12 Oaks Ranch - Mehr als "nur" Reiten
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Buchtipps, Linksammlung & Lesestoff als Orientierungshilfe im NHS-System

Pferde spielen in der Natur miteinander, einerseits aus Lebensfreude, aber auch um im Spiel zu klären, wer ranghöher ist. Dabei ist es keineswegs so, dass Pferde möglichst oben in der Rangordnung stehen wollen. Eigentlich sind sie eher natürliche "Follower", die froh sind, wenn ein anderes Pferd die Verantwortung übernimmt, damit sie selbst in Ruhe schlafen und fressen können, ohne ständig darauf achten zu müssen, ob ein Raubtier in der Nähe ist. Deswegen ist das Pferd eigentlich immer auf der Suche nach einem souveränen Führer. Um als Mensch diese Position einzunehmen, sollten wir es genauso machen, wie die Pferde untereinander: Leadership durch Spiel, dann haben wir Zwang und Einschüchterung nicht nötig und die Pferde freuen sich auf den Menschen, denn Pferde lieben es zu spielen. Pat Parelli, der Begründer des Natural Horsemanship, hat das Lernsystem der so genannten sieben Spiele entwickelt, die wir Ihnen auf dieser Seite kurz vorstelle - es lohnt sich auch unsere Youtube-Kanal zu abonnieren oder einen Blick in unseren Blog zu werfen, um den Unterricht bei uns sinnvoll zu begleiten.

Ein Wort zu unserem Kursangebot

Am ersten Kurstag (analog in den ersten beiden Unterrichtsstunden bei uns oder bei Ihnen) ist der Unterrichtsinhalt vorgegeben, denn wir erarbeiten das, was hier auf der Seite erläutert wird. Dies entspricht dem Level 1 des Parelli-System. Obwohl ich keine Instruktorin bin, finde ich den Grundgedanken aber richtig, zunächst das Handwerkszeug als Mensch zu erlernen und ein Kommunikationssystem zwischen mir als Lehrerin und Ihnen als Schüler einzuführen. Der erste Tag dient quasi einer Einführung ins System, wo alle Teilnehmer kontinuierlich zuschauen und zuhören sollten (daher bitte keine Hunde oder kleinen Kinder zum Kurs mitbringen, da dies die Konzentration stört). Im Nachgang des ersten Tages sollten Sie folgende Einführung in die sieben Spiele nach Parelli hier nachlesen. Beim zweiten Kurstag erfolgt i.d.R. eine Einteilung in zwei Gruppen - eine fortgeschritten und eine, bei der Fokus auf Wiederholung liegt. Da Zuschauer die Teilnehmer oft ablenken, erhebe ich eine Zuschauergebühr laut Preisliste.

Serviceseite: Das im Unterricht Gelernte nachlesen

Zunächst muss der Mensch das hier beschriebene NHS-System erlernen, das Pferd kann es ja schon mehr oder weniger, weil es seiner eigenen Sprache ähnelt. Um es aber für den Menschen verständlicher zu machen, hat Parelli, der Begründer des Natural Horsemanship, das System der sieben Spiele entwickelt. Dabei müsssen die unten aufgeführten Spiele 1 bis 3 reibungslos funktionieren, bevor wir zu den Spielen 4 bis 7 übergehen, da eins aufs andere aufbaut. Ich vergleiche die erste Stufe des Lernsystems mit dem Alphabet: Die Spiele 1 - 3 sind die Buchstaben, die Spiele 4 - 7 erste einfache Wörter. Wer alle sieben Spiele kennt, kann schon kurze, einfache Sätze usw. ...

Im ersten Teil (Level) des Lernprogramms geht es um Respekt, Sicherheit und sogenannte Notfallhilfen, wenn Gefahr droht; später lässt sich das Pferd dann auf fast unsichtbare Zeichen lenken und leiten. Bevor wir uns aber in den Sattel setzen, sollten wir am Boden folgende Elemente erarbeitet haben:

D I E   B A S I S P I E L E    (1 - 3)

 

1. Friendly Game: Dabei geht es um rhythmische Bewegung mit Seil oder Stick, aber auch z.B. mit Gegenständen wie Planen oder Sprühflaschen sowie auch Streicheln oder Ängste abbauen. Wenn Sie schon auf einem höheren Niveau mit ihrem Pferd spielen, ist das Friendly Game auch eine Art von Neutral bzw. blitzschnell in einer Art Dankeschön passiv werden, wenn das Pferd gehorsam ist.

2. Porcupine Game:  Beim "Stachelschwein-Spiel wird stetiger Druck mit dem Finger oder dem Stick aufgebaut und der wird in 4 Phasen gesteigert: Ich drücke 1. die Haare 2. die Haut 3. die Muskeln 4. die Knochen.  Ich bewege im Level 1 sowohl von rechts als auch von links die Hinterhand, die Vorhand und schiebe mein Pferd rückwärts. Die Idee ist, dass der Druck auf Phase 1 verringert wird, sobald das Pferd reagiert, wenn ich die Bewegung aufrecht erhalten will. Wenn ich möchte, dass das Pferd stehenbleibt, kraule ich es an genau der Stelle, wo vorher der Druck war.

3. Driving Game: Hier wird rhythmischer Druck aufgebaut, meist mit dem Stick oder dem Seil - wie immer in vier sich steigernden Phasen. Auch hier von beiden Seiten Vorhand und Hinterhand bewegen und rückwärts schicken. Wenn das Pferd reagiert, kehre ich zur Phase 1 zurück, wenn ich noch mehr Schritte möchte. Ich stehe ganz still und entspannt, wenn das Pferd anhalten soll - manchmal benötige ich fürs Anhalten ein Vibrieren des Seils, bei manchen Pferden muss ich dies bis zum Schütteln steigern. Es kann gelegentlich in der Phase 4 notwendig sein, das Pferd zu berühren oder den Boden neben dem Pferd mit der richtigen Energie zu treffen. Die Phase 4 wird aber immer seltener, weil Pferde lernen auf feine Phase zu reagieren und immer mehr gefallen wollen.

D I E    Z W E C K S P I E L E (4-7)

 

4. Yoyo Game: Vor und zurück auf geraden Linien (also auch Führübungen und Übergänge beim Reiten). Wenn ich frontal vor dem Pferd stehe und es mit dem Seil rückwärts schicke, bewege ich in Phase 1 den Finger, in Phase 2 das Seil mit dem Handgelenk, in Phase 3 mit dem Ellbogen und in Phase 4 mit durchgestrecktem Arm aus der Schulter heraus. Auch hier gilt: So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig. Das Pferd entscheidet, bei welcher Phase es reagiert und wenn ich genau in diesem Moment mit dem Druck nachlassen, wird das Pferd immer feiner. Das Zurückholen beginnt mit einem Einziehen des Bauchnabels, danach gebe ich nur vor, als würde ich das Seil einholen und in einer höheren Phase versuche ich das Pferd mit einem weichen, stetigen, aber nicht ziehenden Zug am Seil zu mir einzuladen. Einladen heißt hier auch: Entspannt stehen und lächeln.

5. Zirkelspiel (Circling Game): Anders als beim Longieren oder beim Driving-Spiel bleibt der Mensch in der Mitte möglichst stehen, ohne sich zu bewegen (Kraft des Neutral). Nur so lernen Pferde im Circling Game Verantwortung zu übernehmen: auf den Weg zu achten und Richtung und Gangart beizubehalten, ohne dass der Mensch jeden einzelnen Schritt treibt oder kontrolliert: Ich lasse das Pferd in Ruhe, wenn es seinen Job macht, tut es dies nicht, setze ich das Gangart oder Richtung beibehalten so effektiv durch, dass ich wieder eine Zeitlang still stehen kann. Das Zirkelspiel beginnt mit dem Wegschicken durch den 1. Teil des Jojo und danach (im Send) die Phasen "Führe es" (das Seil), in Phase 2 den Stick heben, in Phase 3 Stick schwingen und in Phase 4 den Boden neben dem Pferd treffen, falls das Pferd es so weit kommen lässt (1. lead it 2. lift it 3. swing it 4. touch it).

6. Seitwärts (Sideways Game): Anfangs wird das Seitwärts aus dem Zirkel entwickelt und der Zaun wird zuhilfe genommen. Das sieht so aus: Der Mensch steht mit dem Rücken unmittelbar am Zaun, wenn der Kopf des Pferdes ebenfalls kurz vor dem Zaun ist, wendet der Mensch um 90 Grad und geht auf das Pferd zu und setzt ggf. den Stick (gehalten wie ein Skistock) ein, damit das Pferd seitlich weicht mit folgender Reihenfolge: Wechsel aus Seitwärts nach links, Halbkreis, Seitwärts nach rechts, Halbkreis usw. Die Phasen zum Wegschicken entsprechen denen im Zirkelspiel (Lead it, Lift it, Swing it, Touch it). Das Seitwärts ist eigentlich ein Wechsel aus Vorhand einen Schritt verschieben, Hinterhand einen Schritt verschieben, dann wieder die Vorhand usw. Man kann dies zunächst mithilfe von stetigen Druck erarbeiten (Porcupine) und dann bald zu rhythmischen Druck übergeben (Driving Game). Hören Sie aber unbedingt dann auf, wenn das Pferd einen guten Job macht und kehren erst am nächsten Tag wieder zu dieser Übung zurück. Es würde es ansonsten so empfinden, dass es nicht gut genug war, wenn die Übung immer und immer wieder wiederholt wird. "Druck motiviert, aber Loslassen lehrt" (P. Parelli)

7. Engpässe (Squeeze Game): Am Boden sind das enge Gassen (z.B. zwischen Mensch und Zaun), Hindernisse aller Art oder auch der Pferdehänger - die Idee ist hier, dass das Pferd den Engpass durchquert, sich dem Menschen zudreht, ihn ansieht und wartet (Turn-Face-Wait: Dreh Dich, sieh mich an und warte), bis es in die nächste Richtung geschickt wird - ansonsten wäre es ein Zirkelspiel mit Hindernissen.

D I E    L E V E L - E I N S - P F L I C H T A U F G A B E N

1.  Beine abstreifen 2. Vom Trab zum Rückwärts 3. Touch it 4. Die Acht

Bis hierhin hat der NHS-Schüler lediglich das Handwerkszeug des Horsemanship erlernt - wichtig ist, dass die Spiele nicht in immer der gleichen Reihenfolge gespielt und variiert werden, z.B. mit Hindernissen, die grundsätzlich mit der Touch-It-Pattern dem Pferd vorgestellt werden. Hier spiele ich mit einer Stange - genauso kann ich mit Podesten, Planen, Brücken und z.T. sogar mit Sprüngen vorgehen. Spaß macht es auch einen Gymnastikball zu integrieren und sich immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen (siehe auch Can-you-challenges)

Bis hierhin haben Sie lediglich Ihr Handwerkzeug gelernt, mit dem Sie dann in der Lage sind, individuell auf Ihr Pferd einzugehen, um z.B. auch die emotionale und mentale Losgelassenheit und Versammlung des Pferdes zu entwickeln. Linda Parelli hat dies mit folgenden Worten auf den Punkt gebracht: "Gib dem Pferd, was es braucht und es gibt Dir, was Du willst." Wichtig ist, dass Sie die Spiel weiterentwickeln und variieren, um das Pferd nicht zu langweilen. Es sind zwar immer wieder sieben Spiele, aber die werden auf einem immer schwierigerem Niveau gespielt (siehe Tabelle ganz unten) und es gibt für jedes Spiel ein paar Dutzend Varianten: Wie das höhere Niveau aussieht, sehen Sie bei NHS-Demo und bei den Parelli-Auditions. Außerdem gibt es die Parelli-Pattern wie die Acht, der Slalom,  Question- & Sideways-Box, Bullseye, das Kleeblatt, Millionen Übergänge usw.

Die erste Pattern ist das Touch it - über den Sinn und Zweck dieser Touch-it-Pattern habe ich im September-Blog geschrieben.

Level 2: Das Gelernte in den Sattel übertragen / Am Boden: 7-Meter-Seil

Oben sehen Sie die Techniken des Reitens auf Level-2-Niveau, der besonders für Anfänger und Jungpferde gut geeignet ist. Weiter unten auf dieser Seite sind die Phasen im Freestyle-Reiten auf Level-2-Niveau noch einmal stichwortartig zusammen gefasst. Aber in Level 2 wird natürlich auch die Bodenarbeit weiterentwickelt: Wir benutzen nun ein 7-Meter-Seil und spielen die 7 Spiele mit unterschiedlichen Hindernissen. Im Level 3 kann man ohne Kopfstück lenken und anhalten und beginnt mit der Freiheitsdressur - eine Übersicht bietet die nachfolgende Tabelle:

 

 Online:

Bodenarbeit mit Seil

Liberty:

Freiheitsdressur 

Freestyle: Reiten am langen Zügel

Finesse: 

Reiten mit Anlehnung

Stufe 1

Vergleichbar mit dem ABC:

Wie kann ich mich am Boden durchsetzen nach dem Motto: Anklingeln, Anklopfen, Tür eintreten! Die Signale werden noch übertrieben. Um es leichter zu machen, benutzen wir für höchstens 3 - 4 Wochen ein kürzeres Seil. Varianten sind möglich: Druck aufbauen mit Händen, Seil oder Stick.

  Respekt bekommt man am Boden oder gar nicht - deswegen beginnt jede Pferd-Mensch-Partnerschaft am Boden, das Reiten folgt erst in Stufe 2.  
Stufe 2 Habe ich ein so klares Kommunikationssystem, dass mein Pferd gelegentlich schon meiner Andeutung folgt? Wir arbeiten nun mit Hindernissen und nehmen ein Seil, das doppelt so lang ist.   Einhändiges Reiten am langen Zügel - wir lernen eine Art Notfallplan, um bei Ungehorsam des Pferdes handeln zu können.  
Stufe 3 Erst jetzt bringen wir dem Pferd etwas bei - was in den ersten beiden Stufen übertrieben wurde, wird jetzt verfeinert, denn wenig ist oft mehr - im Idealfall wird das Anklingeln vom Pferd verstanden und befolgt. Funktioniert die Kommunikation auch ohne Seil im Roundpen? Zum Lenken braucht man keine Zügel, wir dirigieren mit Blick und Bein und nehmen  nur ein bzw. zwei Sticks für den Notfall.  
Stufe 4 Kann ich mein Pferd mit kleinsten fast unsichtbaren Signalen am Boden steuern? Dann ist es Zeit für die Doppellonge oder die Bodenarbeit am 12-Meter-Lasso. Freiheitsdressur ohne Seil am Boden z.B.  in der Reithalle oder auf der Weide bzw. in einer großen Arena. Reiten nur mit einem Halsring oder String um den Pferdehals, aber wir reiten möglichst ohne ihn anzufassen: Liberty Riding. Reiten mit Zügelkontakt: Ab hier wird es auch für Turnierreiter interessant: z.B. Stellung, Biegung, Seitengänge und fliegende Wechsel





Wie es weitergeht, wenn die Basis erlernt ist, jetzt lernt auch das Pferd

In den beiden Videos sieht man quasi die erste Begegnung, wo die sieben Spiele ohne Hindernisse gespielt werden, weil sie als Diagnose diesen: Ist das Pferd selbstbewusst oder ängstlich - bewegungsfreudig oder eher faul? Die verschiedenen Pferdepersönlichkeitstypen stelle ich in meinem Blog vor: HIER klicken für den Themenmonat: Horsenalitys nach Parelli.

Auf der Unterseite zum Verladetraining spielen Larissa und Queenie die sieben Spiele nach Parelli mit Hindernissen - als Can-you-Challenge verlädt sie sogar zwei Pferde auf einmal.

Eine deutsche Beschreibung der Seven Games von Pat Parelli finden Sie bei: www.schoolofhorsemanship.de, (wobei es nur in den ersten beiden Level, in denen der Mensch lernt so starr ist wie z.T. kritsiert. Ab Level 3, sobald der Mensch also fit genug ist, auch ein Pferd auszubilden, heißt es dann grundsätzlich: "Es kommt drauf an: Das Pferd, seinen Menschen, die Tagesform usw. usw."). Ihr Vorgehen hängt also ganz besonders von der Persönlichkeit Ihres Pferd ab. Diese Persönlichkeit können Sie mit einem Fragebogen ermitteln, den Sie unter folgendem Link finden: http://www.westernreiten-rostock.de/downloads/Horsenality_Profile_Deutsch.pdf Hier wird grundsätzlich nur das angekreuzt, was auf das Pferd zutrifft, so dass viele Felder durchaus frei bleiben. 

Zum Weiterlesen empfehle ich zunächst den deutschsprachigen Blog der Parelli-Instruktorin Silvia Aigner, den Blog der Instruktorin Ursula Schuster und die folgende deutschsprachige Website www.michelkarin.name (Button unterhalb). Unter letzterem Link finden Sie Infos zu den fünf Zonen, den sieben Spielen nach Pat Parelli am Boden und im Sattel und einen Artikel von Linda Parelli zur Hill-Therapie, wo es darum geht, ein schlecht bemuskeltes oder falsch gerittenes Pferd in nur sechs Wochen wieder "rund" zu bekommen und es dazu zu bringen, unterzutreten, seine Muskeln effektiv einzusetzen und den Hals fallen zu lassen. Um diese Technik anwenden zu können, sollten Pferd und Reiter allerdings mindestens auf Level-2-Niveau spielen (siehe Tabelle unten). Obwohl ein Artikel keinen Unterricht ersetzen kann, empfehle ich zur Hill-Therapie folgenden Link: http://zambail.com/huegeltherapie/

Einen Link zu den Heften aus dem 1. Heimstudienprogramm finden Sie übrigens hier: http://de.scribd.com/doc/56167046/Pat-Parelli-Perfect-Horsemanship-in-21-Lections-Chico#scribd - weiter unten finden Sie eine Tabelle zu den ersten vier Levels des Lernsystems:

WARUM EIGENTLICH EINEN HORSEMANSHIP- & REITSCHULGUIDE ?

  • Unseren Horsemanship & Reitschulguide haben wir vor allem deshalb erstellt, um unseren Schülern zu ermöglichen, die Grundlagen ohne allzu großen finanziellen Aufwand zu erlernen - hier kann das im Unterricht Gelernte im Nachgang nachgelesen werden.
  • Bis hierher wurde der Level 1 erläutert, im Video unterhalb der beiden blauen Buttons gibt es einen kleinen Einblick in den Reitteil des Level 2 und eine Vorausschau auf die anderen Levels. Nicht vergessen, was Pat Parelli sagt: "BEI LEVEL 4 GEHT ES EIGENTLICH ERST LOS !!!" Nach dem Grundsatz "foundation before specialisation", erfolgt die Spezialisierung auf Dressurreiten, Reining und, und, und erst im bzw. nach dem Level 4. Denn ein wunderschönes Haus ohne Fundament wird am Ende trotz all seines Zierwerks dennoch einstürzen - siehe auch Unser Leitbild.

​Nehmen Sie sich die Zeit jeden Tag einen der blauen Begriffe anzuklicken und einen Artikel zu lesen. In diesen täglichen fünf Minuten werden Sie zu mehr Verständnis gelangen und wenn die Philosophie verstanden ist, lässt der Lernerfolg nicht allzu lange auf sich warten. Achten Sie dabei aber auf qualitativ hochwertige Ausrüstung und sparen Sie nicht am falschen Ende. Hier ein Artikel von mir dazu, was sie bei der Ausrüstung beachten sollten:

Bei Procavallo erhaltet ihr Seile von der Seilerei Brockamp zu einem guten Preis, wenn ihr es über den Button oben anklickt, erhalte ich eine kleine Provision - vielen Dank für die Unterstützung.

Kompromisse bzgl. der Qualität sind beim Stick oder beim 4-Meter-Seil möglich: Da könnte man eine Zeitlang auch mit einem Billig-Stick von Amazon klarkommen, denn mit dem Vier-Meter-Seil spielt man eh nur in den ersten vier, fünf Wochen. Beim Stick bevorzuge ich zwar eine Länge von 1,20 m, aber ich habe einige Kunden, die auch mit dem kurzen Stick auf Dauer ganz gut fahren. Fazit für Bodenarbeitsmaterialien: Das 7-Meter-Seil muss topp sein, über alles andere kann man reden ;-) Selbstverständlich sollte aber ein Sattel von einem Sattler angepasst werden. 

Mit Vorurteilen gegen das Knotenhalfter räumt dieser Artikel auf:

Hier können Sie mir beim Bodenarbeitsunterricht über die Schulter sehen

 Im oberen Video erkläre ich Larissas Freundin Marlen den Level 1, die hier zum allerersten Mal in ihrem Leben die sieben Spiele nach Parelli spielt.

Im Video unterhalb unterrichte ich Bodenarbeitsschülerin Nadine mit unserem Pony Cisco ebenfalls im Level 1.

Wer das Gezeigte bereits kann, sollte mit Hindernissen & am 7-Meter-Seil weiterspielen: Wir sind damit mitten in Stufe 2 des Systems gelandet. Bei Parelli wird der Level 2 Spaß-Level genannt. Wo es im Level 1 noch um Sicherheit und Raum-verteidigen ging, kommt jetzt Fantasie ins Spiel: Einige Ideen haben wir bei den Can-you-Challenges gesammelt.

Infos zu Parellis Horsenalitys & Pattern gibt es auf der Best-of-Seite in den Kommentaren der Adventsspiel-Teilnehmer & im NOVEMBER-Blog (Parelli-Pattern & Horsenalitys)

Fit für die Gruppe? Das muss man können:

Anfänger lernen zunächst stark übertriebene Hilfen, die dann nach und nach so verfeinert werden, dass sie später nahtlos mit dem Westernreiten bzw. der klassischen Reitkunst verschmelzen. Denn Reiten nach NHS-Prinzipien kann reitweisenübergreifend angewendet werden, weil es sich als Grundlagensystem versteht. Aber vorher muss die Basis stimmen: Im Video weiter oben haben wir Ihnen das Reiten auf Level-2-Niveau vorgestellt - das Ziel ist natürlich nachher auf diese übertriebene Art der Hilfengebung nicht mehr angewiesen zu sein, aber man muss z.B. den One-Rein-Stop (indirekter Zügel) jederzeit blitzschnell anwenden können, falls das Pferd einmal durchgeht oder auch einfach nur auf eigene Faust schneller wird, obwohl der Reiter hierfür nicht die Erlaubnis gegeben hat. Fürs Turnier oder das Reiten mit unsichtbaren Hilfen wird dieser Level-2-Hilfe ein noch feineres Signal vorweg schickt, das einheitlich gehandhabt werden muss, damit das Pferd es nach einigen Wiederholungen erkennt und es gar nicht mehr dazu kommen lässt, dass der Reiter seine Phasen steigert. Im Blog der Parelli-Instruktorin Silvia Aigner finden Sie Erklärungen dazu, warum eine Phase vier keine Gewalt ist und wie fortgeschrittene Schüler die Phase abwandeln, was Verstärkung, Kontrolle und Verfeinerung genannt wird. Weitere Blogs von Parelli-Instruktoren finden Sie, wenn Sie ganz unten auf den Button klicken.

Zum Auswendiglernen können unsere Reitschüler gerne die nachfolgende stichwortartige Zusammenfassung des im Unterricht Gelernten nachlesen. Das symbolische Anklingeln ist mit 1. markiert, reagiert das Pferd, werden alle Hilfen eingestellt (Nullwirkung), falls nicht, folgt 2. (Anklopfen) ggf. 3. als allerletzte Warnung, reagiert das Pferd auch darauf nicht, kommt das symbolische Tür-Eintreten - hier jeweils als 4. Phase:

  • Steigernde Hilfen beim Anreiten: 1. Gesäß anspannen, 2. (wenig !!!) Bein, 3. Seil touchiert meine eigenen Schultern 4. Seilchen / Gerte trifft Pferd
  • Anhalten: 1. Bauchnabel zurück, 2. Stimmkommando "Whoa", 3. Zügel heben 4. indirekter Zügel (Hals des Pferdes zum Bein des Menschen biegen)
  • Lenken: 1. Blick 2. Bauchnabellampe, 3. Bein (Tür auf & zu), 4. direkter Zügel
  • Das Video oben zeigt zwei Varianten zum Zügel verkürzen. Das kann man hervorragend zu Hause üben.
  • direkter Zügel zum Vorhandverschieben (Tür auf): die Zügelhand führt mit gestrecktem Arm von unten nach oben - unbedingt VOR Sattel bzw. Oberschenkel bleiben.
  • indirekter Zügel zum Hinterhand verschieben (Stellen, Biegen oder im Notfall: One-Rein-Stop): 1. Posaune 2. Finger für Finger umschließt den Zügel 3. Oberschenkel 4. in gerader Linie zu Bauchnabel bzw. zur gegenüberliegenden Schulter, falls das Pferd nicht reagiert.
  • Rückwärts reiten mit und ohne Zügel, z.B. mit 9 Signalen: 1. eine Hand heben 2. zweite Hand fasst beide Zügel am Widerrist 3. erste Hand nimmt einen Zügel. Wir üben nun, dass sich Hände langsam schließen, aber schnell öffnen: 4. Zeigefinger 5. Mittelfinger 6. Ringfinger 7. kleiner Finger 8. Hand anheben 9. Ellbogen nach hinten führen - egal bei welchem Step wir sind: Geht das Pferd rückwärts, stellen wir alle Hilfen ein.
  • einhändig Reiten am langen Zügel (Schnalle fassen bzw. California Roll: freie Hand korrigiert)
  • Reiten nur mit einem Zügel (Seil über den Kopf des Pferdes schwingen bei Bedarf und direkten und indirekten Zügel anwenden)
  • Trab-Aufgabe: je eine Runde leichttraben, leichter Sitz, mitschwingen im Aussitzen
  • Rechtsgalopp: linkes Bein & Schulter zurück / Linksgalopp: rechtes Bein & Schulter zurück
  • Zügel nur im Notfall benutzen d.h. wenn die Körpersignale nicht funktionieren
  • Wir steigern unsere Hilfen linear: das symbolische "Tür eintreten" muss aber effektiv sein, falls wir es einsetzen müssen. Wenn das Pferd auf einer feineren Stufe reagiert, wird selbstverständlich nicht mehr gesteigert, sondern wir kehren zu Phase 1 zurück.
  • Unser Ziel ist ein Pferd, das auf möglichst unsichtbare Hilfen reagiert
  • Hufschlagfiguren: Ganze Bahn in allen drei Gangarten, 8er-Figuren, Slalom, Volten und Zirkel. Für Fortgeschrittene: Kleeblatt-Pattern oder Bulls Eye (Bullauge).
  • Stimmkommandos: "Whoa" = Anhalten / "Easy" = Langsamer / "Back" = Rückwärts / Komm oder 1 x Schnalzen zum Anreiten / 2 x Schnalzen = Trab / Kuss-Geräusch = Galopp

Beschrieben sind hier die Hilfen, wie Sie in der Stufe 2 des NHS-Lehrsystem, die sich aufs Reiten bezieht. Das nachfolgende Video befasst sich noch einmal mit der Bodenarbeit auf Level-1-Niveau.

Vielen Dank an Jenni Osel, dass wir das Video hier einstellen dürfen.

Diese Service-Seite bietet nur einen ganz kleinen Einblick ins System:

Wie es weitergeht, zeige ich Ihnen gerne im persönlichen Unterricht.

Larissa hat dieselbe Urkunde erhalten und war auch noch eine von den vier Gewinnerinnen, die aus über 1.000 Bewerbern für einen freien Gallery-Platz ausgewählt wurden. Wie Sie das erlebt hat, erfahren Sie über den Button unten. Dort finden Sie einen Florida-Reisebericht und die Vorstellung von interessanten Personen rund um Parelli.

Sehr lesenswert ist auch der Blog von Klaudia Duif, der sich mit der Skala der Ausbildung beschäftigt und wie wichtig die emotionalen und mentalen Aspekte für z.B. Takt und Losgelassenheit sind.

Hier noch einmal eine Erklärung zu den sieben Spielen. Auf diesem Youtube-Kanal (Thunderhorses) finden Sie auch ganz alte Videos von Parelli, z.T. sogar Deutsch synchronisiert.

Nicht nur Technik, sondern auch eine Philosophie

Ob ich Westernreiter bin oder nach NHS-Prinzipien vorgehe, es gibt hierfür sehr hilfreiche Leitsätze - ein paar habe ich einmal herausgesucht:

  • So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich
  • Steigerung in Phasen nach dem Prinzip: Anklingeln, Anklopfen, Tür eintreten. Jede Phase dauert eine bis höchstens drei Sekunden - wenn das Pferd reagiert, werden alle Hilfen eingestellt
  • Nutze die Kraft des Neutral und sei passiv, wenn das Pferd gehorsam ist (Nullwirkung)
  • Jede Pause ist eine Belohnung: Druck motiviert, Loslassen lehrt !!!

Hier meine Lieblingszitate von Pat Parelli:

  • Good, better, best, never let ist rest, make your good better and your better best.
  • Take the time it takes, so it takes less time.
  • Savvy ist zu wissen, was passiert, bevor passiert was passiert.
  • Timing ist nicht etwas, Timing ist alles
  • Es kommt nicht so sehr darauf an, WAS man tut, sondern WIE man es tut, WANN man es tut und vor allem WARUM man es tut.

Parelli benennt darüber hinaus auch 7 Schlüssel zum Erfolg:

  • Attitude: Die innere Einstellung - eine Balance aus Fairness und passiver Beharrlichkeit.
  • Knowledge: Das Wissen über Pferde muss zunächst geistig verstanden werden.
  • Tools: Werkzeuge, z.B. Knotenhalfter, Stick, Zaumzeug, Sattel
  • Techniques: Die Techniken sollten in Fleisch und Blut übergehen
  • Time: Niemals unter Zeitdruck arbeiten; mit Geduld geht es schneller zum Ziel, aber auch der Leitsatz: Timing ist nicht etwas, Timing ist alles.
  • Imagination: Die Phantasie und Vorstellungskraft führt zum Erfolg.
  • Support: Man sieht sich nie selbst, also unbedingt Unterstützung von einem Trainer holen.

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