicht: Larissa durfte trotz Nullscore in aller Ruhe ihren Ritt beenden - keiner hat sie ausgelacht oder ausgebuht. Drei Dinge, die es beim Mustang Makeover gibt und die sich wirklich von normalen Turnieren insofern unterscheiden, dass mich das Mustang Makeover an einen Gladiatorkampf im alten Rom erinnert hat: Brot und Spiele für den Pöbel. Die Kollegin vom Einradpony auf Facebook verglich das Ganze ja mit der Hexenverfolgung im Mittelalter - auch sehr treffend, wenn man sich die Videos ansieht. Noch etwas, was auf mich ein wenig entwürdigend wirkte, war die Versteigerung von Lebewesen. Da meines Wissens ja kein Geld an die Mustang Organisation in den USA gespendet wird: Muss das dann wirklich sein mit dieser Versteigerung, wo Leute ausgebuht wurden, weil sie auf Pferde geboten haben, bei denen auch der Trainer mitgeboten hat? Wenn der Veranstalter den Trainern kein Vorkaufsrecht einräumt, kann dann nicht auch gleiches Recht für alle gelten? Ich hatte auch schon schlechte Ritte auf "normalen" Turnieren, aber da hat bisher niemand laut über mich gelacht Auch dass das Publikum lacht, wenn einem Reiter etwas schief geht, gibt es nur beim Mustang Makeover oder beim Horse-Dog-Trail, wenn die Hunde Quatsch machen - ich finde beides unmöglich, denn es stört das Pferd-Reiter-Paar. Noch unmöglicher fand ich, dass die Jungpferde (die erst wenige Wochen unter dem Sattel sein konnten, wenn man seriös mit Bodenarbeit den sechswöchigen Muskelaufbau und einen 1-2 wöchigen Kennlern- und Vertrauensaufbau begonnen hat) auf Zeit geshowt wurden, ich erwähnte ja oben die Zwischenrufe "45 seconds" - nach so einer Durchsage würde ich mich sofort verreiten, denn das war echt knapp bemessen. Im obigen Beispiel von Thomas Günther, der da ja recht flüssig durchgekommen ist (das Rückwärtsrennen war, bevor die Prüfung begonnen hatte), war die Zeit genau in dem Moment zuende, wo auch die Prüfung zuende war (Anhalten aus dem Galopp - noch etwas, was es in einer Jungpferdebasis der EWU nicht gibt, da wird erst mal in den Schritt durchpariert). Ich will jetzt nicht jeden einzelnen Reiter aufdröseln, aber man sah Pferde, die gescheut haben, Pferde, die sich nicht an ein Ende der Arena reiten ließen, das Sieger-Pferd hat (wenn auch nur kurz) gebuckelt, Sandra Schneiders Pferd sprang zur Seite, was zur Folge hatte, dass sie danach mehr mit dem Sortieren der Longe beschäftigt war als mit dem Pferd und ich den Filmausschnitten, die mir zur Verfügung standen, hat auch ein Pferd gebuckelt. Unter zuhause gesucht, stelle ich mir etwas Anderes vor, als Pferde für 9.500 oder über 12.000 Euro zu versteigern und dann auch noch ausgebuht  zu werden, wenn man es wagt da wirklich mitzubieten, weil man denkt, das  Geld käme den Mustangs in den USA zugute - meines Wissens: Pustekuchen Die hier gestreuten Screenshots zeigen, dass ich mich bereits im Vorfeld kritisch mit dem Event und den VOX-Pferdeprofis auseinandergesetzt habe, weswegen ich jetzt eine Klage am Hals habe und zwar wegen einem zulässigen Bildzitat in diesem Blogbeitrag: Pferde brechen - ein ungeheuerlicher Verdacht Auch ich habe zwischenzeitlich erwogen, ebenfalls Klage gegen Bernd Hackl einzureichen, denn genau das hat mir die Staatsanwaltschaft geraten, aber andererseits ist mir das zu doof. Ich habe HIER richtig gestellt, dass ich weder seine Kinder bedroht noch bei Sandra Schneider Telefonterror betrieben habe und kann abschließend nur feststellen, dass Bernd Hackl ganz ähnlich mit Kritik umgeht, wie der Veranstalter des Mustang Makeover, weswegen dieser THEMENMONAT überhaupt ins Leben gerufen wurde. Gerade deswegen möchte ich explizit darauf hinweisen, dass ich positive Dinge durchaus auch erwähne, weil das ja immer wieder von seinen Fans unterschlagen wird. Wer ein Problem damit hat, dass ich nicht nur eine Meinung zum Mustang Makeover habe, sondern diese auch niederschreibe und verbreite, dem sei dieser Blogbeitrag von mir ans Herz gelegt: Das Grundgesetz - brauchen wir das noch oder kann das weg? Fundstück auf Facebook Wenn ihr möchtet, dass ich Euch von weiteren Ritten berichte, dann kann ich das gerne machen. Auch freue ich mich über die Zusendung weiterer Trailritte, falls vorhanden, denn hier habe ich nur Günther, Hackl und Schneider gesehen. An all die, die mir Youtube-Links zu Videos oder auf andere Weise geschickt haben: Danke für das Vertrauen in mich, dass ich den Namen von Informanten nach alter Journalisten-Tradition nicht preisgebe. Als Beleg dafür, dass ich meine Verdachtsmomente aufgrund von nachweisbaren Tatsachen entwickelt habe und diese Tatsachen nicht frei erfunden sind, hier meine eigenen Videos, die z.B. belegen, dass der Veranstalter Michael Strussione auf seiner Homepage tatsächlich behauptet hat, es werde weder aufgerissenen Augen noch Mäuler geben (die gab es aber bei 80 Prozent der Pferde sehr wohl - ist ja auch kein Wunder, da die Zeit von drei Monaten i.d.R. zu kurz ist, um Pferd auf solch einen Hexenkessel mit 5.000 Zuschauern vorzubereiten) und auch keine Köpfe hinter der Senkrechten (das bleibt beim Jungpferd ja auch einfach nicht aus, da es normal ist, dass manche Remonten  entweder nach vorne gegen den Zügeln gehen oder sich hinter dem Zügel verkriechen) Für alle, die sich nicht die Mühe machen möchten, das Video anzusehen. Bei Minute 4.53 ist die Homepage des Mustang Makeover gescreent und dort stand bis zu Beginn des Events: "EINE ECHTE ALTERNATIVE ZU WETTBEWERBS- UND TURNIERVERANSTALTUNGEN - Du hast schon oft auf dem Turnier gestanden und Dich gefragt, warum der Sieger gewonnen hat, obwohl ein anderer sein Pferd harmonischer präsentiert hat. Dann bist Du beim Mustang Makeover genau richtig. Es gibt IHN den Wettbewerb der über Harmonie und Vertrauen bewertet wird. (...) LASST UNS GEMEINSAM DIE WELT DER PFERDE ETWAS BESSER MACHEN - helft mit diese Veranstaltung bekannt zu machen, denn das sollte die Zukunft sein. Keine Pferde hinter der Senkrechten, keine aufgerissenen Augen. Wir wollen entspannte Pferde, die sich vertrauensvoll dem Reiter anschließen." Da die meisten Pferde beim MMO waren aber nicht entspannt waren, hat man die Startseite jetzt offenbar geändert. . In letzter Zeit wird mir vorgeworfen, ich würde NUR meckern und ich soll auch mal was Positives schreiben - mache ich eigentlich stets und ständig. Hier im Blog, im Turnierblog oder auch auf meiner Homepage, z.B. bei den Buchtipps, wo ich noch kein einziges Buch zerrissen habe und Bücher von der Konkurrenz auf die ich angeblich so neidisch bin von Herzen empfehle. Nicht nur das oben erwähnte Buch "Mit Horsemanship zur Hohen Schule" von Silke Vallentin, sondern auch die Bücher von Alfonso Aguilar, Linda Kohanov, Phillippe Karl, Mark Rashid, Jenny Wild und Peer Claßen. Es folgt bald die Rezension zu einem Fachbuch von Kathrin Förster übers Westernreiten, das ebenfalls positiv bewertet werden wird, denn auf die bin ich wirklich neidisch, denn die reitet einfach nur toll und hat eine tolle Beziehung zu ihren Pferden (ich komme z.Zt. nicht zum Schreiben, aber es ist bei Kathrin Förster von den Rode Ranch Stables und bei Reitsport Müller für 15 Euro erhältlich). Da es nicht auf Amazon ist in der oberen Reihe, die erwähnten Bücher und darunter meine eigenen.
29.06.2017
Nicola Steiner Horsemanship
Keine Kommentare
Vielleicht braucht man ja auch deswegen kein Regelbuch, weil die beteiligten Trainer eine Art Freifahrtschein haben Die Macher des Mustang Makeovers werben damit, dass sie als Novum in ihrem Wettbewerb Harmonie bewerten und deswegen eine Alternative zum regulären Turniersport seien  (das habe ich HIER  bereits in Frage gestellt, weil das MMO ja ein Wettbewerb für Prominente ist und nicht jedermann teilnehmen darf). Zwar ist das im Gegensatz zu dem, was von den Veranstaltern behauptet wird, auf regulären Turnieren auch so, dass das harmonischste Paar gewinnt, aber hier gesteht man sich ein, dass man einfach nicht beurteilen kann, wie das Pferd im Vorfeld trainiert wurde. Bei der EWU werden die Pferde zwar nach einer Reining-Prüfung nach Sporenspuren untersucht, die zur Disqualifikation führen, falls welche gefunden werden, aber psychischen Druck sieht man einem Pferd nicht an. Auch gibt es Aufsichten auf dem Abreiteplatz, wobei z.B. jegliche Hilfszügel verboten sind. Aber, was zu Hause hinter verschlossenen Türen passiert, das weiß man einfach nicht. Anders beim Mustang Makeover, die ja den Mustang - wenn auch etwas widersprüchlich - als ganz besonderes Pferd verkaufen: Mal soll es sehr menschenbezogen und besonders leicht zu trainieren sein, mal heißt es demgegenüber, dass man Mustangs mit Druck so gar nicht trainieren kann, was ein Training schwierig bis unmöglich macht, denn ich muss ja drücken, um ein Pferd zu bewegen und brauche auch Zügelakzeptanz usw. Andererseits würde ich auch einmal behaupten, dass sich die wenigsten Pferde mit übermäßigem Druck trainieren lassen. Es ist immer eine Gratwanderung und je selbstbewusster ein Pferd, desto mehr muss man auf Motivation setzten, weil auch "normale" Pferde sonst dicht machen. Da erleben wir auch immer wieder bei unserem Jungpferd Queenie: Wenn die nicht will, will die nicht. Andererseits kommt man um das Sicherstellen des Grundgehorsams schon aus Verantwortungsgefühl und aus Sicherheitsgründen nicht drumherum, denn Queenie hat schon als Fohlen Leute getreten, wenn sich diese ihr gegenüber durch Ausweichen als rangniedrig präsentiert haben und wird der Gehorsam verweigert ist es wie in der Kindererziehung: Es muss eine Konsequenz geben. Wie auch immer: Ich habe nun Screenshots von den Machern des Mustang Makeober gesichert, in denen behauptet wird, dass man beim Event selbst sehen würde, WIE das Pferd trainiert wurde. Man will also sehen (oder hellsehen?) können, ob das Pferd mit Druck trainiert wurde oder nicht. Genau das zweifel ich anhand von Videos von Clinton Anderson aus Australien an (ganz nach unten scrollen). Das Erste zeigt eine sehr harmonische Show mit einem entspannten Pferd; das Zweite ein Trainings-Video, indem durchaus Druck angewendet wird (was bekanntlich kein Synonym für Gewalt ist). Vorher möchte ich Euch aber auf zwei Satiren in Sachen Mustang Makeover hinweisen, die ich in meinem politischem Blog geschrieben habe und Euch noch drei relevante Zitate ans Herz legen: Was ein Mustang Makeover mit Hundekacke und Katzenbabys zu tun hat Das Grundgesetz: Brauchen wir das noch oder kann das weg? Zu den Screenshots oben sei gesagt, dass das Mustang Makeover zur Firma "MS Marketing Consult" gehört. Negative Kommentare dürfen lt. folgendem Link auf Firmenseiten aber nicht entfernt werden: allfacebook.de/umgang-mit-shitstorms-und-kritik-rechtliche-stolperfallen-im-facebook-marketing Nur dass der Veranstalter dazu aufruft, dass man in unsere Satire-Gruppe geht, um uns die Meinung zu sagen, ist schlechter Stil. Satire ist naturgemäß nicht sachlich. In obigen Link steht unter anderem: "Ein Shitstorm entwickelt sich dagegen häufig erst dann, wenn kritische Beiträge heimlich gelöscht und Nutzer geblockt oder aus Gruppen entfernt werden. (...) Eine Facebook-Seite gilt als ein gegenüber dem öffentlichen Verkehr geöffneter virtueller Kommunikationsraum. Das heißt, solange die Nutzer nicht gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook oder gegen Gesetze verstoßen, dürfen Sie negative Beiträge nicht entfernen. Das würde nicht nur gegen Grundrechte der Meinungsfreiheit oder das Gleichbehandlungsgebot verstoßen, sondern könnte sogar wettbewerbsrechtliche Konsequenzen haben. Die Facebook-Seite wirbt öffentlich für Sie und eine Manipulation der dort mitgeteilten Ansichten könnte eine abmahnbare Täuschung der Verbraucher darstellen. Dasselbe gilt auch, wenn Sie Nutzer wegen negativer Kritiken blocken würden. (...) Allenfalls bei Facebook-Gruppen kann sich eine Einschränkung aus dem Gruppenthema ergeben. Wenn z. B. in einem Forum zum Onlinemarketing politische Aufrufe gepostet werden, ist deren Löschung erlaubt. Bei Facebook-Seiten, ist eine solche Einschränkung dagegen nicht möglich, es sei denn die Beiträge sind rechtswidrig, rein werbend oder belästigend."  Zum 2. Screenshot bitte diesen Link lesen: http://sarkasmus-ironie-zynismus.de/merkmale-der-satire/ Auch hier ein Zitat aus dem Link: "Satire ist eine Kunstform, die politisch-gesellschaftliche und allgemeinmenschliche Missstände und Unzulänglichkeiten verspottet und kritisiert. (...) Satiriker lieben die Übertreibung, den grotesken, doch entlarvenden Vergleich und die Offenlegung von Widersprüchen in Lebensführung und Gesellschaft. Satiriker sind ironisch, sarkastisch und manchmal pathetisch. Satire parodiert, travestiert und persifliert. Sie ist einseitig, polemisch, nicht selten aggressiv. Kurzum: Es ist nicht ihre Aufgabe, ihrem Gegenstand Gerechtigkeit widerfahren zu lassen." Michael Strussiones Aufruf, um den Mitgliedern zu sagen, was sie von dieser Satire halten, ist somit als Angriff auf den Artikel 5 des Grundgesetzes zu werten.  Desweiteren muss unterschieden werden zwischen den Persönlichkeitsrechten von ganz normalen Leuten wie Du und ich im Gegensatz zu Personen des öffentlichen Lebens (kurz: Prominente), was Herr Strussione auch ganz offensichtlich verkennt:  "Prominenz und Persönlichkeitsrecht:  Grenze zur Schmähkritik liegt bei Personen des öffentlichen Lebens höher - >Ein ehemaliger Politiker wurde in der Öffentlichkeit deutlich kritisiert. Die Grenzen der erlaubten Kritik zeigt dieses Urteil auf. Der ehemalige Politiker hatte einen Artikel in einer Zeitung veröffentlicht. In einer anderen Zeitung erschien daraufhin ein Beitrag, in dem es hieß, der Politiker werde "inzwischen von Journalisten benutzt wie eine alte Hure, die zwar billig sei, aber für ihre Zwecke immer noch ganz brauchbar, wenn man sie auch etwas aufhübschen muss ... fragt sich nur, wer da Hure und wer Drübersteiger ist?" Das wollte sich der ehemalige Politiker nicht bieten lassen und forderte zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung auf. Die Zeitung lehnte dies ab und die Angelegenheit landete vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main. Dies urteilte, dass eine verbotene Schmähkritik nur dann vorliege, wenn die Diffamierung einer Person im Vordergrund stehe. Personen des öffentlichen Lebens müssen sich insoweit weiter gehende Einschränkungen ihres allgemeinen Persönlichkeitsrechts gefallen lassen als Privatpersonen. Die Grenze zur Schmähkritik ist hier nicht überschritten worden.
21.06.2017
Nicola Steiner Horsemanship
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Gestern habe ich mich ja in Videobeispielen von Clinton Anderson darüber ausgelassen, dass man beim MMO über Blick in die Glaskugel erkennen will, WIE die Pferde im Vorfeld trainiert wurden: Das MMO im Kampf gegen das Grundgesetz Heute (am 29.6.17) habe ich auf der MMO-Seite die Prüfungskriterien entdeckt und lese: "Das MUSTANG MAKEOVER möchte Grenzen öffnen und neue Maßstäbe in der Bewertung von Wettbewerben setzen." Dort ist zu lesen: "Der Begriff Pflichtprüfungen wurde verwendet, um deutlich zu machen, dass diese absolviert werden müssen, um am großen Finale teilzunehmen. Der Begriff Pflicht bedeutet nicht, dass die Aufgaben perfekt ausgeführt werden müssen." Queenie mußte letztes Wochenende nicht korrekt laufen, weil 1. Turnier für sie Was glaubt der Veranstalter denn, wie das auf normalen Turnieren ist? Wenn man etwas perfekt schafft, dann ist man Deutscher Meister und um Deutscher Meister zu werden, muss der Reiter sich erstmal drei Jahre lang durch mehrere Leistungsklassen hochreiten, um überhaupt an einer Meisterschaft teilnehmen zu dürfen und da hat man dann z.T. knapp 100 Konkurrenten. Das Pferd muss ebenfalls jahrelang ausgebildet werden: Bei der EWU z.B. sind die Jungpferde ein Jahr unterm Sattel, bevor sie auf Turnieren vorgestellt werden dürfen (4-jährig). Im Alter zwischen 0-3 Jahren werden sie selbstverständlich am Boden bereits auf ihr Leben als Reitpferd vorbereitet (angefangen vom Vertrauensaufbau, Hufe geben bis zum Muskelaufbau am Boden, bevor sich da ein Reiter drauf setzt). Wenn also das MMO neue Standards setzt, ist dass dann so, dass das, wofür man sich auf regulären Turnieren Jahre Zeit lässt, jetzt in drei Monaten durchgepeitscht werden soll? Der Faktor Zeit ist nämlich der einzige Unterschied, der sofort ins Auge fällt. Das Mustang Makeover schreibt sich m.E. angebliche Neuheiten auf die Fahnen, die bei jedem anderen Turnier bereits Standard sind. Coole Geschäftsidee - sollte ich vielleicht auch mal versuchen: Auf den Markt gehen und als Marktschreier rufen: "Ich habe eine Alternative zur Kutsche gefunden. Nehmt doch einfach das Auto." Mir fallen nur zwei Erklärungen ein, warum so für das Spektakel im August geworben ist: Entweder kennt der Veranstalter sich im Turniersport nicht aus oder es ist einfach ein höchst aggressives Marketing, um auf Kosten der regulären Turnierreiter das eigene Event zu vermarkten. Ich zitiere noch einmal aus obiger Website, wonach den Pferden die Möglichkeit gegeben werden soll, weitere Ausbildungsschritte zu machen, zu lernen und sich zu entwickeln. Zitat: "Das geht (..) nur, wenn wir Regeln erweitern und den Trainern Möglichkeiten bieten, individuell auf die Bedürfnisse ihres Schützlings einzugehen." Also unser eigener sechsjähriger "Schützling" Queenie hatte am Wochenende auch sein erstes stinknormales Turnier. Dabei hatten wir ebenfalls die Wahl, dieses ganz individuell zu gestalten: Wir hätten sie vierjährig bzw. fünfjährig in Jungpferdeprüfungen starten können mit ultraleichten Pattern, hatten aber seinerzeit keinen Platz im Hänger frei, weil in den letzten beiden Jahren immer Lucky und Fancy mit auf den Turnieren waren. Der Veranstalter der Null-Acht-Fuffzehn-Turniers-ohne-Mustangs hat uns aber deswegen letztes Wochenende nicht ätschi-bätsch weg geschickt, sondern wir hatten auch mit einem sechsjährigen Pferd noch jede Menge Wahlmöglichkeiten. Man darf ja sogar mit einem zwanzigjährigen Pferd an einer Greenhorse-Prüfung teilnehmen, wenn es turnierunerfahren ist. Und dann kann man noch wählen zwischen den diversen Disziplinen. Reining, Westernriding und Superhorse haben wir weg gelassen und dafür das gewählt, was das Pferd auf keinen Fall überfordert: Showmanship, Horsemanship, Pleasure, Trail und Ranchriding und dann auch nicht gleich ein AQ-Turnier, sondern für den Anfang ein C-Turnier gewählt, wo die Pattern leichter sind. Die Ranchriding haben wir sogar spontan weg gelassen, als wir merkten, dass es unserem "Schützling" zu viel wurde (nicht die Prüfungen, das Warten zwischendurch passte ihr nicht). Ich habe sie dann einfach mittags nach Hause gefahren und Lucky ist die genannte Ranchriding gegangen. Man hätte auch die 13,50 Euro pro Prüfung zahlen und gar nicht starten dürfen - auch fürs spontan nicht antreten wird auf regulären Turnieren niemand erschossen. Auch was ein Reiter in der Prüfung macht oder nicht macht, entscheidet er immer noch selbst: In der Pleasure hatte Queenie den Kopf hoch genommen und wurde relativ schnell. Klar hätte meine Tochter Larissa das durchsetzen können, dass sie nachgibt und langsamer läuft. Aber sie hat entschieden, das Pferd in Ruhe zu lassen und niemand hat sie deswegen schräg angesehen. Macht man doch gerne: Eine Pleasure nennen, damit sich das Pferd die Halle ansehen kann, während es nichts weiter tut, als im Kreis zu laufen. Und wenn es das im Affenzahn macht, gibt es eben keine Schleife - na und? Fazit: Wo bitte ist jetzt der Unterschied vom MMO zu normalen Turnieren? Ich zitiere noch mal: "Wir müssen natürlich einen Prüfungsablauf vorbereiten, denn sonst können wir die Teams nicht miteinander vergleichen oder bewerten. Alle Prüfungen werden sowohl in der A-Note (Schwierigkeitsgrad) und der B-Note (Ausführung) bewertet. Einen Zusatzpunkt kann der Trainer je Aufgabe erhalten, wenn er sie für sein Pferd gut gelöst hat." Was gut gelöst ist, erfahren wir leider nicht. Also ihr dürft mich schlagen, aber ich finde beim besten Willen den Unterschied zum regulären Turniersport nicht, außer den, dass man im Regelbuch des 08/15-Turniers auf über 150 Seiten nachlesen kann, was man unter "gut gelöst" zu verstehen hat. Nehmen wir zum Vergleich mal den Trail als Beispiel für eine gescorte Disziplin, bei der das Pferd-Reiter-Paar  mit 70 Punkten in die Prüfung geht. Wird die Aufgabe harmonisch gelöst, bekommt man pro Aufgabe eine "Null", ist es ein erhöhter Schwierigkeitsgrad und immer noch harmonisch, bekommt man + 0,5 oder + 1 oder + 1,5. Je harmonischer desto mehr Plus und wofür es Plus gibt, kann man nachlesen: Der durchhängende Zügel und unsichtbare Hilfen sind da nur zwei Beispiele. Ist es unharmonisch dann - 0,5 bei ein bisschen unharmonisch, - 1 bei unharmonisch und 1,5, wenn es furchtbar aussah: Ständiges Schweif schlagen, permanentes Maul aufreißen, abgehackte, mechanische Schritte sind weitere Beispiele, die im Regelbuch aufgelistet werden.  Außerdem kann es noch Penaltys geben: Einen Strafpunkt gibt es, wenn das Pferd im Trail eine Stange anstößt und mehr wenn man das Tor loslassen musste oder wenn das Pferd den Gehorsam verweigert. Zusammenfassen lässt sich das 08-15-Regelbuch wohl unter dem Begriff "Harmonie". Aber das Mustang Makeover scheint das Rad nach eigenen Aussagen wohl neu erfunden zu haben, denn nur beim Mustang Makeover geht es angeblich um "gegenseitiges Vertrauen, spürbare Harmonie zwischen Pferd und Reiter, Fair Play und Respekt des Trainers dem Pferd gegenüber, alle drei Grundgangarten" und - wie innovativ: Die Pferde müssen nicht geritten werden. Was bin ich froh, dass es im echten Turniersport echte und einsehbare Kriterien dafür gibt, was harmonisch aussieht und was nicht (siehe auch Buchausschnitt am Ende dieses Blogbeitrags) und ich da nicht vom "Gespür" eines amerikanischen Juroren abhängig bin (hat der eigentlich eine Richterausbildung?) Es darf auch mal eine Prüfung am Boden sein: Outfit für Showmanship at halter / Schleife WHS Wenn ich mitten in einer Prüfung dem Pferd zuliebe absteige, dann werde ich immer noch nicht erschossen, sondern kriege ganz einfach nur einen Nullscore, ohne deswegen schief angesehen zu werden. Meistens werde ich noch nicht einmal aus der Arena geschickt, sondern darf den Parcours zuende absolvieren bzw. dem Pferd das Hindernis zu Fuß zeigen, wovor es sich ängstigt. Beim landläufigen Westernverband kann ich mich aber auch von Vorneherein für eine Prüfung entscheiden, wo der Parcours  Zu-Fuß absolviert wird. Ist für den Richter auch leichter, der dann keine Äpfel mit Birnen vergleichen muss: Trail an der Hand oder Showmanship at halter z.B. - wer hätte das von den bösen Turnierreitern gedacht? Jetzt wird der Trainer, der beim so pferdefreundlichen MMO in einer ursprünglichen Reitprüfung absteigt beim MMO zwar nicht disqualifiziert, aber ins Finale kommt er wohl auch nicht mehr, weil jeder, der reitet, drei Bonuspunkte schon dafür bekommt, dass er geritten ist - anscheinend egal wie er geritten ist. Das soll eine Verbesserung sein? Nun dürfen die Trainer beim MMO bei jeder Aufgabe Schwierigkeitsgrade von leicht bis schwer wählen und erhalten Plus für den Schwierigkeitsgrad - wie viel Plus das ist, war leider nicht ersichtlich. Haben wir endlich einen Unterschied zum regulären Turniersport gefunden? Ob die Mustangs über Nacht auch wie Batman aussehen, damit die Zöpfchen sich nicht lösen?  Leider nein, denn die Wahl zwischen leichten und schweren Prüfungen ist auch im regulären Sport so gar kein Novum, denn wir konnten am Wochenende auch entscheiden, ob wir einen Greenhorse-Trail nennen oder die Sonderprüfung Ranchtrail oder wie wir es gemacht haben von Anfang an eine Leistungsklasse-1-Prüfung, weil das Pferd ja schon drei Jahre unterm Sattel ist. Trotz reichlicher Trailerfahrung auf dem heimischen Reitplatz und Larissa Beteuerung, dass Queenie Galoppstangen mit links schafft, ist Folgendes passiert: Queenie hat über dem Galopphindernis so viel Fahrt aufgenommen, dass sie fast an einem Hindernis vorbei galoppiert ist, durfte aber rückwärts gerichtet werden (hat die Richterin Larissa extra zugerufen, weil sie wusste, es ist das erste Mal fürs Pferd) und auf Umwegen ins nächste Hindernis einparken, hat dafür sogar statt Nullscore für ein zusätzliches Manöver nur einen Punkt Abzug in der Wertnote plus Penaltys bekommen. Wenn meine Tochter Larissa nicht auch noch rechts und links bei der später folgenden Drehung verwechselt hätte, wäre es sogar noch ein wertungsfähiger Ritt geworden. Aber bei menschlichen Fehlern ist dann auch die Geduld einer sehr netten Richterin irgendwann überstrapaziert. Ich nehme aber jetzt einfach mal an, dass Mustangs so besonders sind, dass solche Pannen mit denen nicht passieren, weil die sind ja so menschenbezogen (noch menschenbezogener als Queenie will ich aber gar nicht. Das ist ja so schon lästig, wenn die einen auf Schritt und Tritt verfolgt). Oder aber man unterstellt uns aufgrund dieses Hindernis verfehlens jetzt, wir hätten dem Pferd im Vorfeld des Turniers irgend etwas Schlimmes angetan. Ihr wisst schon: die MMO-Glaskugel aus dem Blogbeitrag gestern, weil die ja hellsehen können. Das Mustang Makeover schreibt, das jedes Pferd individuell gesehen werden soll und man es weder unter- noch überfordern sollte. Danke Mustang Makeover, dass Du uns darauf aufmerksam machst. Das haben wir vorher wirklich nicht einmal ansatzweise erahnt, dass man darauf Rücksicht nehmen sollte - wir tierquälenden Turnierreiter. Nun aber zu den Aufgaben, die man auf obiger Seite findet. Auch das ist fast identisch mit einer 08/15-Jungpferdeprüfung: alle drei Grundgangarten, Hinterhandwendungen und Seitwärts - genau wie beim MMO, nur eben mit einer Vorlaufzeit von drei statt zwölf Monaten, die auf normalen Turnieren üblich sind. Ist das wirklich das Ziel des MMO, die Trainingszeit von jungen Pferden auf ein Viertel zu verkürzen? Denn das ist beim besten Willen - abgesehen von der mangelnden Transparenz - der erste Unterschied, der wirklich ins Auge fällt. Am Vortag: Stippvisite, um dem Pferd das Gelände zu zeigen Aber die kurze Ausbildungszeit ist ja halb so wild, denn das Pferd muss nach wenigen Wochen unterm Sattel zwar ein Turnier gehen, aber das Mustang Makeover ist ja im Gegensatz zum normalen Turnier so nett, keine Perfektion zu erwarten, denn man schreibt: "Hier geht es nicht um die korrekte Ausführung einzelner Aufgaben ....." Also unser Jungpferd ist jetzt drei Jahre unter dem Sattel und hat weiß Gott nicht alles korrekt ausgeführt, aber in der Westernhorsemanship hat sie trotz kurzfristigem Außengalopp ein Schleifchen bekommen und wenn ich mir reguläre Jungpferdeprüfungen für 4-5jährige anschaue (wohlgemerkt: ein bis zwei Jahre unterm Sattel), kann von korrekter Ausführung oft genug ebenfalls keine Rede sein. Der Eine, der es halbwegs korrekt schafft, der gewinnt halt und alle anderen sind auf zweiten, dritten .. sechsten Plätzen oder gar nicht platziert - was soll's? Ich war auch schon Letzte und habe mein Pferd trotzdem gelobt. Aber nun erwähnt das MMO auch noch das Thema Nachgiebigkeit, denn es heißt weiter: Hier geht es nicht um Korrektheit, "sondern darum zu sehen, ob die Pferde nachgiebig sind, auf Druck /  Anfrage hin weichen können." Holla die Waldfee, das sind ja hehre Ziele nach durchschnittlich gerade einmal sechs Wochen unterm Sattel (die fünf Wochen davor dürften ja Bodenarbeit und Vertrauensaufbau sein). Nachgiebigkeit mit zwei Pferden in Richtung Apfel Die Nachgiebigkeit ist das Ziel jeder (Western-)Ausbildung, aber bis DAS wirklich weich und auf kleinste Zeichen funktioniert, braucht es Jahre. Wenn nun ein Pferd nach gerade einmal drei Monaten Ausbildungszeit beim Mustang Makeover schon so richtig nachgiebig wäre, dann würde ich mich allen Ernstes fragen, ob es da mit rechten Dingen zu gegangen ist. Jetzt brüstet sich diese MMO-Trainer-Challenge auch noch damit, dass Trainer sich mit ein, zwei Schritten rückwärts zufrieden geben dürfen. Ja, was glauben die denn, was wir Otto-Normalturnierreiter so machen? Ganz genau: Wenn das Pferd zäh rückwärts geht, sind wir froh, wenn wir das Manöver überhaupt zeigen konnten und wenn es nur ein Mini-Schrittchen war - Hauptsache gezeigt und eine Wertung erhalten. Wir haben mit zwei Rückwärtsschritten auch schon eine Schleife erhalten - nur fehlen dürfen die Rückwärtstritte nicht. Erst dann ist es "Out of Pattern" und damit ein Nullscore - ja, ein Nullscore ist es auch dann, wenn der Ritt an sich sehr harmonisch war, aber es sollte ja auch den Reitern gegenüber fair sein. Unser "Schützling" Queenie kann übrigens ziemlich gut fliegend wechseln und dreht beim Spin nach jahrelanger Vorbereitung auch gar nicht so schlecht, aber wir haben weder eine Westernriding noch eine Reining genannt, weil zuhause und außerhalb einfach ein Unterschied ist und für diese Prüfungen ist nächstes Jahr ja auch noch Zeit. Was lese ich nun aber beim Mustang Makeover zum Thema "Großes Finale"? "Ein anderes Team kann vielleicht schon einen Spin oder einen Galoppwechsel. Wichtig ist am Ende immer die Ausführung und wie das Pferd auf die Hilfen reagiert." Oben stand doch noch, es ginge eben nicht um die korrekte Ausführung - was denn jetzt? Wer jetzt glaubt, meine Tochter und ich wäre Ausnahmen, der irrt. Wir sind mit unserer Einstellung auf regulären Turnieren nichts Besonderes: Die meisten sehen das so wie wir und entscheiden im Zweifel pro Pferd bzw. geben dem Pferd die Zeit, die es braucht. Beim MMO gibt es noch nicht einmal Kriterien zur Ausrüstung Eigentlich ist die Überschrift auf dieser MMO-Unterseite ja "Prüfungskriterien", aber genau die sucht man vergeblich: Der Veranstalter verliert kein Wort darüber, WORAN man diese Harmonie erkennt. Ich finde ja, dass die vom MMO den Mund ganz schön voll nehmen. Eigentlich habe ich gar nichts gegen dieses Event, aber dieses aggressive Marketing auf Kosten der Turnierreiter. DAS stört mich. Zu diesem Thema habe ich ja vor ein paar Wochen mal ein Video gemacht. Da ich besser schreiben als quatschen kann, findet ihr unterhalb des Videos einen Auszug aus meinem Buch "Westernreiten meets Natural Horsemanship", in dem ihr nachlesen könnt, WIE auf regulären Turnieren Harmonie erkannt wird - da gibt es nämlich dann wirklich nachvollziehbare Prüfungskriterien. Beim Mustang Makeover lese ich hingegen nur, dass es fürs Finale überhaupt keine Vorgaben gibt. Da scheint der Willkür ja Tür und Tor geöffnet worden zu sein. Wenn das nun aber eine Alternative zum regulären Turniersport sein soll, dann bleibt mir nur eines vermerken: Nein, danke. Es reicht ja schon, dass die Teilnehmer willkürlich nach Bekanntheitsgrad ausgewählt wurden. Willkürliche Sieger braucht die Welt dann wirklich nicht und da lobe ich mir den regulären Turniersport, wo man sogar mit Nur-einem-Pony ganz vorne dabei sein kann, denn auf dem Turnier, wo Queenie als Painthorse ihr Debüt hatte, wurde Larissa mit dem Pony Allaroundchampion. Wer übrigens den Bericht von Queenies erstem Turnier nachlesen möchte, der kann den Bericht in unserem Turnierblog finden: WC-Entes 1. Turnier - Queenies voller Name sorgt für Zungenbrecher Auszug aus meinem Buch "Westernreiten meets Natural Horsemanship" aus dem Kapitel: Das Regelbuch: Will der Turnierrichter Natural-Horsemanship-Pferde sehen? Ich möchte hier nur stichpunktartig einige Kriterien, die auf Turnieren positiv bewertet werden  aufgreifen und benutze hierzu exemplarisch das Regelbuch der EWU. Das erste Kapitel greift das Thema Tierschutz und Startfähigkeit der Pferde auf. Die Pferde müssen gesund sein und man darf ihnen beim Training keine Schmerzen zufügen und auch keine Leistungen abverlangen, denen sie nicht gewachsen sind. Je nach Alter der Pferde dürfen Sie mit Jungpferden höchstens drei und mit Senior-Pferden höchstens sechs Prüfungen am Tag gehen. Bei der Bewertung der Gangarten wird großen Wert darauf gelegt, dass das Pferd entspannt läuft. Als Beispiel steht bei einem schlechtem, also unerwünschtem Schritt (Walk), dass das Pferd mechanische oder zögerliche Bewegungen zeigt. Negativ wird auch ein zu eiliger Schritt bewertet. Bei einem guten Walk will der Richter eine flache Oberlinie sehen, wobei das Pferd losgelassen, wach und aufmerksam ist. Beim Jog (Trab) gibt es sieben Abstufungen, die vom extrem schlechten Jog zum ausgezeichneten Jog gehen. Bei einem durchschnittlichen Jog müssen die Füße gleichmäßig und diagonal auffußen. „Es zeigt eine ruhige Oberlinie und ist losgelassen, während es sich leicht dirigieren und gut vorstellen lässt.“ Ausgezeichnet ist der Jog dann, wenn die Bewegungen mühelos und effizient erscheinen. „Es tritt mit ausreichendem Raumgriff und berührt sanft den Boden. Das Pferd erscheint zufrieden und losgelassen. (…) Es trägt sich mit einer leichten Schulter und einer gut untertretenden Hinterhand und einer ruhigen Oberlinie.“ Beim Galopp gilt eine geringe Knieaktion und ein leichtes nach hinten auffußendes äußeres Hinterbein noch als sehr guter Galopp. Ein ausgezeichneter Lope wird u.a. so beschrieben: „Dieses Pferd wölbt den Rücken auf und hat einen starken, tiefen Sprung mit einem flachen Vorderbein. (….) Seine Hinterbeine fußen tief unter den Schwerpunkt. (…) Es zeigt ein hohes Maß an Leichtigkeit bei guter Selbsthaltung.“ Diese exemplarischen Zitate zeigen, dass das Pferd locker und zufrieden sein muss und Zwang nicht das Mittel der Wahl sein kann. Gerade in der Disziplin Pleasure wird ja das Gangwerk der Pferde beurteilt. Es ist keineswegs so, dass das langsamste Pferd gewinnt. Zu Abzügen führen beispielsweise unkontrolliert hohes Tempo, übermäßig langsames Tempo (Verlust der Vorwärtsbewegung), Kopfhaltung des Pferdes zu hoch oder zu tief (Ohrenspitzen tiefer als der Widerrist). Die Nase hinter der Senkrechten wird genauso negativ bewertet wie eine zu weit vorgestreckte Nase. Es führt aber auch zu Abzügen, wenn das Pferd stumpf, ausgemergelt, matt oder übermüdet wirkt. Bei der Westernhorsemanship sollen ja Sitz und Einwirkung des Reiters beurteilt werden. Hierzu steht im Regelbuch 2014 der EWU: „Die Vorstellung soll kontrolliert und harmonisch wirken. Die schnell aufeinander folgenden Manöver bedingen ein sehr ruhiges Grundtempo.“ Abzüge gibt es, wenn das Pferd Widerwillen zeigt, z.B. bei Kopf- oder Schweifschlagen und Maulaufsperren. Da hier vorrangig der Sitz des Reiters bewertet wird, gibt es Abzug bei starker oder übertriebener Hilfengebung sowie Abweichungen vom korrekten Grundsitz. Beim Trail wird vorrangig nicht der Sitz des Reiters bewertet, aber hier ist Folgendes zu lesen: „Während sich die Pferde zwischen den Hindernissen befinden, sollen sie ausbalanciert sein und Kopf und Hals in einer natürlichen, entspannten Position in Höhe des Widerristes oder leicht darüber tragen. Der Nasenrücken sollte nicht hinter der Senkrechten getragen werden, so dass der Eindruck einer Einschüchterung entsteht. Widerstand gegen den Zügel wird ebenfalls negativ bewertet.“ Das Kapitel über die Disziplin Western Riding verlangt mehr vom Pferd als nur saubere, fliegende Galoppwechsel. Es beginnt mit folgenden Worten: „Western Riding bedeutet die Vorstellung eines sensiblen, losgelassenen, sich mühelos bewegenden Pferdes. Das Pferd wird nach der Qualität seiner Gangarten und Galoppwechsel, nach seiner Durchlässigkeit, Feinheit, Veranlagung und Willigkeit gegenüber dem Reiter (Harmonie) bewertet. Das Pferd soll bei dieser Aufgabe eine entspannte Kopfhaltung zeigen, die Zügelhilfen des Reiters willig annehmen und eine angemessene Beizäumung im Genick zeigen.“ Ein leichter Kontakt zum Maul ist hier erlaubt. In der Königsdisziplin Reining soll das Pferd sich mit wenig oder gar unsichtbaren Hilfen dirigieren lassen. „Positiv gewertet werden Weichheit, Feinheit, Haltung, …“ Ganze fünf Penalties (Strafpunkte) gibt es z.B. auch dafür, wenn der Reiter dem Pferd mit der Hand droht. Auch ein Aufsperren des Mauls (Sperrriemen sind im Westernreiten nicht zugelassen) oder übermäßiges Kauen führen zu Punktabzügen. Es sei erwähnt, dass die im Nachwort aufgegriffene Debatte um lange oder kurze Zügel von der Disziplin abhängig ist. In der Ranch Riding, Westernriding oder auch der Westernhorsemanship ist eine Anlehnung durchaus möglich oder gar erwünscht. Wem es in der Pleasure oder der Reining gelingt, seine Hilfen über Sitz und Bein zu kommunizieren (das Ideal im Natural Horsemanship), kann durch Längerlassen des Zügels durchaus punkten, sofern das Pferd in Selbsthaltung läuft. Bei der Disziplin Superhorse, die nur bei der EWU und nur in den Leistungsklassen 1 und 2 angeboten wird, weil hier Elemente aus mehreren Disziplinen gezeigt werden (Pleasure, Westernriding, Reining, Trail), sind nur Seniorpferde zugelassen (ab 7 Jahren). Auch hier werden unsichtbare Hilfen und williger Gehorsam verlangt. Bei Jungpferdeprüfungen ist die Skala der Ausbildung ein entscheidendes Kriterium, die Sie auf S. 182 finden. Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Zielsetzung im Westernreiten nahezu identisch mit der Zielsetzung im Natural Horsemanship ist. Im ersten Teil des Buches ging es um Vorurteile gegen das Westernreiten als Turniersportart und den Vorwurf, ein Pferd als Sportgerät zu missbrauchen bzw. Leistungen durch Einschüchterung zu erreichen. Ich denke, dass man durch Einschüchterung immer nur zu Mittelmäßigkeit kommen kann (siehe Nachwort). Um ganz oben dabei zu sein, muss das Pferd die Leistung erbringen wollen. Wenn man diesen Will-to-please nicht dem Zufall überlassen möchte, ist das Natural Horsemanship eine hervorragende Chance auch für mittelmäßig begabte Pferde. Linda Parelli hat einmal gesagt, dass es vielen Menschen gelingt, ein Pferd zu einer bestimmten Leistung zu bringen, aber wem gelingt es schon, dass das Pferd diese Leistung erbringen will? Genau das ist das erklärte Ziel des Natural Horsemanship. Weil es hier aber nicht nur um Techniken und das Erlernen der pferdischen Körpersprache geht, sondern auch um Psychologie und den Einsatz der inneren Energie, die bei uns zivilisierten Menschen immer mehr zu verkümmern droht, kommt vor dem intuitiven Handeln zunächst das theoretische Lernen, worum es im nächsten Kapitel geht. Quelle - Regelbuch der EWU, Stand 2014:   https://westernreiter.com/wp-content/uploads/201 6/02/EWU-REGELBUCH-2015_2016.pdf Die Geschichte des Buches erzähle ich in:  Aus ethischen Gründen abgelehnt - zu Reininglastig und HIER geht es zu einer ausführlichen REZENSION: Da der Link http://www.mustangmakeover.de/mustang-makeover/pruefungskriterien/, den ich hiermit als Quelle für diese Prüfungskriterien nenne, zwischenzeitlich editiert wurde, hier ein Beleg als Screenshot, wie die Seite am 29.6.17 ausgesehen hat, als ich diesen Beitrag geschrieben habe: Einen Blick ins Buch können Sie bei Books-on-demand werfen, wo es seit einigen Tagen als Bestseller gelistet wird: Ich habe die Beiträge getauscht, damit der Bericht über das MMO-Finale nach oben kommt, aber hier ist er immer noch zu finden: Das wurde beim Mustang Makeover als Vertrauen gehandelt. Ich finde, dass das Pferd keine Wahl hat, denn es ist blind - würde es buckeln oder losrennen, dann bricht es sich womöglich alle Knochen (dies ist nur ein Ausschnitt - das ganze  Bild ist hier: https://www.facebook.com/LuukTeunissenAusbildungszentrum/ - der Ritt auf Video bei echo-online.de) Ungehorsam von Pferden gab es häufig beim MMO - einen Ausschluß gab es auch dort nicht und niemand wurde übers Knie gelegt, wie es der MMO-Veranstaler hier fordert Ich war ja nicht da, aber wenn man die Berichterstattung auf Facebook verfolgt, gewinnt man den Eindruck, als hätte es zwei Mustang Makeovers (MMO) am Wochenende gegeben. Die Einen schreiben, dass alles ganz, ganz toll war: Harmonische-Pferd-Reiter-Paare, ganz toll organisiertes Event und die Anderen behaupten das Gegenteil und berichten, sie hätten den Samstag mit Schlangestehen verbracht: Beim Essen, beim Trinken, beim Parken sowieso und dann auch an der Toilette, aber das hätte sich wohl schnell erledigt gehabt, denn am Ende hätten eh nur noch die Teilnehmer auf die Toilette gedurft, Zuschauer seien, als die Veranstaltung zuende war, von Türstehern am Toilettengang gehindert worden, so liest man auf Facebook. Auch der Moderator war entweder ganz toll oder ganz schrecklich und man bekam sogar zu hören, dass er gegen die Turnierreiter gewettert hätte. Besonders die Englischreiter hätten ihr Fett wegbekommen, denn vom Moderator soll Rollkur und Sperrriemen angeprangert worden sein (was ich ja auch nicht befürworte, aber muss man immer von einem kleinen Prozentsatz der Reiter auf alle anderen schließen und derart die Konkurrenz anprangern? Der Moderator macht Selbiges ja auch auf seiner Facebook-Seite) Genau das war ja auch mein Kritikpunkt am Mustang Makeover - nämlich, dass der Veranstalter im Vorfeld behauptet hat, dass das Mustang Makeover eine so viel bessere Alternative zum Turniersport sei, wo es keine aufgerissenen Augen und Mäuler und auch kein Pferdekopf hinter der Senkrechten geben sollte. Wie nicht anders zu erwarten, hat es all das aber sehr wohl beim MMO gegeben - sogar bei fast allen Ritten. Es gab ein Filmverbot - noch nicht einmal die üblichen Ein-Minuten-Videos waren erlaubt, die einem auf einer Pferdemesse sehr wohl gewährt werden, aber man findet so einiges auf Youtube. Dieses Video zu Ernst-Peter Frey zeige ich Euch hier, weil es mich entsetzt, dass dort Trainer  für eine Arbeit am Pferd ausgepfiffen und ausgebuht wurden, die letztlich funktioniert hat - sogar sehr, sehr gut. Das Video von Ernst-Peter Frey bzw. das von Bernd Hackl unten wurde offensichtlich ohne die Einwilligung des MMO bzw. Consult Marketing GmbH hochgeladen, denn es musste anscheinend bei Tunderhorses gelöscht werden oder wurde wegen Einspruch des MMO von Youtube entfernt. Ich habe doch tatsächlich Kommentare auf Facebook gefunden, wo behauptet wurde, dass der Erlös den Mustangs in den USA zugute käme Ist ja immer nett, wenn sich herausstellt, was man die ganze Zeit schon gesagt hat: Was bin ich froh, dass es dieses Mustang Makeover gegeben hat, denn jetzt ist bewiesen, dass auf diesem Turnier der Nicht-Turnierreiter genau das passiert, was auf allen anderen Turnieren auch zu sehen ist: Es gibt Pferde, die dem Trubel gewachsen sind und es gibt Pferde, die zuhause möglicherweise wie ein Uhrwerk laufen, aber regelrecht durchdrehen, wenn es eine Messe bzw. eine Prüfung ist, was zu diversen Kontrollverlusten der Reiter geführt hat. Wenn meine Tochter unser Pony Lucky reitet, sieht das völlig anders aus, als wenn sie Fancy reitet, die einfach höher im Blut steht - aber es ist ein und dieselbe Reiterin (btw: Was bin ich froh, dass wir ihre Videos von Turnieren nicht nur filmen, sondern sogar hochladen dürfen). Ernst-Peter Frey scheint ein ähnliches Pferd erwischt zu haben und es war spannend zu sehen, wie er das Problem im Laufe der Veranstaltung gelöst hat. Auch bei zwei anderen Trainern, von denen Teile der Facebook-Community "enttäuscht" waren, bin ich nach wie vor der Meinung, dass sie wirklich etwas von Pferdetraining verstehen, ihr Pferd bestmöglichst vorbereitet und nicht überfordert haben. Ich bin auch ein großer Fan der Gewinnerin, aber die beiden Ritte, die ich von ihr auf Videos gesehen habe, wären auf einem normalen Turnier entweder als nicht wertungsfähiger Ritt mit "durchgefallen" geendet: Denn der Weg wurde nicht zuende geritten, als das Pferd sich wälzen wollte. So nett das auch ist, wenn das Pferd sich wälzen darf: Out of Pattern ist out of Pattern. In einer normalen Prüfung hätte es auch zu Abzügen geführt, als ihr Pferd gebuckelt hat. Dennoch gratuliere ich ihr und gönne ihr den Sieg von Herzen, es war alles in allem dennoch schön anzusehen. Gleichwohl hätte ich andere auch eher vorne gesehen: Pferd lässt Reiter nicht aufsteigen und reißt sich los - Das Pferd von Thomas Günther, den ich in meinem Buch "Westernreiten meets Natural Horsemanship" zitiert habe, hat sich in der Prüfung vom Bodenarbeitseil losgerissen, als Thomas aufsteigen wollte, und ist Richtung Ausgang gelaufen, wurde dort von Helfern gestoppt und dann von Thomas wieder eingefangen, der den Trail dann doch noch ziemlich souverän bewältigt hat - bis auf die Schreckhindernisse, aber was haben die auch in einer Prüfung zu suchen, die für junge Pferde gedacht ist? In der nächsten Prüfung, die einer EWU-Jungpferde-Basis ähnlich war (allerdings müssen bei der EWU die Jungpferde noch nicht aus dem Galopp anhalten), ließ selbiges Pferd sich zunächst nicht vorwärts reiten und rannte kurz vor der Prüfung einige Meter rückwärts. Danach hat Thomas aber erneut einen recht guten Ritt gezeigt, den man in der EWU durchaus als wertungsfähig bezeichnet hätte. Ich muss auch sagen, dass es beachtlich ist, dass Thomas es geschafft hat, dass das Pferd derart nachgiebig am Gebiss war. Einerseits Hut ab, andererseits: Die Behauptung des Veranstalters Strussione, dass es keine Köpfe hinter der Senkrechten geben würde, ist damit jetzt schon wiederlegt, denn das ging hin und her: Mal gab das Pferd nach, dann war es hinter der Senkrechten und mal hebelte es sich raus ... wie junge Pferde das eben so machen. Und immerhin bringt man das Pferd ja für seine eigene Gesundheit in Form, daher von mir ein Daumen nach oben für Thomas Günther. Dass, was man von Thomas sah, entspricht nämlich so ziemlich dem, was man in Jungpferdeprüfungen der EWU eben auch sieht - mit dem Unterschied, dass diese Pferde dann mindestens ein Jahr unterm Sattel sind, aber das hat ja dann der Veranstalter zu verantworten. Auch glaube ich, dass das Event viel harmonischer gewesen wäre, wenn es KEIN Wettbewerb gewesen wäre. Ich glaube den Meisten, dass sie nicht gewinnen wollten, aber auch die Angst davor Letzter zu werden, kann sich als innerer Druck auswirken. Man wird nervös, hat Angst sich zu blamieren und das Pferd spiegelt das: ein Turnier ist etwas völlig Anderes als zuhause zu reiten und auch bei Menschen gibt es solche, an denen dieser Druck abprallt und an anderen nicht - wer weiß das schon? Pferd steht unter Strom - Austreten nach dem Absteigen Nicht ich habe das MMO gemeldet, aber auch diesen Screenshot muss man kennen:Verstoß gegen FB-Gemeinschaftsstandards - Das Pferd von Parelli-Instruktorin Silke Vallentin, deren Buch ich HIER rezensiert habe und bei der ich Kurse besucht habe, hat nach der Prüfung einmal ausgetreten. Auch das kommt vor, ist meiner Tochter sogar neulich mit ihrem Pony passiert, das jahrelange Turniererfahrung hat - aber in einer Prüfung steht man z.T. unter Strom. Bei Silkes Pferd war zudem schon in den Trainingsvideos zu sehen, dass es kein einfaches Pferd ist. Auch das ist wie auf jedem normalen Turnier: Es gibt supercoole Pferde, die so etwas in kürzester Zeit lernen (nach Parellis Pferdepersönlichkeitstypen z.B. die Left-Brain-Pferde) und es gibt sehr ängstliche Pferde, die einem solchen Riesenevent eben nicht gewachsen sind (die Horsenality der Right-Brain-Pferde). Ich hätte mir gewünscht, dass Silke ihr ureigenes Konzept bei ihren Showauftritten zeigen kann, aber sie musste die oben erwähnte Westernhorsemanship-Aufgabe vom Rolli aus begleiten, die einer Basisprüfung für Jungpferde ähnelt, wie sie im EWU-Regelbuch steht. Bei einem Wettbewerb müssen alle Teilnehmer, die gleiche Prüfung absolvieren. Allerdings habe ich bei diesem Paar nur den "Westernhorsemanship"-Teil gesehen. Zum Trail-Teil gibt es einen Bericht von Toffy, dem Einradpony, in dem nachzulesen ist, dass der Slalom so eng war, dass Pferd und Silkes Rolli beinahe kollidiert sein sollen. Diese Veranstaltung ganz ohne Wettbewerb wäre meines Erachtens spannender gewesen, weil mehr Vielfalt hätte gezeigt werden können und der Druck auf die Teilnehmer nicht so hoch gewesen wäre, weil es Erste und Letzte gibt. Es liegt dann eine Spannung in der Luft, an die sich Pferd und Reiter allmählich (möglichst auf Dorfturnieren) gewöhnen müssen: Da gibt Silkes Pferd sich die ganze Zeit große Mühe, weil es spürt, dass es ein Wettbewerb ist und wenn es spürt, jetzt ist der Wettbewerb zuende, dann entlädt sich die Spannung genau in dem Moment, wo Zoe abgestiegen ist, so meine Theorie. So etwas kommt einfach vor: Auf dem Turnier der Nicht-Turnierreiter (außer Andrea Bethge und Ernst-Peter Frey reiten die glaube ich alle keine Turniere) und manchmal ist der Mensch die Ruhe selbst und die Pferde sind von sich aus aufgeregt, weil sie merken, dass es eine Prüfung ist. Es ist nämlich nicht immer der Mensch Schuld, weil man es mit Lebewesen zu tun hat, die nach Silkes Mentor Pat Parelli "eine eigene Meinung auf vier Beinen sind". Wenn ich dann bei Schauen der Videos Kommentare aus den Zuschauerreihen höre: "Jetzt zeigen die jungen Mädchen den großen Trainern, wie es richtig geht", kriege ich echt die Pimpernellen. Rechenbeispiel führt zu Spekulationen: Zu wenig Zeit für Muskelaufbau Was denn jetzt? Kein Wettbewerb? Und wo kommen die Gewinner her? - Bernd Hackl hat einen ziemlich guten Ritt hingelegt Aber dies nur am Rande, doch wenn es ein normales Turnier gewesen wäre, wäre es kein wertungsfähiger Ritt gewesen (der Ritt der Siegerin Maja aber auch nicht), weil er auf der falschen Seite der Pylone gelandet ist (oder sind alle anderen auf der falschen Seite der Pylone gewesen?). Dann hätte er in der Basis auf einem normalen Turnier auch noch gewaltigen Abzug wegen Kontrollverlust erhalten, weil das Pferd beim Angaloppieren einige Meter nach vorne losgeprescht ist. Danach hatte er durch das sehr deutliche Durchparieren eine Gangartunterbrechung von mehreren Tritten. Auch das hätte so viele Penaltys gegeben, dass er auf einem normalen Turnier keine Chance auf eine Platzierung mehr gehabt hätte. Aber auch hier: Es ist nicht Bernd Hackls Schuld, dass der Großteil der Pferde von diesem Event überfordert war. Dennoch sei mir eine Frage erlaubt: Warum reitet er eigentlich keine normalen Turniere, wo weniger Zuschauer sind, es mehr Zeit für die Jungpferde gibt - sowohl vor dem Event bzgl. der Trainingszeit als auch während der Prüfung? Aber auch wenn ich finde, dass es ein ordentlicher Ritt war und Bernd Hackl einen geschmeidigen und ausbalancierten Sitz hat, ändert dies nichts an meinen in anderen Blogbeiträgen und einem React-Video geäußerten Zweifeln daran, dass er das Pferd selbst trainiert hat (habe andere auch nicht alleine gemacht, aber die stehen dazu. Das geht ja auch gar nicht anders, wenn auf diversen Messen vertreten ist und Kurse gibt, wenn der Mustang zuhause nicht versauern soll). Den Verdacht hatte ich allerdings schon, als er PR-mäßig verbreitete, dass er das Pferd erst mal ankommen lasse und kaum Videos vom Training gezeigt wurden, da hatte ich direkt den Gedanken: "Nicht, dass die Co-Trainerin schon am ersten Tag das Pferd trainiert". Mein Verdacht gründet auf dem, was mir vom Trainer-Contest Odenthal von Augenzeugen berichtet wurde, wonach er damals das Pferd erst kurz vor der Show von dieser Co-Trainerin (zu sehen in folgendem Video bei Minute 10:22 & 15:20) übernommen habe, die ich auch einmal zufällig persönlich kennengelernt habe (HIER nachzulesen). Ich erwähne das nur deswegen, weil es für mich genau ins Bild passt, dass das Pferd so gut ausgebildet war, denn Muskelaufbau dauert eben bei jedem Pferd sechs Wochen und wenn er erst drei Wochen später als alle anderen angefangen haben will und dieselbe Zeit in die Bodenarbeit gesteckt hätte wie alle anderen, käme das für mich rein rechnerisch einfach nicht mehr hin, aber ich bin auch kein Mathegenie. Zu Hackls Finale gibt es auf Facebook auch Gerüchte und zwar er hätte dort weder Schritt noch Trab zeigen können. Leider ist ausgerechnet das Finale bei folgendem Video abgeschnitten - welche Gründe das hat weiß ich nicht, aber sehenswert finde ich die Passage bei Minute 13 (Video wurde von Youtube entfernt - siehe oben): Hackl wurde jedenfalls Vierter beim MMO. Ob verdient oder nicht, das weiß man nicht, weil sich das alles nach irgendwie gewürfelt anfühlt, denn es gibt kein Regelbuch und keine ausgebildeten Richter. Nachdem ich alle (Horsemanship)-Ritte gesehen habe, sind mir die Bewertungskriterien nach wie vor schleierhaft. Leider sind sie auch nirgendwo einzusehen - es gab da mal was, aber das wurde gelöscht (HIER ein Screenshot der ursprünglichen, jetzt gelöschten MMO-Regeln - bitte nach unten scrollen). Wurden manche Wettbewerbspferde gedopt? Man weiß noch nicht einmal, ob Doping erlaubt oder verboten war. Wenn es aber keine Dopingkontrollen gegeben hätte, wie will man ausschließen, dass nicht vereinzelte Trainer ihre Pferde mithilfe von Beruhigungsmitteln im Showring vorgeführt haben? Wobei ich das den Dreien auf dem Siegerpost auf gar keinen Fall zutraue, denn ich fand gerade die Vorführung der beiden 18jährigen wirklich sehenswert, z.T. mit Halsring und beim Finale hatte die Gewinnerin Unmengen von Luftballons ans Pferd geheftet und die Andere ein Einhorn hinter sich hergezogen. Wirklich süß, aber so etwas fällt bei mir unter Showact und das spiegelt ja genau meine Meinung: Könnte man ein Mustang Makeover nicht auch als Nicht-Wettbewerb vermarkten, womit es sich erübrigen würde, dass der Veranstalter normale Turnierreiter diskreditiert, zumal auf normalen Turnieren auch Pferde wie meine Fancy irgendwann so viel Routine bekommen, dass man einen wertungsfähigen Ritt selbst auf einer Messe hinbekommt? Zum Glück kam da der Regen und als der Großteil der Zuschauer weg war, hatte unsere Fancy sich wenigstens halbwegs beruhigt, aber zwei Schritte seitwärts nach links vergessen, ist ein Nullscore und das ist auch richtig so, weil fair den anderen gegenüber. Wenigstens gab es da auch keinen Moderator, der wenn es knifflig wurde "45 seconds" brüllte und man dann auch noch den Druck hatte, dass die Zeit nicht reicht: Larissa durfte trotz Nullscore in aller Ruhe ihren Ritt beenden - keiner hat sie ausgelacht oder ausgebuht. Drei Dinge, die es beim Mustang Makeover gibt und die sich wirklich von normalen Turnieren insofern unterscheiden, dass mich das Mustang Makeover an einen Gladiatorkampf im alten Rom erinnert hat: Brot und Spiele für den Pöbel. Die Kollegin vom Einradpony auf Facebook verglich das Ganze ja mit der Hexenverfolgung im Mittelalter - auch sehr treffend, wenn man sich die Videos ansieht. Noch etwas, was auf mich ein wenig entwürdigend wirkte, war die Versteigerung von Lebewesen. Da meines Wissens ja kein Geld an die Mustang Organisation in den USA gespendet wird: Muss das dann wirklich sein mit dieser Versteigerung, wo Leute ausgebuht wurden, weil sie auf Pferde geboten haben, bei denen auch der Trainer mitgeboten hat? Wenn der Veranstalter den Trainern kein Vorkaufsrecht einräumt, kann dann nicht auch gleiches Recht für alle gelten? Ich hatte auch schon schlechte Ritte auf "normalen" Turnieren, aber da hat bisher niemand laut über mich gelacht Auch dass das Publikum lacht, wenn einem Reiter etwas schief geht, gibt es nur beim Mustang Makeover oder beim Horse-Dog-Trail, wenn die Hunde Quatsch machen - ich finde beides unmöglich, denn es stört das Pferd-Reiter-Paar. Noch unmöglicher fand ich, dass die Jungpferde (die erst wenige Wochen unter dem Sattel sein konnten, wenn man seriös mit Bodenarbeit den sechswöchigen Muskelaufbau und einen 1-2 wöchigen Kennlern- und Vertrauensaufbau begonnen hat) auf Zeit geshowt wurden, ich erwähnte ja oben die Zwischenrufe "45 seconds" - nach so einer Durchsage würde ich mich sofort verreiten, denn das war echt knapp bemessen. Im obigen Beispiel von Thomas Günther, der da ja recht flüssig durchgekommen ist (das Rückwärtsrennen war, bevor die Prüfung begonnen hatte), war die Zeit genau in dem Moment zuende, wo auch die Prüfung zuende war (Anhalten aus dem Galopp - noch etwas, was es in einer Jungpferdebasis der EWU nicht gibt, da wird erst mal in den Schritt durchpariert). Ich will jetzt nicht jeden einzelnen Reiter aufdröseln, aber man sah Pferde, die gescheut haben, Pferde, die sich nicht an ein Ende der Arena reiten ließen, das Sieger-Pferd hat (wenn auch nur kurz) gebuckelt, Sandra Schneiders Pferd sprang zur Seite, was zur Folge hatte, dass sie danach mehr mit dem Sortieren der Longe beschäftigt war als mit dem Pferd und ich den Filmausschnitten, die mir zur Verfügung standen, hat auch ein Pferd gebuckelt. Unter zuhause gesucht, stelle ich mir etwas Anderes vor, als Pferde für 9.500 oder über 12.000 Euro zu versteigern und dann auch noch ausgebuht  zu werden, wenn man es wagt da wirklich mitzubieten, weil man denkt, das  Geld käme den Mustangs in den USA zugute - meines Wissens: Pustekuchen Die hier gestreuten Screenshots zeigen, dass ich mich bereits im Vorfeld kritisch mit dem Event und den VOX-Pferdeprofis auseinandergesetzt habe, weswegen ich jetzt eine Klage am Hals habe und zwar wegen einem zulässigen Bildzitat in diesem Blogbeitrag: Pferde brechen - ein ungeheuerlicher Verdacht Auch ich habe zwischenzeitlich erwogen, ebenfalls Klage gegen Bernd Hackl einzureichen, denn genau das hat mir die Staatsanwaltschaft geraten, aber andererseits ist mir das zu doof. Ich habe HIER richtig gestellt, dass ich weder seine Kinder bedroht noch bei Sandra Schneider Telefonterror betrieben habe und kann abschließend nur feststellen, dass Bernd Hackl ganz ähnlich mit Kritik umgeht, wie der Veranstalter des Mustang Makeover, weswegen dieser THEMENMONAT überhaupt ins Leben gerufen wurde. Gerade deswegen möchte ich explizit darauf hinweisen, dass ich positive Dinge durchaus auch erwähne, weil das ja immer wieder von seinen Fans unterschlagen wird. Wer ein Problem damit hat, dass ich nicht nur eine Meinung zum Mustang Makeover habe, sondern diese auch niederschreibe und verbreite, dem sei dieser Blogbeitrag von mir ans Herz gelegt: Das Grundgesetz - brauchen wir das noch oder kann das weg? Fundstück auf Facebook Wenn ihr möchtet, dass ich Euch von weiteren Ritten berichte, dann kann ich das gerne machen. Auch freue ich mich über die Zusendung weiterer Trailritte, falls vorhanden, denn hier habe ich nur Günther, Hackl und Schneider gesehen. An all die, die mir Youtube-Links zu Videos oder auf andere Weise geschickt haben: Danke für das Vertrauen in mich, dass ich den Namen von Informanten nach alter Journalisten-Tradition nicht preisgebe. Als Beleg dafür, dass ich meine Verdachtsmomente aufgrund von nachweisbaren Tatsachen entwickelt habe und diese Tatsachen nicht frei erfunden sind, hier meine eigenen Videos, die z.B. belegen, dass der Veranstalter Michael Strussione auf seiner Homepage tatsächlich behauptet hat, es werde weder aufgerissenen Augen noch Mäuler geben (die gab es aber bei 80 Prozent der Pferde sehr wohl - ist ja auch kein Wunder, da die Zeit von drei Monaten i.d.R. zu kurz ist, um Pferd auf solch einen Hexenkessel mit 5.000 Zuschauern vorzubereiten) und auch keine Köpfe hinter der Senkrechten (das bleibt beim Jungpferd ja auch einfach nicht aus, da es normal ist, dass manche Remonten  entweder nach vorne gegen den Zügeln gehen oder sich hinter dem Zügel verkriechen) Für alle, die sich nicht die Mühe machen möchten, das Video anzusehen. Bei Minute 4.53 ist die Homepage des Mustang Makeover gescreent und dort stand bis zu Beginn des Events: "EINE ECHTE ALTERNATIVE ZU WETTBEWERBS- UND TURNIERVERANSTALTUNGEN - Du hast schon oft auf dem Turnier gestanden und Dich gefragt, warum der Sieger gewonnen hat, obwohl ein anderer sein Pferd harmonischer präsentiert hat. Dann bist Du beim Mustang Makeover genau richtig. Es gibt IHN den Wettbewerb der über Harmonie und Vertrauen bewertet wird. (...) LASST UNS GEMEINSAM DIE WELT DER PFERDE ETWAS BESSER MACHEN - helft mit diese Veranstaltung bekannt zu machen, denn das sollte die Zukunft sein. Keine Pferde hinter der Senkrechten, keine aufgerissenen Augen. Wir wollen entspannte Pferde, die sich vertrauensvoll dem Reiter anschließen." Da die meisten Pferde beim MMO waren aber nicht entspannt waren, hat man die Startseite jetzt offenbar geändert. . In letzter Zeit wird mir vorgeworfen, ich würde NUR meckern und ich soll auch mal was Positives schreiben - mache ich eigentlich stets und ständig. Hier im Blog, im Turnierblog oder auch auf meiner Homepage, z.B. bei den Buchtipps, wo ich noch kein einziges Buch zerrissen habe und Bücher von der Konkurrenz auf die ich angeblich so neidisch bin von Herzen empfehle. Nicht nur das oben erwähnte Buch "Mit Horsemanship zur Hohen Schule" von Silke Vallentin, sondern auch die Bücher von Alfonso Aguilar, Linda Kohanov, Phillippe Karl, Mark Rashid, Jenny Wild und Peer Claßen. Es folgt bald die Rezension zu einem Fachbuch von Kathrin Förster übers Westernreiten, das ebenfalls positiv bewertet werden wird, denn auf die bin ich wirklich neidisch, denn die reitet einfach nur toll und hat eine tolle Beziehung zu ihren Pferden (ich komme z.Zt. nicht zum Schreiben, aber es ist bei Kathrin Förster von den Rode Ranch Stables und bei Reitsport Müller für 15 Euro erhältlich). Da es nicht auf Amazon ist in der oberen Reihe, die erwähnten Bücher und darunter meine eigenen.
17.06.2017
Nicola Steiner Horsemanship
6 Kommentare
Tja, ich beginne mal mit einem Vorab: Meine "25 Fragen an die Macher des Mustang Makeover" wurden natürlich nicht beantwortet, habe ich auch nicht wirklich mit gerecht. Deswegen hatte ich sie so formuliert, dass sie auch ohne Antwort aussagekräftig sind: HIER. Zwischendurch hat Veranstalter Michael Strussione aber in einem Facebook-Kommentar geschrieben, man hätte mir mehrfach ein persönliches Gespräch angeboten, was Quatsch ist, denn er wollte mit mir bzw. allen Admins nur deswegen telefonieren, um die Kritik in einer meiner Facebook-Gruppen einzudämmen. Als das nicht gelungen war, hat er einigen Mitgliedern der FB-Gruppe "Die Pferdeprofis an der Bande" mit Klage gedroht. Strussione sprach von unwahren Tatsachenbehauptungen - Rechtsanwälte sahen das anders und schrieben, dass es bei dem, was in der Gruppe geschrieben wurde, um zulässige Werturteile ging. Einer fragte sich sogar, ob Strussione sich mit seinen Klageandrohungen selbst strafbar gemacht haben könnte, weil seine Drohungen möglicherweise als Nötigung zu werten seien (siehe Screenshot rechts). DAS und nichts anderes sollte Inhalt des Telefonats sein (auch dazu habe ich Screenshots). Um meinen guten Willen zu zeigen, hatte ich Strussione geschrieben, dass er meine Fragen gerne auch telefonisch beantworten könnte, ich würde das Gespräch dann aufzeichnen (denn bei der bisherigen Berichterstattung gab es von Seiten des Mustang Makeovers Klagen darüber, dass man falsch zitiert worden sei. Diesen Vorwurf wollte ich umgehen). Auf diese meine Nachricht, habe ich keine Antwort erhalten,was aber nicht sooo wichtig ist, weil man bei Verdachtsberichterstattung nur die Gelegenheit zur Stellungnahme geben muss und wenn der Gegenüber diese Gelegenheit nicht wahrnimmt, darf man im Nachgang natürlich trotzdem berichten. Also habe ich erst mal eine Satire geschrieben (eine weitere mit dem Titel "Das Grundgesetz - brauchen wir das noch oder kann das weg? erscheint Anfang Juli in meinem POLITISCHEM BLOG) - hier die Erste: Was ein Mustang Makeover mit Hundekacke und Katzenbabys zu tun hat (bisher 600 Aufrufe) Und dann endlich kam doch mal eine Reaktion von Michael Strussione ... ... und zwar auf meiner persönlichen Facebook-Chronik, als ich einen Link geteilt hatte, wo ich lobend erwähnt habe, dass es in den USA Organisationen gibt, die Mustangs umsiedeln - also einfangen, verladen und z.B. in Kalifornien wieder frei lassen. Auf den Kommentar rechts hatte ich entgegnet, dass ich auch vielen Pferden helfe, die sich problematisch verhalten und den Besitzern dabei helfe, eine Beziehung aufzubauen, dass ich aber im Gegensatz zu den Machern des Mustang Makeovers dazu stehe, dass ich damit mein Geld verdiene. Ich erwähnte auch, dass ich mich politisch engagiere, u.a. mit meinem Blog (aber nicht nur). Darauf kam dann diese Reaktion: Es ist zwar durchaus richtig, dass ich in meinem politischen Blog nur ein paar Hundert Leser habe, aber hier in diesem Horsemanship-Blog und im Turnierblog habe ich ein paar Tausend, wobei das ja völlig unerheblich ist. Egal: Jetzt endlich bin ich mittendrin im Thema: Kommerz oder Tierschutzprojekt? Denn das ist ja der springende Punkt, dass Strussione einerseits eine Marketing-Firma betreibt und mit dem Mustang Makeover durchaus eine Gewinnerzielungsabsicht hat. Wenn man es aber wagt, dieses laut auszusprechen, wird man der Verleumdung beschuldigt. Per PN hat Strussione bei dem oben angebotenen Telefonat, das ja NICHT meine Fragen betraf, dass er sich gegen den Vorwurf zur Wehr setzen würde, dass er sich die Taschen voll Geld stopfe, da er z.Zt. fünfstellige Beträge zuschieße - noch. Es geht aber m.E. nicht darum, wie viel Gewinn man wirklich macht, sondern darum, ob man beabsichtigt, Gewinne zu erzielen. Denn auch ein Unternehmen, das Verlust macht, ist ein Unternehmen, dann eben eines, bei dem die Geschäftsidee nicht funktioniert. Wenn man dann 1 und 1 zusammenzählt, dann dürfte der Einkauf und die Einfuhr eines Mustangs höchstens 8.000 Euro kosten. Wenn dieser dann für 10.000 Euro versteigert werden würde, dann wären das schon mal 30.000 Euro Gewinn bei 15 Pferden, da ja die Trainer meines Wissens nichts dafür erhalten, dass sie die Pferde ausbilden und unterbringen. Bei 6.700 Zuschauerplätzen und einem angenommen Wochenendticketpreis von 80 Euro wären das Einnahmen von € 536.000,- - also eine halbe Millionen Euro allein über die Eintrittsgelder. Klar, das Marketing und das Mieten des CHIO-Geländes wird auch Geld kosten, aber da gibt es ja auch noch andere Einnahmequellen. Nachdem jemand Pfiffiges, eine Preisliste auf der Mustang Makeover Seite gefunden hat, wurde diese ganz schnell gelöscht, aber es ist jemandem noch gelungen eine PDF herunterzuladen und ein paar Preise will ich Euch hier einmal nennen: Bandenwerbung in der Albert-Vahle-Halle & im Deutsche-Bank-Stadion: € 1.245,- Anzeigen in der Eventzeitung zwischen € 650,- und € 1.950,- Messestände zwischen € 902,- (3 x 3 m) und € 3.850,- (10 x 5 m) Paketpreise: Sponsoring-Beiträge z.B. Silber € 4.750 ,- / Platin: € 32.350,-  Und wenn man wie der Veranstalter einen Mustang-Deckhengst besitzt, mag es zwar sein, dass man dieses Event nicht deswegen ins Leben ruft, UM zu züchten, aber würde man NEIN sagen, wenn sich einer der Stutenbesitzer ein Fohlen wünscht?? Bei einer Decktaxe von € 750,- wie man hört?? Also ich komme jetzt mit rechnen nicht hinterher, aber dass es hierbei um Geld, sogar um sehr viel Geld geht, DAS sieht ein Blinder mit dem Krückstock. Warum stehen die Veranstalter nicht einfach dazu? Ist doch an sich nichts Verwerfliches, dass man mit seiner Arbeit Geld verdienen will. Ein wenig witzig wird es, wenn eine Facebook-Seite, die Kritik am Mustang Makeover äußert, dazu aufgefordert wird, den Namen Mustang Makeover nicht zu benutzen, weil es ja ein geschützter Markenname sein, worauf auf Facebook Leute jetzt immer von dem, der nicht genannt werden darf, sprechen. Diese Seite kritisiert das Mustang Makeover unter Tierschutzaspekten. Das sehe ich differenzierter, einerseits muss man bedenken, dass ein Muskelaufbau rein anatomisch sechs Wochen dauert, aber ich denke schon, dass man ein Pferd binnen drei Monaten einreiten kann (z.B.: zwei Wochen Beziehungsaufbau, sechs Wochen Muskelaufbau, vier Wochen für Einreiten), wenn man etwas von Pferden versteht. Selbst wenn es wohl ein wenig überflüssig ist, etwas mehr als ein Dutzend Mustangs aus Tausenden nach Deutschland zu holen, so werden ja auch andere Pferde mit dem Flieger über den Teich geholt und da sagt ja auch keiner was. Ich finde es auch nicht verwerflich, dass man mit Pferden sein Geld verdient, dass ist ja bei jeder großen Veranstaltung so: Auf der Equitana, bei der Appassionata, selbst beim Trainer von nebenan. Und überall gibt es schwarze Schafe, die für den Erfolg bereit sind, quasi ihre Seele zu verkaufen und es gibt andere, die das Geld verdienen mit viel Herz und Tierliebe unter einen Hut bringen - unter den Turnierreitern wie unter den Freizeitreitern. Was mich stört, ist die Tatsache, dass der Veranstalter eigentlich alles haben will und je nachdem, wer gerade der Ansprechpartner ist, das Event mal als eine Art Tierschutzprojekt verkauft (siehe auch 2. Screenshot oben), dann aber wieder als leistungsfähiges Event mit hohen werbetechnischen Synergieeffekten darstellt, wenn es darum geht, Sponsoren von den hohen Werbepreisen zu überzeugen. Auch erscheint es mir so, dass buchstäblich vor nichts zurück geschreckt wurde, um wirklich alle potentiellen Kunden mit ins Boot zu bekommen. Die Zielgruppe scheint jeder zu sein, der weiß, was ein Pferd ist: Die Damen mit dem weichen Herz, die schon wegen der "geretteten" Mustangs im Publikum sitzen wie auch die knallharten Cowboys, die sehen wollen, wie weit man ein Pferd in drei Monaten bringen kann und eine tolle Show erwarten. Zwar betont der Veranstalter immer wieder, dass es nicht Ziel sei, dass die Pferde geritten werden, denn eine tolle Freiheitsdressur könnte auch zum Sieg führen. Auf der anderen Seite glaube ich kaum, dass sich diese Eintritts- und Sponsorenpreise rechtfertigen ließen, wenn jetzt alle 15 Trainer ihre Pferde unisono nur eine Runde an der Hand durch die Hallen führen würden und dass das dann alles ist, was der Zuschauer für teuer Geld zu sehen bekommt. Alleine durch die Tatsache, dass es sich bei dieser Trainer-Challenge um einen Wettbewerb handelt (ja, ja, ich weiß, ich weiß: Bernd Hackl hat gesagt, dass der Wettbewerbsgedanke fehlt), ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Trainer in irgendeiner Form ins Zeug legen: Denn wer dort als Gewinner herausgeht, der hat sich deutschlandweit einen Namen gemacht oder auch die Chance, seinen angeschlagenen Ruf zu reparieren. Und gegen all das ist auch gar nichts einzuwenden. Jemand, der im normalen Turniersport deutscher Meister wird, der hat sich ja auch ins Zeug gelegt: Jahrelang. Aber jetzt kommt der springende Punkt: Wenn der Veranstalter des Mustang Makeover sich so schwer damit tut, dass er schon bei der geringsten Kritik von Beleidigung und Verleumdung spricht und mit Klagen droht, auf seiner Firmenseite reihenweise Leute blockiert, z.T. sogar deren Kommentare löscht, dann sollte man doch meinen, dass dieser Jemand, der nicht einstecken kann, sicherheitshalber auch nicht austeilt. Denn wer austeilt, zu dem kehrt die Kritik wie ein Bumerang zurück. Aber weit gefehlt. Ich zitiere von der Startseite www.mustangmakeover.de: "EINE ECHTE ALTERNATIVE ZU WETTBEWERBS- UND TURNIERVERANSTALTUNGEN: Du hast schon oft auf dem Turnier/Wettbewerb gestanden und dich gefragt, warum der Sieger gewonnen hat, obwohl ein anderer Reiter sein Pferd viel harmonischer präsentiert hat? Dann bist du beim MUSTANG MAKEOVER genau richtig. Es gibt ihn, den Wettbewerb der über Harmonie und Vertrauen bewertet wird. Wir haben es uns zum Ziel gemacht genau hinzuschauen. Was sagen uns die Ohren des Pferdes, hat das Pferd entspannte Augen oder sind die Nüstern gekräuselt? Wie gerne arbeitet das Pferd wirklich mit seinem Reiter zusammen? LASST UNS GEMEINSAM DIE WELT DER PFERDE ETWAS BESSER MACHEN... Helft mit diese Veranstaltung bekannt zu machen, denn das sollte die Zukunft sein. Keine Pferde hinter der Senkrechten, keine aufgerissene Augen und blaue Zungen. Wir wollen entspannte Pferde die sich vertrauensvoll dem Reiter anschließen und im Team mit dem Reiter zusammen arbeiten..." Wo bitte ist das eine Alternative zum normalen Turniersport? Auf Turnieren kann jeder mitmachen, zumindest in den unteren Leistungsklassen. Um einen vergleichbaren Titel im normalen Turniersport zu erlangen (z.B. Deutscher Meister), muss man sich erst einmal qualifizieren und da gilt: "Auf das der Bessere gewinnt" - beim Mustang Makeover muss man aber Promi sein, um mitmachen zu dürfen. Der Reiter wurde verwarnt, der Ritt wurde abgebrochen und ist so gar nicht repräsentativ für den Turniersport. Gegenfrage: Muss das sein, dass das MMO sich als Unternehmen derart abfällig über Einzelfälle äußert? Um an dieser angeblichen Alternative zum Turniersport namens Mustang Makeover teilzunehmen, muss man offenbar entweder ein TV-Star sein oder jede Menge Follower auf Youtube oder Facebook haben oder aus einem anderen Grund besonders sehenswert fürs Publikum sein. Da hat ja noch nicht einmal der Otto-Normal-Trainer eine Chance, geschweige denn der Otto-Normalreiter (und NEIN, ich habe mich nicht beworben, aber in einem Nebensatz von Strussione klang durch, ob ich nicht auch Interesse hätte und ich habe verneint, weil ich den Eindruck hatte, man will meine Kritik durch dieses Angebot im Keim ersticken). Meine Kritik ist übrigens ganz und gar nicht persönlich, auch wenn mir das immer wieder unterstellt wird - meist heißt es sogar noch, ich würde aus Neid über diese gesellschaftlichen Mißstände berichten. Nein, das hat rein gar nichts mit Neid zu tun: Ich zähle einfach Fakten auf und faktisch ist das Mustang Makeover eben so gar KEINE Alternative zum normalen Turniersport, denn nicht nur, dass es eben nicht für Jedermann ist: Es gibt kein Regelbuch, keine ausgebildeten Richter usw. usw. und falls es das doch geben sollte, so wurde es (wie so oft) nicht kommuniziert. Nicht zu vergessen, dass auf JEDEM Turnier der harmonischste Ritt zum Sieg führt (es sei denn man hat den falschen Weg oder gegen eine andere Regel verstossen). Einfach nur behaupten, dass es keine aufgerissenen Augen geben wird (wie will man das zum jetzigen Zeitpunkt wissen?) und so zu tun als wäre man Alleinanbieter in Sachen Harmonie überzeugt mich persönlich nicht. Hierzu habe ich ein Video gemacht, aber bevor ich Euch das zeige, noch eine Frage: Hat jemand Lust, einen Gastbeitrag für diesen Themenmonat Mustang Makeover zu schreiben? Falls ja, bitte eMail an nicola-steiner@t-online.de Werft noch schnell einen Blick in meine Bücher und hinterlasst einen Kommentar. Danke.
04.06.2017
Nicola Steiner Horsemanship
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Gestern habe ich ein satirisches Plädoyer geschrieben, nachdem das Grundgesetz abgeschafft gehört, weil es keiner mehr haben will (including : Nicola-Steiner-Bullshit-Bingo) - HIER nachzulesen - und heute kommt der Tragöde zweiter Teil: Wenn wir nun einmal dran sind, lasst uns Nägel mit Köpfen machen und Journalismus und Presse auch komplett abschaffen. Kann weg, braucht keiner mehr, denn es gibt ja heutzutage selbsternannte Facebook- & Youtube-Experten, die finden dass der Journalismus als vierte Gewalt im Staat ausgedient hat. Kontrollfunktion der Presse – was soll das denn sein? Wenn der Presse was nicht gefällt, soll sie doch einfach mit dem Allerwertesten zuhause bleiben. Wusstet ihr eigentlich, dass die Berufsbezeichnung „Journalist“ nicht geschützt ist? Jeder darf sich Journalist nennen und damit auch diese Kontrollfunktion der Presse wahr nehmen – im Sinne der Pferde, im Sinne der Verbraucher. Aber auch unter den Verbrauchern sind nicht alle gleich, denn man darf alles und jeden kritisieren, aber doch bitte keine Leute des gleichen Berufsstandes, denn der Grundsatz „Kollegenschelte“, bei dem die einen Krähen den anderen keine Augen auskratzen dürfen, wiegt viel schwerer als jegliches Gesetzbuch (es sei denn Bernd Hackl, Sandra Schneider oder der Veranstalter des Mustang Makeover kritisieren den Rest der Reiterwelt in Grund und Boden – dann ist es genau andersherum). Das wurde mir neulich von einer anderen Bloggerin erklärt, die selbst sowohl VOX-Pferdeprofis als auch Mustang Makeover kritisiert hat. Aber wenn zwei dasselbe machen, dann ist es noch lange nicht dasselbe. Sie wäre ja keine Trainerin – die darf das, bei mir ist es Kollegenschelte: ich darf das nicht. Ja, nee … iss klar. Zensur ist ja nur dem Staat untersagt, Facebook darf das sehr wohl und wenn Sachargumente fehlen, dann kann man ja versuchen, Kritiker mundtot zu machen, indem man ihnen droht. Mit Klagen z.B. (HIER gibt es eine Satire zu: Der Pepper-Verlag verklagt unseren Blog). Oder man droht Kritikern unterschwellig damit, sie finanziell zu ruinieren z.B., indem deren Google- & Facebook-Seite sowie deren Bücher negativ bewertet werden (mir passiert), andere müssen sich öffentlich dafür entschuldigen, dass sie es sich erdreistet haben, etwas Kritisches gegen das Mustang Makeover zu sagen, denn sonst wird geklagt (in meiner Satire-Facebook-Gruppe angedroht – HIERnachzulesen), aber wenn man gelobt, lieb und brav zu schweigen, gibt es eine Freikarte geschenkt und die Klage-Drohung wird ad acta gelegt. Wer klagt, braucht nicht nur Richter, der braucht auch Gesetze, wo wir ja eigentlich dachten, die könnten größtenteils weg. Ist einfach zu mühsam, ständig das Strafgesetzbuch nach Gutdünken zu verbiegen. Ein kleines bisschen Grundgesetz darf es daher schon noch sein, denn wenn der Gleichheitsgrundsatz weg kommt, ist das Problem ja schließlich gelöst. Praktisch für TV-Sender, praktisch für Event-Manager, denn durch die Abschaffung des Artikel 3 GG kann so ein Veranstalter nach Gutdünken darüber entscheiden, in welchen Fällen das Strafgesetzbuch Anwendung findet und in welchen nicht. Sagt jemand z.B. etwas Kritisches übers Mustang Makeover im Sinne von: „Da geht es doch gar nicht ums Tierwohl, die wollen sich alle bloß die Taschen voll Geld stopfen„, dann ist das angeblich weder Meinung noch Werturteil, sondern Beleidigung nach § 185 Strafgesetzbuch und eine unwahre Tatsachenbehauptung, weil der Veranstalter das eben so empfindet. Der wiederum darf sagen, was er will und sogar unwahre Tatsachen vor sich hin behaupten und schwuppdiwupp darf er die Gerichte für seine Zwecke „Leben-und-leben-lassen SPRICH: Klappe-halten“ anrufen, denn wer klagt hat Recht, sagt Facebook. Warum sich dann überhaupt die Mühe machen zu klagen? Ich verstehe manchmal die Welt nicht mehr. Beim Mustang Makeover dürfen ja auch die VOX-Pferdeprofis mitmachen und da sagt der Veranstalter, dass die erfahren sind und wenn der das sagt, dann ist das so. Die wissen ja bekanntlich, was sie tun, selbst dann, wenn sie Pferde mit Hengstketten longieren, Longenkarabiner durch Pferdemäuler ziehen, lahme Pferde reiten bzw. solche korrigieren, die nur buckeln, weil sie Schmerzen haben. Und wer hinter all diesen Aktivitäten den Tierschutzgedanken nicht entdeckt, der ist bekanntlich nur neidisch und psychologisch erwiesenermaßen profilneurotisch. (WEITERLESEN)
02.06.2017
Nicola Steiner Horsemanship
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Also, ich denke ja, das kann weg. Das will ja keiner mehr, wenn man sich so die Diskussionen auf Facebook oder die Kommentare unter Youtube-Videos anschaut. Als ich jung war, gab es ein Phänomen, das sich Diskussion nannte. Person A sagt, finde ich doof, weil .. und Person B behauptete das Gegenteil, weil … – landläufig Sachargumente genannt. Sowas Überflüssiges kann auch weg, weilzeitaufwendig. Da muss man sich ja erst mal informieren, bevor man den Rand aufreißt – Gott bewahre. Wer es aber heutzutage wagt, sich tatsächlich zu informieren und sich anhand dieser Informationen eine Meinung zu bilden, der wird virtuell gesteinigt oder auf den Facebook-Scheiterhaufen gezerrt. Ich zum Beispiel bin ja der Meinung, die VOX-Pferdeprofis taugen nichts als Pferdetrainer, zumal da oft genug die Pferde dann doch verkauft werden müssen, weil die Besitzer trotz monatelanger „Therapie“ immer noch nicht klar kommen oder das ursprüngliche Problem gar nicht erst gelöst wurde. Das spreche ich nicht nur frank und frei aus, sondern kann es auch anhand der Sendung belegen, aber das interessiert die Youtube- und Facebook-Inquisitoren nicht, denn die können hellsehen, aber sowas von. „Du bist ja nur neidisch„, ist das Totschlagargument Nr. 1 knapp gefolgt von: „Du hast ja persönlich was gegen den Bernd und willst den nur fertig machen. Das ist psychologisch erwiesen.“ Das Naheliegendste, dass ich ihn deswegen kritisiere, weil er im TV m.E. einfach nur einen schlechten Job am Pferd macht, interessiert die Social-Media-Inquisition einen feuchten Kehricht. Meine Sachargumente werden somit geflissentlich ignoriert oder diffamiert von Leuten, die sagen: „Ich gucke die Sendung ja nicht, aber …“. Also, ich schaue die Sendung sehr wohl und kann das deswegen auch beurteilen, was uns da an Mumpitz gezeigt wird. Daran würde auch die Behauptung der Fans nichts ändern, dass die VOX-Profis ganz toll arbeiten, sobald einer die Kamera ausschaltet. Denn aufgrund einer Sendung kann man ja nicht den Menschen bewerten. Nö, kann man wirklich nicht, will man aber auch gar nicht, denn man beurteilt ja explizit die Sendung samt Darstellern und die sind selbst Schuld, wenn sie immer das Schlechteste ihrer Arbeit im TV zeigen. Egal: Vor allem stört man sich ja daran, DASS ich es überhaupt wage, meine Meinung zu sagen – und dann auch noch so oft und sogar in Blogs und Youtube-Videos. Was glaube ich eigentlich, wer ich bin?, wurde ich schon gefragt. Mein Verhalten ist so ungeheuerlich, dass deswegen der Artikel 5 des Grundgesetzes weg müsste. Oder doch nicht? Ich vergaß: Herr und Frau Inquisitor wollen sich ja gelegentlich selbst auf den Artikel mit der Meinungsfreiheit berufen, besonders bei der Gelegenheit, wo sie mir nach Gutdünken Gott weiß was unterstellen.  Dafür kommt der Artikel 5 gerade recht, um eine Beleidigung unter dem Deckmantel Meinung zu verbreiten und das am Liebsten über mich. Das sei schon deswegen gerechtfertigt, weil ich ja keine Person des öffentlichen Lebens bin (was das ist, wird in nachfolgenden Links erklärt). https://de.wikipedia.org/wiki/Person_des_%C3%B6ffentlichen_Lebens bzw. mandanteninformation.de/recht/mdt/51704976UM/inhalt/texte/201212/t20121211 Fundstück auf Facebook – meinen die etwa mich? Jetzt komme ich echt nicht mehr mit. Ich habe das ja immer so verstanden, dass man gerade Personen des öffentlichen Lebens kritisieren und sogar verspotten darf, weil das öffentliche Interesse höher bewertet wird als die Persönlichkeitsrechte von Prominenten. Aber wie kann ich es wagen, als Nicht-Jurist, Gesetze zu zitieren? Wenn ich am Rande erwähne, dass ich das mal studiert habe, dann will ich mich ja nur profilieren. Auch bei der Definition „Person des öffentlichen Lebens“ verdrehe ich ständig die Tatsachen. Ich habe ja von nix ne Ahnung und davon zuviel und behaupte dreisterweise, dass in den Links oben abgewägt wird zwischen Art. 1 GG (Persönlichkeitsrechte) und Art. 5 (öffentliches Interesse bei Promis). Wen interessierts, solange es nicht gegen VOX-Pferdeprofis oder das Mustang Makeover geht? Am Rad dreh ich am Liebsten Fassen wir zusammen: Artikel 5 des Grundgesetzes soll zwar nicht weg, aber ich soll trotzdem nicht ständig auf allen Kanälen meine Meinung rausposaunen (dafür hätte man dann gerne einen Anti-Nicola-Steiner-Paragraphen – entsprechende FB-Gruppen gibt es ja schon – Foto). Da kann ich vielleicht sogar behilflich sein und ein bisschen am Artikel 3 GG, dem Gleichheitsgrundsatz, herum schrauben. Denn wenn der Bernd Hackl im TV Pferde reitet, die sichtbar lahmen, dann weiß er, was er tut, sonst wäre er ja nicht im TV. Auch Sandra Schneider wird alles … wirklich alles .. verziehen. Ich glaube, der würde man sogar verzeihen, wenn sie eine Guillotine auf den Pferdekopf herab sausen ließe. Zumindest verzeiht man ihr, wenn sie einem Pferd einen Longenkarabiner durchs Maul zieht, um es gefügig zu machen, denn selbst dann verteidigen ihre Fans sie mit Feuereifer: „Sie hat doch gesagt, dass sie es nicht gerne tut.“ Ich vergaß, wenn ein Pferdeprofi etwas sagt, dann darf er machen, was er will: Man glaubt ihm. Auch wenn Bernd Hackl sagt, dass er beim Mustang Makeover keinen Wettbewerbsgedanken habe, dann ist das so und wer etwas anderes behauptet, betreibt Hetze. Ich Dummchen habe das Wort Contest wohl falsch übersetzt, aber das war ja auch eine andere Veranstaltung und die hat er mit Pauken und Trompeten … pardon mit Feuershow rund um die Hufe gewonnen. Dieses Feuerwerk zwischen Pferdebeinen hat die Richter und Zuschauer so beeindruckt, dass sie es dem Hackl-Schorsch nicht übel nahmen, dass er damals anno 2014 als einziger Trainer nicht ein einziges Video vom Training zum Besten gab. Auch diese haltlosen Gerüchte, dass seine Co-Trainerin ihm das Pferd trainiert hat – was sind das für boshafte Leute, die gesehen haben wollen, dass er das Pferd erst kurz vor der Show übernommen hat? Alles Neid und Hetze. Die haben doch persönlich was gegen den armen Padawan-Zöpfchen-Bernd, dem es noch nie im Leben um Ruhm und Geld ging – schon gar nicht fürs TV. Otto-Normaltrainer genießt mitnichten diese Glaubwürdigkeit. Ich z.B. muss nur sagen: „Ich freue mich, wenn ihr meine Firmenseite liket oder auch positiv bewertet„, dann werde ich virtuell gesteinigt. Das ist niederträchtiges, wettbewerbverzerrendes Betteln, man rufe den Verbraucherschutz, denn ich bin ja nicht im TV. Kann mal jemand ein Gesetz gegen Betteln erlassen?  Braucht man das überhaupt, wenn Artikel 3 GG weg ist? Denn ohne diesen Gleichheitsgrundsatz kann künftig der Trainer von nebenan in Grund und Boden kritisiert werden, aber die Personen des öffentlichen Lebens genießen einen ganz besonderen Schutz vor jeglicher Kritik. Die haben ja schließlich auch Gefühle. Der Begriff „Person des öffentlichen Lebens“ wird nun ad absurdum geführt und führt zu rechtlichen Sonderrechten. So hat man das ja auch damals im Mittelalter gehandhabt: Je reicher die Leute, desto vorsichtiger muss man sein, was man sagt. Ich dachte ja immer Demokratie geht anders, aber wer bin ich schon? Unzufrieden, von Neid zerfressen, will mich auf Kosten der VOX-Pferdeprofis profilieren und rede Dinge schlecht, die eigentlich gut sind. Voodoo-Zauber, Hexerei – was ich nicht alles kann. Also: Wem es nicht gefällt: Umschalten und Klappe halten. Selbiges möge man bitte auch auf Spektakel wie das Mustang Makeover (MMO) anwenden. Wem es nicht gefällt, den zwingt ja keiner, hinzugehen und wen interessiert es, wenn es zukünftig diverse Otto-Normal-Trainer ausbaden müssen, wenn er in drei Monaten keine gerittene Feuershow oder eine Freiheitsdressur mit wilden Pferden erarbeitet. Der seriöse Trainer von nebenan kann sich dann den Mund fusselig reden von „pferdegerecht“ und „Zeit geben“, denn das hat der Hackl-Schorsch ja schließlich auch gesagt: Wollen wir mal nicht hoffen, dass er zwar drei Wochen später als alle anderen mit dem Training angefangen hat und am Ende trotzdem eine tolle (Feuer-)Show abliefert. Aber das hat mich ja nicht zu interessieren, wurde ich belehrt. Leben und lebenlassen ist dann das vielzitierte Motto. Mir fällt dazu zwar immer das Isenbarth-Zitat ein: „Und vergesst die Pferde nicht“, aber da bin ich ja sowas von auf dem Holzweg, wo sowohl Pferdeprofis als auch MMO-Veranstalter doch ständig beteuern, wie sehr sie Pferde lieben? Es würde aber jetzt definitiv zu weit gehen zu sagen, dass der Kinderschänder ja auch Kinder unendlich liebt, also sag ich es besser nicht. Deswegen weg mit dem Dreck: Kostet ja auch wirklich unnötige Zeit dieses blöde Grundgesetz. Denn wenn vor dem Gesetz alle gleich wären, müsste man sich selbst als TV-Star oder Event-Manager vorher überlegen, welche Konsequenzen unser Tun und Treiben hat. Wäre ja noch schöner. Besser ist doch, wenn man mit dem Kenntnisstand eines Praktikanten ins TV geht und sich dann Profi schimpft und jeden, der einen entlarvt, als angeblichen Psychopathen an den Pranger stellt, damit dieser nur ja seine Kritik für sich behält, natürlich nicht ohne zu erwähnen: „Gegen konstruktive Kritik habe ich ja rein gar nichts, aber doch bitte respektvoll formulieren“ – auf gut Deutsch: Maul halten. Weg kann auch das Sprichwort: Wer austeilt, muss auch einstecken können. Denn die VOX-Pferdeprofis wie auch die Macher des Mustang Makeover nehmen ja kein Blatt vor den Mund, wenn es gegen andere geht: Laut Mustang Makeover kann man auch die herkömmlichen Turniere abschaffen: Alles Tierquäler. Die Turnierreiter sind nämlich auch dem gestrichenen Gleichheitsgrundsatz zum Opfer gefallen. Über die darf man sagen, was man will, wahr oder unwahr, Verleumdung oder nicht. Da kräht kein Hahn nach. Sandra Schneider sind die Turnierreiter auch per se ein Dorn im Auge, denn zum Turnier kommt man ja nur im Pferdeanhänger und das ist ganz, ganz schlimm für die Pferde, sagte Frau Schneider in einer NDR-Talkshow. Mit dem Flugzeug über den großen Teich macht aber nix – DAS ist ja ein guter Zweck, weil die Mustangs ja so gefährlich … pardon … leicht trainierbar sind. Der Bernd Hackl hat auf Facebook eine Seite, die heißt „08/15 Pferdetraining ohne Hirn und Verstand„. Da dachte ich doch glatt, der spricht von sich selbst und seinem Kumpel dem Mitbetreiber der Seite. Weit gefehlt. Da erfährt man, was die Turnierreiter den Pferden angeblich alles antun, damit die auch ja spuren auf dem Turnier – und wer sagt, dass auf einem regulären Turnier das harmonischste Paar gewinnt, der lügt, dass sich die Balken biegen. Sobald man mit dem Pferdeanhänger auf ein Turniergelände einfährt, ist man ein Fall für Peta. Wenn man aber dann auch noch ein so talentiertes Pferd hat, dass er Champion wird, hat man prompt den besten Freund verloren, so tönt es in Bernd Hackls Märchenstunde, aber die fand dann nicht bei 08/15, sondern auf der Facebook-Seite des Mustang Makeover statt und zwar in Hackls Vorstell-Video. Hoppla!!! Ist mir da wirklich gerade das Wort Mustang Makeover rausgerutscht. Jetzt hagelt es bestimmt wieder eine Klagedrohung, denn einer anderen Seite, die das Mustang Makeover kritisch betrachtet, wurde um die Ohren gehauen, dass das ein geschützter Markenname ist und den darf nur einer aussprechen: Ihr wisst schon wer. Der, der nicht genannt werden darf. Und es ist nicht Lord Voldemort. Apropos Märchen: Die höre ich ja auch, z.B. wenn man mir per PN zuraunt, Hackl wäre früher ebenfalls Turniere geritten, aber dann so nervös gewesen, dass er auf normalen Turnieren nichts gerissen hätte. Und dann gibt es wirklich so boshafte Leute, die unken, dass die, die am Lautesten über die Turnierreiter lästern, selbst auf dem Turnier nichts gerissen haben. Wer am Lautesten Neid ruft, wäre also selbst der Neid in Person. Aber Neid hat ein TV-Profi ja gar nicht nötig, denn für den gibt es andere Lösungen: Man bastelt sich selbst diverse Turniere der Nicht-Turnierreiter (Trainer Contest oder Trainer Challenge genannt)  und da darf praktischerweise nicht jeder mitmachen: Nur für Promis, aber wohl vorzugsweise solche, die auf Westernturnieren erfolglos und bloß keine Reiningtrainer sind. So kann man die Konkurrenz auch ausgrenzen: Bleibt doch Zuhause!!! Wie gut, dass Bernd jeder Wettbewerbsgedanke fern liegt und er auf Turnieren der Nichtturnierreiter jegliche Nervösität ablegt und die Ruhe in Person ist – mit Feuershow und Pipapo, aber möglichst selten Videos vom Training – lieber Fotos, bei denen ganz bestimmt niemand bearbeitet, retuschiert oder die besten ausgewählt hat. Bei Videos läuft man ja Gefahr, dass beim Herausschneiden aller mißratenen Szenen am Ende nichts mehr übrig bleibt, bei Fotos sind bei Tausend Aufnahmen am Ende aber locker ein Dutzend harmonische dabei und selbstverständlich zeigen die das reele Training. Da wird nichts ausgelassen und auch nichts hinter geschlossen Türen trainiert, was weder geknipst noch gefilmt wird, weil top secret. Denn wenn man ein Trainer des Mustang Makeover ist, dann ist man dadurch automatisch eine ehrliche Haut. Das Mustang Makeover sieht sich übrigens als Alternative zum normalen Turniersport – tolle Alternative, denn auf dass der Bessere gewinnt, kannst du hier vergessen. Nicht nur, dass das Turnier den Promis der Pferdeszenze vorbehalten ist: Es gibt auch keine Regeln und falls doch sind sie entweder nicht öffentlich oder als Suchspiel konzipiert, denn auf der Unterseite „Prüfungskriterien“ findet man alles – bloß keine Prüfungskritierien (mittlerweile wurden die Prüfungskriterien komplett weg editiert): Am Ende gewinnt wohl das Pferd, das am Nettesten guckt (so hat es Bernd Hackl in seinem Vorstellvideo umschrieben) und die Veranstalter … pardon .. die US-amerikanischen Juroren, von denen man am Rande in Facebook-Kommentaren liest, können so gut hellsehen, dass sie dem Pferd ansehen, ob mit Zwang gearbeitet wurde oder nicht – das haben sie landläufigen Turnierrichtern voraus. Interessiert aber keinen, denn das gemeine Volk will unterhalten werden und nicht hungern und wer dem Volk Brot und Spiele bietet – mit oder ohne Vierbeiner – der behält seine Privilegien und darf machen, was er will, sofern es denn lustig und unterhaltsam ist. Soeben erschienen ist Teil zwei meiner Reaktion auf die Reaktionen zu meinen Blogartikeln – die Überschrift kann ich jetzt schon verraten: Blogger-Duell: Warum Kollegenschelte nicht das Gleiche ist wie Kollegenschelte Da geht es darum, was ich alles so über mich selbst erfahre, wenn ich gerade mal nicht auf mich achte: Gestern habe ich z.B. gelesen, dass ich im Mai auf einem Bernd Hackl Kurs war und ganz viel applaudiert habe. Entweder habe ich eine Doppelgängerin oder irgendwer hat richtig viel Fantasie. Erstaunt bin ich nur, dass es so viel Staub aufwirbelt, wenn ich sage, dass ich die VOX-„Profis“ doof finde und deswegen auf einmal so ein Bohei um meine Person veranstaltet wird. Mir werden sogar Gedichte gewidmet und eine Arschloch-Blogger-Kollegin liefert sich auf Facebook Wortduelle mit mir. Hat man der etwa auch eine Freikarte fürs Mustang Makeover geschenkt? Es gibt nämlich mehrere Wege an kostenlose Karten zu kommen: Kostenlos an dem Wochenende arbeiten, um das Schmankerl Pferdeauktion zu sehen, bei einer Umfrage mitmachen, die eigentlich ein Gewinnspiel ist oder sich kritisch übers Event äußern, dann entweder weniger kritisch oder aber kritisch gegen Voldemorts Gegner lamentieren (mich z.B.) und eine Freikarte geschenkt bekommen. Mein persönliches Fazit ist ja: Volltreffer ins Wespennest. Denn wenn man mich derartig bekämpft, dann scheint man große Angst vor meiner Glaubwürdigkeit zu haben, aber dazu im 2. Teilder Satire. Da erfahrt ihr dann auch, wie uninteressant mich Leute finden, die mich seit Wochen auf ganz Facebook stalken und tagelange Diskussionen über mich führen, weil ich ja an dieser Profilneurose leide, Werbung auf Facebook mache und schon deswegen ebenfalls Person des öffentlichen Lebens bin, weil ich ja Blogs und Youtube-Kanäle habe und die sind ja schließlich öffentlich. Ah,  jetzt ja, eine Insel … äh … ein Arschlochpferd und seine Herde. Foto: Ohne Herde, aber dafür paniert. Obwohl ich ja so ein bitterböser Mensch bin und alles nur schlecht mache, habe ich den VOX-Pferdeprofis schon vor Jahren Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Auf eine Antwort warte ich noch heute:  Offener Brief an VOX (und Mina TV – die Produktionsfirma von Martin Rütter) Den Veranstaltern des Mustang Makeover habe ich ebenfalls diese Gelegenheit gegeben, das gehört journalistisch gesehen einfach zum guten Ton:  25 Fragen an die Macher der Mustang Makeover  und in Ermangelung einer Antwort, hab ich das getextet: MMO – der Bericht: Keine Antwort ist auch ’ne Antwort Und auch noch diese beiden Blogbeiträge, weil es ein Themenmonat auf 12oaks-ranch.blogspot.de war: MMO im Kampf gegen das Grundgesetz Hat das Mustang Makeover womöglich das Rad neu erfunden? Weil ihr das oben bestimmt nicht lustig findet: Ich habe ja mal ausnahmsweise eine Satire in Buchform geschrieben, die dann doch zum Schmunzeln einlädt – HIER geht’s zur Leseprobe. Meine Lehrbücher zum Pferdetraining findet ihr auf meiner Homepage: http://www.12oaks-ranch.de/buchtipps/ Und weil bald Bundestagswahl ist, möchte ich noch auf meine anderen Blogbeiträge hier im politischen Blog verweisen, die ihr hier unmittelbar anklicken könnt: Skandal im Jobcenter – Gelder in Verwaltung umgeleitet Was ist wichtiger? Die Katze oder das Biotop? Von der Avon-Beraterin in den Haustürwahlkampf Von Schildbürgerstreichen und dem unfreiwilligen Abenteuerschwimmbad Besonders den Ersten solltet ihr Euch durchlesen, denn das Umleiten der Gelder für die Bedürftigen an die, die die Bedürftigen verwalten, ist nur ein Randthema. Es geht auch darum, dass es gute Gründe dafür gibt, sich die Zeit zu nehmen, die Wahlprogramme der Parteien selbst durchzulesen, denn auf den Wahl-o-Mat solltet ihr Euch besser nicht verlassen. (PROGRAMM DER GRÜNEN für die Bundestagswahl). Gerade heute habe ich 10 Forderungen von CAMPACT gesehen, die fast identisch mit dem sind, was die Grünen fordern. Der Wahl-O-mat fragt ja nur bestimmte Fragen ab, wohingegen andere gar nicht abgefragt werden und vor allem hat man keine Möglichkeit, seine Schwerpunkte zu gewichten: Wenn sich von 20 Fragen nur drei um soziale Gerechtigkeit, Umwelt- und Tierschutz drehen, dann kann es sein, dass die 17 anderen Fragen für Euch gar nicht relevant sind und somit Euer Ergebnis verfälschen. Also: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
01.06.2017
Nicola Steiner Horsemanship
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Sehr geehrte Frau Strussione, sehr geehrter Herr Strussione, da ich mich über Ihre Website und Youtube-Kanäle intensiv über Ihr Event informiert habe, ergeben sich für mich einige Fragen. Ich plane in meinem Blog (12oaks-ranch.blogspot.de bzw. steiner-horsemanship.blogspot.de - ggf. als Themenmonat) über Ihr Event Mustang-Makeover (MMO) zu berichten. Da ich gelegentlich für Pferdeportale schreibe (z.B. 4my.horse oder selten auch hufgefluester.eu) würde ich diesen Bericht oder (falls es zu einer e-Mail-Stellungnahme kommt) auch bzw. nur dieses Interview den genannten Portalen zwecks Veröffentlichung anbieten (beide Portale erhalten eine Kopie dieser eMail). Sollten Sie zu den vorgenannten Fragen keine Stellungnahme abgeben wollen, würde ich schreiben, dass der Veranstalter nicht zu einer Stellungnahme bereit war bzw. erwähnen, dass einzelne Fragen mit "Kein Kommentar" erwidert wurden, falls dem so sein sollte. Sie sind also nicht verpflichtet, hierauf zu antworten. Sollte ich bis zum 5. Juni nichts von Ihnen gehört haben, würde ich dies entsprechend publizieren. Allerdings möchte ich Sie explizit bitten, im Falle einer Stellungnahme, die Fragen (per eMail) schriftlich zu beantworten, weil ich mir ungern nachsagen lassen möchte, ich hätte Sie nicht wort- bzw. sinngetreu zitiert und es am Telefon für mich keine Möglichkeit gibt, Aussagen im Nachhinein zu belegen, falls die Berichterstattung im einen oder anderen Punkt kritisch sein sollte - wobei ich hier selbstverständlich völlig offen bin, da ich die Antworten ja noch nicht kenne und somit auch eine positive Berichterstattung im Bereich des Möglichen ist.  1. Auf der Startseite Ihrer MMO-Homepage steht:  LASST UNS GEMEINSAM DIE WELT DER PFERDE ETWAS BESSER MACHEN... 1. Wie wollen Sie Ihren gesetzten Vorsatz umsetzen? Bezieht er sich auf alle Pferde der Welt oder nur auf die 16 Mustangs? Warum wurden aus 15 Teilnehmern eigentlich nachträglich 16 und ist ein 17. Trainerplatz frei, weil es ein 17. Pferd gibt? 2. Haben Sie die VOX-Sendung vor der Auswahl der MMO-Trainer angeschaut, um sich selbst ein Bild von den Trainern zu machen? Werden in Sachen Tierschutz Abstriche gemacht, damit Trainer durch ihren Bekanntheitsgrad Zuschauer anlocken, um das Event zu finanzieren?  3. Wie passt es zu diesem Vorsatz, dass derart umstrittene Trainer wie Bernd Hackl und Sandra Schneider sich für dieses Event qualifizieren konnten? 4. Ist Ihnen bekannt, dass Sandra Schneider in der Sendung VOX-Pferdeprofis einem Pferd mehrfach und über einen Zeitraum von mehreren Wochen einen Longenkarabiner durchs Maul gezogen hat, um es gefügig zu machen? (entsprechende Kopien der Sendungen habe ich privat archiviert).       5. War Ihnen vor der Auswahl dieser beiden Trainer bekannt, dass Bernd Hackl sich in der VOX-Sendung mit Aussagen dem Pferd gegenüber wie "Ich-Chef-Du-Nix" oder "Das Pferd hat jetzt Stress, aber das macht nichts" hervortut und auch entsprechend handelt?    6. Ist Ihnen aufgefallen, dass die Pferde, die in der Sendung wegen Buckeln "therapiert" wurden, z.T. lahm gingen, sogar ein Schulpferd von Bernd Hackl, was mit Worten wie "Er geht hinten etwas steif" von Bernd Hackl abgetan wurden. Andere Pferde hatten einen Sehnenschaden oder Kissing Spines, was wohl die Ursache fürs Bocken war, wurden aber wochenlang geritten, bevor ein Tierarzt konsultiert wurde. Wie ist das damit zu vereinbaren, dass Sie die Welt der Pferde besser machen wollen?   7. Wie stellt der MMO sicher, dass die Mustangs nicht geritten werden, wenn sie krank sind? Wie stellen Sie als MMO sicher, dass den Pferden, falls sie sich wehren, bspw. kein Longenkarabiner durchs Maul gezogen wird, falls diese nicht wie von der Trainerin gewünscht parieren?    8. Die Zeit von 90 Tagen ist ein recht eng bemessener Zeitraum, wo ich durchaus zugestehe, dass seriöse Trainer den Pferden etwas beibringen können, ohne dass ein Pferd Schaden nimmt. Wie sieht das aber aus, wenn die Zeit von 90 auf 80 Tage verkürzt würde, weil ein Trainer eigenmächtig später mit dem Training beginnt, angeblich, um das Pferd ankommen zu lassen? Ist ein solches Vorgehen regelkonform? Gibt es überhaupt Regeln dazu, WIE die Trainer trainieren dürfen?    9. Mir wurden Gerüchte zugetragen, dass in einem Trainer Contest, das ein Pferd von anderen als dem teilnehmenden Trainern trainiert wurde - dieser Trainer soll jetzt Teilnehmer des MMO sein. Ohne den Wahrheitsgehalt dieser Aussage prüfen zu wollen: Wie wollen Sie sicherstellen, dass nicht einer der Trainer seinen Mustang anderswo in Beritt gibt und den Trainingserfolg als den eigenen ausgibt, isbd. wenn der Fremdtrainer dafür im eigenen Stall des Teilnehmer wohnt, angestellt ist oder (vorübergehend) arbeitet?   10. Inwiefern trägt Ihr Motto, die Welt zu verbessern dazu bei, dass das Event Anfang August in Aachen, als Wettbewerb ausgeschrieben ist? Hätten die Trainer ihre Methoden nicht auch vorstellen können als gleichwertig gute Methoden, ohne dass am Ende ein Ergebnis à la "Trainer As Methode ist besser als Trainer Bs Methode und die Methode von Trainer Z taugt gar nichts, der wurde ja Letzter beim MMO" vom Publikum wahr genommen wird?  11. Versteht sich das MMO als Alternative zum regulären Turniersport? Inwiefern? 12. Wen genau meinen Sie, wenn Sie auf ihrer Website von blauen Zungen, Köpfen hinter der Senkrechten und aufgerissenen Pferdeaugen sprechen? Ist es Absicht, dass Sie nicht zwischen Western- und English-Turnieren differenzieren? Was sagen Sie zu dem Vorwurf, dass das MMO alle Turnierreiter über einen Kamm schert und es so aussehen lässt, als wären die wenigen schwarzen Schafe repräsentativ für den Turniersport.   13. Nach welchen Kriterien konnten sich die Teilnehmer qualifizieren? Wurde darauf geachtet, dass es so etwas wie Chancengleichheit von bekannten Trainern bzw. Youtube-Stars gegenüber nicht bekannten Trainern gab? Gab es ein unabhängiges Gremium oder eine Jury? Wer hat es entschieden? War den Bewerbern bekannt, nach welchen Kriterien sie ausgewählt wurden? Gab es Pflichtaufgaben, mit denen sich die Teilnehmer qualifiziert haben? Warum sind kaum Englisch-Reiter unter den Trainern? Warum keine Trainer, die auch normale Turniere reiten (bis auf eine)?  14. Wer sind die Richter? In welcher Form haben diese sich für die Funktion des Richters qualifiziert? Welche Ausbildung haben die Richter? Sind Richter und Veranstalter ein und dieselbe Person?     15. Gibt es ein Regelbuch? Wer hat dieses ausgearbeitet? War das Regelbuch den Teilnehmern bekannt, bevor sie sich beworben haben? Wurden nach Beginn des Wettbewerbs Regeln geändert? Falls ja: Warum und erfolgte dies unter Einbeziehung der Teilnehmer? Haben die Teilnehmer Startgebühren an den Veranstalter gezahlt? 16. Wenn es keinen Punktabzug gibt, falls ein Teilnehmer absteigen muss, weil sein Pferd dem Rummel auf dem CHIO-Gelände in Aachen nicht gewachsen ist - wie wollen Sie sicherstellen, dass die Fairneß gegenüber den anderen Teilnehmern sichergestellt wird? Sehen Sie die Gefahr, dass dadurch der Begriff Wettbewerb ad absurdum geführt wird, weil ein Teilnehmer der schon nach wenigen Schritten absteigt schon durch das Absteigen ein gelassenes Pferd hat. Auf regulären Turnieren wird Risiko belohnt - wird beim MMO Risiko bestraft?     17. Wie hoch sind die Preisgelder? Ist Ihnen bewusst, dass (auch ohne Preisgelder) der Gewinner des MMO als bester Trainer Deutschlands gehandelt werden könnte und dies für ihn ein hoher Imagegewinn sein könnte, wodurch er sein Einkommen erheblich steigern kann, so dass er auf Preisgelder nicht angewiesen ist? Gab es diesbezüglich im Vorfeld Überlegungen aus Tierschutzgründen vom Wettbewerb Abstand zu nehmen?  18. Auch wenn ein guter Trainer in drei Monaten viel erreichen kann, ohne dem Pferd zu schaden, so besteht explizit bei Pferden auch die Möglichkeit, diese regelrecht zu brechen, die sich dann wie gehorsame Roboter verhalten sollen. Wie stellen Sie sicher, dass keiner der Trainer aus Ehrgeiz von einer solchen tierschutzwidrigen Trainingsmöglichkeit Gebrauch macht? Ist Ihnen bewusst, dass ein Event, dass die Aufmerksamkeit einer großen Öffentlichkeit auf sich zieht, Vorbildfunktion hat, wodurch der ganz normale Trainer zuhause unter Druck gerät, weil der Kunde ihm vorhält: "Beim Mustang Makeover ging das ja auch in drei Monaten." Sehen Sie die Gefahr, dass durch ein solches Event Standards gesetzt werden, isbd. vor dem Hintergrund, dass bei einem regulären Turnier die Trainingszeit der Jungpferde mindestens ein Jahr unter dem Reiter beträgt und davor ja bereits Ausbildung am Boden stattgefunden hat? 19. Ist es verpflichtend, dass die Teilnehmer regelmäßig Videos vom Training abliefern? In welchen Abständen soll das geschehen? Was passiert, wenn ein Teilnehmer diese Abstände nicht einhält oder sogar gar keine Videos abliefert? 20. Finden Kontrollen bei den Teilnehmern statt? In welchen Abständen und wie wird sicher gestellt, dass die Teilnehmer im Falle einer Kontrolle nicht wissen, dass es eine Kontrolle ist, denn ansonsten würden sie sich ja sofort anders verhalten, sobald der Kontrolleur erkannt wird - wobei ich die meisten Trainer auch persönlich als pferdegerecht einschätze, aber eben nicht alle. Sollte aber in einem Einzelfall eine solche Kontrolle ergeben, dass ein ehemaliger Mustang (sie leben ja nicht mehr wild) nicht optimal versorgt oder trainiert wird, würde das MMO Konsequenzen ziehen? Welche? 21. Ist es wahr, dass ein ursprünglicher Teilnehmer - Alex Madl - abgesprungen ist und auf seiner Facebook-Seite gepostet hat, dass er sich mit dem MMO nicht mehr identifizieren kann und diese seine Aussage durch die Bearbeiten-Funktion später entschärft hat? Warum ist der Teilnehmer Mihai ausgeschieden, obwohl auch er ursprünglich seine Zusage erteilt hatte?  22. Ist es Zufall, dass ausschließlich Stuten für das Event ausgesucht wurden (oder sind die beiden letzten Pferde Hengste)? Ist es wahr, dass Sie als Veranstalter einen Zuchthengst besitzen und für einen Decksprung derzeit 750 Euro verlangen? Sollen dadurch die hohen Kosten, um das Event vorzufinanzieren hereingeholt werden? Besteht eine Gewinnerzielungsabsicht? Werden beim Mustang Makeover 2018 auch ausschließlich (Zucht-)Stuten eingeführt? 23. Sollen die Mustangs versteigert werden? An jedermann oder müssen sich die Bieter bewerben? Falls ja, welche Kriterien gibt es? Werden die Bieter gefragt, ob sie beabsichtigen, mit Ihrer Stute zu züchten? Falls die Bieter auf Herz und Nieren geprüft werden - wie erfolgt diese Prüfung? Schriftlich, Privatbesuch, Bekanntheitsgrad, Leumund? Dürfen die Trainer selbst ebenfalls auf die Pferde bieten? Wer ist derzeit rechtmäßiger Besitzer der Mustangs? Hat die USA-Trainerin den Titel oder Sie?     24. Ist es wahr, dass auf Ihrer Facebook-Seite zum MMO kritische Kommentare gelöscht und kritische Nutzer von der Seite verbannt werden? Nehmen Sie Ihre Kritiker ernst und gehen auch dann inhaltlich auf die Kritik ein, wenn ein Kritiker beim Formulieren seiner Kritik übers Ziel hinaus geschossen ist? Versuchen Sie Kritik dadurch abzuwiegeln, dass Sie Kritikern eine künftige Teilnahme beim MMO 2018 in Aussicht stellen? 25. Wie zufrieden waren Sie mit der bisherigen Berichterstattung z.B. von Feine Hilfen oder den Satireseiten "Arschlochpferd" oder "Die Pferdeprofis an der Bande"? Wie bewerten Sie es, wenn Kritik in satirischer Form geäußert wird? Stimmen Sie folgendem Kurt-Tucholsky-Zitat "SATIRE DARF ALLES" zu? Und wenn nicht, warum nicht? Vielen Dank für Ihre Mühe und mit freundlichen Grüßen Nicola Steiner Nicht im Interview enthalten war folgende Frage, weil diese bereits in einem Interview von artgerecht-pferd.de beantwortet wurde, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:  8. Wie stehst du zu dem in Deutschland verbreiteten Trend, Pferde vor dem Schlachter zu retten und in wie fern unterscheidet sich das Mustang Makeover von diesem Syndrom?  Silke Strussione: Das beantworte ich sehr gerne. Wir werden manchmal angesprochen, dass es toll ist, dass wir Mustangs retten. Das tun wir aber nicht. Wir retten keine Mustangs. Und da nehme ich deutlich Abstand. Die Mustangs stehen in den Auffangstationen und warten auf ihre Chance, das ist richtig. Aber erstmal sind sie versorgt. Sie haben Futter, Wasser und Platz zum Laufen- natürlich kein Ersatz für die Freiheit. In meinen Augen rettet man ein Pferd, dessen Leben bedroht ist, oder dem es schlecht geht. Wenn das unser Ziel wäre, könnten wir vor der eigenen Haustüre anfangen, das ist richtig. Hier gibt es genug Pferde denen es schlecht geht, teils auch in Privathand… Über das MUSTANG MAKEOVER hoffen wir nun viele Menschen von den Mustangs zu überzeugen, denn unter diesen tollen Pferden gibt es wirkliche WOW Pferde die auch im Sport überzeugen. Das MUSTANG MAKEOVER hat das Ziel, die durch die Wildbahn geprägten, sehr menschenbezogenen Pferde als Familien- und Sportpartner bekannt zu machen. Aufgrund der natürlichen Selektion sind sie unserer Meinung nach sehr gesund und widerstandsfähig, bringen dazu aber eine hohe Sportlichkeit mit. Perfekte Partner. Quellle: http://www.artgerecht-pferd.de/mustang-makeover-das-steckt-wirklich-dahinter-interview-mit-silke-strussione/ und es gab auch noch einen weiteren Bericht, wo einerseits herausgestellt wird, dass es einen Tierschutzaspekt gibt, aber auch deutlich wird, dass es das Ziel ist, die Pferde reitbar zu machen (was in 90 Tagen ja auch möglich ist, ohne dass Pferde Schaden nehmen): MMO - spannend, lehrreich und für den guten Zweck
12.06.2016
The Bomber
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Auf meinem Blog ist es zur Zeit etwas ruhiger, weil ich im Sommer mein Pferd trainiere, Turniere reite und da weniger Zeit mit Youtube verbringe. Da ich mich auch für Pferde interessiere, wird es spätestens nächsten Winter einige zum Teil sehr lustige Lets Plays rund ums Pferd geben: Starstable, Appassionata (einen kleinen Vorgeschmack veröffentliche ich in den nächsten Tagen / Wochen). Bis dahin könnt ihr euch im Partnerblog so einiges ansehen und durchlesen. Obwohl es im Grunde ein Horsemanship-Blog ist, hat meine Mutter im Juni den Themenmonat-Youtube eingeläutet, u.a. deswegen, weil sie für ein Pferdekursportal ein dreiteiliges Interview gegeben hat und wir auch unsere Haus- & Hoffotografin vorstellen wollen, die sich auch gerne auf Youtube herumtreibt und vom Geschichtenweber über den Lets Player einiges interessantes zu bieten hat. Deswegen sind auch Gemeinschaftsprojekte geplant, z.B. zu den Themen "Dressurreiterin goes Reining" oder dem Horse & Dog Trail (aber auch einige gemeinsame Lets Plays (; ) - was das ist, seht ihr im Video unterhalb des Fotos, wo meiner Mutter auf einer Messe reitet: HIER GEHT ES ZUM THEMENMONAT
17.04.2016
The Bomber
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Wenn ich ein Genre wirklich mag, dann ist es das Genre der Strategiespiele. Vermutlich überrascht euch das nicht, schließlich ist mein momentanes LP eins. Auch denkt der ein oder andere bestimmt auch: ,,Ah ja, der Bomber ist ja auch so ein Denker, zu dem passt das ja." Aber warum mag ich Strategiespiele und sind diese Games wirklich Denkerspiele? Erstmal zu dem Thema ,,Denkerspiel". Viele Leute mit dennen ich geredet hatte, die keine Strategiespiele mögen, erzählten mir: ,,Naja, Strategiespiele spiel ich nicht. Ich hab keine Lust in meiner Freizeit viel zu denken." Es ist natürlich nicht falsch zu sagen, dass Strategiespiele viel mit denken zu tun hat. Ob du nun ein Aufbauspiel, ein rundenbasiertes Strategiespiel oder Echtzeitstrategie spielst, man muss planen und auch denken. Aber nicht so viel wie manch einer glaubt. Zum Teil sind Strategiespiele in einem gewissen Maß vorgegeben. Du musst deine Sachen zum Beispiel in bestimmter Reihenfolge bauen. Auch machen sich manche Sachen ganz von allein. So zum Beispiel bei Starcraft. In Sachen Basenbau ist es nicht so schwierig. Was du wie bauen musst ist so ziemlich festgelegt und wann man zum Beispiel expandiert erkennt man auch ziemlich leicht. Schwierig ist bei dem Spiel, seine Verteidigung und Armee richtig aufzubauen. Da wird es zum Teil schon ,,strategisch". Aber auch nicht so viel mehr als zum Beispiel bei einer Stealthaktion bei Assassins Creed. Der reguläre Gamer könnte also auch Strategiespiele spielen, auch wenn er nicht denken will. Jedoch nicht jedes, den manch eins ist doch sehr anspruchsvoll. Aber nun zum eigentlichen Thema. Was macht diese Spiele eigentlich so toll für mich? Nun bei mir gibt es da einige Punkte. Als aller erstes, man kann sich super ausprobieren und auch seine eigenen Handlungen abwägen. Ob man bei Anno überlegt, was man baut oder bei XCOM, wie man seine Soldaten skillt und auf dem Feld aufteilt. Deine Handlung hat Konsequenzen, dennen man sich bewusst sein sollte. Das macht es einfach spannend. Wer es also liebt, seine Handlungen zu berechnen, den kann ich sowas empfehlen. Am besten geeignet sind bei sowas natürlich Aufbau- und rundesbasierte Strategiespiele. Natürlich gibt es auch noch mehr. Gerade die militärischen und kampflastigen Echtzeitstrategiespiele bitten zwei großartige Effekte. Zum einen die Epik. Es sieht zum Teil einfach cool aus, wenn sich deine von dir selbst ausgehobene Armee mit einer anderen Armee misst. Aber selbst Marschbewegung und der Sound kann einen bereits das Gefühl geben, ein mächtiger General zu sein, der seine Befehle an eine ganze Armee gibt. Der zweite Punkt ist die Auswahl an Truppen. Einige dieser Game-Vertreter bieten riesige Auswahl an Truppen und Fraktionen. Bestes Beispiel ist dei ,,Total War"-Reihe. Die Spiele bieten dir die Möglichkeit, aus vielen, jeweils für die Zeit typischen, Staaten zu wählen, die wiederum unterschiedliche Truppentypen haben. Man kann also unendlich viele immer andere Schlachten führen. Dies wird noch verstärkt durch eine KI, die sich meiner Meinung nach durchaus sehen lassen kann und einen sogar mit Flankenmanövern und ähnlichem überrascht. Eben diese ganzen Variablen machen für mich Strategiespiele aus und geben ein ganz besonders Gefühl, dass auf diese Weise kein anderes Genre genau so trifft. Aber wie denkt ihr? Seht ihr es genau so? Und gibt es unter euch Leute, die nach diesem Artikel zumindest mal in Richtung Strategiespiel denken? Lasst es mich auf jeden Fall wissen. :) LG The Bomber
06.04.2016
The Bomber
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Ich verbringe, wie ihr es wahrscheinlich schon erraten könnt, sehr viel meiner Freizeit im Internet. Dabei bin ich vor allem auf YouTube und Twitter unterwegs. Nun und dort wiederum schnappt man eine Menge Sachen auf, bei dennen man sich zum Teil denkt: ,,Warum schreiben oder denken Leute sowas?". Da ich die zum Teil sehr schlecht argumentierten Äußerungen nicht mehr so unkommentiert lassen will, habe ich mich entschieden, einfach mal mit Hates und Vorurteilen gegenüber YouTubern aufzuräumen. In meinem heutigen Artikel gehe ich dabei auf den Streitpunkt ein, ob YouTuber wirklich arbeiten, oder einfach nur ein super chilliges Leben führen und dafür auch noch Geld bekommen. Schließlich wird YouTubern nachgesagt, dass sie nur faul rumsitzen oder nur zocken. Dann sagt man, dass es ja ,,super einfach" ist, ein 5 minütiges Video zu machen oder eben ein Lets Play aufzunehmen und das es ja deshalb kein Beruf sein kann. Aber so einfach ist es nicht. Nehmen wir mal Gronkh. Er macht Lets Plays, die er nicht mal bearbeitet. Sein Job besteht nur aus Games zocken. Für die meisten ein Traum. Nun ich will nicht sagen, das Gronkh nicht Spaß hat bei dem was er tut. Aber denkt mal kurz nach. Täglich lädt er drei bis fünf Videos hoch. Jeden Freitag macht er einen mehrstündigen Stream. Die ganze Zeit während er aufnimmt und streamt zockt er nicht nur, er muss auch noch ununterbrochen dabei reden. Allein das ist sehr beanspruchend. Um so viele Videos zu produzieren, muss er täglich Stunden an Videomaterial vorproduzieren. Und wenn man ständig nur am zocken ist, wird es auch langweilig. Ja, ich weiß, das glaubt mir jetzt keiner, aber ihr könnt es zum Teil nicht nachvollziehen, da ihr arbeiten müsst oder zur Schule geht. Ihr könnt also nicht ununterbrochen zocken, auch wenn ihr euch das wünscht. ;) Deshalb würde ich bei dem Punkt schon sagen, hier hat amn wirklich schon Arbeit. Nehmen wir ncoh ein paar andere Beispiele. YouTuber wie iBlali, Kelly oder Julien Bam. Diese Leute machen ein bis drei Videos in der Woche. Die müssen doch wirklich viel Zeit damit verbringen, einfach nur zu Faulenzen, oder? Naja, so ganz stimmt das nicht. Diese Leute machen nämlich viel aufwändigere Videos. Sie schneiden viel und nehmen Einspieler auf. Auch legen sie nicht wie ein Lets Player einfach los, sondern müssen sich Videoideen ausdenken und dieses auch planen. Zum Beispiel ob sie noch wen anders brauchen oder vielleicht Ausrüstung. Manchmal muss sogar das Wetter mitspielen. Ein fünf-Minuten-Video kann mehrere Tage dauern, nur für die Planung und das Aufnehmen. Schneiden und Effekte einfügen dauert auch mehrere Stunden. Für mein Best-Of zum Beispiel hab ich zwei einhalb Stunden geschnitten. Es ist nämlich nicht so leicht, ein Video zu produzieren, wie manch einer denkt. Daraus schließen wir also schonmal, dass es eine Menge Aufwand ist, die Videos für einen Kanal zu produzieren. Aber es gibt noch einen weiteren Vorwurf, dem YouTuber unterliegen. Man sagt ihnen, dass sie keinen Beitrag und Nutzen für die Gesellschaft haben. Diese Aussage allein hat mich doch ein bisschen zu stutzen gebracht. Den YouTuber sind doch Unterhalter und für manchen auch Vorbilder und Lebensstützen. Zwar sind nicht alle die perfekten Vorbilder und manche auch nicht sehr unterhaltsam, aber wenn wir uns unsere Gesellschaft ansehen, gibt es auch noch andere Entertainer und Vorbilder. Wir haben Sportler, Filmstars, Musiker und Comedy-Leute. Diese Leute machen genau das selbe. Sie investieren ihre Energie in Training, Skripte und ähnliches. Zum Teil tun sie dies nicht mal allein wie so mancher YouTuber. Der Schauspieler zum Beispiel muss nicht seine Texte schreiben und sich Leute suchen, die in seiner nächsten Produktion mitwirken. Das tun andere für sie. YouTuber machen das häufig allein. Aber hat jemals wer gesagt: ,,Filmstars haben keinen richtigen Beruf und tragen nichts zur Gesellschaft bei!" Also ich weiß nichts davon. Ok, ich hab das zwar schon über Sportler gehört aber da denken auch viele, dass sie sehr wichtig sind. Und wisst ihr auch wieso? Weil sie uns unterhalten, unserem Leben eine Richtung geben und jemanden darstellen, dem man Nacheifern wiil. Und genau das sind YouTuber doch auch. Leute, die Arbeit in ihre Videos stecken, damit wir uns amüsieren können. Natürlich darf dabei jeder auch Geld verdienen und das auch als Ziel haben, ist bei Filmen und Musik ja auch nicht anders. Andere Leute zu unterhalten, um damit Geld zu verdienen, gab es schon immer und wenn es ihnen dann noch Spaß macht, haben sie einfach einen guten Beruf. Und schaden tun sie nun wirklich niemanden. Es ist ja nicht so, dass nur weil einige Dutzend Leute lieber Videos machen, als auf die Baustelle zu gehen, wir alle mehr arbeiten müssen. Also, wenn ihr das nächste mal denkt, ein YouTuber ist faul und hat keinen ordentlichen Beruf, dann denkt an diesen Text und polkutiert gleich die ganze Unterhaltungsszene ;) Und für den Rest hoffe ich, das ihr wichtige Punkte gefunden habt um dem nächsten Hater mal ordentlich was einzuheizen :D Schreibt mir gerne auch, was ihr von dem Text und dem Thema haltet und ob ihr wollt, dass ich mich auch mit anderen Hate-Themen auseinander setzen soll. LG The Bomber
29.03.2016
The Bomber
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Als ich letztens mal wieder Langeweile hatte, habe ich einfach mal Nerd gegoogelt. Bei meiner Suche fand ich einige Artikel, die dieses Thema behandelten. Ich, als bekennender Nerd war natürlich gespannt: ,,Was wird en Leuten den so über uns Nerds erzählt?". Jedoch war das Ergebnis sehr unbefriedigend. Das hochkomplexe Thema ,,Nerd" wurde extrem abgebrochen und nach meiner Ansicht zum Teil sogar falsch dargestellt. Also dachte ich mir: ,,Welcher Mensch kann besser die Nerds beschreiben als ein Nerd selbst?". Als erstes aber, was sagen die Artikel über uns Nerds? Nun, ihr Hauptaugenmerk liegt darauf, dass Nerds sich besonders gut in Sachen Computer auskennen. Dies will ich nicht bestreiten, aber wenn wir mal ehrlich sind ist Nerdsein viel mehr und nicht jeder, der sich zum Nerd bekennt, ist auch ein Computercrack. Als Beispiel nenne ich hier meinen Freundeskreis. Die meisten meiner Freunde sind irgendwie Nerds. Aber die wenigsten sind wirkliche Experten in Computerzeugs. Klar, einige beherrschen das Programmieren und ich zu meinem Teil kenn mich auch ein bisschen in Medientechnik aus, aber sowas allein macht einen Nerd nicht aus. Was meiner Erfahrung nach viele Nerds gemeinsam haben und was der YouTube-Kanal ,,DoktorFroid", der sich unter anderem als Nerdkanal sieht, ist das Zocken oder das Interesse für Games. Die meisten Nerds lieben es, in den interaktiven Welten zu versinken, sie durch Programmierungen zu verändern uvm. Aufpassen sollte man hier aber, dass nicht jeder Gamer sich auch als ein Nerd sieht. Also reicht das allein nicht, um wirklich einen Nerd zu beschreiben. Um nun also wirklich in die Tiefen des ,,Nerdtums" vorzudringen, möchte ich ein kleines Beispiel nennen. Eine Freundin von mir gab mir vor einigen Monaten den Spitznamen ,,Allwissendes Nerdlexikon". Diesen trage ich mit großen Stolz, den ich bin gerne ein Nerd (irgendwie klar, wenn man bedenkt das ich einen Blog für Nerds führe :D). Aber warum bekam ich nun diesen Namen und was sagt uns das über die Nerds? Nun besagte Freundin und ich sind beide große Fans von Science Fiction und Fantasy, insbesondere von Star Wars und Herr der Ringe. Wir sind so große Fans, dass es uns nicht reicht nur die Hauptstory zu kennen, wie es die ,,normalen Menschen" tun. Nein, wir müssen jede Nebenstory kennen, wir müssen uns alles an Wissen, sei es über Kultur, politische Systeme und ähnliches über jede Rasse dieser Universen aneignen. Wir nehmen die kleinsten Daten und rekonstruieren aus diesen dann ganze Informationsballen. Am Ende davon vergleichen wir diese Infos mit anderen gleichgesinnten und diskutieren, ob unsere Vorstellungen logisch sind und begründen dies mit Film- oder Serienszenen. Und das habe ich nicht nur mit besagter Freundin gemacht. Ich tat es mit jeden meiner Freunde. Und dann geht es nicht nur um Science Fiction oder Fantasy. Wir diskutieren über die Logik von Actionszenen, gehen Weltuntergangsfilme durch, debattieren über Strategien und noch so viel mehr über das sich andere keine Gedanken machen, da es ja nur um eine fiktive Welt geht. Aber nicht nur dieses Daten rekonstruieren gefällt uns Nerds. Unser Humor zum Beispiel besteht viel aus Insidern. Jetzt denken bestimmt einige: ,,Was ist daran anders? Jeder hat doch seine Insider." Aber unsere Insider kommen nicht aus eigenen Erlebnissen. Wir nehmen sie aus Serien, YouTube-Videos und Filmen. Dabei zitieren wir zum Teil einfach aus irgendeiner Folge, ohne sie näher zu benennen, da wir es nicht nötig haben. Wir wissen eh, was gemeint ist. Generell besteht der Nerdhumor eher aus Witzen, die nur bestimmte Leute verstehen. Sei es nun naturwissenschaftliche Witze, IT-Witze (also sozusagen Computerwitze) oder eben Filmwitze. Natürlich kann man auch bei mir sagen: ,,Das beschreibt den Nerd nicht ganz, was ist mit Anime-Fans oder ähnlichem?". Aber im Endeffekt sind Nerds alle gleich. Wir lieben es uns sinnlose Fakten zu merken, die uns im Leben ,,nichts" bringen (außer Gesprächsstoff und die Fähigkeit Sachzusammenhänge zu erkennen) und wir alle lieben es Witze über unsere Themen zu machen, selbst wenn sie niemand versteht. Aber nun zu euch. Seht ihr es auch so? Habe ich vielleicht einen wichtigen Punkt vergessen? Außerdem habt ihr vielleicht Interesse dran, dass ich mal Arten von Nerds erkläre? Und soll ich mal einen Artikel über ,,falsche" Nerdcliches machen, die ich jetzt ein bisschen angekratzt habe? Lasst es mich einfach mal wissen, bin wie immer sehr gespannt. LG The Bomber
23.03.2016
The Bomber
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Hey Leute, theoretisch würde heute ja ein Artikel kommen und die Welt bietet ja auch einige Themen. Jedoch kämpfe ich im Moment mit einer Krankheit und kann mich deshalb nicht wirklich auf etwas konzentrieren. Um euch jedoch nicht ganz ohne einen Blogbeitrag dastehen zu lassen, schreibe ich heute mal kurz über meine erste Fahrstunde, die ich letztens hatte. Vorher war ich bereits sehr nervös. Ichh dachte mir so: ,,Oh Gott! Ich werde bestimmt einen Unfall bauen, oder so!" Naja so schlimm war es dann aber nicht. Erstmal hab ich nur gelernt, wie ich sitz und Spiegel einstelle und danach beim fahren musste ich auch nur lenken. Mein Glück dabei ist auch, dass ich einen sehr coolen Fahrlehrer hat, der den Unterricht mit sehr viel Humor gestaltet. So sagte er zum Beipiel mehrmals, nachdem ich zu nah am Straßenrand gefahren bin, dass ich doch die Mülltonnen in Ruhe lassen soll. Dies ist aber natürlich nur eins von vielen Beispielen. Alles in Allem kann ich nun also sagen, dass mir die Fahrstunde doch viel Spaß gemacht hat und ich freue mich auf die nächste. Aber nun zu euch. Habt ihr lustige Fahrstundenerlebnisse? Wenn ihr Lust habt, dann teilt sie mir doch gerne hier drunter mit. LG The Bomber
16.03.2016
The Bomber
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Hey Leute, heute gibt es keinen Artikel von mir, dafür aber über mich. Meine Mutter hat auf ihren Blog über Erfahrungen aus meiner Kindheit geschrieben. Wenn ihr also mehr von mir wollt oder es euch interessiert, dann klickt einfach auf folgende Links: Teil 1: Von Sorgenkindern und Söhnen auf die man wirklich stolz sein kann Teil 2: Von Kindergartenkriegen, Kündigungen und erbitterten Kämpfen Teil 3: From Zero to hero trotz körperlicher Beeinträchtigung Teil 4: Janik & Fancy starten durch: Level 3 bei Parelli Horsemanship Teil 5: Janik als Youtuber Teil 6: The Bomber poetisch: Gedicht für die Schule oder einfach unmittelbar 12oaks-ranch.blogspot.de aufrufen und die Serie nachlesen. Auf dem Foto seht ihr mich und meine Katze Noisy:
 ... und zwar so unglaublich kriminell, dass auch meine kamerascheue Schwester Larissa sich bereit erklärt hat, ein YT-Video zu besprechen, damit alle Welt von dieser unverschämten Abzocke erfährt. Da meine Mutter gezwungen ist, ihren alten Kanal aufzugeben hoffen wir, dass all die treuen langjährigen Abonennten genau wie die, die wir gerade erst neu hinzu gewonnenen haben, uns auf den neuen Kanal begleiten. (der Artikel ist ursprünglich erschienen auf www.12oaks-ranch.de) Bevor es lustig wird, erst einmal die ernste Betrugsstory Wir sind auf Youtube einem Bauernfänger-Network zum Opfer gefallen: In der Einladungsmail stand etwas von: "Wir können jederzeit gehen, bla, bla" und in den Vertragsbedingungen war von einem Monat Kündigungsfrist die Rede - klingt zu schön um wahr zu sein -ist ja auch nicht wahr. Nachdem wir intensiv die Geschäftbedingungen durchgelesen hatten, dachten wir in grenzenloser Blauäugigkeit und im festen Glauben, dass dieses Netzwerk uns wirklich promotet, dass wir bei einer Gewinnverteilung von 95 % für uns und fünf Prozent fürs Netzwerk (noch mehr bla, bla, bla) das Ganze ja mal für einen Monat ausprobieren könnten. Der erste eMail-Verkehr war ja auch sooo nett und zuvorkommend, also haben wir uns prompt angemeldet. Ihr dürft mich hauen, dass ich so naiv war, denn die eMails kamen von TPN NETWORK, eingeladen wurden wir aber von SCALE LAB AFFILIATE ... warum bin ich da nicht hellhörig geworden? Na ja, von dem Moment an, wo wir mit dem Netzwerk verknüpft wurden, bekamen wir keine Antworten mehr auf unsere eMails, weder nette noch weniger nette: Nur immer und immer wieder eine automatische Mail, dass der eMail-Support gelöscht wurde. Moment ... stimmt nicht ganz: Eine Mail habe ich wohl doch bekommen, weil ich erstmal keinen Zugriff auf mein Dashboard bei TPN hatte: Ich wurde vertröstet, dass das eben etwas länger dauert, bis der Browser uns erfasst hätte ... ja, nee, iss klar. Durch wochenlanges Hin- und Her-Gefummel kam ich dann endlich rein ins Network, wollte (in noch grenzenloserer Blauäugigkeit) sogar noch die beiden Kanäle meiner Kinder bei TPN hinzufügen und plötzlich stand da: "Sie akzeptieren hiermit die Nutzungsbedingungen, dass das TPN Network 95 Prozent Ihrer Einnahmen behält." Mir fiel das Lächeln aus dem Gesicht, da es in der Einladungs-Mail doch noch geheißen hatte, dass WIR 95 Prozent behalten - habe ich schnell mal die Zahlen verglichen und da stand es schwarz auf weiß - von dem schwer verdienten Geld, blieben uns nur noch Brosamen. Also habe ich nicht lange gefackelt (Kündigungsfrist war ja angeblich nur ein Monat - ihr wisst ja: bla, bla) und habe die Kündigung in Windeseile rausgeschickt sowie auf Youtube den Button "Bitte vom Netzwerk trennen" gedrückt und jetzt kommt der Hammer: Ich erhielt Ende letzter Woche eine eMail, dass dieser Antrag von Scale Lab Affiliate abgelehnt (!!!!) wurde. Aber auch, wenn wir die Vertragsunterlagen geprüft haben, WER WILL DEN SCHON EINEN PROZESS IM AUSLAND FÜHREN?  und genau darauf scheinen die sich zu verlassen. Der Firmensitz von TPN Network ist England, der von Scale Lab affiliate ist die USA. Für alle, die glauben, dass ich einfach zu dusselig bin (was bei mir ja gelegentlich vorkommt), mache ich ein Video (also einen meiner Youtube-Webwalks), wo ich alle Beweis-Mails integriere, dann seht ihr es Schwarz-auf-Weiß: Larissa hat schon Screenshots davon gemacht, aber ich will es auf Video sprechen, damit das auf Youtube, Facebook, Twitter und Google Plus geteilt werden kann, weil ich finde, dass möglichst viel Leute gewarnt werden sollten, denn alles, was ich gefunden habe, ist auf Englisch - da muss was Deutsches her. Auf den ersten Blick denkt man vielleicht: Ach, was soll es? Neuen Kanal aufmachen, Videos neu hochladen, Abonnenten Bescheid geben und gut iss. Aber damit ist es nicht getan ... ganz und gar nicht ... und ich kann Euch sagen, ich habe am Wochenende ROTZ UND WASSER GEHEULT, weil all die Arbeit, die ich mir gemacht habe für die Katz war. Wenn man seinen Youtube-Kanal monetarisiert, dann macht man das ja in der Regel nicht zum Spaß, sondern weil man Geld braucht. Jede alleinerziehende Mutter, wo der Vater keinen Unterhalt zahlt (und wenn die Kinder älter als 12 sind, zahlt auch der Staat nicht mehr), weiß wie eng das manchmal werden kann, besonders dann, wenn die Kinder 18 werden, den Führerschein machen und nicht weniger, sondern mehr kosten als Kleinkinder. Schief singen erkennt jeder als falsch, grottig reiten liegt immer am Pferd In eigener Sache möchte ich auch mal am Rande erwähnen, dass jede Hundeschule mindestens 45 Euro pro Stunde verlangt ... Gesangsunterricht kostet 60 Euro usw. Als Reitschule hat man nun zwar einen viel höheren Kostenapparat durch die Pferdehaltung bzw. die notwendige Anlage (Reitplatz etc), aber viel mehr Konkurrenz (gute und schlechte) und wird somit oft genug schief angeguckt, wenn man die üblichen 30 Euro pro Stunde verlangt (bei Krankenversicherung, Rente und Steuern gibt es aber leider keinen Reitlehrer-Rabatt). Das gelegentliche Feilschen um den Preis für eine Reitstunde liegt m.E. einfach daran, dass Betreiber von Hundeschulen staatlich geprüft sein müssen, sich aber jeder, der sich auch ohne Ausbildung zur Unterrichtung anderer im Pferdebereich berufen fühlt, Reitlehrer schimpfen darf - ich weiß von einem Kfz-Mechaniker aus Hessen, der noch nicht einmal leichttraben kann und sich an den Zügeln festhält, aber der geht als Problempferdetrainer auf Deutschland-Tour!!! Andere nennen als einzigen Qualifikationsnachweis ein Halb-Jahres-Praktikum auf einer Ranch in den USA und wieder andere schaffen es ohne jeglichen Qualifikationsnachweis sogar ins TV (siehe unseren offenen Brief an VOX). Da es um Lebewesen geht und man da in einer extrem hohen ethischen Pflicht steht, habe ich in einer Art Selbstkontrolle immer gesagt: "Wenn ich nicht irgendwie von Dritten geprüft bin, dann unterrichte ich auch nicht". Bei Janik und mir waren das die Parelli-Auditions und die Turniere und über Larissas Turniererfolge müssen wir wohl kaum reden, die hat es drauf. Aber das alles zu lernen, kostet richtig Geld: Nicht nur Prüfungs- und Startgebühren oder Spritkosten, sondern vor allem jede Menge eigenen Unterricht, um solch eine Prüfung auch zu bestehen - das Geld muss ja auch irgendwie wieder reinkommen, gar nicht so leicht bei so viel Billig-Konkurrenz. Wortlose Schnappatmung wie ein Fisch nach 27 "Mein-Pferd-macht"-Stories Von daher habe ich gelegentlich Kunden, die mir in halbstündigen Telefonaten vorhalten: Der und der macht das aber für 20 Euro (diese Art von Anrufern sind solche, wo man einfach mittendrin sehr unhöflich auflegen müsste, um das KOSTENLOSE Service-Gespräch zu beenden, weil zu Wort kommt man beim besten Willen nicht - man sieht mich dann immer wie ein Fisch tief Luft holen und wieder verstummen, weil am anderen Ende gerade die Lebensgeschichte des dritten Pferdes bis ins kleinste Detail berichtet wird) und der Trainer, der um Hilfe gebeten wurde ja so viel günstiger war (ihr kennt ja den Unterschied zwischen kostenlos und umsonst), wenn ich es also nach gefühlten 30 Minuten irgendwie doch mal schaffe zu Wort zu kommen, um zu fragen, warum besagter Anrufer, denn dann nicht einfach den Trainer engagiert, der doch so viel günstiger ist und sich auch noch stundenlang Zeit nimmt, die Lebensgeschichte des 27. Pferdes mit stoischer Geduld anzuhören (denn das höre ich wenn ich es schaffe kurz zwischenzurufen: "Ich bin gerade im Unterricht (wahlweise:sitze auf einem buckelnden, steigenden Pferd, versuche gerade ein Pferd von der Autobahn zu ziehen, mache gerade Fohlengeburtshilfe ...könnten Sie mir eine bitte eine eMail schreiben?), dann werde ich gewahr, dass die Trainer, die mir von diesen uneingeladenen Anrufern unter die Nase gerieben werden, solche sind, die sagen: "Hmm, ich habe einen Reitkurs absolviert, jetzt werde ich Trainer" und somit das Pferd danach noch unberechenbarer war als vor dem Training - ich habe da früher mal einen Artikel drüber geschrieben, den ihr HIER findet). Na ja, however, auch die Reise nach Florida (wo wir ebenfalls unendlich viel von Pat Parelli gelernt haben über das, was kommt, wenn man den letzten prüfbaren Level 4 bestanden hat), hat bei uns ein Riesenloch ins Portemonnaie gerissen, weil wir ja immerhin Flug und Unterkunft dann doch selbst zahlen mussten - der Kurs war ja kostenlos, weil Larissa aus Tausenden Bewerbern als Eine von Fünfen ausgesucht wurde (HIER nachlesen). Was ein echter Youtuber ist, der monetarisiert aus reiner Menschenliebe ;-) Auch, wenn ich nicht meckern will und es mir sogar jetzt im Winter gelungen ist, meinen Kundenkreis enorm zu erweitern: So viel Spaß das wirklich auch alles macht mit den Videos (wir haben das ja auch schon vor der Monetarisierung praktiziert): Selbst wenn es auf Youtube ein No-Go ist, einzugestehen, dass ein Kanal aus finanziellen Gründen monetarisiert ist und ich mich Stund um Stund frage: Warum denn dann überhaupt monetarisieren? Also, wenn es nicht ums Geld, sondern um die Liebe zum Kunden und den Spaß am Videos schneiden und lizenzfreie Musik raussuchen (die in meinem neuen Kanal durchweg abgelehnt wird und im alten nie beanstandet wurde) geht: Ich bin da ganz ehrlich: Ich habe den Youtube-Channel und die Werbung auf diese Website geschaltet, um Geld zu verdienen (Monetarisierung = Moneten = Geld, klar soweit?). Das mache ich aber jetzt nicht, weil ich mich an anderen schamlos bereichern will (mein Sohn erzählt mir davon, dass andere Youtuber sich mit genau diesen Vorwürfen konfrontiert sehen). Nein, ich habe diese ganze Arbeit, die damit zusammen hängt, gemacht, um meinen Kindern den Führerschein finanzieren zu können (an Leuten, die sich die Werbung nicht ansehen, verdient man ja eh Nullkommanix) und jetzt ist das bisher verdiente Geld komplett im Betrüger-Netzwerk verschwunden - ich könnt ... ach lassen wir das. Nun denn: Ich muss also ganz von vorne anfangen - wie gesagt: Ich habe am Wochenende auch deswegen fast ununterbrochen geheult wie ein Schlosshund, weil es mir binnen sechs Wochen gelungen war, nicht nur meine Abonenntenzahl zu verdoppeln, sondern auch meine Klickzahlen (von 25.000 auf 43.000 zu bringen - ALLES FÜR DIE KATZ) und (was für Youtube ganz wichtig ist): Ich habe auch die Verweildauer auf den Videos fast verdoppelt und das war Arbeit, Arbeit, Arbeit - es ist ja nicht nur das Produzieren der Videos, es ist das Schneiden, das Meta-Tags reinsetzen, das Verteilen in soziale Netzwerke, lizenzfreie Musik finden, die einem nicht die Gehörgänge zerfetzt, und, und, und ... Ich kann Euch sagen: Ich habe mir in den letzten Wochen die Nächte um die Ohren geschlagen und wurde für diese Mühe jetzt nach Strich und Faden übers Ohr gehauen. Es überhaupt zu schaffen, dass Youtube regelmäßig Werbung auf die Videos schaltet, ist ja schon richtig, richtig schwer: Eigentlich klappt das nur zuverlässig, wenn man jeden Tag 1.000 Klicks hat (in Worten: TAUSEND) und jetzt habt ihr die Videos ja schon alle gesehen - wer guckt sich das schon ein zweites Mal an???? Dennoch ein kleiner Hinweis, falls ihr uns so helfen wollt: Nach Möglichkeit NICHT unsere nach 12 Oaks TV gewanderten Videos nur kurz anklicken und dann zum nächsten Video wechseln, denn dann stuft Youtube unsere Videos als uninteressant ein und wir werden schlechter statt besser gefunden. Interessant sind halt nur solche Videos, die bis zum Ende oder zumindest ziemlich lange angeschaut werden - also: Falls ihr sie kennt und keine Lust auf ein zweites "Date" habt, dann besser gar nicht erst anklicken - habt bitte auch Verständnis, wenn ihr hier und in den Blogs über schwarze Videos stolpert - damit diese Schw... nicht an unseren Videos Geld verdienen, haben wir ganz viele Videos auf privat gestellt und können es (obwohl wir zu dritt seit zwei Tagen hochladen, was das Zeug hält) nicht schaffen, alle 500 Videos mitzunehmen - es kann passieren, dass manche eingebetteten Videos von uns übersehen werden und manche sind die Mühe auch einfach nicht wert: Wir machen neue und bessere - versprochen. Auch wenn good news bekanntlich bad news sind ... hier die gute Nachricht: Nach all den schlechten Nachrichten, endlich eine Gute: Mein erster neuer Abonennt, der weder mit mir verwandt noch verschwippschwagert ist, ist übrigens der Chef von HUFGEFLUESTER.EU Bernhard Schormair, was mir echt eine Ehre ist - ich hatte ja nur mal zwei Artikel für ihn geschrieben, einen davon erreicht ihr HIER. Ich will auch nicht um Abonennten und Likes betteln und habe für jeden vollstes Verständnis, der sagt: "Das ist nicht mein Problem, ich schaue nur Videos zuende, die mich interessieren." Alles kein Ding .... aber um Eines bitte ich Euch trotzdem, teilt das Video, was Larissa für Euch besprochen hat (gerne auch die Playlist oben, da kommen ja mehrere Betroffene zu Wort), schon alleine deswegen, weil das wirklich etwas heißt: Larissa ist so kamerascheu, dass ein Kameramann in Ägypten sie regelrecht verfolgt hat in der Hoffung, sie aufzunehmen, ohne, dass sie die Hände vors Gesicht schlägt (diese Story erscheint Mitte März auf steiner-horsemanship.blogspot.de):  Teilt Larissas Video und bitte auch das, was ICH nächste Woche mache, um diesen Netzwerk-Betrug schwarz auf weiß zu beweisen, so oft ihr könnt, WEIL: JEMAND, DER EINER MUTTER DAS FÜHRERSCHEINGELD FÜR IHRE KINDER STIEHLT, DER GEHÖRT BESTRAFT (wenn auch nur dadurch, dass sein Ruf leidet) und: HELFT UNS, DASS MÖGLICHST VIELE YOUTUBER VON DIESEN MACHENSCHAFTEN ERFAHREN, um auch andere Neulinge auf Youtube vor diesen Machenschaften zu warnen. Ich bin ja Reiterin und die sind besonders gut, wenn sie hinter der Bande stehen und haben viel Übung darin, es besser zu wissen, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist: Ich hebe dann mal mahnend meinen Zeigefinger, um Euch zu belehren: Wenn Netzwerk, dann bitte aus Deutschland. By the way: Larissa hat sich soeben bei REIT TV beworben (Bericht hier): Drückt uns die Daumen, denn die haben wirklich einen guten Ruf. Zu den Pferdeproviehs an der Bande gibt es auch eine kleine Playlist - folgt in Kürze.
Hey Leute, das sind die Playlists, zum Ersatz dafür, dass alle Video-Posts weg sind. Ich hab das gemacht, weil meine Artikel ein bisschen untergegangen sind, was ich sehr schade fand. Außerdem wollte ich noch mitteilen, dass Artikel jetzt immer mittwochs kommen und nicht mehr freitags. Der Rhythmus ist besser, weil meine Videos mittwochs und samstags erscheinen. Ich teile sie in die Playlist und in der hier integrierten Pinterest-Pinnwand (zu finden hier in der Sidebar). Minecraft-Fans werden nicht nur in meinem YT-Kanal fündig, sondern auch hier: http://www.12oaks-ranch.de/12oakstv/janiks-lets-plays/
In mehreren meiner Artikel ist jetzt schon ein Name gefallen. Gronkh. Wer auf YouTube unterwegs ist, hat diesen Namen zumindest schonmal gehört. Wieso ist den meisten wahrscheinlich klar. Denn er ist schließlich der ,,größte" YouTuber Deutschlands. Und das berechtigt. Schließlich ist er sehr sympatisch und lustig. Auch verbinden seine Videos viele Leute, denn jeder kennt gewisse Insider, wie vielleicht #Omaliebe aus Grimtales oder Fetti McFettFett aus Outlast :D Und ihr kennt bestimmt noch weitere. Aber neben den unbeschreiblichen Humors gibt es auch andere Sachen, die mir bei Gronkh sehr gefallen. So gefällt mir es sehr, dass man sieht, dass er immer noch Spaß hat, bei dem was er tut. Weiterhin verhält er sich immer sehr natürlich. Er lacht viel, zeigt aber auch, wenn er mal gefrustet ist. Er ist eben immer noch ein Mensch und es ist schön, dass er das auch immer noch zeigt. Toll ist aber auch, wie er mit seinen Zuschauern umgeht. So streamt er viel und geht dabei auch auf den Chat ein. Man fühlt sich bei ihm einfach nicht als eine Nummer, obwohl man es natürlich ist. Auch die Tatsache, dass er durchaus die Kommentare liest, was man an manchen Reaktionen in Videos sieht, verstärkt dieses Gefühl, sowie seine Art, immer unterhaltsame Folgen zu produzieren. Aber bei all dem lässt er sich nicht vorschreiben, was er zu tun oder zu lassen hat, was meiner Meinung nach viel Respekt verdient. Was mir aber wirklich wichtig ist, ist die Tatsache, dass man nicht unbedingt viel Arbeit in etwas stecken muss, um unterhaltsam zu sein. Schließlich schneidet er seine Videos nicht und fügt nur dann Effekte ein, wenn sie wirklich passen. Natürlich kann er das nur deshalb, weil er eine unterhaltsame Person ist, trotzdem finde ich dies eine tolle Aussage, die er indirekt macht. All dies wiederum bringt mich dazu, Gronkh als einen der besten Youtuber zu sehen und dank seiner Vorbildfunktion, die er für mich, aber auch für viele andere hat, finde ich das sein Spitzname ,,YouTube-Papa" der in einigen Kommentaren kusiert, sehr gelungen ist. Jetzt aber genug geschwärmt. Seht ihr es ähnlich wie ich oder seit ihr anderer Meinung? Und welche Insider kennt ihr und was sind eure Favoriten? All das und mehr könnt ihr mir gerne schreiben, freu mich schon drauf :) LG The Bomber
Jede Geschichte hat einen Anfang und meine Geschichte hat gleich mehrere. Zum einen nämlich, wie ich auf YouTube gekommen bin und zum anderen, was mich bewegte, selber YouTube-Videos zu machen. Wie vielleicht klar ist, hängen beide zusammen, aber irgendwie ist auch jede Geschichte eine für sich. Beginnen wir doch damit, wie ich auf YouTube kam. Mit YouTube an sich kam ich schon sehr früh in Kontakt. Jedoch habe ich mir damals noch keine Gedanken gemacht, wo ich überhaupt bin. Sie beginnt mit YouTubern, mit dennen viele gestartet sind. Den Außenseitern. Doch wie schon gesagt: Damals war mir die Plattform YouTube an sich sehr egal. Aber was brachte mich nun dazu, YouTube wirklich wahrzunehmen. Dazu brauchte es bei mir einen wichtigen Faktor. Bei diesem Faktor handelte es sich um das heutzutage beliebteste Spiel der Welt (zumindest auf besagter Plattform YouTube): Minecraft. Zwei oder drei Jahre, nachdem ich die Außenseiter kennen lernte, entdeckte ich dieses Spiel, das eine Leidenschaft in mir weckte. Ich liebte das Spiel und wollte immer mehr haben. Es fing an mit Parodien von Liedern, die nun ein Minecraft-Thema hatten. Aber irgendwann hat man alle diese Lieder gehört und neue Lieder kamen selten. Natürlich reichte mir das nicht. Ich wollte mehr. Aber wie? Dies war schnell gefunden. Denn in Bereichen der Gamer sind die Worte ,,Let`s Play" in aller Munde. Also kurzerhand ,,Minecraft Let`s Play" in die Suchleiste eingegeben und Schwub, die ganze Seite war voll mit Minecraft-Videos. Eins angeklickt und dort begann meine Reise. Denn dieses Video war von der LPerin Honeyball. Doch bei ihr blieb es nicht. Die Comedians, bekannt unter ,,Space Frogs" und der bekannte deutsche Let's Player Gronkh folgten ihr. YouTube wurde zu einer Art Entdeckungsreise, in der alles neu, interessant und lustig war und man super abschalten konnte. Gerade bei Gronkh fand ich Stunden an Videomaterial, mit der ich meine Zeit vertreiben konnte. Nach einiger Zeit war es nun aber so, das ich mich fragte: ,,Ist das alles? Hier muss es mehr geben." Daraufhin fragte ich eine Freundin von mir, welchen YouTuber sie mir besonders empfehlen könne. Die Antwort: TheKedosZone. Sein Humor sollte mein Leben ändern und die Tatsache, dass er doch relativ klein war auf YouTube, brachte mich zum ersten Mal ganz leicht auf die Idee: ,,Hey, der ist gut, aber viel scheint er dafür nicht zu brauchen. Theoretisch müsste ich das doch auch können." Mit diesem Punkt begann dann ein Weg, in dem YouTuber mich nicht nur unterhalten sollten: Immer wieder fand ich Inspirationen und Ideen, die ich umsetzen wollte. Gronkhs Art, ein Spiel zu kommentieren, Honeyballs Art Tipps und Meinungen zu äußern, die Sketche der Space Frogs oder Kedos Art, aus den schlechtesten Spielen ein Super-Video zu machen. Es war eine Freude, all meine Ideen wachsen zu sehen und immer wieder kamen neue Inspirationsquellen. Aber damals hatte ich ein Problem, das mich immer daran hinderte, wirklich ein Video aufzunehmen. Ich hatte ja gar keine Kamera (bam bam baaam, dramatische Musik). Auch hatte ich  gar keine Ahnung, wie ich ein Spiel aufnehme. Dass ich zu dem Zeitpunkt zwar eigentlich alles hatte, wurde mir erst später bewusst. Denn an sich hatte ich ja einen PC (dass ich den brauche, wusste ich natürlich), Internetzugang um die benötigten Aufnahmeprogramme runterzuzladen (leider hatte ich damals keine Ahnung, welches ich brauche und dass es kostenfrei ist) und ein Gaming-Headset (dieses war jedoch erst  gar nicht für Let's Plays geplant. Eigentlich wolte ich nur in Ruhe die Spielsounds laut machen, ohne das sich jemand beschwert und mit einen Kumpel zusammen gleichzeitig zocken und sprechen). Mein Traum schien erstmal unerreichbar und die Ideenproduktion ging in eine Ruhepause. Zwar war YouTube immer noch eine Entdeckungsreise, aber mehr nicht. Doch die Zeiten sollten sich wieder ändern. Denn mein Freund fand die benötigten Aufnahmeprogramme. Zu dem Zeitpunkt war mein PC leider nicht mehr funktionstüchtig genug für Let's Plays. Aber ich wollte sie darauf trotzdem machen. Also los ging das Aufnehmen. Doch dann der nächste Schlag. Ich war einfach nicht gut im Let's Playen. Ich stockte viel, erwartete zuviel und ging bei vielen Themen einfach zu sehr ins Detail. Allem in allem: Es war einfach nicht unterhaltsam. Dies brachte mich zum Grübeln. ,,Was mache ich falsch? Es wirkt doch so einfach." Doch eine Lösung sollte erst ein halbes Jahr später kommen. Während der Zeit gab mein PC zwar komplett den Geist auf, jedoch lernte ich, dass ich einfach locker sein muss und einfach ich selbst. So zumindest die Tipps einiger der großen YouTuber, die mich inspirierten. Und dann endlich, als ich besagten Kumpel besuchte, sollte ich noch eine Chance bekommen, den bei ihm durfte ich aufnehmen. So legte ich los und anstatt alles perfekt machen zu wollen, machte ich es einfach. Meine erste Folge Minecraft war produziert und bekam den treffenden Namen ,,Let's Fail Minecraft", denn ich versuchte nicht, etwas Perfektes zu machen, sondern machte, wie es kam auf meine ganz eigene Art. Ich ließ einfach den zerstreuten Chaoten, der ich bin, raus. Dies war meine YouTube.Geschichte und sie ist noch längst nicht vorbei. Aber zu euch: Habt ihr auch eine YouTube-Story? Oder was inspiriert euch, dass zu tun, was ihr tut? Wenn ihr Lust habt, dann schreibt es mit einen netten Kommentar einfach hier drunter ;) LG The Bomber

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