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Nicola Steiner

 

 

 

Passende Strategien für unterschiedliche Pferde-persönlichkeitstypen und Gedanken zur Phase 4

 

Was ist besser? Eine Methode für alle Pferde oder grundsätzlich individuell auf jedes Pferd eingehen? Keins von beiden!!! Denn ein Pferd ist ein Pferd und es sind nicht alle Pferde gleich. Genug des Verwirrspiels: Die Kunst ist es doch, beides miteinander zu verbinden. Also sollte der erste Blick zunächst dahin zielen, worin alle Pferde gleich sind: Fluchttiere, die in Hierarchien leben, wo es keine basisdemokratischen Entscheidungen gibt und es wirklich nicht immer lieb, nett und sanft zugeht. Positive Verstärkung kennt die Leitstute übrigens nicht, auch wenn dies oft genug zumindest geeignet ist, um den Pferden Tricks oder Zirkuslektionen beizubringen. Aber in der Pferdewelt geht es doch anders zu: Das ranghohe Pferd droht und wenn das andere nicht zur Seite geht, dann gibt es einen (meist moderaten) Klaps. Das ist also etwas, was wirklich jedes Pferd versteht und damit entspricht diese Vorgehensweise doch in der Tat ganz und gar einer artgerechten Pferdeausbildung, weil das Vorgehen natürlich fürs Pferd ist.

Dennoch bringt gerade dieser gelegentliche Klaps (analog das Schütteln des Führseils) das Natural Horsemanship (NHS) zuweilen in die Kritik. Im NHS ist dieses Vorgehen als Phase 4 bekannt, was impliziert: Vorher gab es noch drei andere (nettere) Phasen, die das Pferd ignoriert hat. Wenn ich als Mensch also nett zum Pferd sein will und mich trotzdem durchsetzen will, kann es schwierig werden, wenn ich zeitgleich den Standpunkt vertrete: „Bei mir gibt es keine Phase 4!“ Dann endet die Kommunikation zwischen dem Pferd und mir damit, dass ich Stick oder Seil wedelnd vor dem Pferd stehe und das Pferd steht halt auch und bewegt sich keinen Zentimeter. Daher ist zunächst festzuhalten, dass eine Phase 4 sich dadurch auszeichnet, dass sie effektiv ist, also dazu führt, dass das Pferd zur Seite tritt, wobei der Grundsatz „So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich“ gilt. Und schon sind wir mitten im Thema gelandet, dass nicht jedes Pferd gleich ist, denn auch wenn die ersten drei Phasen bei jedem Pferd nahezu identisch sind, ist die Phase 4 im höchsten Maße individuell. Was bei dem einen Pferd zu lasch ist, ist beim anderen viel zu hart. Wichtig bei der Phase 4 ist auch, dass man emotionslos dabei ist. Man sollte den Grundsatz „Mach ein Spiel daraus“ beherzigen – kommt Wut oder Frust ins Spiel, dann wird Gewalt aus dem Klaps und Gewalt und Strafe gibt es im Natural Horsemanship nicht: Man spiegelt im Grunde nur die Energie, die das Pferd entgegen setzt und gibt vier Unzen hinzu (100 Gramm). Dieses Vorgehen ist vor allem dann angebracht, wenn wir unseren persönlichen Bereich gegen das darin eindringende Pferd verteidigen müssen.

Das Beanspruchen des Raums ist ein wichtiger Faktor in der Pferdewelt, um den eigenen Rang in der Herde zu behaupten: Pferde tun dies übrigens, indem sie miteinander spielen. Ebenfalls für alle Pferde gleich ist es, dass die Frage des „Wer-bewegt-wen?“ ebenfalls in der Regel im Spiel geklärt wird. Bis hierhin sind sich also alle Pferde ziemlich ähnlich. Aber in der Pferdeausbildung geht es ja nicht nur darum, den eigenen Raum zu verteidigen, sondern wir wollen ja auch sportliche Leistungen wie z.B. fliegende Galoppwechsel erarbeiten und schwierige Lektionen gelingen umso besser, je motivierter ein Pferd ist. Hier hilft es uns, etwas genauer hinzuschauen, wie das Pferd eigentlich tickt und welchen Persönlichkeitstyp es repräsentiert.

© Katharina Erfling, www.pony-galopp.de

Zunächst ein paar Worte zum Modell. Ich beziehe mich hier auf die urheberrechtlich geschützten Begriffe derHorsenalitys, die von Linda und Pat Parelli anhand eines ähnlich lautenden für Menschen entwickelten psychologischen Modells (Humanalitys) entwickelt und systematisiert wurden. Der Verständlichkeit halber wird unterschieden zwischen der eher rationalen und selbstbewussten linken Gehirnhälfte (Left Brain) und der überwiegend emotionalen und unsicheren rechten Gehirnhälfte (Right Brain), die im grafischen Modell durch eine vertikale Linie getrennt werden. Eine horizontale Linie trennt zwischen bewegungsfreudigen Persönlichkeitstypen (Extroverts) und den sogenannten Introverts, die sich entweder nicht so gerne bewegen wollen oder dies vielleicht auch gar nicht können. Linda Parelli hat dies stark vereinfachend sinngemäß einmal so ausgedrückt:

„Die Right-Brain Extroverts gehen nach vorn, die Left-Brain Extroverts nach oben. Die Left-Brain Introverts wollen sich nicht bewegen und die Right-Brain Introverts können sich nicht bewegen.“ 

Natürlich gibt es auch Mischformen. (WEITERLESEN AUF BLOGSPOT)

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