12 Oaks Ranch - Mehr als "nur" Reiten
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Die 12-Oaks-News: All unsere Blogs an einem Ort vereint

Mundtot machen: Geht Mustang Makeover rechtswidrig gegen Kritiker vor?

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Der Februar-Blog gibt sich juristisch. Zum Einen habe ich zwei bitterböse Rezensionen erhalten (meine Statements unterhalb - am Ende: Strafgesetze gegen die Rezensenten),  zum Anderen schert sich auch das Mustang Makeover nicht um Recht und Gesetz und löscht völlig harmlose, wenn auch kritische Beiträge. Dazu wird der Verfasser Hardy Lahn die Tage noch etwas schreiben, das dann hier im Blog und im Themenmonat Mustang Makeover erscheinen wird. Ihr dürft also gespannt sein. Vorab die Rechtsgrundlage zu MAN-DARF-AUF-FB-LIKE-SEITEN-NICHT-LÖSCHEN:  https://allfacebook.de/policy/umgang-mit-shitstorms-und-kritik-rechtliche-stolperfallen-im-facebook-marketing-teil-21 Und daraufhin Personen zu blockieren, ist ja dann so richtig Mafia-Like, aber wir sind ja vom MMO nichts Anderes gewöhnt: Es sind Dutzende von mir bekannten (SACHLICHEN) Leuten ebenfalls dort blockiert worden. Wir alle hätten das Recht auf Wiederherstellung unserer Kommentare - vielleicht sollte man mal eine Sammelklage ins Auge fassen, denn wir haben ja nichts Beleidigendes geschrieben - wie gut, dass es heutzutage Screenshots gibt. Habt ihr welche? Dann schickt sie mir ... bis dahin ein paar Passende von mir. Wer den Link oben studiert hat, weiß dass auf Gefällt-mir-Facebook-Seiten Kommentare nicht gelöscht werden dürfen. Ihr findet aber eine Ankündigung vom Veranstalter genau dies künftig zu tun. Außerdem hat der Veranstalter gegen Facebook-Richtlinien verstossen (nicht gegen Gemeinschaftsstandards, aber im zweiten Teil des FB-Screens, dieser Screen wurde mir bereits zugeschickt) und die ersten beiden Beispiele für SACHLICHE Kommentare, die in keinster Weise beleidigend waren und trotzdem gelöscht wurden.

Themenmonat im März: Gastbeiträge zum MMO 2018

 

Wer mein Buch "Tod eines Pferdes - Zirkuslektionen im Fokus" gelesen hat, der kennt die geniale "Schreibe" von Hardy Lahn ja schon, denn dort nimmt er das Video von Michael Geitner auseinander, der den Vorfall mit Peter Pfister als Unfall abtut (dazu auch von mir am Montag ein React-Video im 12oaksTV-Zirkusvlogkanal). Hardy Lahn hat netterweise noch etwas für mich geschrieben und zwar eine Art Trilogie zum deutschen Mustang Makeover, die im März im hier integrierten HMS-Blog erscheint. Als Natural Horsemanship- & Mustang-Spezialist ist Hardy Lahn ganz besonders dafür qualifiziert, sich dazu ein Urteil zu bilden, denn er stammt aus Deutschland, lebt jetzt in Kalifornien, arbeitet als Dozent an der Uni Berkley und hat selbst vier Mustangs adoptiert (HIER ist seine VITA). Einen kleinen Vorgeschmack auf seine Texte findet ihr in der Rezension unterhalb des integrierten Turnierblogs. Bitte einmal kurz scrollen ;)

Wiederholung im Turnierblog: Anekdoten vom Training bei Elias Ernst

Vor einem Jahr lief hier in den 12-Oaks-News eine Serie "Anekdoten vom Training bei Elias Ernst". Die ist so gut angekommen, dass wir sie wiederholen bzw. in der Turnierblog verlegen - nur in umgekehrter Reihenfolge, so dass nun der 6. Teil der Erste ist und der ursprünglich erste Teil der Letzte - alle 2,3 Tage ein neuer Teil.

01.10.2018
12oaksTV Turnierkanal
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Erst bitter enttäuscht, dann Ende gut, alles gut Nach Frust am Morgen, kam nachmittags das Glück zurück Larissas erstes Jahr bei den Erwachsenen ist zuende. Eigentlich wollte sie ja nur zum Spaß reiten und hat sich nicht viel ausgerechnet, weil sie erst mitten in der Saison eingestiegen ist; aber dann lag sie zwischendrin mal in Führung in einer Disziplin der Highpointliste und bei drei anderen war sie auf dem 2. Platz, also nah dran: Knapp vorbei, ist aber bekanntlich auch vorbei: Das ist bitter, aber dazu unten mehr (bzw. Zwischenstand HIER). Steigen wir ein mit dem Sonntagmorgen des Championats der Westernreiter Rheinland. Der Turniertag fing zwar für Larissa gut an mit einer Bronzemedaille für Queenie, aber dann jagte ein Frust den anderen. Sie hat sich mit Lucky im Trail verritten, die Reining lief mit beiden Pferden mehr als mäßig und Larissa war bitter enttäuscht, weil es nun das zweite Turnier war, bei dem Lucky im Spin einen Freeze hatte (alle vier Beine auf dem Boden) und im Zirkel gekickt hat. Als ich sagte, dass es mal passieren könne, erwiderte Larissa: "Aber jedes Mal?" Kann man gut verstehen, denn letztes Jahr um diese Zeit ist Larissa noch Deutsche Meisterin mit der Jugendmannschaft geworden (HIER nachzulesen). Da das seinerzeit ihr letzter Ritt als Jugendliche war, gab es das buchstäbliche lachende und weinende Auge, denn wer bei der EWU Rheinland bei den Erwachsenen reitet, reitet gegen die Top-Trainer Deutschlands, z.B. die Schwestern Leckebusch im Allroundbereich oder die Brüder Ernst in der Reining, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Lucky & Larissa: Vizerheinland-Champion Ranchriding & Westernriding; mit Queenie: Bronzemedaille im Trail. Außerdem wurde Queenie Fünfte in der Reining, Sechste in der Westernhorsemanship, Siebte in der Ranchriding, Lucky hatte im Trail einen Nullscore & Queenie wurde Fünfte, Lucky Sechster in der Reining. Haul: Leckerlis, Fliegenfransen & mehr Queenies Mutter Fancy - ein Painthorse zwischen Pleasure & Vollblut - Fancy geht 3 x mal auf QH-Gründerhengst Three Bars zurück. Queenies Vater istCutting gezogen, was ein entsprechend ungünstiges Gebäude für andere Disziplinen bedeuten kann Wenn man bei den Erwachsenen in der EWU Rheinland "nur" ein Pony und ein Zufallsprodukt von einem Fohlen wie Queenie hat, ist es so als würde man mit einem Fiat Panda gegen einen Ferrari ein Wettrennen veranstalten, denn o.g. Trainer haben neben Können auch ein ganz anderes Pferdepotential. Natürlich hat man seine Pferde noch genauso lieb, auch wenn es mal nicht klappt. Wenn man aber weiß, wie gut es zuhause funktioniert, ja sogar noch auf dem Abreiteplatz lief, dann bleibt dennoch ein Gefühl der Enttäuschung nicht aus, der ein mütterliches Herz schier zerreißen lässt. Deswegen habe ich spontan zu "unlauteren" Methoden gegriffen, die das Blatt wenden sollten, es aber eher schlimmer als besser gemacht haben. Frei nach dem Motto aus dem Themenmonat "Esoterik im Turniersport" habe ich versucht, Queenie gedanklich zu beschwören, sie intensiv angeschaut und Gedanken wie "Sei lieb, geb' dein Bestes" zu ihr rüber geschickt, wo man ja eigentlich glaubt, dass das Firlefanz ist, aber Pustekuchen:  Wir hatten Besuch (nächstes Foto) und der hat Larissa fotografiert Immer wenn ich diese Gedanken hatte, starrte Queenie mich vom Abreiteplatz aus an und ich Idiot konnte es auch in der Prüfung nicht lassen, worauf Queenie aus lauter Verwirrung im Galopp einen derartigen Zahn zulegte, dass es vorbei war mit ersten und zweiten Plätzen in der Westernhorsemanship (HIER & HIER). Über die Ritte will ich gar nicht mehr schreiben, denn die Dame von der Meldestelle hat gesagt, dass sie meine Blogbeiträge immer gerne liest, selbst wenn sie etwas lang sind, aber die Zeit würde sie sich immer nehmen. Deswegen hat Larissa in Videoform die Frust-Ritte mit Lucky kommentiert und ich habe mir Queenies Ritte vorgenommen (außer Ranchriding & Westernriding: dort ein Video für beide Pferde - "nur" mit erklärenden Untertiteln und Siegertreppchen-Szenen vorab bzw. regulären Siegerehrungen am Ende) - siehe Playlist: Freunde & Besucher werden eingespannt: Nicht nur zum Fotografieren, sond-ern auch beim Grasen lassen - im Hintergrund baut Janik den Paddock ab Das Gespräch mit der Meldestellendame war herzerfrischend, denn als ich einen klitzekleinen Kritikpunkt hatte, hat sie mich gleich gebeten, eine eMail mit Verbesserungsvorschlägen zu schicken. Beim WRR würde man sich freuen, wenn aus Seiten der Reiter ein Feedback käme, denn im Vorstand reite man keine Turniere - gesagt, getan: Mail ist raus und die Begeisterung für den kleinen, feinen Verein wurde durch diese angenehme Kritikfähigkeit noch getoppt und das, obwohl ich ja schon im letzten Beitrag den WRR über alle Maßen gelobt hatte. Aber nicht nur die Vorstandsmitglieder sind menschlich nett und bemüht. Gleiches trifft auch auf die Reiter zu. Zwar wurde Larissa ihre Führung in der Westernriding-Highpointliste "vor der Nase" weg geschnappt, aber das macht nichts, denn die Siegerin hat die Führung nicht nur verdient, sondern ist auch richtig nett. Sie sagte zu Larissa: "Dein Ritt sah besser aus, als sich meiner angefühlt hat, aber das habe ich dir ja schon beim letzten Mal gesagt." Unserer Meinung nach hat der Schein getrogen: Auf dass die Bessere gewinnt. Und rückblickend war dieser kleine Moment der Enttäuschung eigentlich ein bißchen dumm, denn immerhin ist Larissa ja mit ihrem "Nur-ein-Pony" in drei Disziplinen auf dem zweiten Platz gekommen ist und das obwohl sie zumindest mit Lucky die ersten beiden Turniere der WRR-Saison ausgelassen hat. (Für dieses Turnier gab es kein eigenes FMA, denn das gibt es schon von unserem 1. Turnier beim WRR: einfach Bild rechts anklicken & Video startet) Larissa war zwar punktgleich mit der Highpoint-Siegerin, aber am Ende zählt die höchste Einzelwertung und das war 1,5 Nur ein Punkt zur Ersten, aber Larissa ist die ersten zwei Turniere nicht gestartet - nächstes Jahr lässt sie kein Turnier aus In der Horsemanship hat Queenie auch ganz vorne mitgemischt - wir sind ganz stolz In der Reining ist Larissa immerhin auf dem 3. Platz in der Highpointliste gelandet Auch in der Gesamtwertung kann sich Larissa mit beiden Pferden sehen lassen: Mit Lucky auf Platz 9 und mit Queenie auf Platz 11 - bei diesen Listen ist natürlich zu bedenken, dass sie mit Queenie ein Turnier mehr gestartet ist als mit Lucky. Erfolg hat auch ein bisschen was mit "Fleiß" zu tun. Insgesamt sind in dieser Liste 89 Starter, aber die bekommt man nicht auf einen Screenshot, s. wrrev.de - ganz unten  Am Ende einer Saison steht immer auch die Analyse, die Kritik und was man besser machen kann. Larissa hat z.B. beim Reining-Training etwas geschlampt, denn das Vorwegnehmen, wo die Korrektur zum Kicken führt wie auch das Anhalten nach vier Umdrehungen ist ja auf ein Auswendiglernen zurückzuführen (2. Video in der Playlist oben). Deswegen muss man zuhause immer deutlich mehr als drei Galoppzirkel reiten analog im Spin mehr als vier Umdrehungen, denn die Pferde sollen ja selbstständig galoppieren / drehen. Was Larissa aber viel wichtiger ist, ist die Angespanntheit von Lucky - bedingt durch ihr Abitur hat sie letzten Winter wenig mit ihm gemacht - vor allem keine Bodenarbeit nach Natural Horsemanship-Prinzipien, was ja unser Steckenpferd ist, wie ihr es in meinem Büchern nachlesen könnt ... Wer wissen will, was wir treiben, wenn wir nicht auf Turnieren sind, schaut hier nach www.12oaks-ranch.de/blog/ (Mit Klick aufs Bild links öffnet sich das Video von der Quadrille, die das Pferdesportzentrum Krefeld in der Mittagspause aufgeführt hat): Tod ei­nes Pfer­des: Zir­kus­lek­tio­ne... Steiner, Nicola8,99€BuchJetzt probelesen ZUM BoD BUCHSHOP iesen Post per E-Mail versendenBlogThis!In Twitter freigeben

Aus für Turnierkanal - was nun?

 

Wie ihr gestern gelesen habt, gilt für den Zirkus-Vlog-Kanal, dass dieser automatisch zurück in die Monetarisierung kommt, sobald er die fehlenden 800 Stunden erreicht (siehe Mail unterhalb des Hackl-Videos). Für unseren Turnierkanal gilt das offensichtlich nicht: der ist raus. Genauso das wurde ja auch in der Kündigung vor vier Wochen bereits angekündigt: Wer einmal rausgeflogen ist, muss einen neuen Antrag stellen. Sollen wir uns das wirklich antun? Es kann daher sein, dass wir unsere Inhalte künftig nur noch auf zwei Kanäle verteilen. Das ist natürlich noch nicht ganz ausgereift. Ich muss mir erst mal Gedanken um ein neues Konzept machen - bis dahin laufen im Hauptkanal drei Videos pro Woche und im Turnierkanal nur noch eins, denn ich möchte nicht voreilig entscheiden und dem Kanal keinen Todesstoss versetzen - vielleicht wird es ein 12oaksTV-intern-channel für unsere Kunden und Reitkids???

Durch das ganze Youtube-Durcheinander ist der Zirkus-Vlog-Kanal derzeit auch etwas konzeptlos, weil wir aus aktuellem Anlass ja unsere brandaktuelle Zirkusserie"Wir testen den Wiemers-Weg" in den Hauptkanal verlegt haben. Sorry für das Chaos - als kleine Entschädigung für das Chaos gibt es heute ein React-Video dazu, dass Bernd Hackl vor Jahren vom Pferd Future getreten wurde.  Normalerweise kann man die VOX-Inhalte auf Youtube ja gar nicht hochladen, aber ich hatte Glück und habe letztes Jahr da etwas auf einem anderen Kanal gefunden und meinen Senf dazu gegeben. Es ist also ein älteres Video,, das ich deswegen nicht veröffentlicht habe, weil ich nicht sicher bin, ob ich nicht ein wenig pietätslos war. Vielleicht hätte ich doch ein wenig mehr Mitleid haben müssen - ob das der Grund ist, dass Youtube es damals schon direkt beim Hochladen für die Monetarisierung gesperrt hat? Irgendwie praktisch, dass der Zirkus-Vlog-Kanal z.Zt. eh keine Werbeeinnahmen bekommt, deswegen dachte ich jetzt: Dann hauen wir es mal raus: 

P.S. Hardy Lahn hat übrigens auch zwei andere React-Videos kommentiert, die ich 2017 zu Bernd Hackl gemacht habe und wo ein Shitstorm ohnegleich auf mich hernieder ging - Hardys Kommentare habe ich ganz oben im Video angepinnt:

Wie jetzt? Im Zirkus-Vlog-Kanal bin ich ein schlechter Mensch und im anderen ein Guter?

Silberstreif am Horizont

 

Die schlechte Nachricht: Uns fehlen immer noch 800 Stunden. Die gute Nachricht: Wir müssen keinen neuen Antrag stellen, sondern bekommen automatisch wieder Werbeanzeigen auf die Videos im Zirkus-Vlog-Kanal, sobald wir die fehlenden 800 Stunden zusammen bekommen. Das habe ich vorher nicht gewusst - kam in den vorherigen Verlautbarungen eher so rüber, als müsste man dann einen komplett neuen Antrag stellen. Möglicherweise liegt es auch daran, dass der große Kanal es geschafft hat. Fragen über Fragen, aber egal. Ich habe ja einen politischen Blog und am Montag einen Disput mit einer anderen Youtuberin darüber: Ist es wirklich so wie im American Dream, dass der, der fleißig ist, auch erfolgreich ist? Lest selbst:

 

Youtube macht seine Creators zu Bettlern - warum auch große Kanäle zittern

Deadline ist morgen - bitte helft mir

 

Jetzt habe ich in allen drei Kanälen die 1.000 Abonennten, was ein Riesenkraftakt war und dann fällt mir gestern mit Schrecken auf, dass mir Wiedergabezeit fehlt. Ich dachte man braucht 4.000 Minuten, aber es sind STUNDEN und mir fehlen noch 1.000. Jetzt versuche ich verzweifelt, diese Tausend auch noch zu bekommen - zumindest für den Zirkus-Vlog-Channel. 

Deswegen: Bitte helft mir und schaut die längste Playlist im Zirkus-Vlog-Kanal (wenn ihr einen so leistungsfähigen PC habt, dass zwei Playlists auf einmal laufen, dann gerne auch die Playlist  ALLE VIDEOS IM TURNIERKANAL). Einfach auf Start klicken, Ton aus und in einem anderen Tab das tun, was ihr eh gerade tun wolltet: Arbeiten, Facebook oder aber ihr startet die Playlist und geht reiten - die Videos laufen dann von ganz alleine. Würdet ihr das bitte, bitte für mich tun?

Heute wird es übrigens in allen drei Kanälen ein Bettelvideo geben. Ich sage deswegen Bettelvideo, weil es auch ein Meckervideo wird: Denn unter dem jetztigen ersten bzw. heute mittag dann zweiten Video kriegt man Schelte dafür: Große Youtuber machen das ja nicht und die Dame tut dann so, als hätte jemand unter ihrem Video um Abos "gebettelt" und sie hat das ja alles gar nicht nötig - arrgh: ich gehe doch nicht zu fremder Leute Kanäle und lasse Spam da. Ich werde mich da gleich im Video drüber auslassen :D :D :D Ich sehe es anders, denn ob als Admin in der Gruppe oder als Bloggerin oder mit Youtube-Videos: Ich gebe den Leuten ja auch etwas und wer so denkt, dass er dafür einmal etwas zurück geben möchte: Das ist die Chance ... und woanders als in meinen virtuellen Wohnzimmern oder expliziten Sub-for-Sub-Communitys habe ich niemanden, um irgendetwas gebeten.

Und wisst ihr, was richtig ärgerlich ist? Genau vor einem Jahr lief ein React-Video im kleinen Zirkus-Vlog-Kanal, das richtig viele Aufrufe und damit auch Watchtime hatte. Jetzt fällt ja täglich ein Tag aus 2017 heraus und einer aus 2018 kommt hinzu - entscheidend sind die letzten 365 Tage - und von daher wird im Moment die Watchtime Tag für Tag geringer. Wäre mir das rechtzeitig aufgefallen, hätte ich wohl aktuell noch ein paar Reacts gemacht, die werden immer von Tausenden von Leuten gesehen, aber jetzt läuft mir die Zeit davon - von daher: Ich zähle auf Euch.

Erste nicht-familiäre 5-Sterne-Rezension für mein neuestes Buch - s. unten

Da ich die verleumderische Rezension "Null-Sterne-geht-nicht" als Mißbrauch an Amazon gemeldet habe, wurde diese zwischenzeitlich gelöscht, aber ich habe sie natürlich als Screenshot gesichert (die Bewertung von Hardy Lahn könnt ihr im Volltext unterhalb lesen).

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"Noch spannender als das Buch sind die Rezensionen die falsch zitieren und meist das Buch nur als Leseprobe gelesen haben: Warum habe ich fünf Sterne gegeben? Zuerst einmal für den Mut gegen die Trainerallmacht anzuschreiben. Der hier geschilderte Fall ist kein Einzelfall, auch wenn er in seinem tragischen Ausgang zu den Extremeren gehört. Ich kenne persönlich viele ähnliche Fälle, die mir in meiner eigenen Arbeit als Natural Horsemanship Trainer zugetragen wurden. Aber eben immer hinter vorgehaltener Hand und mit der Bitte das nicht öffentlich zu machen. Jetzt hat hier eine engagierte Journalistin viel recherchiert und vieles zusammengetragen um diesen Fall, der symptomatisch Tausende Pferde-Menschen berührt hat. Da kommen Kritiker, Beteiligte und Fachleute gleichermaßen zu Wort. Ich spreche im Gegensatz zu den Rezensionen, die sich emotional überschlagen, auch bewusst NICHT von einem Unfall. Ein Unfall wäre ein unverhersehbares Ereignis, das hier im Buch ausführlich als Schutzbehauptung enttarnt wird. Das alleine zeigt schon den Kern des Buches. Hier wird von den Fallgegnern von einem Unfall gesprochen, um den ganzen Fall aus der Verantwortung des Trainers heraus zu manövrieren. Dadurch wird jede Kritik zu einem persönlichen und böswilligen Angrif deklariert. Diese beliebte Waffe, um Kritiker mundtot zu machen, funktionert fast immer. Sogar die beteiligten Besitzer des Pferdes werden so still, um nicht selber zum Ziel der Angriffe zu werden. In den Negativ-Bewertungen sieht man das ganz deutlich. Obwohl das Buch den Fall von allen Seiten durchleuchtet und Alternativen aufzeigt, beziehen sich die Kritiker beleidigend darauf, wieso man sich überhaupt damit beschäftigt, da es doch nur ein unglücklicher Unfall sei. Wen dieser Fall, der symptomatisch für die Selbstherrlichkeit vieler Trainer und der oft blinden Anbetung durch deren Anhänger ist, interessiert, für den ist dieses Buch spannend und aufklärend. Am Beispiel eines Werkzeuges (Fußlonge) wird hier deutlich gemacht, wieso Training in jeder Form von Wissen, Können, Timing, Offenheit und Empathie lebt und falscher Einsatz von Hilfmitteln bis zum Tod eines Lebewesen führen kann. Für mich ist dieses Buch ein Plädoyer für sinnvolles Training und gleichzeitig eine Anklage gegen das Verschleiern von Fällen, in denen den Trainern anvertraute Pferde zu Schaden kommen. Im gesamten Pferdebereich könnte dieses Buch enstanden sein - ist es aber nicht, weil kaum einer den Mut hat, gegen die Trainer das Wort zu erheben. Hier genau wird deutlich, wie wichtig dieses Buch ist - für die Pferde. Jedes Buch ist Geschmacksache und ob man mehr über diesen Fall erfahren möchte, ist eine freie Entscheidung. Aber Kritiker, die ohne das Buch gelesen zu haben, nur das Ziel zu haben scheinen, diese Veröffentlichung zu verhindern, eignen sich nicht in eine Rezension, sondern zum Stallklatsch."

Vier Wochen lang zum E-Book-Sonderpreis: Mein umstrittenes, neues Buch

Mein neuestes Buch ist kaum auf dem Markt und schon wird es rezensiert - wie haben die Leute es geschafft, es in dieser kurzen Zeit zu lesen - auch ja: Die haben es gar nicht gelesen. Bei meinen anderen Büchern machen mich Ein-Stern-Bewertungen nicht wirklich glücklich, aber bei diesem hier schon, denn es adelt micht, weil ich den Finger in die Wunde lege, wo sich dringend etwas ändern muss (Stichwort: Mindestqualifikation für Trainer) und es gibt mir Gelegenheit noch einmal darauf hinzuweisen, dass es kein Unfall war und den neuesten Sachstand widerzugeben, welcher ist:

 

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Peter Pfister ...

 

... und das tun die bei Unfällen nicht (ich spiele hier auf das Geitner-Video an - das wird mein nächstes Youtube-React am 19.2.18), sondern - wenn es um Tiere geht - bei Verstössen gegen das Tierschutzgesetz oder dem entsprechenden Verdacht. Die Rezensionen findet ihr übrigens auf Amazon - hier meine Antworten darauf (wenn ihr mit Lesen fertig seid, freue ich mich über Meinungen von denen, die das Buch wirklich gelesen haben, aber das ist wohl etwas verfrüht). 

 

 

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MEIN STATEMENT ZU 1-STERN-REZENSION NR. 1: Sie haben das Buch - wie Sie selbst zugeben - ja gar nicht gelesen. Ich fordere Sie daher auf, die Rezension zu löschen, denn dies ist Missbrauch. Und doch: Ich bin eine "RICHTIGE Journalistin", denn ich bin ausgebildete Redakteurin und Diplom-Medienwirtin - siehe meine Vita: http://www.12oaks-ranch.de/home/vita-nicola-steiner/. Ungeachtet dessen darf sich nach Art. 5 GG ein jeder Journalist nennen - die Berufsbezeichnung ist aus guten Gründen nicht geschützt.

DREI Veterinärämter kamen anhand des Videomaterials zu dem Schluss, dass ein schwerer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt, denn üblicherweise verhängen die Veterinärämter Ordnungsstrafen selbst. Sie verweisen nur dann an die Staatsanwaltschaft, wenn eine Straftat vorliegen könnte. Der damalige wahrheitsgemäß im Buch erwähnte Sachstand war ja noch, dass die Staatsanwaltschaft prüft, ob ein Anfangsverdacht vorliegt und genau dieser hat sich aufgrund des Videomaterials ja dann tatsächlich ergeben, sonst würde die Staatsanwaltschaft schließlich nicht ermitteln. Und nein, die Verdachtsberichterstattung erfolgt VOR einem Urteil, sonst wäre es keine Verdachtsberichterstattung - das weiß ich deswegen, weil ich meinen Beruf in der Tat gelernt habe. Es muss dem Verdächtigen lediglich Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden. Dabei kommt es nicht darauf an, ob ER MICH kontaktiert oder ICH IHN. Was er mir in stundenlangen Telefonaten mitgeteilt hat, wird in großen Teilen des Buches wider gegeben und wurde von ihm gegengelesen und genehmigt. Aus Ausgewogenheitsgründen kommt aber natürlich auch die Gegenseite zu Wort oder eher die Gegenseiten, denn da gibt es ja einige: Neben meinen eigenen Satiren zum Totalversagen der Pferdefachpresse gibt es z.B. Interview mit der Organisatorin der Equinale, die die Nominierung des Pfister-Films aufgrund des Eben-Nicht-Unfalls zurück gezogen hat und, und, und...

Im Übrigen ist ja unbestritten, dass Pfister der Trainer war in dessen "Händen" das Pferd zu Tode kam - die Unschuldsvermutung gilt ja hier nicht im Sinne von War-er-es-oder-war-er-es-nicht?, sondern nur deswegen, weil sich noch heraus stellen muss, ob der angebliche Unfall als Straftat oder als Ordnungswidrigkeit geahndet wird. Von Unfall spricht nämlich allein Michael Geitner - unter den befragten Sachverständigen nahm niemand dieses beschönigende Wort in den Mund.
Auch wenn Pferdefachpresse, Besitzerin und Trainer partout behaupten, das Pferd wäre nur 3 x gestiegen, so gibt es doch Beweismaterial, welches das Gegenteil beweist - es stieg 13 x und wer weiß, wie oft es noch gestiegen wäre, wenn es nicht zu Tode gekommen wäre: https://www.youtube.com/watch?v=kTyzQ7WzYSw

Zu erwähnen ist, dass die Unschuldsvermutung im Buch mehrfach abgedruckt ist. Ich erlaube mir aber durchaus ein Urteil über die Pferdefachpresse, die wider besseren Wissens die Unwahrheit verbreitet und seine Leser verschaukelt hat und ja: Darüber mache ich mich auch lustig, wenn ich schreibe, dass die entweder nicht zählen können oder einen Duden brauchen. Und so etwas bei einer (unausgebildeten?) Journalistin, die vor Ort war (HORSEMAN). Bei MEIN PFERD gab es zunächst einen unabgedruckten, aber wahrheitsgemäßen Bericht von Ilja van de Kasteele, der mit der Besitzerin gesprochen hatte, als diese noch sehr erbost über den Trainer war und man sich noch nicht über die Versicherung geeinigt hatte. Dieser Bericht wurde vom Vorgesetzen des damaligen Chefredakteurs aus unerfindlichen Gründen gecancelt. Bevor es hier nun wieder zu haltlosen Verdächtigungen gegen meine Person kommt: Ich habe mit keinem Wort einen Verdacht erwähnt, dass der Trainer selbst dafür gesorgt haben könnte, dass die Wahrheit von der Fachpresse wider besseren Wissens vertuscht wurde - ich liefere die Fakten, das Urteil sollen sich die Leser selbst bilden. Ich berichte allerdings durchaus darüber, wen der Trainer alles angerufen hat (einfacher wäre aufzuzählen, wen er nicht angerufen hat) und dass da auch gewisse Drohungen ausgesprochen wurden - die gut recherchierte Wahrheit wird man ja hoffentlich noch sagen dürfen, ohne mit Schlamm beworfen zu werden.
Ob ich zur Höchstform auflaufe oder nicht, können Sie als Nicht-Leserin meines Buches gar nicht beurteilen ... was wirklich drin steht, zeigt diese Vorschau: https://12oaks-ranch.blogspot.de/2018/01/mein-neues-buch-tod-eines-pferdes.html
und hier der Link zum ursprünglichen Blogbeitrag, der dadurch zustande kam, dass sich die Reitbeteiligung an mich gewandt hat, die das Buch übrigens gegenlesen durfte, bevor es veröffentlicht wurde - ich bin meiner journalisten Sorgfaltspflicht in jeder Beziehung nachgekommen - welche Fehler unterstellen Sie mir? https://12oaks-ranch.blogspot.de/2017/09/pferd-zu-tode-gesturzt-weil-es.html

MEIN STATEMENT ZU 1-STERN-REZENSION NR. 2: 

Ich habe Ihre Rezension an Amazon gemeldet, weil ein ganz offensichtlicher Missbrauch vorliegt, denn Sie verbreiten hier unwahre Tatsachenbehauptungen, die strafrechtlich relevant sind. Ganz offensichtlich haben Sie das Buch, das Sie hier rezensieren, nicht gelesen: Ich fordere Sie daher auf, die Rezension umgehend zu löschen. Bis dahin widerspreche ich den unwahren Tatsachenbehauptungen wie folgt:

1. Ich BEZEICHNE mich nicht als Journalistin, denn ich BIN ausgebildete Redakteurin und Diplom-Medienwirtin. Ungeachtet dessen darf sich nach Art. 5 GG ein jeder Journalist nennen - die Berufsbezeichnung ist aus guten Gründen nicht geschützt. Ich verbitte mir des Weiteren Ihre Unterstellungen in Bezug auf meine Beweggründe.
2. Entgegen Ihrer unbegründeten Auffassung spricht vieles dagegen, dass es ein Unfall war und genau das belegt das GUT RECHERCHIERTE Buch: Drei Veterinärämter kamen anhand des Videomaterials zu dem Schluss, das ein schwerer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt, denn üblicherweise verhängen die Veterinärämter Ordnungsstrafen selbst. Wenn diese nun an die Staatsanwaltschaft zu verweisen, dann weil der Verdacht besteht, dass eine Straftat vorliegt und wenn die Staatsanwaltschaft tatsächlich Ermittlungen aufnimmt, dann klingt das nicht nach Unfall. Der damalige wahrheitsgemäß im Buch erwähnte Sachstand war ja noch, dass die Staatsanwaltschaft nur prüft, ob ein Anfangsverdacht vorliegt und genau den gab es ganz offensichtlich, sonst würden sie nicht ermitteln. Und eine Verdachtsberichterstattung erfolgt VOR einem Urteil, sonst wäre es keine VERDACHTSberichterstattung.
3. Das Buch ist journalistisch gesehen einwandfrei - ich habe Stellungnahmen von allen Seiten eingeholt und diese im Buch - das Sie ja offenbar gar nicht gelesen haben - abgedruckt: auch Stellungnahmen der Reitbeteiligung, der Besitzerin und des Trainers. Auch wenn Pferdefachpresse, Besitzerin und Trainer partout behaupten, das Pferd wäre nur 3 x gestiegen, so gibt es doch Beweismaterial, das das Gegenteil beweist - es waren 13 x: https://www.youtube.com/watch?v=kTyzQ7WzYSw
4. Der Trainer "B" (der persönlich rein gar nichts gegen den anderen Trainer hat, sondern sich lediglich für dringend notwendigen Tierschutz stark macht) hat keine AUSSCHNITTE eines Videos veröffentlicht, sondern das obige Filmmaterial zeigt den kompletten Vorfall mit dort gezeigten 13 x Steigen, siehe Link oberhalb.
5. Von Sau durchs Dorf treiben kann keine Rede sein, denn knapp ein Viertel des Buches beschreibt die Sichtweise des Trainers - auf seinen eigenen Wunsch.
6. Die Vorschau und der Anhang sind ganz bewusst ausgewählt, weil man als Autor weiß, dass diese kostenlos auf Amazon veröffentlicht werden. Deswegen ist das Kernstück ganz bewusst in der Mitte des Buches platziert und: Nein, es wird nicht MEIN Trainingskonzept vorgestellt, sondern das Trainingskonzept von jemanden, den ich als Ikone der Zirzensik bezeichnen würde - sozusagen die dritte Meinung - eine weitere strafrechtlich relevante unwahre Tatsachenbehauptung Ihrerseits. Und diese Trainerin zieht das Fazit, dass hier unethische Trainingskonzepte deswegen vom Trainer angewandt wurden, weil man mit dem unethischen Konzept "Kompliment-im-Wochenendkurs" Kundenwünsche erfüllen und Kasse machen kann. Sie berichtet, dass sich Pferde seit Jahrzehnten gegen die Trainingsmethoden dieses Trainers (und der im Buch erwähnten anderen Trainer, die ähnlich arbeiten) zur Wehr setzen. Ich erlaube mir zwar ein Urteil über das Komplettversagen der Pferdefachpresse, die wider besseren Wissens die Unwahrheit verbreitet und seine Leser verschaukelt, aber die Beurteilung des Falles Pfister überlasse ich überwiegend anderen, denn es sind ja diverse Interviews enthalten - diese aber nicht in der Leseprobe, weil ich nicht bereit bin, das "Beste" kostenlos zu verschenken - arbeiten Sie kostenlos? An dieser Stelle aber einmal meine Meinung: Wenn ein Pferd sich sieben Minuten lang derart wehrt, kann von Unfall keine Rede sein - das sind Zwangsmaßnahmen, die auch dann zu verurteilen sind, wenn KEIN Pferd zu Tode kommt. Es geht ja nicht um Grunderziehung, sondern um das sehr anspruchsvolle "Kunststück" Kompliment, wofür sich Zirkuslegende Freddy Knie damals bis zu einem Jahr Zeit gelassen hat - Peter Pfister versucht, dieses hingegen in wenigen Stunden zu erzwingen und riskiert auch bei überlebenden Pferden Verletzungen wie Muskelrisse und Knochenbrüche (Haarrisse) - so zumindest das Urteil der fürs Buch befragten Ostheopathin.
Im Übrigen verlange ich kein Geld, sondern stelle es jedem frei, ob er Geld dafür ausgeben möchte oder nicht. Immerhin wurde mein KOSTENLOSER Blogbeitrag zum Fall Pfister 55.000 Mal gelesen - offenbar interessiert es die Leute sehr wohl, was ich schreibe. Da auch andere Menschen nicht umsonst arbeiten, ist es ja wohl auch rechtens, wenn auch Schreiberlinge für ihre intensive (Recherche-)Arbeit bezahlt werden - von denen, die dafür bezahlen WOLLEN. Die, die es nicht wollen, die dürfen ihr Geld gerne behalten, aber sich dann auch bitte Rezensionen zu Büchern verkneifen, die sie gar nicht gelesen haben. Das ist Mißbrauch der Amazon-Kommentarfunktion.
Für alle, die diese unwahre Tatsachenbehauptungen lesen, gibt es eine WAHRHEITSGEMÄSSE Vorschau auf das Buch: https://12oaks-ranch.blogspot.de/2018/01/mein-neues-buch-tod-eines-pferdes.html
und hier der Link zum ursprünglichen Blogbeitrag: https://12oaks-ranch.blogspot.de/2017/09/pferd-zu-tode-gesturzt-weil-es.html

 

Bücher bewerten, die man nicht gelesen hat, kann ins Auge gehen

 

JURISTISCH GESEHEN zitiert mein Anwalt auf die Schnelle das Gesetzbuch: Gemäß § 186 StGB ist es strafbar, wenn wider besseren Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet wird, welche geeignet ist, denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden. Ferner ergibt sich nach § 823 Absatz 2 BGB in Verbindung mit § 186 StBG die Möglichkeit einer Schadenersatzpflicht.

Blogübergreifende Serie zu Evita: Das Pferd, das im April zu Tode kam

Gespräche mit Peter Pfister

Der Beitrag ganz rechts war der Anlass, dass Peter Pfister mich angeru-fen hat. Im Reportagestil gebe ich den Inhalt des Telefonats wieder, weil beide Seiten zu Wort kommen sollten im Sinne der

Ausgewogenheit.

Ein Pferd als Märtyrer

So traurig Evitas Tod ist, so führt er doch zu einem Um-denken im Pferde-bereich, z.B. dazu, dass Pferde auch mal "Nein" sagen dürfen oder über die pferdegerechte Anwendung der Fußlonge, wovon im Buch zu lesen ist.

Kapitalverbrechen Kollegenschelte

In einem Podcast sagt Claudia Sanders (Dressur-studien), dass eine Bloggerin nicht wisse, ob sie Journalistin oder Trainerin sein will und ich glaube sie meint mich. Das kann ich so nicht stehen lassen.

Kompliment verweigert: tot

Das ist der Beitrag, mit dem die Idee für das Buch entstand. Anlass waren die Berichte im HORSE-MAN & MEIN PFERD, worin der Unglücks-fall verharmlosend dargestellt wurde. Hier ist zu lesen, wie Evita zu Tode kam.

Weitere Blogbeiträge rund um das Pferd Evita, die im April bei einem Zirkuskurs von Peter Pfister zu Tode kam, findet ihr unterhalb des Youtube-Beitrags. Im Horsemanship-Blog einerseits einen Beitrag über die Dreharbeiten des WDR auf der 12 Oaks Ranch (der  Trainer hat beim WDR so viel Druck gemacht, dass der Beitrag aus der Mediathek entfernt wurde)  und andererseits ein kritischer Kommentar zum Kommentar der Dressurstudien: Todesurteil für die Ausrüstung. Da im Turnierblog 2017 der rote Faden "Esoterik im Turniersport" lautet, behandelt die blogübergreifende Serie zu Evita die Schicksalsgesetze, isbd. das Gesetz der Polarität.

Diese Blogbeiträge sind meinem neuesten Buch entnommen: Ich wende das Bikini-Prinzip an und veröffentliche gerade die besten Beiträge (z.B. zwei Satiren zur Pferdefachpresse HORSEMAN & MEIN PFERD exklusiv im Buch.

HURRA: 1.000 Abonennten im Hauptkanal - die "Kleinen" holen auf

Im Januar hatten wir Euch gebeten, unsere Youtube-Kanäle zu abonnieren, weil wir nicht die 1.000 Abonnenten haben, die Youtube seit Neuestem verlangt, um Werbeanzeigen schalten zu dürfen. Die Watchtime hatten wir dicke: Verlangt waren 4.000 Minuten im Jahr und wir haben 333.000 gehabt. Wir danke für Eure Hilfe, denn der "große" Kanal ist bei 1.200 und die beiden "Kleinen" haben es auch fast geschafft ... und das erwartet Euch im Februar & im März: Ein Videokurs in Sachen Zirkuslektionen & Horsemanship:

Ein schöner Wald (alle Bildtitel von Lisa E.) Eigentlich ist dies ja ein Natural-Horsemanship-Blog. Aber getreu Parellis Motto "Keep it natural" geht es heute um Umwelt- und Klimaschutz. Hier ein weiterer Gastbeitrag von Lisa Eggert, die bereits in den letzten Monaten einen kulturwissenschaftlichen Blick auf die VOX-Pferdeprofis geworfen hat (Hier geht es zu TEIL 1, in dem es um Bildsprache geht, TEIL 2 mit dem Fall Hidalgo von Bernd Hackl & TEIL 3 mit zwei Fällen von Sandra Schneider, u.a. ihr wahrscheinlich letzter Fall: Der Haflinger Nero), aber jetzt zu einer spannenden Reportage mit dem Hashtag: Hambi bleibt Was war das nervenaufreibend. Erst heißt es: Großdemo wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Dann am Freitag die unfassbare Erleichterung. Das Oberverwaltungsgericht Münster urteilt, dass die Rodung des Hambacher Forstes erst einmal gestoppt wird. Und einige Stunden später kippt das Verwaltungsgericht Aachen das Demonstrationsverbot. Wahnsinn. Aber der Reihe nach. Neue Barrikaden (Fotos vom 6.10.2018) Vor zwei Wochen, am 23.09., fuhr ich zu meinem ersten Waldspaziergang nach Buir. Zusammen mit 7.500 weiteren Menschen, die dem furchtbar schlechten, kalten, regnerischen Wetter trotzten. Die Stimmung war gedrückt, was nicht nur dem Dauerregen geschuldet war. Viele Baumhauscamps standen noch und die Spaziergänger*innen halfen den Campbewohner*innen bei der Befestigung und beim Barrikadenbau – mit dem Mut der Verzweifelten. Die Polizei ließ uns nur nach vorheriger Kontrolle in den Wald, der nur noch ein Bruchteil dessen ist, was dort einmal stand. Aber trotzdem ist es ein unglaublich schöner Mischwald. Der Gedanke, dass diese alten Bäume den Kohlebaggern weichen sollen, die man nach kurzem Weg durch den Waldstreifen sieht, machte traurig. Die Berichterstattung zum Thema, die Äußerungen von Politik und RWE sowie die massive Polizeipräsenz und die Art wie mit den Demonstrant*innen umgegangen wurde, verstärkten das Gefühl der Hilflosigkeit. Hier war mal ein Baumhaus Die Baumhäuser, wunderschöne, kreative und liebevoll errichtete Formen von Protestkultur, Wohnräume für Menschen, machten mir einen ganz anderen Aspekt deutlich, der mir vorher nicht klar war: Neben dem Verlust eines Waldes, neben den Auswirkungen für unser Klima, ist die Räumung selbst ein persönlicher Verlust für die Aktivist*innen, die teilweise seit Jahren in diesem Wald leben. Sofort machte sich – nicht nur bei mir – das Gefühl der Solidarität mit diesen mutigen Menschen breit, die nicht wie ich später in eine warme Badewanne steigen und in eine Decke gekuschelt im Sessel einen heißen Tee trinken würden, sondern seit Jahren da draußen leben und dadurch den Wald beschützen. Beim Barrikadenbau, der zwar verboten war, aber von der Polizei toleriert wurde, brach sich diese Solidarität Bahn. Menschen jeden Geschlechts, jeden Alters und jeder sozialen Herkunft packten mit an, schleppten zusammen Bäume durch den Wald, halfen sich gegenseitig und trotzen Regen und Brombeersträuchern. Das waren keine Aktivist*innen. Das waren Menschen, die man täglich auf der Straße trifft.  Auch hier war einmal ein Camp Von den idealistischen Jugendlichen über Familien mit Kindern, bis zu den Rentner*innen in Funktionskleidung – irgendwann rannte eine kleine Oma neben mir mit erhobenem Regenschirm auf die Polizist*innen zu und skandierte laut „Hambi bleibt! Hambi bleibt! Hambi bleibt!“. Diese Menschen wurden immer wieder kriminalisiert, ihre Meinung nicht ernst genommen und ihre Solidarität mit den Aktivist*innen für aussichtslos erklärt. Als später die Polizei in den Wald einrückte und Pfefferspray gegen eben jene Menschen einsetzte, stand ich gerade mit vielen anderen an der Gedenkstätte für den gestorbenen Journalisten Steffen Meyn. Ich weiß nicht, was passiert ist, dass es zu dem Einsatz von Pfefferspray kam und will daher nicht darüber urteilen. Aber auch hier hat mich der Mut und der Zusammenhalt der Menschen berührt, die sich den Polizist*innen, die in voller Kampfmontur in den Wald kamen, entgegenstellten. Dennoch hing die ganze Zeit eine bleischwere Verzweiflung und Hilflosigkeit über dem Wald. Vom Bahnhof Buir zur Demo  Unfassbar dagegen die Stimmung am gestrigen Tag, dem 06.10.. #Hambibleibt ist nicht mehr nur ein Hashtag, nicht mehr nur die Forderung so vieler Menschen, sondern – wenn auch nur vorerst – Realität. Und das ist ein Grund zu feiern. Über 50.000 Menschen reisen also gestern nach Buir. Die Bahn setzt mehr Züge ein, es gibt Shuttlebusse und dennoch ist die Anreise für viele schwierig. Ich habe Glück, komme ganz gut durch und bin überwältigt von der Veranstaltung. Mit unglaublicher Kreativität und Freude wird hier der Rodungsstopp gefeiert. Ein Klavier steht auf dem Feld, eine Brass-Band spielt und viele sind verkleidet – zum Teil auch als Bäume, witzige Idee. Es gibt Essenstände und Stände vom BUND und von Greenpeace, eine Bühne und ein riesiges Transparent „We will end coal.“ Als hätte das Wetter sich anstecken lassen von der ganzen Euphorie, strahlt die Oktobersonne ausgelassen auf das Feld vor dem Hambacher Forst. Und auch gestern ist das Publikum breit gemischt. Einig sind sich alle in ihrer Erleichterung und vielleicht auch ein wenig im Siegesgefühl – auch wenn die Proteste juristisch nichts mit dem Urteil zu tun hatten.  Menschen unterwegs zur Demo Die Polzist*innen stehen gelöst in T-Shirts an ihren Mannschaftswagen und wirken viel freundlicher als noch vor zwei Wochen. Auch für sie geht eine schreckliche Zeit zu Ende. Der Einsatz war sicher Kräfte zehrend und ich bin auch nicht der Meinung, dass so mit Polizist*innen, die genauso Menschen sind, wie die Demonstrant*innen, umgegangen werden sollte.  Die Opposition „Wir, die Polizei“ und „Die, die Protestler“, haben viele von ihnen sicher nicht gewollt und einigen konnte man auch vor zwei Wochen in den Gesichtern ablesen, dass sie nicht gern taten, was sie taten. Umso schöner ist es zu sehen, wie auch diese Grenze sich gestern langsam wieder auflöste. Auch die Landwirte sind dabei Überhaupt ist es ein Tag, der in aller Symbolhaftigkeit Grenzen und Gräben aufweichte. Ein Vertreter der Landwirte, die mit aufgehübschten Treckern angereist sind, spricht von den Konsequenzen des Klimawandels für Landwirtschaft. Landwirte, die ja nicht unbedingt immer auf der Seite des Naturschutzes stehen, solidarisieren sich mit dem BUND – verrückt. Motorradfahrer in voller Kluft wippen zu politischen Songs des ehemaligen Wise Guys-Sängers Eddi Hüneke, Rentnerinnen probieren zum ersten Mal veganes Chili-sin-Carne und urteilen „Sehr lecker. Merkste gar nicht, dass da kein Fleisch drin ist.“ und nicht zuletzt wird die Grenze zum Wald wieder geöffnet. Der Morgen der Demonstration der Erleichterung und des Triumphes: Der Demoplatz ist noch ziemlich leer  ... aber es werden immer mehr Ohne Polizeikontrollen gehen wir einfach beschwingt hinein – vor fast allen anderen. Ein komisches, schönes Gefühl. Traurig macht dann aber der Anblick der ehemaligen Camps. „Guck mal, da hängt noch die Schnur, die ich vor zwei Wochen im Regen mit meinem Feuerzeug abgetrennt habe.“ „Hey, das ist doch die Astgabel, in die wir den Baum gelegt haben, damit das eine solide Barrikade wird.“ „Wo war denn nochmal das Camp Beech Town, mit der Gedenkstätte.“ An letzterer angekommen, kippt zumindest meine Stimmung. Das war unnötig. Die Räumung, der massive, superteure Polizei-Einsatz, die vielen Verletzten (Polizist*innen wie Aktivist*innen) und nicht zuletzt wohl auch der Tod von Steffen Meyn. Das hätte alles nicht sein müssen, wenn man das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes abgewartet hätte, statt zu versuchen, vollendete Tatsachen zu schaffen. Trotz aller Euphorie, trotz dem Gefühl von Stärke durch Solidarität, trotz der Erleichterung, bleibt der Hambacher Forst auch ein Ort, der viel von Verletzung, Wut und Trauer erzählt. Die Stimmung ist gut und das Wetter herrlich Am Waldesrand dann unglaubliche Bilder: Tausende von Menschen, die lachend und feiernd in den Wald strömen: Der Wald ist Natur, die gehört uns allen und nicht einem Konzern. Fast 15 Minuten lang reißt der Strom an Menschen nicht ab. Auf dem Feld vor der Bühne ist es immer noch voll und selbst am abseitigsten Dixie-Klo gibt es eine Schlange. So sehen also 50.000 Menschen aus. Als ich mich auf den Weg zurück Richtung Buirer Bahnhof mache, kommen mir immer noch Menschen entgegen. Bis in meine Heimatstadt im Ruhrgebiet fahren Leute, die #Hambibleibt-Aufkleber auf der Kleidung tragen. Wahnsinn, wie groß das Interesse für dieses kleine Waldstück geworden ist, dem ich jetzt erst einmal Ruhe wünsche. Tausende Menschen waren da, um den Hambacher Forst zu retten, jetzt soll er sich erholen von dem Stress, sollen die Tiere wiederkommen und die Pflanzen die Wege überwuchern, die für die Räumung befestigt wurden. Dann hätten wir alle genau das erreicht, was wir wollten und ganz nebenbei mit dem Hambacher Forst ein Symbol geschaffen – für Klima- und Umweltschutz und gegen die Macht großer Konzerne. Nach dem Video, das Lisa Eggert am Hambacher Forst gedreht hat, seht ihr weitere Fotos von Lisa und ganz oben ein React-Video von mir, in dem sich mein eigener Besuch am "Hambi" mit dramatischen Szenen aus einem WDR-Beitrag abwechselt und ganz unten ein Video darüber, wie der Klimawandel zu uns ins Bergische eingezogen ist: Die Wiesen verdorren und es herrscht Heunot. (Bildtitel: Überall im Wald hängen solche Zettel - mit Mausklick vergrößern) Blick auf die Mondlandschaft des Tagebaus Genau Links der Waldrand, rechts Braunkohlebagger
09.09.2018
Nicola Steiner Horsemanship
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Warum gibt es die Sendung "VOX-Pferdeprofis"? Und für wen soll das eigentlich sein? In Teil 1 ging es allgemein um die Sendung und die Elemente, mit denen offenbar ein gewisser Eindruck vermittelt werden soll. Teil 2 und 3 befassen sich nun mit einer bestimmten Folge – die Folge mit dem Connemara-Mix Hidalgo und der Stute Emmy Lou (Erstausstrahlung am 21.04.2018). Emmy Lou, Galoppbuckeln und die Traumaerzählung Sandras Fall wird in dieser Folge zur Kulisse ungefähr aller weiblichen Klischees. Los geht’s damit, dass der Kommentator uns darauf hinweist, dass Sandra heute einen Ausflug in die Englischreiterei macht. Ich habe ja noch nicht verstanden, welche Reiterei normalerweise ihre ist – per Ausschlussverfahren der Reitereien, in denen ich mich genau so viel auskenne, um zu erkennen, dass Frau Schneider sie nicht betreibt (Western, Englisch und Akademische Reitweise), bleibt vielleicht noch Gangpferdereiten, aber das scheint mir auch falsch. Nachdem wir nun wissen, dass wir in Bochum sind (Ganz kurz als Kind des Ruhrgebiets: Seht ihr? Es ist überhaupt nicht nur grau und hässlich hier!), erzählt uns Sandra in die Kamera, dass die Stute Emmy Lou „in ihrer frühen Jugend eigentlich eine erfolgreiche Karriere als Springpferd begonnen hat, jetzt aber gar nicht mehr so richtig reitbar ist.“ Nennt mich pingelig, aber das klingt doch fast als hätte Emmy Lou damals nach erfolgreich abgeschlossenem Remonte-Abi beschlossen Springpferd auf Bachelor zu studieren. Was heißt in ihrer frühen Jugend? Da wären vielleicht mal genauere Angaben sinnvoll. Und soll das jetzt sowas werden wie: Sie hatte eine großartige Karriere als Ballett-Tänzerin vor sich, aber dann kam da dieser Unfall und jetzt kämpft sie sich zurück? In TEIL 1 dieser Serie befasst sich Autorin Lisa Eggert mit dem Vorspann &assoziert von der Bildersprache eine Art Geschwisterpaar, das Pferde trainiert Das gar nicht mehr so richtig reitbar, wird sich in den nächsten Minuten allerdings zu einem definitivem Unreitbar auswachsen. Sandra hofft allerdings, dass sie Emmy Lou und ihrer jungen (wichtig, denn das wird später noch bedeutsam) Reiterin helfen kann. Jetzt sehen wir eine Videosequenz mit Grauschleier und erfahren, dass das Mädchen die Stute vor zwei Jahren bekommen hat (also, als das Mädchen 13 war) und dass diese ihr Nachwuchspferd werden sollte. Ich tippe jetzt mal einfach, dass das eine sehr merkwürdige Verwendung des Begriffs „Nachwuchspferd“ ist. Der bezeichnet ja generell Jungpferde, die man vielleicht schon parallel zu seinem Turnierpferd ausbildet, damit sie turnierfertig sind, wenn das ältere Pferd verrentet wird. Hier meint er wohl eher, das erste Pferd mit dem man als Jugendliche Turniere startet. Hoffentlich war die Idee nicht, dass die 13-Jährige die Stute selbst ausbildet. Allerdings reitet die heute 15-Jährige nach eigener Aussage länger als ihr Leben und hat auch schon länger als ihr Leben Pferde. Okay, das ist ein Teenager-Mädchen, das den Traum lebt und auf einem Reitstall großgeworden ist und immer schon Ponys hingestellt bekommen hat. Allerdings passt die Aussage nicht zu der mangelnden Erfahrung, die sich in den folgenden gut 20 Minuten zeigt. Damit meine ich nicht den wirklich bewundernswerten Sitz der Reiterin, sondern die Tatsache, dass niemand – weder sie selbst noch ihre Eltern, die ja offenbar auch Pferde haben zumindest seit ca. 16 Jahren, wegen „länger als mein Leben“ und so – auf die Idee kommt, mal jemand über den Rücken des Pferdes schauen zu lassen. Und nein, man muss echt kein Tierarzt sein, um auf diesen Gedanken zu kommen. Das Pferd läuft spannig, klemmig und bockt ganz offensichtlich nicht bösartig. In TEIL 2 geht es um einen Fall von Bernd Hackl. Gastautorin Lisa Eggert vergleicht dort Bildsequenzen mit dem Spielfilm "Pferdeflüsterer" Auch Sandra, die doch mit Sicherheit das Video gesehen hat, schaut sich die Stute nicht erstmal so an, tastet den Rücken ab, bewegt sie ein wenig am Boden oder lässt sie sich mal ohne Reiter in allen Gangarten an der Longe zeigen. Nein nein, sie will sich, so der Kommentator, das Pferd „ganz genau ansehen, deshalb reitet die Besitzerin das Pferd vor“. Witzig unter „genau ansehen“ hätte ich das verstanden, was ich vorher aufgezählt habe und noch einiges mehr (z.B. Gesamtzustand, Beweglichkeit im Hals anschauen, Sattel, Haltungsbedingungen, Futter ... ach, es gibt so vieles was man sich anschauen kann, aber nochmal das Gleiche wie in dem Video ist auch okay). Eine Szene aus dem Spielfilm "Der Pferdeflüsterer" von & mit Robert Redford Emmy Lou marschiert dann auch direkt nach dem Aufsteigen los. Sandra fragt, ob sie das immer mache und rümpft die Nase als die Antwort „Ja.“ lautet. Stimmt, das ist nicht schön. Das ist eine Unart. Ich würde das immer unterbinden und absolut üben. Aber mit Blick auf das Bewerbungsvideo ist das ja wohl das kleinste Problem. Und dann dramatisieren Sandra und der Kommentator als hätten sie sich abgesprochen gemeinsam die ersten Schritte auf dem Reitplatz. Das Pferd macht sich fest – stimmt. Es beißt die Zähne aufeinander – stimmt. Und ist ganz unzufrieden, gar außer sich – puh, joa, nö! Ist es Zufall, dass die Bildsprache der VOX-Pferdeprofis so sehr an den 1998erschienen Spielfilm "Pferdeflüsterer" erinnert (Regie: Robert Redford) Bis hier hin könnte es auch folgendes sein: Es ist kalt, das Pferd kommt nicht viel raus und läuft jetzt ausnahmsweise mal wieder auf dem recht windigen Springplatz. Da werden Pferde schon mal spannig und Emmy Lou ist dabei zunächst noch recht nett. Sandra schlägt einen Trab vor und der Kommentator raunt „Ob das so eine gute Idee ist?“ Aber die Reiterin gibt sich Mühe und kann die Stute untermalt von dramatischer Musik antraben. „Lange macht Emmy Lou das aber nicht mit.“ Ne, dann fängt sie an zu hüpfen und macht genau das Gleiche wie in dem Bewerbungsvideo. Zwei-Longen-Technik & der "Pferdeflüsterer" mit im Wasser - wie im Film Sandra klärt uns auf, dass das nicht als Reiten zu bezeichnen ist und dass es so auch weder für Pferd noch Reiterin schön sei. Da hat sie Recht. Aber niemand hätte diese Information gebraucht. Das Mädchen hatte ja eben deshalb um Hilfe gebeten, weil sie es nicht schön findet und wer Augen hat, sieht auch, dass das nichts mit harmonischem Reiten zu tun hat. Dann kommt der Witz mit dem Galoppbuckeln und die Schneidersche Diagnose, dass da einiges im Argen ist. Und nun sind Besitzerin und Sandra beide besorgt. Die Profi-Meinung zur Ursache: Ein Trauma! Reiten bedeutet für Emmy Lou generell Stress und sie erwartet immer etwas Schlimmes, sobald da jemand draufsitzt. Aber, es liegt auf keinen Fall an der Reiterin. Das wird ganz zu Beginn schon klargemacht, die Absolution erteilt und die Besitzerin von aller Verantwortung freigesprochen. Dafür braucht man die Trauma-Erzählung. Wir erinnern uns an den „Pferdeflüsterer“. Auslöser war dieser wirklich schlimme Unfall – dessen recht realistische Darstellung und die Tatsache, dass ich zwölf war als ich den Film gesehen habe, dazu geführt haben, dass ich wohl nie im Schnee ausreiten werde; das und die Tatsache, dass es hier so wenig schneit. Auf jeden Fall kann niemand etwas dafür, das bestätigt auch später im Film Robert Redford und der ist extrem vertrauenswürdig. Unfälle, Traumata und solche Dinge liegen außerhalb unseres Einfluss- und damit unseres Verantwortungsbereiches. Diese erste Einschätzung wird in der ganzen Folge nicht mehr revidiert. Es bleibt dabei: Du bist nicht verantwortlich. Du bist ja auch noch so jung. Jetzt kommt Emmy Lou aber erst einmal auf den Rosenhof. Neben dieser ist nun auch die Chiropraktikerin und Physiothearpeutin angekommen, weil Sandra jetzt doch physische Gründe ausschließen will. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, Frau Neeff zu googeln und zu schauen, wieviel weiter ihre Anfahrt nach Bochum gewesen wäre als zum Rosenhof. Tja, es wären zwar so um die 25 km mehr gewesen, aber steht das in irgendeinem Verhältnis dazu, das Pferd zu Sandra zu karren? Hätten nicht auch Tierärzt*innen vor Ort mal schauen können? Für das Pferd war das vermeidbarer, unnötiger Stress. Zumal Sandra zwar davon spricht, dass Emmy Lou erst seit zwei Tagen auf dem Rosenhof ist, wobei es allerdings nun schon mindestens später Frühling ist; eher sogar Sommer, wenn man sich die Bäume anschaut. Das erste Treffen war eindeutig noch im sehr frühen Frühjahr – es war offensichtlich sehr kalt. Es sind also nochmal einige Wochen ins Land gegangen, ehe jemand mal geschaut hat, ob da vielleicht körperlich was nicht in Ordnung sein könnte. Das ist unverantwortlich. Bei sowas krieg ich echt Blutdruck. Und dann kommt von Frau Neeff der einzig richtige Vorschlag: Ab in die Klinik und mal alles abklären. Jetzt wird man plötzlich hektisch und beruft die Besitzerin und ihre Mutter noch am gleichen Tag ein – wir wissen, auch das nur für’s Fernsehen. Das hätte man auch telefonisch klären können. Mutter und Tochter geben sich überrascht. Hier weiß man einfach nicht, was „scripted“ und was „Reality“ ist. Diese ganze Sequenz ist auf Kosten des Pferdes inszeniert worden. Es gab keinen Grund, die Stute zu Sandra zu bringen außer die Dramaturgie bzw. die Erzählung, dass nur unter Sandras Fittichen alles gut wird. Und dann klingt es fast wie Hohn, wenn der Kommentator bei der Ankunft in der Tierklinik betont, dass Sandra Emmy Lou direkt vom Rosenhof dorthin gebracht hat, damit schnell Klarheit über deren Zustand herrscht. Warum Frauen nicht einparken können ... – VOX inszeniert Sandra Schneider als kleines Mädchen und nicht als kompetente, souveräne Trainerin In der Klinik gibt Sandra alles an die Physiotherapeutin ab, die sowohl beim Röntgen das Pferd festhält als auch später bei der Nachbesprechung dabei ist. In den folgenden Szenen wird Sandra Schneider durch die Sendung nun schrittweise immer weiter demontiert. Sie wirkt wie eine überforderte Besitzerin, die etwas naiv hofft, dass gar nichts bei der Untersuchung rauskommt. Dank des Teasers wissen wir schon, dass diese Hoffnung enttäuscht wird und so wird Sandra einmal mehr als kleines Wendy-Mädchen vorgeführt, dass naiv glaubt, Daumen drücken würde etwas bringen. Nein, sie wirkt in dieser Folge nicht einmal wirklich kompetent, sondern beinahe ebenso mädchenhaft und unerfahren wie Emmy Lous junge Reiterin. Während des Gesprächs mit den Tierärzten – zwei ernsten, vernünftigen und sehr professionell wirkenden Männern, schlägt Sandra immer wieder die Hände vor den Mund, schaut entsetzt und wirkt fast dümmlich, wenn sie fragt, ob das Pferd, das chronische Rückenschmerzen hat, wohl reitbar ist. Ich mag mich irren, aber in meiner Vorstellung sind Trainer*innen Menschen, die wahnsinnig viel Erfahrung mit Pferden haben, tausend Geschichten und Krankheiten kennen und einfach rund um das Thema Pferd eine Menge Wissen angehäuft haben. Das ist der Grund warum manche Menschen ihre Trainer*innen mit in die Klinik nehmen, weil die kompetenter sind als man selbst. Hier wird aber eine Trainerin präsentiert, die weder professionelle Souveränität im Umgang mit einem Pferd in einer Kliniksituation ausstrahlt, noch im Kontakt mit den Ärzten als gleichberechtigte Gesprächspartnerin auftritt. Zu allem Überfluss wird nun noch das Überbringen der schlechten Nachricht besonders theatralisch inszeniert. Zum Glück regnet es und Sandra findet den bestmöglichen Platz zum Telefonieren: Auf Emmy Lous Heuraufe. (Sollte das der einzige Platz mit gutem Empfang sein, an dieser Stelle: Mea Culpa. Bei uns am Stall telefoniert es sich am allerbesten auf dem Misthaufen) Im Gespräch betont Sandra, wie sehr ihr das leidtut, weil sie die Emmy Lou auch so gerne mag, und bricht am Ende quasi zusammen mit der Besitzerin in Tränen aus. Klar, niemand überbringt gerne schlechte Nachrichten und so weiter. Und wir können uns alle vorstellen, wie niederschmetternd so eine Diagnose ist und deshalb wäre dieses Telefonat definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, aber hätte da nicht einmal bitte irgendwer zu irgendeinem Zeitpunkt sagen können: „Leute, das Pferd hat eine hochgradige Spondylose. Die hat es nicht erst seit gestern. Ihr habt die Schmerzensäußerungen dieses Pferdes Ewigkeiten ignoriert. Das ist nicht gut. Ehrlich gesagt, ist das Scheiße! Und von Leuten, die schon ewig Pferde haben, erwarte ich mehr.“ Nein, denn das macht das kleine Mädchen Sandra nicht, die ist nicht so böse. Die heult lieber ein Ströphchen mit. Zurück in Bochum treffen wir nun die Besitzerinnen von Emmy Lou wieder, die der Stute jetzt einen Platz auf einer Weide am alten Hof eingerichtet haben. Klasse, da steht sie jetzt wohl alleine, wie es aussieht – jedenfalls wird nichts Gegenteiliges erwähnt. Toll für das, laut Kommentator, „gehandicapte Pferd“. Die Mutter klopft sich dafür auf die Schulter, schließlich wäre die Stute woanders ja viel schlimmer dran und man wüsste ja jetzt nun auch was mit ihr ist und so. Wahnsinn, wie man sich doch Sachen zurechtlegen kann. Ich erwarte echt nicht, dass sich jemand im Fernsehen öffentlich selbst zerfleischt vor Schuldgefühlen. Es wäre dennoch angebracht gewesen, jetzt sowas zu sagen wie: „Wir haben die Zeichen übersehen und wenn Emmy Lous Geschichte irgendwas Positives bringen soll, dann, dass vielleicht Leute, die das sehen, demnächst schneller einen Tierarzt holen.“ Sowas wäre ganz schön gewesen. Aber nichts davon. Stattdessen wird klar, dass die Stute nur stundenweise auf der Wiese steht, ansonsten in der Box und das ist angeblich das, was sie braucht. Und nun kommt die Stimme der Pferde und weint, weil es so traurig ist, dass es Pferde wie Emmy Lou gibt. Und naja, weil es Menschen gibt, die das Schmerzverhalten abtun – genau wie Sandra zu Beginn der Sendung. Aber es ist ja so schön, dass das Pferd jetzt trotzdem bleiben darf. Ja, die einfühlsame Frau, sensibel und nah am Wasser gebaut. Die wird nicht wütend bei so viel Ungerechtigkeit dem Pferd gegenüber. Klar, man kann sich als Trainer*in auch sicher nicht alles anmaßen (dazu aber weiter unten noch ein kleiner Abschnitt). Nur dann hätte sie gar nichts sagen sollen, oder sich professionell verhalten bzw. die Sendung hätte ihre Profi-Trainerin als professionelle Person zeigen müssen. So wird Sandra Schneider tatsächlich zur Wendy, zum kleinen Mädchen. Bei allen offensichtlich inszenierten Momenten dieser Sendung, kann man nicht davon sprechen, dass damit „Realität“ abgebildet wird. Es wird ein Bild von Sandra Schneider konstruiert, das weibliche Klischees im Übermaß bedient und das sie in absolut kein gutes Licht rückt. Bloß keine Kritik an den Besitzer*innen – obwohl, manchmal doch! Im Folgenden werfe ich noch einen kurzen Blick darauf, wie die beiden Beispielfälle (und ein weiterer am Rande) in Bezug auf Ursachenforschung oder besser Schuldzuweisung erzählt werden. Erinnern wir uns an Hidalgo. Ich fand den vom ersten Moment an toll. Das ist ein richtig nettes, lustiges und schlaues Pony. Ich kenne mich mit Pat Parellis Horsenalitys nicht wirklich aus, ich würde aber behaupten, der ist ein extrovertiertes, sorgloses und cleveres Pferd, also ein Left-Brain Extrovert. Ich steh auf solche Pferde. Und naja, vielleicht ist der auch echt ein Lump, der sich schnell was einfallen lässt, wenn ihm langweilig wird. Aber sicherlich kein böses Tier. Und so schlau dieses Pferd auch ist, was seine Besitzerin da einfordert, er möge sich doch bitte äußern, wie man mit ihm umgehen soll, kann auch der nicht leisten. Oder besser: Hat er ja gemacht – allein, sie hat’s nicht verstanden. Mir fehlte bei diesem Fall einfach die klare Korrektur der Erzählung vom bösen Pony. Warum können nicht Kommentator und / oder Bernd Hackl mal sagen: „Hey, das ist kein gemeines, hinterhältiges Verhalten. Das ist ein schlaues Pferd mit einer großen Portion Charakter, der braucht klarere Grenzen und abwechslungsreiches Training. Grundsätzlich ist der aber nett und kooperativ und eigentlich auch potentiell ein guter Kumpel. Dass da was schiefgelaufen ist, liegt an der unsicheren und vielleicht auch etwas unerfahrenen Besitzerin.“. Stattdessen wird nicht einmal nach der Verantwortung der „jungen Reiterin“ gefragt. Die ist einfach eines Tages zum Stall gekommen und hatte ein brutal gefährliches Pferd und das war’s dann für die nächsten zweieinhalb Jahre und dann kam der Cowboy aus Bayern und hat die Sache gelöst. Viel schlimmer ist es noch bei Sandras Fall. Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber das darf doch nicht sein, dass eine Trainerin, die sich selbst als die Stimme der Pferde bezeichnet, in einer Sendung, die sich zumindest anheischig macht, irgendwie tierfreundlich zu sein, nicht mal sagt: „Leute, wenn sowas ist, holt den Tierarzt.“. Klar, ich frage mich auch schon immer, wie es sein kann, dass auf so einem verhältnismäßig großen Hof niemand mal sagt: „Also, ich würd‘ ja mal den Doc. drüber schauen lassen.“ Ich kenn das nicht anders. Manchmal ist man ja selbst betriebsblind und dann sind solche Stallkolleg*innen Gold wert und man sollte auf sie hören. Aber statt eine heulende Sandra hätte VOX mal eine kämpferische Sandra zeigen sollen, die sich wirklich dafür ausspricht, dass erst alle körperlichen Ursachen abgeklärt werden. Man weiß halt nicht, ob sie den Besitzerinnen nochmal ins Gewissen geredet hat oder nicht. Es wird in jedem Fall nicht gezeigt. Damit sendet diese Folge in beiden Fällen eine ganz falsche Botschaft: Selbstkritik, Selbstreflexion und Ursachenforschung sind nicht notwendig. Das Verhalten der Besitzerinnen ist ganz normal und überhaupt nicht fragwürdig. Es sind die Pferde, die nicht funktionieren. Im krassen Gegensatz dazu steht Sandras Verhalten im Fall „Nero“, der einige Wochen später ausgestrahlt wurde. (Unterhalb der Playlist zum Haflinger Nero geht es weiter mit der Analyse) In dieser Folge wird die Besitzerin von Anfang an als unfähig dargestellt. Sandra fährt ihr über den Mund und zweifelt direkt alles an, was sie sagt. Der Haflinger-Wallach ist „nabbelig“ bzw. „oral-fixiert“. Das kann nur daran liegen, dass er immer so viele Leckerchen bekommt. Kurze Anekdote: Ich kenne mindestens ein Pferd, von dem ich ganz sicher weiß, dass es nie aber auch wirklich nie etwas aus der Hand bekommt und auch noch nie bekommen hat und, das trotzdem alles „annabbelt“. Manche Pferde sind so. Übrigens scheint auch Hidalgo so ein Typ zu sein – da wird das aber von Bernd als spielerisches Verhalten gedeutet und zugelassen. Man muss sich nicht vom Pony auffressen lassen, klar. Aber eine deutliche Zurechtweisung wäre auch okay gewesen. Das ist, meiner Erfahrung nach, bei solchen Pferden zwar nicht immer nachhaltig, aber zulassen tu ich das auch nicht. Außerdem wird bezweifelt, dass die Zähne gemacht wurden. Die, im Verlauf der Sendung hinzugezogene, Pferdezahnärztin hat dann tatsächlich noch etwas gefunden, aber gut, das kann passieren, dass der Zahnarzt der Besitzerin nicht gut gearbeitet hat. Alle überlegen jetzt mal fünf Minuten, wie viele Geschichten ihnen spontan einfallen, in denen jemand sich auf Tierärzt*innen, Hufschmied*innen, Sattler*innen oder Trainer*innen verlassen hat und enttäuscht wurden. Von der falsch diagnostizierten Lahmheit über das mysteriöse Verschwinden von Trachten am Huf bis zur Odyssee einen für Pferd und Reiter*in passenden Sattel und dann auch noch effektiven Unterricht zu finden ist doch alles dabei. Das passiert. Da muss man nicht unterstellen Neros – tja, vielleicht nicht mehr ganz so junge – Besitzerin würde sich nicht kümmern. Im Gegensatz dazu wurde bei Emmy Lou ja nie thematisiert, ob die tierärztlich durchgecheckt wurde. In dieser Folge erfüllt Sandra ein weiteres weibliches Klischee: Sie ist zickig. Sie rollt mit den Augen, wirkt schnippisch und überheblich. Da ist nichts mehr zu sehen von der weichen, sensiblen Frau, die ach so mitfühlend ist. Immerhin ist auch Neros Besitzerin sichtlich verzweifelt. Das wird aber ignoriert. Diese offensive Inszenierung der Besitzerin als unfähig und nicht vertrauenswürdig sticht aus meiner Sicht deutlich gegenüber den anderen Folgen hervor. Zwar werden die Besitzer*innen häufig passiv und wenig kompetent gezeigt, aber selten so direkt angegangen. Das empfinde ich als unfair. Im Fall Emmy Lou, in dem man zurecht hätte kritisch sein können, wird geschwiegen bzw. nur geheult. Währenddessen muss sich Neros Besitzerin unverhältnismäßig viel von Sandra Schneider und dem Kommentator gefallen lassen. Die Gründe dafür sind mir schleierhaft. Außerdem halte ich es für extrem übergriffig beim (vielleicht auch nur inszenierten) ersten Zusammentreffen direkt mit solchen Geschützen aufzufahren und eine – trotz allem und immer noch – Kundin so zu behandeln. Das macht man nicht und das wäre für mich an Stelle der Besitzerin auch schon ein Grund diese Trainerin nicht mehr kommen zu lassen. Über die Art und Weise wie hier weiter trainiert wird, will ich nicht mehr urteilen – das würde zu weit führen. Was lernen wir denn jetzt daraus? Ich habe versucht grundsätzlich und an konkreten Beispielen sehr detailliert zu zeigen, wie in dieser Sendung vom Pferd erzählt wird. Die Sendung will natürlich in erster Linie unterhalten. Manchmal gelingt das ja auch ganz gut. Sie hat überhaupt nicht den Anspruch, Pferdetraining zu zeigen – das sind keine Lehrvideos. Aber es wird vollkommen ignoriert, dass die Art wie erzählt wird, die Botschaften, die mitgeliefert werden und die häufig unkommentierten Aussagen von Besitzer*innen und Trainer*in ein Bild von Pferden und der Reiterei konstruieren. Mit diesem Bild wird eine Haltung dem Tier gegenüber als normal erklärt, die ich absolut furchtbar finde. Die Tiere müssen funktionieren - völlig unabhängig davon, wie mit ihnen umgegangen wird. Man muss nicht an sich, sondern am Pferd arbeiten. Es gibt auch nicht so etwas wie eine Sorgfaltspflicht dem Lebewesen gegenüber, für das man die Verantwortung übernommen hat. Zugespitzt könnte man sagen, dass sich das Format dann doch nicht so sehr von gängigen Help-Formaten unterscheidet: Du hast dein Wohnzimmer vergammeln lassen, hast dich nie darum gekümmert mal eine Wand zu streichen, oder das uralte Regal zu ersetzen? Nicht so schlimm, sind ja nur Sachen. Wir reparieren das schon und machen es dir wieder schick. Und dann gibt es mal einen Fall, zum Beispiel „Nero“, da wird dann ein Exempel statuiert, da wird dann auf der Besitzerin rumgehackt. Das muss reichen als kritische Haltung, als Tierschutzgedanke, für eine Sendung auf einem Privatsender. Noch ein paar Worte zum Schluss: Ich habe mich kritisch über die beiden Profis geäußert (um jetzt mal den Kommentator zu machen) – könnte man meinen! Die beiden realen physischen Personen kenne ich nicht. Ich habe sie nie arbeiten sehen und weiß auch nicht, wie sie mit Pferden umgehen und ob sie vielleicht im echten Leben sagen: „Pass auf, das ist nicht das Pferd, das bist du. Wir arbeiten jetzt mal an dir.“ Kritisch geäußert habe ich mich über die inszenierten Figuren in der Sendung. Ich habe mich bemüht, die Momente, in denen VOX inszenierend eingreift, darzustellen. Durch die Erzählweise entstehen Charaktere wie in einem Film oder einem Theaterstück, die aus meiner Perspektive nicht mit den realen Personen identisch sind. Das ist bei vielen Personen des öffentlichen Lebens so. Wir denken auch nicht, dass die Queen immer milde lächelt und immer kontrolliert ist, auch wenn wir sie nie anders sehen. Was ich kritisiere, ist eben die Art, wie die Sendung die beiden zeigt, sie kommentiert und sie bewertet. Es gibt sicherlich Dinge, die gar nicht gehen und auch nicht an der Inszenierung hängen. Man arbeitet nicht mit offensichtlich lahmen Pferden, man zieht auch keine Longenkarabiner durchs Pferdemaul etc. Für sowas müssen sich dann tatsächlich die realen Personen verantworten. Das war nur nicht mein Punkt. Gerade im Fall von Sandra Schneider geht die Sendung auch nicht nett mit ihr um, wie ich versucht habe zu zeigen. Wie viel Einfluss die beiden auf den Schnitt und die Kommentare haben, weiß ich nicht (edit: siehe mein Nachsatz). Ob sie sich wohl auch häufig falsch dargestellt fühlen und diese Kröte für die Publicity schlucken, kann ich auch nicht beurteilen. Ich beurteile nur, was mir die Sendung zeigt und das entspricht leider allzu oft nicht meiner Vorstellung davon, wie man mit Pferden umgehen sollte. Ich mag die Geschichte nicht, die da vom Pferd erzählt wird. Und wenn ich mir die Kommentare zum Beispiel in der „Pferdeprofis an der Bande“-Gruppe anschaue, dann scheine ich damit nicht allein zu sein. Edit von Nicola: Diese Facebook-Gruppe wurde einmal von mir für die Satire-Schreiberin Georgia Schulze-Lefert geschrieben, die sich Gerüchten zufolge zurück gezogen hat, weil sie massiv angegangen wurde. Als diese anlässlich der Futurefolge ihre erste Satire schrieb, betrachtete auch die Reiterrevue die Sendung mit kritischem Auge und hat nicht nur Martin Plewa einen Blick auf die Sendung werfen lassen, sondern auch die VOX-Pferdeprofis selbst interviewt - mit einem überraschenden Ergebnis, denn laut Bernd Hackl haben die Profis Mitspracherecht beim Schnitt, aber Sandra Schneider bestreitet dies vehement. Ich kann gar nicht glauben, dass der Bernd gefragt wird beim Schnitt und die Sandra nicht: Geschlechterklischees auch im realen Leben oder hat sich einer von beiden einfach nur verplappert und die weltbeste Ausrede kaputt gemacht: Es liegt alles nur am Schnitt. Mehr krititische Beiträge zu den VOX-Pferdeprofis gibt es nicht nur in TEIL 1 & TEIL 2, sondern auch hier: MEIN SENF ZU DEN VOX-PFERDEPROFIS: FÜR THEMENMONAT KLICKEN Von Lisa gibt es leider keine Bücher, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Bis dahin tröste ich Euch mit meinen - viel Spaß beim Lesen: Tod eines Pferdes: Zirkuslektione... Steiner, Nicola8,99€BuchJetzt probelesen ZUM BoD BUCHSHOP esen Post per E-Mail versendenBlogThis!In Twitter freigebenn Facebook fAuf Pinterest  Der Film "Der Pferdeflüsterer" ist von 1998 und Regie führte Robert Redford 
Ein kulturwissenschaftlicher Blick auf die Vox-Pferdeprofis Teil 2 (Teil 1: HIER) Warum gibt’s die eigentlich, diese Vox-Pferdeprofis? Wieso geht ein Fernsehsender wie VOX hin und legt solch ein Help-Format auf? In Teil 1 ging es allgemein um die Sendung und die Elemente, mit denen ein gewisser Eindruck vermittelt werden soll. Teil 2 und 3 befassen sich nun mit einer bestimmten Folge – die mit dem Connemara-Mix Hidalgo und der Stute Emmy Lou (Erstausstrahlung am 21.04.2018). Vom Pferd erzählen – ein genauer Blick auf die Folge mit Hidalgo und Emmy-Lou In Teil 1 erinnert das Bild die Gastautorin Lisa Eggert an ein Geschwisterpaar, das gemeinsam Pferde trainiert. Dort wird die Bildsprache analysiert. Ganze 45 Minuten gibt VOX beiden Fällen, um erzählt zu werden – Nettozeit, ja ich habe mal alle Dopplungen etc. rausgestoppt. Das sind gerade einmal 22,5 Minuten pro Fall. Das mag als Werberahmenprogramm für einen Privatsender viel sein. Wer mal am Stall diese Geschichte erzählt hat, wie das erste eigene Pferd / die letzte Reitbeteiligung / das Pony einer Freundin mal eine Unart entwickelt hat und wie man die dann wieder raustrainiert hat, wird sich vielleicht daran erinnern, dass das Ganze irgendwie auch schon so fast zwanzig Minuten gedauert hat. (Vielleicht liegt es daran, dass an Reitställen generell schwarze Löcher sind, die Stunden schlucken, während man nur kurz mal eben dem Pony guten Tag sagen will oder heute echt mal nur das Allernötigste macht). In jedem Fall ist das nicht massiv viel Zeit, die da zur Verfügung steht. Erzählt werden müssten eigentlich: die Vorgeschichte, der Status quo, die Problemdiagnose, der Lösungsansatz, die Arbeit zur Lösung des Problems, dann die Lösung selbst bzw. die Situation nach dem Training und schließlich wie es dann am Ende mit Pferd und Besitzer*innen weitergeht. Den letzten Punkt verschweigt uns die Sendung grundsätzlich – vielleicht aus gutem Grund, ein Schelm, wer ... und so weiter. Auch die Problemdiagnose kommt häufig zu kurz, ebenso wie ein klar erkennbarer Lösungsansatz. Andere Help-Formate sind da deutlich praxisorientierter: Du hast von Oma (Vorgeschichte) eine hässliche Küche mit Fronten aus den 90ern geerbt (Status quo) und leider kein Geld für eine neue (Problemdiagnose). Wir gehen jetzt hin und überstreichen einige Fronten und ein paar bekleben wir mit Deko-Folie (Lösungsansatz). Ich zeige dir, wie du das machst, ohne dass es am Ende schlimmer aussieht als vorher (Arbeit). Und dann packen wir noch ein paar Deko-Elemente aus schwedischen Möbelhäusern rein (Lösung), machen ein paar Vorher- / Nachher-Bilder und du bist super glücklich mit deiner neuen Küche (Situation nach der Lösung des Problems). Die Pferdeprofis halten sich eher an ein Spielfilmskript, das davon lebt, möglichst mystisch zu sein. Während ich in Renovierungsshows gelernt habe, etwas auf Gehrung zu sägen, wie man ordentlich abbeizt und, dass man zum Aufbringen von Klebefolien immer mit einer Rakel von innen nach außen die Luftbläßchen rausstreicht, gab es bei den Pferdeprofis wirklich bislang keinen brauchbaren Praxistipp – und das obwohl ich etwa tausend Mal häufiger einen Führstrick in der Hand halte als eine Gehrungssäge und eine Rakel zusammen. Schauen wir uns jetzt mal ganz genau die besagte Folge an – auch mit Blick darauf, wie hier Frauen und Männer dargestellt werden, das ist nämlich auch interessant. Es geht los mit dem Teaser: Dramatische Musik, Stimme aus dem Off „Und jetzt ... !“ noch dramatischere Pause. Und dann sieht man einen rotzigen Connemara-Mix durch die Halle kartoffeln. Der Kommentator und die junge Besitzerin – es scheint in dieser Folge extrem wichtig zu sein, darauf hinzuweisen, dass beide Besitzerinnen jung sind – reden irgendwas von Herzenspferd und als Mensch mit etwas Pferdeverstand sieht man einfach nur ein Pony, das gelernt hat, dass abhauen und buckeln ein zielführendes Verhalten ist. Dass das Pferd auch Bernd Hackl ein wenig Wasserski fahren lässt, überrascht wohl auch niemanden, der mal versucht hat, ein Shetlandpony durch bloßes Ziehen vom Grasen abzuhalten – die sind uns einfach alle über. Schnitt zum Fall von Sandra Schneider. Wieder eine junge Besitzerin, diesmal reitend, und das auf einem so offensichtlich nicht gesunden und von Schmerzen geplagten Pferd, dass es schon beim Zuschauen weh tut. Der Kommentator macht uns schon ganz gespannt, indem er sagt „Die Stute Emmy Lou hört nicht auf ihre junge Reiterin – könnte man meinen.“ Dann kommt Frau Schneiders Diagnose „Ich nenne es mal Gallopbuckeln“, gefolgt von einem kleinen Kichern. Die nächste Einstellung zeigt die sehr ernste Physiotherapeutin, die ausspricht, was Pferdemenschen auch direkt sehen: „Da stimmt was nicht.“ Ebenfalls in TEIL 1: Vorspannbild erinnert an Parelli Es wird von einer erschütternden Diagnose gesprochen und davon, dass die Stute kein Einzelfall sei und man sieht Frau Schneider unter Tränen davon berichten, dass es so viele Pferde wie Emmy Lou gibt, die ihr so leid tun. Erschütternd ist eigentlich, dass die Sendung, wenn man es mal ernst nimmt, einen ihrer Stars – nämlich Sandra Schneider – bereits im Teaser selbst zerlegt. Denn genau das, was sie am Ende so rührselig anprangert – sie, die sich andernorts als Stimme der Pferde bezeichnet – macht sie mit ihrem gekicherten Kommentar zu Beginn selbst. Sie nimmt die Schmerzen und das Leid des Pferdes nicht ernst. Wer sehr kritisch ist, braucht ab hier nicht weiter zu gucken. Dann kommt der im ersten Teil besprochene Vorspann. Ich habe – damit das jetzt nicht zu viel Text auf einmal wird – die beiden Fälle getrennt. Wir starten mit Hidalgo, der auch in der Sendung zuerst dran darf. Die Fälle sind ja eigentlich in einander geschnitten, werden durch Wiederholungen einzelner Szenen und Ausschnitte aus dem Vorspann künstlich verlängert. So soll vielleicht der Eindruck erweckt werden, man würde die „Problempferde“ und ihre Entwicklung wirklich viel und intensiv begleiten. Hidalgo ist nicht nett – oder einfach richtig clever! Als erstes spricht Bernd Hackl in die Kamera. Hier wird auch wieder schnell geschossen, indem Hackl schon – unbesehen wohlgemerkt – die Diagnose stellt: "Hidalgo spinnt nämlich komplett.“ Damit ist auch die gesamte Interpretation dessen, was wir im Folgenden zu sehen bekommen vorweggenommen. Wenn man wenig Ahnung hat, kann man fast gar nicht mehr anders als ein komplett spinnendes Pferd sehen. Das kennt man ja von sich selbst, wenn man über eine Person schon eine Menge Schlechtes gehört hat und sie dann trifft. Manchmal empfindet man dann schon die Art, wie die jeweilige Person „Hallo“ sagt als nervig, ätzend, anbiedernd. Kurz, weder diese Person noch Hidalgo haben die Chance, dass man sie unvoreingenommen kennen lernt. Dann werden wieder Bilder aus der Reithalle gezeigt, durch die das Pferd zugegeben recht ungestüm, aber vor allem übermütig, brettert. Der als „nicht-händelbar“ bezeichnete Wallach bekommt vor allem nichts entgegengesetzt, als er mal an der Longe zieht. Es folgt sofort ein „Ich kann nicht mehr“, und schon wird losgelassen. Man fragt sich, wozu überhaupt die Longe? Man könnte die Geschichte auch so erzählen: Der clevere Hidalgo hat gelernt, was er machen muss, damit seine unsichere und unerfahrene Besitzerin möglichst schnell aufgibt. Die berichtet im Folgenden Bernd und den Zuschauer*innen davon, dass sie das Pferd mit sechs Monaten von einer Stutenmilchfarm gekauft haben, er super funktioniert hat, auch beim Reiten ein halbes Jahr lang und dann „von einem Tag auf den anderen ging gar nichts mehr“. Das kommt mir schon merkwürdig vor. Die wenigsten Pferde kippen grundlos von einem Tag auf den anderen komplett um. Es fragt vor allem niemand – auch der Pferdeprofi nicht – wie es sein kann, dass man mit einem Pferd, das man fast dessen ganzes Leben lang hat, so massive Probleme bekommt und die zwei Jahre lang verschleppt. Als Hidalgo von der Besitzerin in die Halle gebracht wird, kommt es zum ersten Fall von „Der Kommentator sieht was, was ich nicht seh‘.“ Nämlich, dass das Pferd gesittet hinter seinem Frauchen her in die Halle geht. Der pöbelt die schon fast mit seiner Energie zur Seite, macht sich groß, macht sich stark und hat seine Aufmerksamkeit überall nur nicht bei ihr – da wundert es wenig, wie es nachher weitergeht. Auch das angesprochene frühe Kastrieren, mit sechs Monaten, bleibt unkommentiert. Hier könnte man zumindest mal sagen, dass das extrem früh und die Ausnahme ist – oder es vielleicht auch erklären (Unfall, Klopphengst etc.). Tom Booker (Robert Redford) ist Held im Spielfilm "Der Pferdeflüsterer" -auch hier fand die Autorin Parallelen in der Bildsprache (Teil 1 & unten) Und dann kommt die Szene, die Bernd Hackl absolut als Pferdeflüsterer in einem Tom Booker-Sinn ausweist. Hidalgo haut ab, oder besser wird losgelassen und bockt sich fröhlich durch die Halle. Zu keinem Zeitpunkt wirklich aggressiv gegen die Menschen. Hackl pfeift – manchmal ja auch eine gute Idee, weil man mit dem ungewohnten Geräusch die Aufmerksamkeit des Pferdes bekommt. Das interessiert das Pony zwar nur so mittel, aber nach seinem kurzen Ausbruch, kommt er brav auf den lustig wippenden Mann zu. Der Kommentator behauptet, dass es daran liegt, dass Bernd Hackl die Pferdesprache spricht, was wie eine coole, magische Fähigkeit wirkt. Ich würde behaupten, dass dieses Pferd einfach neugierig ist. Hackl stoppt ihn etwas mit der Körperachse und in dem Moment wird er für Hidalgo spannend und er kommt mal gucken. Das kann man vielleicht auch schon als Sprechen der Pferdesprache bezeichnen, wenn man das Pferd stoppen kann und erkennt, dass dem vor allem auch ein bisschen langweilig ist. Man kann aber auch erklären, was da passiert und man kann auch mal deutlich machen, dass das kein gefährliches Pferd ist. Stattdessen wird Hidalgo als Stinkstiefel bezeichnet, der Besitzerin über den Mund gefahren und sie in die Ecke geschickt. Hey, alles Verständnis für Letzteres. An dieser Stelle meine Hochachtung an alle Trainer*innen und Reitlehrer*innen, die sich mit Leuten rumschlagen, die überfordert sind und sich das nicht eingestehen können, sich maßlos selbst überschätzen und in vielen Fällen einem guten Training ihrer Pferde eher im Weg stehen. Ich könnte das nie. Ich hätte nie die Geduld. Und diese spezielle Besitzerin hat sich bestimmt weh getan im Umgang mit dem recht frechen Pony, das definitiv mal ein paar Ansagen braucht. Sie hat auch sicherlich kein Bock mehr als Flummi auf seinem Rücken zu hüpfen oder als Fähnchen an der Longe zu hängen. Aber sie tut auch nicht viel, um etwas an diesem Zustand zu ändern und sie hat wohl auch die Situation nicht so ganz gut eingeschätzt, dass sie in der Lage sei, ein Pferd selbst auszubilden. Es ist nämlich absolut nie die Schuld eines sechs Monate alten Fohlens, dass es bei Leuten landet, die nicht mehr mit ihm umgehen können, wenn es vierjährig voll im Saft steht. Aber zurück zu Bernd Hackl, der jetzt erstmal ein bisschen an dem Pferd rumdrückt. Auch die Idee ist ja gar nicht so blöd, aber was mache ich dann daraus? Das Tier hat wohl Schmerzen im Kieferbereich und im Genick. Ist es jetzt eine sehr gute Idee an diesem Kopf mit einer Longe, also einem recht langen Hebel rumzuziehen? Ich würde ja sagen, nein. Als das Pony nun von Hackl longiert wird, schluckt der erstmal in guter alter Cowboy-Manier Staub – also fast. Mann gegen Tier. Das ist es, was hier erzählt wird. Und im Gegensatz zu dem Mädchen, das sofort losgelassen hat, beißt sich der Cowboy da durch. Der hat laut Kommentator aber auch kein Patentrezept für dieses schwierige Tier. Naja, doch. Oder zumindest hat er einen Trainingsplan, den er ja im Laufe der Sendung irgendwie verfolgt. Aber er will das Pferd dazu bei sich haben. Auch das ist vielleicht nicht ganz doof, wenn man bedenkt wie groß die Überforderung auf Seiten der Besitzerin ist. Die, die mit den Pferden sprechen – oder über sie Interessant ist es auch einmal zu schauen, wie die beiden Profis mit und über ihre vierbeinigen Schützlinge sprechen. Bernd Hackl „kumpelt“ erst einmal alle ein bisschen an. „Dickerchen“, „mein Bur“, „Burschi“, „mein Freund“ und so. Sandra gurrt „Mein Schaaaatz“, „Oh Maus“ etc. häufig in Kombination mit ihrem unverwechselbaren „Prüüüüüma!“ (Okay, die T-Shirts sprechen schon für ein gewisses Maß an Selbstironie – und natürlich Geschäftstüchtigkeit). Jaja, der coole Bernd mit seinen Kumpels und die feinfühlige Sandra mit ihren armen, traumatisierten Schützlingen. Auch das macht ja eine Menge mit unserer Wahrnehmung. Stellt euch vor, ihr seht ein Pony, das mit geblähten Nüstern und hoch erhobenem Kopf eine Mülltonne anstarrt, hinter der es einen Gepard vermutet. (Ich denke, jede*r hat ein Bild vor Augen!) Jetzt geht jemand hin und sagt: „Ach komm, mein Burschi! Auf geht’s. Wir gehen da jetzt vorbei! Brauchst dich nicht so anstellen, Dickerchen.“. Wir sind geneigt, die Reaktion des Ponys als übertrieben zu bewerten, es für unangebracht hysterisch zu halten und zu denken, dass ein Cowboy mit festem Schritt dem Tier jetzt guttut. Gleiche Situation, aber diesmal steht – oder besser kauert – eine Frau daneben und sagt: „Oh, armer Schaaaatz. Hast du so Angst vor der Mülltonne? Hat die Mülltonne dir mal was getan? Komm ein bisschen draufzugehen, ja? Ein Schrittchen nur. Schaffst du das? Dankeschön! Prüüüüümaaa!“ Zumindest Leute mit weniger Erfahrung denken jetzt vielleicht: Mann, das Pferd hat echt Angst vor der Tonne, es ist bestimmt traumatisiert und nur Sandra konnte ihm die Sicherheit geben, damit es daran vorbeigeht. Diese Art der Ansprache lenkt unsere Wahrnehmung einerseits und andererseits bedient sie ganz schlimme Geschlechterklischees: Die sorgende, empathische Frau und der handelnde, vernünftige Mann. Das zieht sich vor allem durch diese Folge durch, wie ein roter Faden. Wie man ein Pferd durchcheckt, wie man es „resettet“ aber leider nicht: Warum es keinen Vet-Check vor der Sendung gibt. Zunächst aber einmal zurück zum Fall von Bernd Hackl, der als erstes den Tierarzt geholt hat. Tja, Männer sind halt vernünftig. Der Doc bemängelt erstmal die leichte Fettleibigkeit des Wallachs und checkt dann mal Wirbel, Zähne etc. durch. Wir erfahren, dass ein beherzter Osteopath ein blockiertes Kiefergelenk schnell wieder reinschiebt, und dann kann’s auch direkt losgehen mit dem Training. Gut, ich kenn' das so: ein paar Tage locker longieren, spazieren gehen etc., aber egal. Die Herren haben’s repariert, jetzt läuft der Gaul wieder, zumindest körperlich, nur erzogen werden muss er noch. Grundsätzlich gibt es an den folgenden Szenen erstmal insofern nicht so viel zu meckern, als hier genau das passiert, was ich erwarte: Hackl erklärt, was er tut, das wird gezeigt und er erklärt auch, warum er das tut – nämlich um Hidalgo zu „re-setten“, weil irgendwo auf dem Weg der Ausbildung was schief gelaufen ist. Tatsächlich wäre es wohl unsinnig, jetzt zu versuchen, den irgendwo abzuholen, da man nicht den Eindruck gewinnen konnte, dass das Pony konsequent trainiert wurde. Die Idee ist, ihm über Druck und Nachgeben, das unerwünschte Verhalten auszutreiben und ihn auf Spur zu bringen. Ist jetzt nicht komplett blöd. Über die Ausführung lässt sich dann streiten. Aber, und das finde ich wichtig, das ist ja auch okay. Und in dem Fall kann man auch streiten: Der Trainer hat eine Einschätzung gegeben, die kann ich teilen oder nicht. Er schlägt eine Lösung vor und zeigt seine Arbeit. Das kann ich plausibel und zielführend finden, oder auch nicht. Das kann ich nicht, wenn mir quasi magische Fähigkeiten der Profis vorgegaukelt werden und mir niemand erklärt, was das soll. Im 3. Teil gibt es eine Bildreihe vom Wassertraining, was ebenfalls an den "Pferdeflüsterer"-Spielfilm erinnert, denn im Wasser trainiert Hackl auch Nervig ist natürlich, dass permanent vom Cowboy gesprochen wird und auch die Zeitlupenszenen mit der musikalischen Untermalung sind mir ein Tacken zu ästhetisch. Da kippt es wieder ins Spielfilmhafte eben ins Fiktionale. Nicht überraschend, gibt es doch auch im „Pferdeflüsterer“ diverse Join-Up ähnliche Szenen in Zeitlupe. Auch die Szene, in der Hackl der Besitzerin erklärt, wie er mit ihrem Pferd gearbeitet hat, ist grundsätzlich okay. Allein der Kommentator versaut’s, indem er mutmaßt, dass die Erinnerungen an ihr durchgedrehtes Pferd (mit dem ja nun auch erst einmal gearbeitet wurde) der Grund sind, weshalb die Besitzerin es nicht direkt hinkriegt. Es ist ja gar nicht schlimm, dass irgendwas nicht direkt klappt, vor allem wenn es etwas Neues ist. Aber so wird nur wieder darauf verwiesen, wie gefährlich und gemein das Pferd ist. Bernd nimmt Hidalgo in Schutz, ist ganz begeistert, von dem „schlauen Bur‘“ und freut sich, dass er schon jetzt wieder die Fehler seiner Besitzerin ausbügelt. Und die? Naja, die bezeichnet es als unfair von ihrem Pferd, dass es sich nicht präziser ausgedrückt hat, was genau sein Problem ist. Aber sie hofft, dass Hidalgo wieder ein Freund zum Reiten werden kann. Oha, ich hoffe, das war nur ungeschickt ausgedrückt. Ansonsten noch mal von hier aus: „Nein, dein Pferd ist nicht unfair. Pferde sind nie unfair. Der hat einfach nur gelernt, welches Verhalten zielführend ist. So sind die nun mal. Du hast das Pferd, seit er ein halbes Jahr alt ist, das heißt, dass er beinahe sein komplettes Verhalten Menschen gegenüber von dir gelernt hat.“ Hidalgo und seine Besitzerin sind vielleicht ein gutes Beispiel für den gepatzten Immenhof-Traum. Sie wollte einen Freund und das hat nicht geklappt. Und das kann nur sein, weil das Pony gemein ist. Zum Glück ist jetzt der Bernd da. Auf dem Weg zu einem Happy-End wird vor allem an den Pferden gewerkelt. Der möchte jetzt beim nächsten Besuch, dass Hidalgos Besitzerin ihren „Burschi“ über Fässer springen lässt. Man kann sich jetzt fragen, was das soll. Mein Tipp: Das soll die Besitzerin trainieren, dass sie genauer in ihrer Hilfengebung wird und sieht, dass, wenn sie sich richtig anstellt, der kleine Wallach eigentlich ganz nett ist. Während Bernd beständig das Pony lobt, bleiben Kommentator und Besitzerin stur bei der Geschichte vom wilden Hidalgo, der sich nicht halten lässt. In jedem Fall fehlt hier die Einsicht, dass ein grundsätzlich braves Pony verzogen wurde. Das wäre allerdings auch dem Mythos von Bernd, dem Cowboy, der auf magische Weise mit dem Pferd kommuniziert, etwas abträglich. Zu Hackls Ehrenrettung muss man sagen, dass er in dieser Folge zumindest auch nicht von sich behauptet, der große Cowboy-Horsewhisperer-Guru zu sein – das macht diese Sendung aus ihm. Im nächsten Schritt wird aus Hidalgo nun ein Reitpferd. Also zumindest setzt sich „der Cowboy“ mal drauf. Allerdings passiert das eher so indianermäßig ohne Sattel und nur am Knotenhalfter. Ob das sein muss, bleibt auch hier die Frage. In erster Linie ist „der Horseman“ mal wieder verdammt cool. (Gut, Chapeau, für das draufspringen ohne Sattel, ich würde hoffnungslos vor den Bauch hüpfen und in 100 Jahren nicht hochkommen. Ob das jetzt bei dem recht kleinen Pferd und dem doch recht wuchtigen Mann so eine gute Idee ist, wage ich allerdings zu bezweifeln). Wie gesagt, über die Methode lässt sich streiten. Wenn man jedoch das, was der Hackl selbst sagt und erklärt und macht von dem trennt, was der Kommentator daraus macht, sieht das zumindest nach einer Lösungsstrategie und einem Ausbildungskonzept aus. Das kann man und muss man manchmal natürlich kritisieren, aber das kann man bei der Farbauswahl für neue Küchenschränke auch. Nach dem sehr emotionalen Finale bei Sandra Schneider, das in Teil 3 genauer betrachtet wird, wirkt das Ende von Bernds Fall wie ein merkwürdiger Wurmfortsatz. Dort steht nämlich noch der abschließende Reitversuch an. Nach zwei Jahren soll sich die Besitzerin das erste Mal wieder auf ihr Pferd setzen. Sie ist nervös. Das ist verständlich. Wäre ich auch, wenn mein letzter Reitversuch so böse geendet wäre. Es bleibt aber dabei, dass die komplette Schuld dafür dem Pferd gegeben wird. Ob der dicke „Burschi“ wohl endlich wieder funktioniert? Erst reitet Bernd und das sieht einigermaßen gesittet aus. Unter seiner Besitzerin ist das ach so böse Pony so vorsichtig, dass es einen wirklich rührt. Sie sitzt – wie gesagt, durchaus verständlicher Weise – recht spannig und verkrampft oben drauf, lässt ihm kaum Zügel und fällt viel nach vorne. Und der Bur‘? Der ist sockencool und extrem brav. Zum Glück bemerkt das Bernd zumindest nebenbei: „Er nutzt nichts aus.“ Genau, im Gegenteil, Hidalgo ist gefällig und kooperativ und gibt sich alle Mühe seiner „jungen Reiterin“ alles Recht zu machen. Lieb trägt er die unsichere Reiterin auch im Trab und Galopp, reagiert auch auf die durch den unruhigen Sitz etwas unverständlichen Hilfen fein und ohne Widersetzlichkeit. Tja, und dann sind auch schon alle wieder glücklich. Noch ein paar weibliche Tränchen von Hidalgos Besitzerin. Dem Pony wird noch schnell attestiert, dass es ein Lump mit „Scheiße im Kopf“ sei, aber alles nicht so wild, das wird schon. Mit gutem Unterricht für die Besitzerin glaube ich das auch. In Teil 3 wird dann die Darstellung des Falls Emmy Lou genauer betrachtet. Dabei geht’s auch um die Inszenierung von Weiblichkeit. Wie Bernd Hackl immer wieder als Cowboy und Chef im Ring dargestellt wird, so zeichnet die Sendung ein Bild von Sandra Schneider, das veraltete Frauen-Klischees aufruft. Die finde ich gerade in der Pferdewelt besonders deplatziert. Zwar wird Reiten immer noch als „Mädchen-Sport“ wahrgenommen – oder direkt mal gar nicht als Sport. Aber es ist eine der ganz wenigen Disziplinen, in denen Frauen gegen Männer antreten. Der Umgang mit Pferden ist körperlich, was auch eher männlich konnotiert ist. Reiten ist für Mädchen eine der wenigen Gelegenheiten viel unbeobachtete Zeit außerhalb des Hauses zu verbringen. Und Reiterinnen sind häufig hart im Nehmen. Man könnte – und sollte sich vielleicht – mal länger Gedanken über den emanzipatorischen Charakter der Reiterei machen, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein ander‘ Mal erzählt werden. Mehr krititische Beiträge zu den VOX-Pferdeprofis gibt es nicht nur in TEIL 1 & TEIL 3, sondern auch hier: MEIN SENF ZU DEN VOX-PFERDEPROFIS: FÜR THEMENMONAT KLICKEN Von Lisa gibt es leider keine Bücher, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Bis dahin tröste ich Euch mit meinen - viel Spaß beim Lesen: Tod eines Pferdes: Zirkuslektione... Steiner, Nicola8,99€BuchJetzt probelesen ZUM BoD BUCHSHOP esen Post per E-Mail versendenBlogThis!In Twitter freigebenn Facebook fAuf Pinterest  Der Film "Der Pferdeflüsterer" ist von 1998 und Regie führte Robert Redford 
Tweets von Nicola Steiner @TwelveOaksRanch
12.06.2016
The Bomber
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Auf meinem Blog ist es zur Zeit etwas ruhiger, weil ich im Sommer mein Pferd trainiere, Turniere reite und da weniger Zeit mit Youtube verbringe. Da ich mich auch für Pferde interessiere, wird es spätestens nächsten Winter einige zum Teil sehr lustige Lets Plays rund ums Pferd geben: Starstable, Appassionata (einen kleinen Vorgeschmack veröffentliche ich in den nächsten Tagen / Wochen). Bis dahin könnt ihr euch im Partnerblog so einiges ansehen und durchlesen. Obwohl es im Grunde ein Horsemanship-Blog ist, hat meine Mutter im Juni den Themenmonat-Youtube eingeläutet, u.a. deswegen, weil sie für ein Pferdekursportal ein dreiteiliges Interview gegeben hat und wir auch unsere Haus- & Hoffotografin vorstellen wollen, die sich auch gerne auf Youtube herumtreibt und vom Geschichtenweber über den Lets Player einiges interessantes zu bieten hat. Deswegen sind auch Gemeinschaftsprojekte geplant, z.B. zu den Themen "Dressurreiterin goes Reining" oder dem Horse & Dog Trail (aber auch einige gemeinsame Lets Plays (; ) - was das ist, seht ihr im Video unterhalb des Fotos, wo meiner Mutter auf einer Messe reitet: HIER GEHT ES ZUM THEMENMONAT

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