12 Oaks Ranch - Mehr als "nur" Reiten
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Linda & Caton Parelli, Elli Pospischil, Leute aus Kanada & Australien

Leute & Pferde, die wir getroffen haben

Pat Parelli so hautnah zu erleben, war ein ganz besonderes Erlebnis. Von den Videos wussten wir ja schon, dass er wirklich gut erzählen kann und viele Anekdoten kennt. Dennoch war es unbeschreiblich anders, ihn einmal selbst in einem Kurs kennenzulernen - insbesondere, weil er wirklich fünf Tage nur für uns da war. Das sogar ohne etwas daran zu verdienen, denn die Einnahmen wurden der Parelli-Stiftung gespendet. Dennoch hat er uns unendlich viele Einblicke in sein Konzept gegeben und es nie versäumt, seine Lehrmeister zu erwähnen. Auch für Fragen hatte er ein offenes Ohr, so hat er mir für meine Level-4-Liberty-Audition mit Cisco den Tipp gegeben, den fliegenden Galoppwechsel über das Fahren aus Zone 5 zu verbessern.

Ähnlich wie unser Reining-Trainer zuhause, schien auch Pat das Bedürfnis zu haben, Larissa gelegentlich ein wenig aufzuziehen, was ihr nachlesen könnt, wenn ihr auf den 1. Button oben klickt. Larissa war zwischendrin ein wenig enttäuscht, dass sie viele der Gymnastizierungs-Übungen vom Westerntrainer kannte, aber seit dem Kurs hat sich die Beziehung zu ihrem Pony noch einmal vertieft, weil es eben die zwei gleichwertigen Säulen gibt: Gehorsam UND Motivation. Gleiches gilt auch für Pats Art zu unterrichten: Ihm gelingt es auf sehr herzliche Art, seine Schüler zu motivieren, aber bleibt dennoch sehr beharrlich in dem, was er beibringen will. Wenn eine Schülerin auf Nicht-Savvy-Art durchs Tor reitet will, sagt er sehr bestimmt "Stopp" und erklärt dann "It's not about the gate" (Es geht ja nicht ums Tor öffnen). Es kommt immer aufs WIE an: Rinder jagen gibt es in seinen Kursen nicht, man muss auch den Rindern gegenüber ruhig sein und ihr Verhalten lesen. Obwohl er unterrichtet, hat er immer den Überblick und wenn etwas schief geht an anderer Stelle, sagt er seiner Barn-Managerin Elli, dass sie nach dem Rechten schaut.

Eine Teilnehmerin hatte beim Reiten dieselben Probleme wie ich vor ein, zwei Jahren. Durch viel Freizeitreiten gewöhnt man es sich schnell an, die Beine wegzustrecken und wenn dann die Lenkung versagt, fährt man mit den Zügel Bobby-Car oder versucht mit einem Impuls nach hinten die Lenkung des Pferdes zu erwirken. Somit konnte ich gut nachvollziehen, wie sich die Teilnehmerin fühlte. Aber ich unterrichte ja auch und wenn Schüler in diesem Tran sind, wo sie eine freundliche Korrektur nicht erreicht, sage ich auch schon mal laut: "Stopp" und erkläre den Leuten dann, dass ich nur eben wecken wollte und das nicht persönlich ist. Von daher fand ich es ganz toll zu erleben, dass Pat zwischendurch genauso unterrichtet: "Stopp it" - bei der Reiterin, die Probleme damit hatte, ihr Pferd übers äußere Bein zu begrenzen, ist Pat sogar einmal paar Mal in ihren Weg geritten und hat gerufen: "Get out of the way." (Geh aus dem Weg). Ich fand das toll, weil es wirklich hilft weiterzukommen, auch wenn es vielleicht nicht die Wattebällchen-Unterrichtsmethode ist. Aber die meisten Leute wollen ja lernen und sollten ja auch lernen, denn unser Ziel ist es ja, dass selbst das Pferd am Ende sagt, dass wir gut sind. Somit hat es mich nicht gewundert, als die betreffenede Teilnehmerin am Ende Pat explizit gedankt hat dafür, dass er so viel Geduld mit ihr hatte und nicht aufgegeben hat, bis sie den Bogen endlich raus hatte mit dem Bein als "Boundary" (Grenze). Es war überhaupt erstaunlich wie immens sich alle zwölf Reiter in nur fünf Tagen weiter entwickelt haben.

Am Schönsten war der letzte Tag, wo Pat uns in einem edel gestalteten Ordner unsere Urkunden überreicht hat. Er hat jeden gebeten, etwas über den Kurs zu sagen und jedem aufmerksam zugehört und zum Abschied herzlich in den Arm genommen und gedrückt. Unser Plan ist somit: Auf zum Level-5-&-beyond-Kurs - aber den dann bitte in Colorado, denn Florida kennen wir ja jetzt ;-).

Ich habe natürlich auch über diesen Kurs einen Erfahrungsbericht bei artgerecht-pferde.de geschrieben, der hier zu finden ist:

Caton Parelli: Humor und Lebensfreude

Am zweiten Tag wollte Pat etwas an eine Tafel schreiben, da tönte jemand aus dem Hintergrund: "Niemand kann lesen, was Du schreibst. Lass mich das machen." und ein junger Mann ging nach vorne, um Pat den Stift aus der Hand zu nehmen. Daraufhin stellte Pat seinen Sohn Caton vor. Für mich war es wirklich toll, Caton persönlich kennenzulernen. Er hat eine sehr herzliche Art und stellte sich immer einmal wieder zu einem Schwätzchen zu uns, wo er gerne über Autos sprach. Einmal haben wir ihn gefragt, was wir machen können, wenn ein Cutting-gezogenes Pferd beim Spin auf dem äußeren Bein dreht und er sagte, er würde einfach ein Pferd nehmen, was das schon kann. Caton hat einfach einen wunderbaren trockenen Humor - und er hat ganz bestimmt kein leichtes Leben, da er mit einem Wasserkopf geboren wurde und die Ärzte sagten, er würde nicht laufen und sprechen lernen - mit 12 hatte er einen Schlaganfall, aber sein Vater Pat hat ihn nie aufgegeben und jetzt reitet Caton Turniere (Video unten) und quatscht wie ein Wasserfall: Wenn wir beim Kurs auf den Bänken saßen, rief er seinem Vater oft etwas zu oder machte einen Witz. Es war auch sehr interessant Pat als Vater zu erleben. Einmal rief er scherzhaft: "Du weißt doch Caton: Kinder arbeiten, während Eltern sich amüsieren". Wie bei der Pferdeerziehung schien Pat auch bei seinem Sohn seine 80 : 20 Regel zu anzuwenden. Meist hörte er geduldig zu, wenn Caton etwas erzählte und lobte ihn oft, aber manchmal konnte Pat auch streng sein, wobei er weder die Ruhe noch die Bestimmtheit verlor und Anweisungen stets humorvoll verpackte. Meistens war Pat aber sehr stolz auf Caton und erzählte uns, dass Caton täglich acht bis neun Pferde reitet und trainiert. Pat selbst hätte meist nur wenige Male auf Catons Pferden gesessen.

Dressurreiten in Perfektion: Linda Parelli & Hot Jazz

Linda Parelli haben wir nur zweimal kurz gesehen. Am 1. Tag kam sie zusammen mit Aurélie de Mévius, die aus Pats TV-Serie "Amazing Grace" bekannt ist. Sie hat ihm assistiert und ist Grace auch geritten, nachdem sie mit viel Geduld gelernt hat, den Sattel zu akzeptieren. Am letzten Tag kam Linda ein zweites Mal zu unserem Kurs und ist und mit Hot Jazz vorgeritten. NHS führt halt reitweisenübergreifend auf ein hohes Niveau.

Glückspilz, Pats Topreiterin & unsere Rettung in der Not

Egal, was war: Elli Pospischil war immer meine Retterin in der Not: Sie hat mir zu Beginn eine eMail geschrieben, dass Autofahren in den Staaten halb so wild sei und den Tipp mit dem Silver Spring Park hatten wir auch von ihr. Sie hat uns auch erzählt, dass am Freitag abend ein Rodeo in Ocala ist, aber Rodeos haben Larissa und ich in Deutschland schon einige gesehen. Weil Elli bei einem Gewinnspiel eine Green-Card gewonnen hat, kann sie in den Staaten leben und ist Pats Barn-Managerin und wahrscheinlich seine erfolgreichste Schülerin. 2014 haben sie und Pat darauf hingearbeitet, sich fürs Finale im Cutting zu qualifizieren, woran nur die besten 15 der Welt teilnehmen dürfen. Pat hatte Pech und ist auf Platz 16 gelandet, aber Elli hat sich qualifiziert und wurde am Ende Sechste der Weltrangliste. Elli möchte beweisen, dass sich Natural Horsemanship und Turnierreiten nicht ausschließen und dass der Unterschied darin besteht, dass man dem körperlichen Training von Pferden auch einen emotionalen und mentalen Aspekt gibt. Die Idee ist, dass nicht nur das Pferd dem Menschen etwas gibt, sondern auch der Mensch dem Pferd.

Alle Gewinner unter einem Dach

Es war einfach witzig, wie viele von uns bei Fawn Anderson genächtigt haben. Über Gilian (schwarzes Käppi) bin ich an ihre eMail-Adresse gekommen, weil Fawn nicht auf der Liste steht, die vom Parelli-Institut verschickt wird. Nina (helles Käppi) ist eine der anderen Gewinnerinnen aus Texas, die auch sehr nett ist. Wir haben erst am vorletzten Tag erfahren, dass sie in einem Wohnmobil unmittelbar vor dem Haus von Fawn mit einer der Reiterinnen nächtigt und auch der dritte Gewinner, Stewart aus Neuseeland, hat hier geschlafen. Stewart fanden wir sehr sympathisch, wir wissen nur nicht ob es daran lag, dass wir kaum etwas von dem verstanden haben, was er uns immer freundlich erzählt hat. Neuseeland ist dann wieder ein anderes Englisch als das, was in Amerika gesprochen wird und Kanadier waren dann ja auch noch beim Kurs - aber es müssen auch nicht immer Worte sein mit denen man sich verständigt.

Danke für die tollen Background-Infos

Mit Nancy und Laura habe ich mich gut verstanden und ich war froh, dass ich eine Instruktorin hatte, die mir all das, was ich auf die Schnelle nicht verstanden habe erklärt hat, weswegen ich sie mit einem Experten-Tipp zum Thema "fliegender Galoppwechsel" in meinem Buch aufgenommen habe. Wir haben das auch direkt an Queenie ausprobiert, die vom Fleck weg den fliegenden Wechsel gelernt hat. Nancy hat jetzt den Level 4 und ab Level 5 sollen die Instruktoren sich noch einem zweiten Bereich widmen. Da Nancy bei ihrem allerersten und einzigen Start im Trail gleich auf Platz 1 der Weltrangliste gekommen ist, wie sie mir erzählte, sind Turniere nicht das, was sie interessiert. Sie möchte stattdessen an einem Projekt mitarbeiten, wo es um Natural Horsemanship für sozial benachteiligte Kinder geht.

Einfach schön anzusehen

Das ist Julia, meine Lieblingsteilnehmerin. Die ist mir schon am ersten Tag aufgefallen, weil sie nicht nur gut, sondern auch locker im Sattel saß. Dementsprechend schön war auch die Haltung ihres Pferdes. Ich habe ihr gesagt, dass ich froh bin, dass sie nicht in Deutschland wohnt, sonst müsste ich auf Turnieren ja Angst haben, dass sie uns Konkurrenz macht. Aber sie reitet auch in den USA noch keine Turniere. Allerdings nimmt sie Unterricht bei einem Reining-Trainer und das erklärt es natürlich.

"Larissas Bewerbung war einfach interessant"

Weil es vom "Classroom" zu Pat's Barn ein gewaltiger Fußmarsch war, wurden wir mit kleinen Golfcars abgeholt und hoch gefahren. In dem Golfcar sitzt Sophie aus Belgien. Sie war in dem Team, die Larissa mit ausgewählt hat. Die genauen Kriterien hat sie nicht verraten. Aber Larissas Bewerbung sei einfach interessant gewesen. Der erste Level 4 & Beyond Kurs fand übrigens auf der Anlage von Sophies Mutter statt, die an diesem Kurs in Florida ein zweites Mal teilgenommen hat. Im Hintergrund seht ihr das Gebäude, wo Pats Büro ist und einen von den Trucks mit denen Caton und Pat immer unterwegs sind.

Kanada-Zwillinge: "Where are my twins"

Wenn gerade kein Golfcar in der Nähe war, haben wir Fahrgemeinschaften zu Pat's Barn gehabt und meistens sind dann die Zwillinge mit gefahren, die Pat auch immer gerne dann von den Zuschauerbänken geholt hat, wenn er jemanden für Simulationen brauchte oder um mit den Füssen Vierecke in den Sand zu zeichen. Er sagte dann meist: "Where are my twins?" (Wo sind meine Zwillinge?)

"Undemanding Time" mit einer Kuh

Im Bild seht ihr eine Kuh, die Brandi gehört. Brandi hat ihr Parelli-Wissen an einer Kuh ausprobiert, was ich einfach toll finde. Brandi lebt in Wisconsin und hat auch Kühe, zu denen sie tatsächlich eine Beziehung aufbaut. Eine Kuh war besonders scheu und mit ihr hat sie viel Zeit verbracht, indem sie ihr einfach Gesellschaft geleistet hat, was bei Parelli "Undemanding time" genannt wird. Nun ist die Kuh völlig auf Brandi fixiert, läuft zu Brandis Auto, wenn sie dieses sieht und Brandi ist die Einzige, die sie melken kann.

Die Leute, die wir beim Kurs kennengelernt haben, kamen aus aller Welt: Kanada, Australien, Neuseeland und Europa.

Magic, Casper, Slider & Hot Jazz

Unterhalb seht ihr nochmal Bilder von den Parelli-Pferden, denen wir begegnet sind: Das mit der weißen Blesse ist Casper; Linda reitet Hot Jazz; ich stehe da mit dem Fuchs Slider (der auch im Video oben zu sehen ist) und das Pferd mit dem Stern ist Pat's "Dreamhorse" Magic, zu dem ich Euch auch ein Video rausgesucht habe (ganz unten).

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