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Was Turnierpony Lucky bei uns erlebt, hat Mark Rashid schon lange gewusst

In unserem Turnierblog schreibe ich davon, wie wir es geschafft haben, dass unser Pony Lucky regelrecht eingefroren ist, weil wir zu nett zu ihm waren. Denn "Gut gemeint ist ja bekanntlich das Gegenteil von gut". Ich hatte vor Jahren schon mal die Erfahrung mit einer Parelli-Instruktorin, die ich im Turnierblog ebenfalls erwähne. Damals las ich zufällig ein Buch von Mark Rashid und eine Passage hat so gut zu unserer Situation gepasst, dass ich sie komplett abgeschrieben habe. Die Leseprobe kommt unterhalb der Fotogalerie:

Aus Mark Rashids Buch „Pferde suchen einen Freund“, ab S. 52 unten

 

„Die gute Nachricht ist, dass ich für den kleinen Araber schließlich eine Lösung fand. Insgesamt brauchte ich 14 Monate dafür, aber nachdem wir erstmal den Durchbruch geschafft hatten, ging es stetig aufwärts. Und die Lösung war (…) sehr einfach.

Die ganze Zeit hatte ich ihn praktisch mit Samthandschuhen angefasst. Ich war regelrecht auf Zehenspitzen um ihn herumgeschlichen, hatte ihn fast wie ein Baby behandelt. Damit wollte ich ihm zeigen, dass ich ihm nichts Böses wollte.

Diese Methode wirkt bei vielen traumatisierten Pferden Wunder, bei ihm aber offensichtlich nicht. Tatsächlich hatte ich zunehmend das Gefühl, dass mein ruhiges Verhalten ihn noch nervöser machte, (..), was mir schleierhaft vorkam.

Aber eines Tages fing ich an, die Situation mehr von seinem Standpunkt aus zu betrachten. Ich fragte mich, wie ich mich fühlen würde, wenn die Leute immer auf Zehenspitzen um mich herumschlichen. Würde mich wahrscheinlich ein bisschen nervös machen, dachte ich. Ich würde mich die ganze Zeit fragen, was nicht stimmt oder warum sie mich so behandeln, besonders wenn ich keinen Grund dafür erkennen könnte. Ich begann mich zu fragen, ob nicht genau dies das Gefühl war, das der kleine Araber hatte.

Die ganze Zeit hatte ich ihn durch mein Verhalten zu beruhigen versucht. Was aber, wenn er es gar nicht so sah? Was, wenn es auf ihn genau die gegenteilige Wirkung hatte? In diesem Fall kam ich ihm höchstwahrscheinlich eher verdächtig als vertrauenswürdig vor.

Nachdem ich zu diesem Schluss gekommen war, ging ich am nächsten Tag zu ihm hin und behandelte ihn wie jedes andere Pferd, was er, wie sich herausstellte, auch war. Ich ging zu ihm in die Box, um ihn aufzuhalftern, was normalerweise mindestens 5 Minuten dauerte, in denen ich langsam auf ihn zuging, er auf dem Absatz kehrtmachte, wegrannte, sich an mir vorbeidrängte, rückwärts ging, umdrehte, die Nase in die Ecke steckte und schließlich zitternd dastand, während ich ihm vorsichtig das Halfter überstreifte.

Diesmal ging ich in die Box und ohne weitere Umstände auf ihn zu – kein Zögern, kein Anschleichen. Und da stand er, einfach so. Er zuckte ein wenig zurück und machte Anstalten wegzulaufen, aber er tat es nicht wirklich. Ich halfterte ihn im gleichen Tempo auf wie jedes andere Pferd und er machte keinen Mucks.

Ich führte ihn aus der Box und hinunter zum Round Pen und teilte ihm dabei freundlich und bestimmt mit: „Da gehen wir jetzt hin, und zwar in diesem Tempo.“ Zum ersten Mal seit seiner Ankunft legte er die 200 Meter zum Round Pen zurück, ohne auch nur einmal zu scheuen oder den Versuch zu machen, sich loszureißen.

Im Round Pen ging es ähnlich weiter. Im Grunde machte ich ihm klar: „Das möchte ich haben und so sollst Du es versuchen.“ Er konnte alles, was ich von ihm verlangte, ausführen – makellos und ohne großes Getue. Auf dem Rückweg zur Box marschierte er ruhig, mit gesenktem Kopf, neben mir her, was er noch nie getan hatte.

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