12 Oaks Ranch - Mehr als "nur" Reiten
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Es gibt drei neue Rezensionen zu meinen ersten beiden Büchern (die ersten beiden Screens); die Alten poste ich noch mal, auch wenn diese bereits im JANUAR-BLOG waren.

Wenn es mit dem Reiten nicht klappt liegt es nicht an der Badehose, sondern am Trainer (Blog-Trilogie: Anekdoten vom Training in drei Teilen)

TEIL 1 der Trainer-Anekdoten mit Elias Ernst (Ernst Performance Horses):

 

Heute fahren wir wieder zum Training und ich wollte Euch noch eine Anekdote vom letzten Mal erzählen:

 

Endlich hat mein Trainer ein Talent bei mir entdeckt. Das wurde aber auch Zeit. Gut, es ging jetzt leider nicht um mein reiterliches Talent, selbst wenn dieses mein Talent durchaus auch beim Reiten zutage tritt. Aber ich will nicht meckern - es ist ein Talent - und da warte ich ja schon seit Jahren drauf, dass bei mir mal jemand irgendein Talent entdeckt. Ist zwar nur das Talent immer genau da hinzureiten, wo ich gerade am meisten im Weg bin, wenn meine Tochter das Jungpferd trainiert, aber es ist ein Talent. Ich dürfte sogar überall stehen, wo ich will, um zuzusehen, aber ich soll da wohl auch bleiben und nicht gerade dann den Standort wechseln, wenn Larissa den Weg kreuzt.

 

Ist natürlich Spaß und war nur eine kleine Anekdote aus dem letzten Reitunterricht über die wir alle herzlich gelacht haben, aber ich fand es witzig (übrigens ist mein Versuch lustig zu sein eine Garantie dafür, dass Larissa über diese Anekdote nicht lachen wird, weil die lacht nur dann über mich, wenn ich es toternst meine). 

 

Bin mal gespannt, ob beim heutigen Training ein richtiges Talent zutage tritt. Heute ist auch der Schmied da und wir nutzen die Gelegenheit, dass wir die gefühlte 17. Meinung zu Fancys rechten Hinterhuf bekommen. Die hat ja im Laufe des letzten Jahres in diesem Huf über ein Dutzend Hufgeschwüre gehabt und dann eine doppelte Sohle entwickelt. Und selbst, wenn sie zuhause gut lief - immer wenn wir beim Trainer waren, war wieder irgendein Ticken - ob mit oder ohne Hufgeschwür, weswegen Eli beim letzten Mal sagte: "Jetzt trab erst mal, nicht dass es nachher meine Schuld ist, wenn sie lahmt", worauf ich ihm sagte, dass es natürlich seine Schuld ist, wessen sonst? Darauf Eli: "Der Trainer ist immer Schuld - egal, um was es geht." Mein Reden!!!

Der Trainer ist natürlich auch dann Schuld, wenn ich z.B. (wir konnten trainieren: Sie ging wirklich auch im Trab nicht lahm - die olle Sohle haben wir weg geschnibbelt - siehe Fotos oben - die ersten drei sind das letzte Hufgeschwür, wo ich echt Angst hatte, dass es ein Ausschuhen ist). Ich fang den Satz nochmal neu an. Also Eli ist natürlich Schuld, wenn ich Schenkelweichen im Trab machen soll und man dieses als solches nicht erkennen kann. Das kann man nur dann als solches identifizieren, wenn ich eine Bande habe. Aber wehe man nimmt mir diese Orientierung weg, dann rattert es im Gehirn: "Welche Hand ist noch mal die, die stellen muss? Und überhaupt: Wo ist denn eigentlich links und rechts?" 

Und während ich darüber so sinniere, soll die rechte Hand stellen und die linke Hand nicht zu hoch sein und ich soll seitwärts einwirkend das Pferd in der Spur halten - und das alles ohne Bande. Hallo? Ich wurde auch gefragt, ob ich das verstanden habe und als ich - blöd wie ich bin - "Ja" antwortete (verstehen reicht aber nicht, wenn es an der Umsetzung scheitert), gab es auch noch unterschiedliche Aufgaben für meine Beine. Eins schiebt mit stetigem Druck die Kruppe herein (also eher heraus, weil wegen fehlender Bande), das andere würde schwingend einwirken, wenn das Pferd über die Schulter drückt und passiv sein, wenn nicht. Der ist ja lustig: Merke ich denn, wenn das Pferd über die Schulter drückt? Bin da eher so der Typ, der dazu seine Glaskugel befragt oder die reiterliche Hilfengebung als Glücksspiel betrachtet.

Nein, aber mal Spaß beiseite: Ich habe das gestern noch zuhause geübt und finde es wirklich gut, wenn man den Galoppwechsel so aufbaut, dass man mit den Vorübungen beginnt bzw. in Fancys Fall (die kann ja wechseln), man zu den Vorübungen zurückkehrt, wenn da so eine lange Trainingspause war. Ach übrigens: Der Wechsel wird dann auch im Trab geübt: Einfach, indem man die Kruppe in die andere Richtung verschiebt - also nur alle paar Runden, wenn das Pferd locker ist. Ich habe das natürlich im ersten Versuch alle paar Meter versucht und Fancy hat mir dann ganz klar Bescheid gegeben mit einem klitzekleinen Mini-Hüpfer à la: "Mach so weiter. Dann liegst du gleich im Dreck." Und wenn ich ehrlich bin, finde ich es sehr rücksichtsvoll von ihr, dass sie es erst mal nett sagt. Ich nehme das dann auch ernst, weil sie sich (gerade nach dieser langen Krankheit) meiner Meinung nach unendlich Mühe gibt, es mir Recht zu machen - Eli sieht das zwar anders, aber meine rosarote Wendywelt lasse ich mir nicht nehmen - ätsch.

Aber eigentlich ist Eli ja schon auch jemand, der Dinge nicht erzwingt. Hat er neulich noch erzählt: Das Wichtigste für den Turniererfolg ist der Kopf - also der vom Pferd, bei meinem ist eh Hopfen und Malz verloren.

Eli sagte: "Das Pferd muss wollen, sonst kommt man nicht nach ganz oben. Und wenn ein Pferd nicht will, muss man vielleicht auch mal andere Prioritäten setzen." Manchmal ist es besser, das Pferd dann zu verkaufen oder wenn man sehr am Pferd hängt, reitet man dann mehr im Gelände, sagte er.

Wir mussten bei Fancy auch umdenken: Wo in den LKs 3,4 & 5 Trail noch ganz gut funktionierte, mussten wir uns in der LK 2 eingestehen, dass Trail einfach nicht die passende Disziplin für Fancy ist. Die Aufgaben wurden so anspruchsvoll, dass Fancy sich überfordert fühlte. Als Larissa sie vor anderthalb Jahren das erste Mal Westernriding geshowt ist, sagte sie: "Als Fancy merkte, dass da jetzt Galoppwechsel kommen, hat sie sich sofort beruhigt und lief entspannt." Deswegen will ich genau das diese Saison mit ihr ausprobieren: Westernriding. Und Janik widmet sich der Reining, der Ranch-Riding und der Superhorse, eben alles, was Tempo ist. Das liebt sie nach dem Motto: "Kommt mir bloß nicht mit Euren Schnarchnasen-Disziplinen!"

TEIL 2: Gestern hatte ich ja gefragt, ob mir jemand beim Übersetzen der Sprachnachricht aus dem Parelli-Land helfen kann, aber die Dame hat mich heute nochmal angerufen. Deswegen habe ich den Beitrag nach unten geschoben (nicht wundern). Der Anruf kam, weil wir ja 2015 in Florida waren, weil Larissa ja für einen von fünf Plätzen aus über 1.000 Bewerbern ausgewählt wurde. Wir haben dort z.B. gelernt, dass weiter ausgebildete Pferde, ein Gebiss bevorzugen, das Zungenfreiheit hat. Pat empfiehlt ja beim fertigen Pferd das Myler Bit (letztes Bild in der Bildergalerie oben). Fancy hat das wirklich geliebt und Wassertrense hat sie regelrecht verabscheut; aber als ihre Tochter Queenie dem Trensenalter entwachsen war, mußte Fancy das Parelli-Myler an Queenie abtreten. Für Fancy hatte uns Marko Pohland (dem mein Buch "Westernreiten meets NHS" gewidmet ist) ja damals noch ein Correction Bit ge- bzw. verkauft (2. Bild)

Da Queenie ja in allem immer etwas zäh reagiert, hatte unser Trainer neulich vorgeschlagen, dass man sie langsam auch mal mit Correction reiten könnte. Ich wollte ganz pfiffig sein und Fancy wieder das Myler und dafür Queenie das Correction verpassen. Das war leider ein Volltreffer ins Fettnäpfchen, denn damit wäre das Jungpferd wohl völlig überfordert gewesen - die müssen das mit den Gebissen ja auch erst allmählich lernen: Je weiter das Pferd ausgebildet ist, desto weniger muss man machen und desto größer werden dann Port und Shanks. Ich hatte also mal wieder von nix ne Ahnung und davon zu viel und so lernt man halt nie aus.

Wie im oben erwähnten Buch im Kapitel "Große Ziele, kleine Schritte" erklärt, darf man in der Pferdeausbildung keine Zwischenschritte auslassen und das gilt auch fürs Gebiss. Es beginnt mit der Trense und endet mit dem, das Fancy jetzt hat. Und zwischen dem Neuen mit Babyshanks und dem, was Fancy hat, kommt noch ein Weiteres, das sich "Short Shanks" nennt, aber einen etwas größeren Port hat.

Das Neue für Queenie (Babyshanks genannt) hat Eli in Amerika gekauft und uns netterweise abgetreten, nachdem wir ein Ähnliches erst mal leihweise bei ihm im Unterricht ausprobieren durften. Und man glaubt es kaum: Queenie lief damit viel besser. Es ist eben doch oft sinnvoller, wenn man mit seinen Hilfsmitteln etwas effektiver sein kann, denn das erspart Mensch und Pferd nervige Dauerdiskussionen (Dauernörgeln-beim-Reiten ist eines der vielen Themen in meinem anderen Buch "Pferde vermenschlichen - aber richtig"). Denn nur, wenn man effektiv ist, kann man sein Pferd auch mal in Ruhe lassen und Pferde streben immer dem Neutral zu, im Westernreiten Nullwirkung oder auch Komfort genannt. Und was haben wir im Parelli-Land noch zur effektiven Phase 4 gelernt? Es gilt der Grundsatz: "So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig".

Unterhalb der unteren Bildergalerie findet ihr übrigens noch eine Anekdote aus dem Unterricht, wo ich mich selbst augenzwinkernd aufs Korn nehme und weil alle guten Dinge drei sind, erzähle ich Euch am Wochenende, wie es letzten Dienstag weitergegangen ist mit unseren fliegenden Galoppwechseln im Trab und ihr erfahrt, ob wir aus "Trabwechseln" Galoppwechsel machen konnten.

TEIL 3: "Du musst immer Spitze denken", sagte Eli mir beim letzten Training. Wahrscheinlich habe ich ihn angeschaut wie ein Auto, während ich über Spitze, Tüll, Häkeln und Handarbeiten nachdachte, weswegen er mich aufklärte: "Ja, halt Erste werden." Er hat bestimmt Mitleid mit mir, denn ich war noch nie Erste (bzw. nur einmal bei der German Open Horsemanship, aber das war ja "nur" Bodenarbeit) und ich wäre das ja schon gerne mal. Zweite war ich schon, aber da gibt es ja keinen Pokal. Na ja, wenn Fancy das auf dem Turnier mal so machen würde, wie bei Eli im Training. Ich hatte Euch ja im Teil 1 (das ist der, der lustig rüberkommn soll) von unseren Galoppwechseln im Trab erzählt und obwohl Fancy ja krankheitsbedingt seit über einem halben Jahr keinen Galoppwechsel mehr gemacht hat, war der Erste echte - also mit Galopp - gleich durchgesprungen und Eli sagte "Perfekt." Daraufhin war ich dann stolz wie Oskar (sooo oft lobt er nämlich nicht) und schwelgte in eben diesem Lob, dass der nächste Wechsel gleich (im Sprung) nach gesprungen war und Fancy dann zu allem Überfluß auch noch schneller wurde ... also fand zumindest Eli. Ich habe das gar nicht mitbekommen, deswegen kam ja auch der Spruch mit der Spitze.

Also auf ein Neues und dieses Mal volle Konzentration und vor allem: Den Wechsel vorbereiten und das Pferd weich machen und tada, habe ich gleich noch ein "Perfekt"gehört, aber mir nicht ganz so viel drauf eingebildet. Dennoch geschehen wohl noch Zeichen und Wunder und vielleicht bin ich doch kein hoffnungsloser Fall. Wer Teil 1 gelesen hat, der erinnert sich an "Wie bitte? Linkes Bein drückt, rechtes Bein pendelt, während die eine Hand dies tut, aber die andere Hand etwas völlig Anderes und je nachdem wie das Pferd läuft lässt man links was weg oder rechts was weg und wo war jetzt noch gleich dieses RECHTS und dieses LINKS ... arrgh." 

Immerhin waren wir uns einig, dass egal, was ist: Der Trainer ist Schuld. Das liegt zum Einen daran, dass er im kükenhaften Alter von knapp über 30 ist, während meiner einer die 50 überschritten hat. In Reiterdeutsch heißt das: Meine Anfänge der Reiterei lagen in der Wiege einer Englisch-Reitschule, seine in Minnesota. Und wenn man das englische Wort "LEG YIELD" eins zu eins ins Deutsche übersetzt, dann wird das zwar SCHENKELWEICHEN. Gemeint ist aber eigentlich Travers. Dieses Mal war Eli an der Reihe mit "Guckt-wie-ein-Auto": "TRAVERS???". Na ja, wir haben uns dann darauf geeinigt, dass das Pferd NIEMALS und NEVER EVER entgegen der Bewegungsrichtung guckt, denn wir sind ja beim Westernreiten und da spricht man Englisch und nicht Französisch. Klar soweit?

Weil meine Anekdoten vom Training mit Elias Ernst so regen Zuspruch gefunden haben und weil ich im Moment auch sonst nicht so genau weiß, was ich schreiben soll, mache ich da jetzt einfach eine Doppeltrilogie draus und erzähle noch mehr aus dem Trainings-Nähkästchen, aber es muss ja nicht immer Eli himself sein. Als ich nämlich gestern da ankam, kam mir gleich eine Frau entgegen, die auch dort reitet und mit der ich auf Facebook befreundet bin. Ich hatte nämlich auf Facebook ein Video von Ingrid Klimke mit ihrem Pferd Franziskus gepostet und da gibt es doch ernsthaft Leute, die sogar bei Ingrid Klimke von den bösen Turnierreitern sprechen. Wir waren halt fassungslos, weil Ingrid ja beweist, dass es auch ohne Rollkur geht und by the way: Es ist nicht Rollkur, wenn ein Pferd mal für 30 oder auch 60 Sekunden hinter der Senkrechten ist. Da sagt sogar meine Physiotherapeutin, dass das für diese kurze Zeit dem Pferd sogar gut tut. Es geht da wirklich um die Dauer und ja LDR mit zehn Minuten finde ich auch zu lang und die Frau, die ich getroffen habe, sagte: "Davon mal abgesehen, wir haben morgens auch nicht immer Lust den Stall zu misten." Witzig ist, dass wir mit Eli zum Ende der Reitstunde über genau dasselbe Thema gesprochen haben, aber davon erzähle ich Euch beim nächsten Mal. Die Mitreiterin erwähnte in Bezug auf Ingrid Klimke noch etwas, was die Feld-Wald-und-Wiesen-Freizeitreiter ja auch gerne behaupten: Die Sache mit Zwang zum Erfolg, denn da waren wir einig: Du zwingst kein Pferd zu Höchstleistungen und da muss man eben gerade vor Ingrid Klimke den Hut ziehen, denn ein Fehler an so einem Vielseitigkeitshindernis, wo das Pferd sich weh tut, dann macht das Pferd das nie wieder. Was mir an der Mitreiterin besonders gefällt ist, dass sie mit ihrem Jungpferd fast genau das macht, was ich als Natural Horsemanship in meinem Buch beschreibe: Alles mögliche am Boden üben ... bis zum fliegenden Galoppwechsel, denn so gewinnen Pferde Spaß am Training. Ach ja und wenn ihr in den nächsten Tagen noch mal hier reinschaut, dann erfahrt ihr, warum ich Eli gesagt habe: "Komm du mal in mein Alter." und er augenzwinkernd zu meiner Tochter gesagt hat: "Ich weiß Du bist ehrgeizig, aber manchmal musst du auch mal ruhig sein."

Ich wollte Euch ja noch erzählen, wie ich mich dazu hinreißen ließ, unserem Trainer Elias Ernst zu sagen: "Komm du erst mal in mein Alter" und er sich dazu hinreißen ließ zu Larissa zu sagen: "Ich weiß Du bist ehrgeizig, aber manchmal mußt du auch ruhig sein". Also zu der zweiten Aussage sage ich ganz klar: "Ich habe keinen blassen Schimmer", aber habe schallend gelacht - Larissa auch. Man muss ja auch nicht alles verstehen, Hauptsache, es ist lustig.

Das mit dem "Komm du mal in mein Alter", hört Eli wohl öfter, aber das könne er nicht beurteilen, weil da wäre er noch nie gewesen. Ich habe das deswegen gesagt, weil er partout nicht verstehen will, dass ich jegliche Körperkoordination verliere, sobald er mir etwas erklärt. Er sagte wörtlich: "Das klappt doch alles ganz gut, aber wenn ich Dir dann etwas sage, dann klappt auf einmal gar nichts mehr." Auch wenn das natürlich völlig sinnlos ist, das einem 32jährigem erklären zu wollen, aber mit Über-50 ist das völlig normal: Man kann alles, solange man nicht drüber nachdenkt. Das Einzig Tröstliche ist, dass Larissa im Moment den Führerschein macht und trotz ihrer zarten 18 Lenze ganz ähnliche Probleme hat, weil da geht auch nur eins von beiden: ENTWEDER den Verkehr beobachten ODER Kupplung und Gas bedienen.

Mehr Anekdoten aus dem Unterricht findet ihr, wenn ihr runterscrollt. Es sind jetzt schon fünf und - ich weiß auch nicht, was diesen Monat los ist, dass es so viel zu erzählen gibt - eine Weitere ist geplant. Und in der soll es dann darum gehen, wie viel Spaß den Pferden das Training macht und ob die Forderung gerechtfertigt ist, dass Pferde in jeder Sekunde ihres Lebens Spaß haben müssten. Das schreibe ich dann im Laufe des Wochenendes. In der Fotogalerie unterhalb sieht es so aus, als wäre das Training bei Eli ganz relaxet so mit Handpferdereiten. Der Schein trügt - ich war nur mal eben für kleine Mädchen und habe auf dem Rückweg heimlich Larissa geknipst.

Und jetzt noch Teil 6 der Serie der mal witzigen, mal tiefgründigen Gespräche beim Trainer. Beim letzten Mal hat Eli mal was gesagt, was er sonst nie macht. Er hat einmal andere Kunden erwähnt, die dann nicht wieder gekommen sind, weil das Pferd das Gebiss nicht mag und wo man gerade am Plaudern ist, erfährt man, dass es selbst den Toptrainern manchmal so geht wie mir kleinem Licht. Die Leute wollen etwas Anderes lernen, als das, was im Angebot steht. Manche wollen einfach nur Spaß haben, anderen wollen nicht das sie selbst sich Mühe geben müssen. Und so Kunden hat wohl jeder Trainer, die einerseits davon träumen Reining zu reiten, aber nur 2 x im Jahr einen Kurs besuchen, zwischendrin nicht üben und Eli weiß dann, dass der große Erfolg dann unwahrscheinlich wird. Neugierig wie ich bin, habe ich gefragt, ob er den Leuten das denn dann so sagt, was er verneinte, worauf es in meinem Hirn ratterte und ich fragte: "Würdest Du das uns denn sagen?" und er meinte: "Na ja, ihr kommt jetzt schon so lange und so regelmäßig, Euch würde ich es dann wohl schonend beibringen." Und das stimmt, was er sagt, denn genau das hat er eigentlich in Bezug auf Fancy schon getan. Die kann viel, die hat auch großen Spaß daran, aber ganz offensichtlich hat sie Prüfungsangst und daran ist nicht viel zu rütteln und das hat Eli uns auch schon mal so ganz ehrlich gesagt. 

Apropos Spaß, das war nämlich dann das Hölzchen, dem ein Stöckchen folgte. Muss die Arbeit dem Pferd eigentlich immer Spaß machen und sind wir Menschen dazu da, dass wir dem Tier immer und in jedem Moment größtmöglichen Spaß bereiten? Eli sagte, dass ein fertiges Reiningpferd wirklich Spaß daran hat, aber zwischendrin wird es eben auch mal schwierig. Man muss ja ein Tier auch erziehen (siehe auch die Satire im politischen Blog) und das Tier kann einfach nicht immer seinen Willen kriegen. Aber wie ist das mit dem Sport? Darf ich das vom Tier verlangen? Ich persönlich bin der Meinung, dass Tiere, die einen Job haben, einfach ausgeglichener sind und eigentlich Spaß auch am Sport haben, wenn man gewisse Grenzen nicht überschreitet und eine gute Reihenfolge der Übungen einhält, so dass das Pferd versteht, was man von ihm will. Ich habe erzählt, dass unsere Queenie, der ja schnell mal was zu mühsam oder zu anstrengend wird, durch Bodenarbeit aber so motiviert ist, dass sie auf uns zukommt, wenn wir die Weide betreten und Eli sagte: "Es reicht ja eigentlich schon, wenn sie nicht weglaufen." und damit hat er eigentlich die goldene Mitte getroffen, denn das ist es doch immer, was wir finden müssen: Eine Balance, die beiden Seiten gerecht wird. Das ist ja auch der Untertitel von meinem Buch, an dem Eli auch mitgewirkt hat: "Wie das Turnier zum gemeinsamen Projekt von Pferd und Mensch wird."

Ponyreiten in Lindlar

Bei gutem Wetter können Pferdenarren in Lindlar die schöne Landschaft des Bergischen Landes genießen: Mit Touren durch den Wald, vorbei an Seen und Bächen oder einer Zwergenhöhle sowie einem Uhuhaus lockt die "12 Oaks Ranch". Bei einem Ausritt ins benachbarte Unterlichtinghagen können die Mietpferde über einen Feldweg auf den "Sonnenberg" hinauftraben, auf dessen Kuppe man bei gutem Wetter bis nach Köln schauen kann. Im Gimborner Schlossrestaurant kann das Pferd draußen warten, während die Reiter sich eine Waffel schmecken lassen. Ein Termin für die Karnevalstage kann unter Telefon 0172/595 42 52 vereinbart werden. Ein zweistündiger Ausritt mit einer Person kostet 25 Euro, bei zwei Personen sind es je 15 Euro. Hinzu kommt eine Sattelpauschale von zehn Euro.

Zur Satten Eiche 12, 51789 Lindlar

– Quelle: http://www.rundschau-online.de/5353472 ©2017

 

Dieser Text aus 2013 hat uns am Rosenmontag gleich vier neue Kunden gebracht, obwohl wir weder Mietpferde haben noch zweistündige Ausritte zu den Preisen für Einzel- oder Doppelstunden anbieten können und das selbst 2013 nicht gemacht haben. Am Ende waren trotzdem alle glücklich: Die fünfjährigen Zwillinge, die zum Ponyreiten kamen wie auch das junge Ehepaar bei der ersten Reitstunde. Danke Rundschau :D

Mit etwas Glück folgen in den nächsten Tagen Fotos und Videos.

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