12 Oaks Ranch - Mehr als "nur" Reiten
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Die Trüffelschwein-Manier: Warum Westernreiter ohne Aufrichtung reiten 

Auf der folgenden Seite finden Sie einige Links und Zitate zum Thema "Welche Körperhaltung ist gesund fürs Pferd?" - einfach die blauen Begriffe anklicken. 

Biomechanik: Nackenband & Hinterhandaktivität

Unser Painthorse Fancy hat einen hohen Vollblutanteil und bringt daher viel natürliche Aufrichtung mit, was möglicherweise auch damit zusammenhängt, dass Vollblüter nervöser und angespannter sind und ihre Umgebung auf Gefahren absuchen möchten. Bei Fancy ist es zwar etwas Arbeit gewesen, ihr die Dehnungshaltung beizubringen, aber sobald sie ihren Kopf fallen lässt, schnaubt sie ab und schwingt im Rücken - was will man mehr?

Das folgende Video zeigt sowohl die Dehnungshaltung als auch ein paar gymnastizierende Übungen. Darunter kommen wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Biomechanik.

Oft wird den Westernreitern vorgeworfen, sie würden nur einer Mode folgen, weil sie ohne Aufrichtung reiten. Mit Mode hat das aber nichts zu tun, es dient der Gesunderhaltung des Pferdes und der Aktivierung der Hinterhand.

Daher zitiere ich hier aus dem Buch "Biomechanik und Physiotherapie" von Helle-Katrine Kleven, denn die Dehnungshaltung gewährleistet die Gesunderhaltung des Pferderückens:

"Das Nackenband:
Wie bereits erwähnt, bildet das Nackenband die Oberlinie des Halses (... weiterlesen bei Buchtipps)".

 

Inhaltlich entspricht dies exakt dem, was ich in diversen Pferdezeitschriften zu diesem Thema gefunden habe. So warnt Tierarzt Dr. med. vet. Jürgen Bartz in der Juni-Ausgabe des Pegasus aus dem Jahr 1996 vor gesundheitlichen Schäden, die auch Freizeitpferde nehmen können: „Die bereits beschriebenen anatomischen Voraussetzungen machen aus gesundheitlichen Gründen jedoch ein Mindestmaß beim Aufwölben des Rückens und der Anspannung des Nackenbandes durch Absenken des Kopfes erforderlich, um das Pferd nicht geradezu kaputtzureiten. Leider (…) werden viele Pferde von Obensitzern bewegt, nicht aber von Reitern geritten. Die gesundheitlichen Folgen für die Pferde sind erheblich: Ständiges Laufen auf der Vorhand, bei weggedrücktem Rücken, schädigt den gesamten Bewegungsapparat, nicht nur die Wirbelsäule, auf Dauer schwer. (…) Eine durchaus verbreitete Entschuldigung hebt darauf ab, dass man seinem Pferd doch nichts Böses zufüge, es ganz im Gegenteil völlig frei und entspannt durch das Gelände laufen lasse. Und genau das ist der Fehler, denn auch extensiv gerittene Wochenendpferde benötigen ein Mindestmaß an Versammlung. “

Einen weiterführenden Link zum Thema finden Sie bei "Anatomisch richtig reiten - Pferdewissen.ch" sowie auf dem Foto unterhalb. Wenn Sie die Muskulatur Ihrer Pferdes am Boden verbessern wollen und die Dehnungshaltung ganz ohne Druck erarbeiten möchte, finden Sie hier Informationen von Parelli-Instruktor Bernie Zambail zur so genannten Hügel-Therapie: http://zambail.com/huegeltherapie/

Blick über den Tellerand: Zitate von Klassischreitern & Islandpferdereitern

Die Fotos oben stammen aus einem Buch für Islandpferdereiter von Kirsti Ludwig ("Dressur für Gangpferde"). Das folgende Zitat stammt aus dem Kapitel "Die Bedeutung der Dehnungshaltung" (S. 30ff):

"Das Erlernen der Dehnungshaltung ist die Grundlage pferdegerechter Ausbildung. sie befähigt das Pferd, einen Menschen zu tragen. Neben dem guten Reiten spielt hier auch die mentale Seite eine ganz wesentliche Rolle. (... weiterlesen bei Buchtipps).

Mini-Buchtipps und Zitate aus diversen Büchern zur Pferde-Gymnastizierung

Zitate aus Phillippe Karls "Irrwege der modernen Dressur": In der Dehnungshaltung werden die langen Rückenmuskeln gedehnt, die Rücken- und Nierenpartie hebt und spannt sich, das Pferd wölbt sich auf und ist besser in der Lage, Last zu tragen. Die Arm-Kopf-Muskeln können die Schultern weit nach vorne ziehen. Die Dehnungshaltung fördert raumgreifende Tritte und veranlasst das Pferd dazu, die Zügel in Bewegungsrichtung anzuspannen... (weiterlesen bei Buchtipps)

  • Das Pferd, das in der leichten Reitweise bei viel Aktionfreiheit laufen kann, wie es will, wird nicht die nach seinen anatomischen Möglichkeiten schonendste Haltung einnehmen, und der Verschleiß an diesem Pferd wird nicht gering sein! Wie ich in der Einleitung am Beispiel meines Torro dargestellt habe, ist dieses reiterliche Entgegenkommen für ein Pferd leider tödlich. Ein Pferd muss - und diese Erkenntnis setzt sich zum Glück auch immer mehr bei Freizeitreitern durch - ein Pferd muss, wenn es Reitergewicht tragen soll, dies in einer Reithaltung tun mit angespanntem Nackenband, Rückenbogen und aktiver Hinterhand. Sie (Frau Strasser) nennen diese Haltung unnatürlich. Natürlich ist dies nicht die Selbsthaltung, die die Natur dem Pferd vorschreibt. Aber - es ist die einzige Haltung, die ein Reitpferd alt werden lässt. (aus Armin Kasper "Hufkurs")
  • Zu der Annahme, dass die Aufrichtung dazu führen würde, dass mehr Gewicht auf die Hinterhand käme, verweise ich auf eine Studie der veterinärmedizinischen Fakultät in Wien, die z.B. von Michael Geitner unter folgendem Link zitiert wurde. Demnach bleibt die Gewichtsverteilung gleich - egal welche Haltung ein Pferd einnimmt, allerdings zeigt die nachfolgende Zeichnung deutlich den Einfluss der Kopfhaltung auf Tragfähigkeit und Hinterhandaktivität:

https://www.facebook.com/michael.geitner.73/photos/a.291067181038248.1073741826.291005711044395/480418935436404/?type=1

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