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Die 12-Oaks-News - fast täglich etwas Neues in unseren Blogs

Der Oktober beginnt und endet mit einem Geburtstagsausflug. Am 1. Oktober hatte Larissa Geburtstag und am 23. Nicola. Am Tag selbst haben wir nur Kuchen gegessen und Karten gespielt. 

Der bei uns übliche Geburtstagsausflug war dann jetzt am Wochenende: Zuerst haben wir bei meiner Mutter gefrühstückt und danach waren wir in einer Ausstellung im Gasometer in Oberhausen, wo es auch ein Schloß gibt und eine abenteuerliche Brücke. 

Auf den Fotos seht ihr eine Erdkugel, die das Kernstück der Ausstellung ist. Den ersten Blick darauf hatten wir von oben, als wir mit dem Innenfahrstuhl nach unten gefahren sind. Der hat eine Glaswand und es fühlt sich an, wie der Blick aus dem Weltraum. Die Aufnahmen sind allerdings vom Boden bzw. der 3. Etage der Ausstellung. Wenn ihr die noch sehen wollt, müsst ihr das im November machen, denn danach wird umgebaut für die nächste Ausstellung im Gasometer: "Der Berg ruft", wo es statt Erdkugel das Matterhorn als angestrahltes Kunstwerke bewegte Bilder im Wechsel von Tag und Nacht zeigt - also so ähnlich, aber anders.

Zweite im Horse-Dog-Trail - nur ein Punkt Abstand zur Erstplatzierten

Das "Triple-L-Team" wurde Zweiter im Horse-Dog-Trail auf der Hund-und-Pferd-Messe in Dortmund - mit nur einem Punkt Abstand zum Ersten. Ist das nicht ein genial großer Pokal? Die ersten acht Fotos in der Galerie oberhalb sind von Gabriele Metz - Veranstalerin der Hund-Pferd-Messe. Unterhalb sind Fotos vom Drumherum und die Scoresheets. Außerdem seht ihr einen kleinen Park, der unmittelbar neben dem Parkhaus ist, in dem die Boxen sind und da war ich mit Lucy spazieren. Gut, dass sie so schön Sitz und Platz macht: Als Fotomodell kann man sie gebrauchen und als Horse-Dog-Trail-Hund auch: Sie hatte mehrfach die volle Punktzahl. Lucky war ein bißchen angespannt. Gerade am Tor ist er regelrecht eingefroren und ging nur zäh rückwärts, aber man kann sich trotzdem immer auf ihn verlassen, wenn man nicht gerade versucht Decken oder Schärpen an ihm zu drapieren: Dann rastet er schon ein wenig aus und Decken gab es zuhauf: Eine für jeden Teilnehmer und eine weitere für die drei Gewinner als Maßanfertigung.

01.10.2018
12oaksTV Turnierkanal
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Erst bitter enttäuscht, dann Ende gut, alles gut Nach Frust am Morgen, kam nachmittags das Glück zurück Larissas erstes Jahr bei den Erwachsenen ist zuende. Eigentlich wollte sie ja nur zum Spaß reiten und hat sich nicht viel ausgerechnet, weil sie erst mitten in der Saison eingestiegen ist; aber dann lag sie zwischendrin mal in Führung in einer Disziplin der Highpointliste und bei drei anderen war sie auf dem 2. Platz, also nah dran: Knapp vorbei, ist aber bekanntlich auch vorbei: Das ist bitter, aber dazu unten mehr (bzw. Zwischenstand HIER). Steigen wir ein mit dem Sonntagmorgen des Championats der Westernreiter Rheinland. Der Turniertag fing zwar für Larissa gut an mit einer Bronzemedaille für Queenie, aber dann jagte ein Frust den anderen. Sie hat sich mit Lucky im Trail verritten, die Reining lief mit beiden Pferden mehr als mäßig und Larissa war bitter enttäuscht, weil es nun das zweite Turnier war, bei dem Lucky im Spin einen Freeze hatte (alle vier Beine auf dem Boden) und im Zirkel gekickt hat. Als ich sagte, dass es mal passieren könne, erwiderte Larissa: "Aber jedes Mal?" Kann man gut verstehen, denn letztes Jahr um diese Zeit ist Larissa noch Deutsche Meisterin mit der Jugendmannschaft geworden (HIER nachzulesen). Da das seinerzeit ihr letzter Ritt als Jugendliche war, gab es das buchstäbliche lachende und weinende Auge, denn wer bei der EWU Rheinland bei den Erwachsenen reitet, reitet gegen die Top-Trainer Deutschlands, z.B. die Schwestern Leckebusch im Allroundbereich oder die Brüder Ernst in der Reining, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Lucky & Larissa: Vizerheinland-Champion Ranchriding & Westernriding; mit Queenie: Bronzemedaille im Trail. Außerdem wurde Queenie Fünfte in der Reining, Sechste in der Westernhorsemanship, Siebte in der Ranchriding, Lucky hatte im Trail einen Nullscore & Queenie wurde Fünfte, Lucky Sechster in der Reining. Haul: Leckerlis, Fliegenfransen & mehr Queenies Mutter Fancy - ein Painthorse zwischen Pleasure & Vollblut - Fancy geht 3 x mal auf QH-Gründerhengst Three Bars zurück. Queenies Vater istCutting gezogen, was ein entsprechend ungünstiges Gebäude für andere Disziplinen bedeuten kann Wenn man bei den Erwachsenen in der EWU Rheinland "nur" ein Pony und ein Zufallsprodukt von einem Fohlen wie Queenie hat, ist es so als würde man mit einem Fiat Panda gegen einen Ferrari ein Wettrennen veranstalten, denn o.g. Trainer haben neben Können auch ein ganz anderes Pferdepotential. Natürlich hat man seine Pferde noch genauso lieb, auch wenn es mal nicht klappt. Wenn man aber weiß, wie gut es zuhause funktioniert, ja sogar noch auf dem Abreiteplatz lief, dann bleibt dennoch ein Gefühl der Enttäuschung nicht aus, der ein mütterliches Herz schier zerreißen lässt. Deswegen habe ich spontan zu "unlauteren" Methoden gegriffen, die das Blatt wenden sollten, es aber eher schlimmer als besser gemacht haben. Frei nach dem Motto aus dem Themenmonat "Esoterik im Turniersport" habe ich versucht, Queenie gedanklich zu beschwören, sie intensiv angeschaut und Gedanken wie "Sei lieb, geb' dein Bestes" zu ihr rüber geschickt, wo man ja eigentlich glaubt, dass das Firlefanz ist, aber Pustekuchen:  Wir hatten Besuch (nächstes Foto) und der hat Larissa fotografiert Immer wenn ich diese Gedanken hatte, starrte Queenie mich vom Abreiteplatz aus an und ich Idiot konnte es auch in der Prüfung nicht lassen, worauf Queenie aus lauter Verwirrung im Galopp einen derartigen Zahn zulegte, dass es vorbei war mit ersten und zweiten Plätzen in der Westernhorsemanship (HIER & HIER). Über die Ritte will ich gar nicht mehr schreiben, denn die Dame von der Meldestelle hat gesagt, dass sie meine Blogbeiträge immer gerne liest, selbst wenn sie etwas lang sind, aber die Zeit würde sie sich immer nehmen. Deswegen hat Larissa in Videoform die Frust-Ritte mit Lucky kommentiert und ich habe mir Queenies Ritte vorgenommen (außer Ranchriding & Westernriding: dort ein Video für beide Pferde - "nur" mit erklärenden Untertiteln und Siegertreppchen-Szenen vorab bzw. regulären Siegerehrungen am Ende) - siehe Playlist: Freunde & Besucher werden eingespannt: Nicht nur zum Fotografieren, sond-ern auch beim Grasen lassen - im Hintergrund baut Janik den Paddock ab Das Gespräch mit der Meldestellendame war herzerfrischend, denn als ich einen klitzekleinen Kritikpunkt hatte, hat sie mich gleich gebeten, eine eMail mit Verbesserungsvorschlägen zu schicken. Beim WRR würde man sich freuen, wenn aus Seiten der Reiter ein Feedback käme, denn im Vorstand reite man keine Turniere - gesagt, getan: Mail ist raus und die Begeisterung für den kleinen, feinen Verein wurde durch diese angenehme Kritikfähigkeit noch getoppt und das, obwohl ich ja schon im letzten Beitrag den WRR über alle Maßen gelobt hatte. Aber nicht nur die Vorstandsmitglieder sind menschlich nett und bemüht. Gleiches trifft auch auf die Reiter zu. Zwar wurde Larissa ihre Führung in der Westernriding-Highpointliste "vor der Nase" weg geschnappt, aber das macht nichts, denn die Siegerin hat die Führung nicht nur verdient, sondern ist auch richtig nett. Sie sagte zu Larissa: "Dein Ritt sah besser aus, als sich meiner angefühlt hat, aber das habe ich dir ja schon beim letzten Mal gesagt." Unserer Meinung nach hat der Schein getrogen: Auf dass die Bessere gewinnt. Und rückblickend war dieser kleine Moment der Enttäuschung eigentlich ein bißchen dumm, denn immerhin ist Larissa ja mit ihrem "Nur-ein-Pony" in drei Disziplinen auf dem zweiten Platz gekommen ist und das obwohl sie zumindest mit Lucky die ersten beiden Turniere der WRR-Saison ausgelassen hat. (Für dieses Turnier gab es kein eigenes FMA, denn das gibt es schon von unserem 1. Turnier beim WRR: einfach Bild rechts anklicken & Video startet) Larissa war zwar punktgleich mit der Highpoint-Siegerin, aber am Ende zählt die höchste Einzelwertung und das war 1,5 Nur ein Punkt zur Ersten, aber Larissa ist die ersten zwei Turniere nicht gestartet - nächstes Jahr lässt sie kein Turnier aus In der Horsemanship hat Queenie auch ganz vorne mitgemischt - wir sind ganz stolz In der Reining ist Larissa immerhin auf dem 3. Platz in der Highpointliste gelandet Auch in der Gesamtwertung kann sich Larissa mit beiden Pferden sehen lassen: Mit Lucky auf Platz 9 und mit Queenie auf Platz 11 - bei diesen Listen ist natürlich zu bedenken, dass sie mit Queenie ein Turnier mehr gestartet ist als mit Lucky. Erfolg hat auch ein bisschen was mit "Fleiß" zu tun. Insgesamt sind in dieser Liste 89 Starter, aber die bekommt man nicht auf einen Screenshot, s. wrrev.de - ganz unten  Am Ende einer Saison steht immer auch die Analyse, die Kritik und was man besser machen kann. Larissa hat z.B. beim Reining-Training etwas geschlampt, denn das Vorwegnehmen, wo die Korrektur zum Kicken führt wie auch das Anhalten nach vier Umdrehungen ist ja auf ein Auswendiglernen zurückzuführen (2. Video in der Playlist oben). Deswegen muss man zuhause immer deutlich mehr als drei Galoppzirkel reiten analog im Spin mehr als vier Umdrehungen, denn die Pferde sollen ja selbstständig galoppieren / drehen. Was Larissa aber viel wichtiger ist, ist die Angespanntheit von Lucky - bedingt durch ihr Abitur hat sie letzten Winter wenig mit ihm gemacht - vor allem keine Bodenarbeit nach Natural Horsemanship-Prinzipien, was ja unser Steckenpferd ist, wie ihr es in meinem Büchern nachlesen könnt ... Wer wissen will, was wir treiben, wenn wir nicht auf Turnieren sind, schaut hier nach www.12oaks-ranch.de/blog/ (Mit Klick aufs Bild links öffnet sich das Video von der Quadrille, die das Pferdesportzentrum Krefeld in der Mittagspause aufgeführt hat): Tod ei­nes Pfer­des: Zir­kus­lek­tio­ne... Steiner, Nicola8,99€BuchJetzt probelesen ZUM BoD BUCHSHOP iesen Post per E-Mail versendenBlogThis!In Twitter freigeben

Drei auf einen Streich: Bronzenes Westernreitabzeichen bestanden          und mit diesem auch automatisch das Vierer und das Silberne erhalten

Larissa hat letztes Wochenende das bronzene Westernreitabzeichen bestanden, das Vierte ist ihr wegen der Turniererfolge erlassen worden. Das Silberne hat sie gleich mit verliehen bekommen, denn sie hat jetzt schon die erforderlichen Leistungspunkte. 

 

Am Sonntag gegen 13 Uhr ist Larissa auf der Pferd-Hund-Messe in Dortmund zu sehen. Sie reitet fast die gleiche Pattern wie ich vor zwei Jahren, nur dass statt der Schrittstangen zwei Vierecke sind (eins fürs Pferd und eins für den Hund) und der Hund nach der Brücke auf ein Podest geschickt wird.

Unter der Patternzeichnung seht ihr Larissa mit Cisco - das Video vom Vorjahr.

Ein schöner Wald (alle Bildtitel von Lisa E.) Eigentlich ist dies ja ein Natural-Horsemanship-Blog. Aber getreu Parellis Motto "Keep it natural" geht es heute um Umwelt- und Klimaschutz. Hier ein weiterer Gastbeitrag von Lisa Eggert, die bereits in den letzten Monaten einen kulturwissenschaftlichen Blick auf die VOX-Pferdeprofis geworfen hat (Hier geht es zu TEIL 1, in dem es um Bildsprache geht, TEIL 2 mit dem Fall Hidalgo von Bernd Hackl & TEIL 3 mit zwei Fällen von Sandra Schneider, u.a. ihr wahrscheinlich letzter Fall: Der Haflinger Nero), aber jetzt zu einer spannenden Reportage mit dem Hashtag: Hambi bleibt Was war das nervenaufreibend. Erst heißt es: Großdemo wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Dann am Freitag die unfassbare Erleichterung. Das Oberverwaltungsgericht Münster urteilt, dass die Rodung des Hambacher Forstes erst einmal gestoppt wird. Und einige Stunden später kippt das Verwaltungsgericht Aachen das Demonstrationsverbot. Wahnsinn. Aber der Reihe nach. Neue Barrikaden (Fotos vom 6.10.2018) Vor zwei Wochen, am 23.09., fuhr ich zu meinem ersten Waldspaziergang nach Buir. Zusammen mit 7.500 weiteren Menschen, die dem furchtbar schlechten, kalten, regnerischen Wetter trotzten. Die Stimmung war gedrückt, was nicht nur dem Dauerregen geschuldet war. Viele Baumhauscamps standen noch und die Spaziergänger*innen halfen den Campbewohner*innen bei der Befestigung und beim Barrikadenbau – mit dem Mut der Verzweifelten. Die Polizei ließ uns nur nach vorheriger Kontrolle in den Wald, der nur noch ein Bruchteil dessen ist, was dort einmal stand. Aber trotzdem ist es ein unglaublich schöner Mischwald. Der Gedanke, dass diese alten Bäume den Kohlebaggern weichen sollen, die man nach kurzem Weg durch den Waldstreifen sieht, machte traurig. Die Berichterstattung zum Thema, die Äußerungen von Politik und RWE sowie die massive Polizeipräsenz und die Art wie mit den Demonstrant*innen umgegangen wurde, verstärkten das Gefühl der Hilflosigkeit. Hier war mal ein Baumhaus Die Baumhäuser, wunderschöne, kreative und liebevoll errichtete Formen von Protestkultur, Wohnräume für Menschen, machten mir einen ganz anderen Aspekt deutlich, der mir vorher nicht klar war: Neben dem Verlust eines Waldes, neben den Auswirkungen für unser Klima, ist die Räumung selbst ein persönlicher Verlust für die Aktivist*innen, die teilweise seit Jahren in diesem Wald leben. Sofort machte sich – nicht nur bei mir – das Gefühl der Solidarität mit diesen mutigen Menschen breit, die nicht wie ich später in eine warme Badewanne steigen und in eine Decke gekuschelt im Sessel einen heißen Tee trinken würden, sondern seit Jahren da draußen leben und dadurch den Wald beschützen. Beim Barrikadenbau, der zwar verboten war, aber von der Polizei toleriert wurde, brach sich diese Solidarität Bahn. Menschen jeden Geschlechts, jeden Alters und jeder sozialen Herkunft packten mit an, schleppten zusammen Bäume durch den Wald, halfen sich gegenseitig und trotzen Regen und Brombeersträuchern. Das waren keine Aktivist*innen. Das waren Menschen, die man täglich auf der Straße trifft.  Auch hier war einmal ein Camp Von den idealistischen Jugendlichen über Familien mit Kindern, bis zu den Rentner*innen in Funktionskleidung – irgendwann rannte eine kleine Oma neben mir mit erhobenem Regenschirm auf die Polizist*innen zu und skandierte laut „Hambi bleibt! Hambi bleibt! Hambi bleibt!“. Diese Menschen wurden immer wieder kriminalisiert, ihre Meinung nicht ernst genommen und ihre Solidarität mit den Aktivist*innen für aussichtslos erklärt. Als später die Polizei in den Wald einrückte und Pfefferspray gegen eben jene Menschen einsetzte, stand ich gerade mit vielen anderen an der Gedenkstätte für den gestorbenen Journalisten Steffen Meyn. Ich weiß nicht, was passiert ist, dass es zu dem Einsatz von Pfefferspray kam und will daher nicht darüber urteilen. Aber auch hier hat mich der Mut und der Zusammenhalt der Menschen berührt, die sich den Polizist*innen, die in voller Kampfmontur in den Wald kamen, entgegenstellten. Dennoch hing die ganze Zeit eine bleischwere Verzweiflung und Hilflosigkeit über dem Wald. Vom Bahnhof Buir zur Demo  Unfassbar dagegen die Stimmung am gestrigen Tag, dem 06.10.. #Hambibleibt ist nicht mehr nur ein Hashtag, nicht mehr nur die Forderung so vieler Menschen, sondern – wenn auch nur vorerst – Realität. Und das ist ein Grund zu feiern. Über 50.000 Menschen reisen also gestern nach Buir. Die Bahn setzt mehr Züge ein, es gibt Shuttlebusse und dennoch ist die Anreise für viele schwierig. Ich habe Glück, komme ganz gut durch und bin überwältigt von der Veranstaltung. Mit unglaublicher Kreativität und Freude wird hier der Rodungsstopp gefeiert. Ein Klavier steht auf dem Feld, eine Brass-Band spielt und viele sind verkleidet – zum Teil auch als Bäume, witzige Idee. Es gibt Essenstände und Stände vom BUND und von Greenpeace, eine Bühne und ein riesiges Transparent „We will end coal.“ Als hätte das Wetter sich anstecken lassen von der ganzen Euphorie, strahlt die Oktobersonne ausgelassen auf das Feld vor dem Hambacher Forst. Und auch gestern ist das Publikum breit gemischt. Einig sind sich alle in ihrer Erleichterung und vielleicht auch ein wenig im Siegesgefühl – auch wenn die Proteste juristisch nichts mit dem Urteil zu tun hatten.  Menschen unterwegs zur Demo Die Polzist*innen stehen gelöst in T-Shirts an ihren Mannschaftswagen und wirken viel freundlicher als noch vor zwei Wochen. Auch für sie geht eine schreckliche Zeit zu Ende. Der Einsatz war sicher Kräfte zehrend und ich bin auch nicht der Meinung, dass so mit Polizist*innen, die genauso Menschen sind, wie die Demonstrant*innen, umgegangen werden sollte.  Die Opposition „Wir, die Polizei“ und „Die, die Protestler“, haben viele von ihnen sicher nicht gewollt und einigen konnte man auch vor zwei Wochen in den Gesichtern ablesen, dass sie nicht gern taten, was sie taten. Umso schöner ist es zu sehen, wie auch diese Grenze sich gestern langsam wieder auflöste. Auch die Landwirte sind dabei Überhaupt ist es ein Tag, der in aller Symbolhaftigkeit Grenzen und Gräben aufweichte. Ein Vertreter der Landwirte, die mit aufgehübschten Treckern angereist sind, spricht von den Konsequenzen des Klimawandels für Landwirtschaft. Landwirte, die ja nicht unbedingt immer auf der Seite des Naturschutzes stehen, solidarisieren sich mit dem BUND – verrückt. Motorradfahrer in voller Kluft wippen zu politischen Songs des ehemaligen Wise Guys-Sängers Eddi Hüneke, Rentnerinnen probieren zum ersten Mal veganes Chili-sin-Carne und urteilen „Sehr lecker. Merkste gar nicht, dass da kein Fleisch drin ist.“ und nicht zuletzt wird die Grenze zum Wald wieder geöffnet. Der Morgen der Demonstration der Erleichterung und des Triumphes: Der Demoplatz ist noch ziemlich leer  ... aber es werden immer mehr Ohne Polizeikontrollen gehen wir einfach beschwingt hinein – vor fast allen anderen. Ein komisches, schönes Gefühl. Traurig macht dann aber der Anblick der ehemaligen Camps. „Guck mal, da hängt noch die Schnur, die ich vor zwei Wochen im Regen mit meinem Feuerzeug abgetrennt habe.“ „Hey, das ist doch die Astgabel, in die wir den Baum gelegt haben, damit das eine solide Barrikade wird.“ „Wo war denn nochmal das Camp Beech Town, mit der Gedenkstätte.“ An letzterer angekommen, kippt zumindest meine Stimmung. Das war unnötig. Die Räumung, der massive, superteure Polizei-Einsatz, die vielen Verletzten (Polizist*innen wie Aktivist*innen) und nicht zuletzt wohl auch der Tod von Steffen Meyn. Das hätte alles nicht sein müssen, wenn man das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes abgewartet hätte, statt zu versuchen, vollendete Tatsachen zu schaffen. Trotz aller Euphorie, trotz dem Gefühl von Stärke durch Solidarität, trotz der Erleichterung, bleibt der Hambacher Forst auch ein Ort, der viel von Verletzung, Wut und Trauer erzählt. Die Stimmung ist gut und das Wetter herrlich Am Waldesrand dann unglaubliche Bilder: Tausende von Menschen, die lachend und feiernd in den Wald strömen: Der Wald ist Natur, die gehört uns allen und nicht einem Konzern. Fast 15 Minuten lang reißt der Strom an Menschen nicht ab. Auf dem Feld vor der Bühne ist es immer noch voll und selbst am abseitigsten Dixie-Klo gibt es eine Schlange. So sehen also 50.000 Menschen aus. Als ich mich auf den Weg zurück Richtung Buirer Bahnhof mache, kommen mir immer noch Menschen entgegen. Bis in meine Heimatstadt im Ruhrgebiet fahren Leute, die #Hambibleibt-Aufkleber auf der Kleidung tragen. Wahnsinn, wie groß das Interesse für dieses kleine Waldstück geworden ist, dem ich jetzt erst einmal Ruhe wünsche. Tausende Menschen waren da, um den Hambacher Forst zu retten, jetzt soll er sich erholen von dem Stress, sollen die Tiere wiederkommen und die Pflanzen die Wege überwuchern, die für die Räumung befestigt wurden. Dann hätten wir alle genau das erreicht, was wir wollten und ganz nebenbei mit dem Hambacher Forst ein Symbol geschaffen – für Klima- und Umweltschutz und gegen die Macht großer Konzerne. Nach dem Video, das Lisa Eggert am Hambacher Forst gedreht hat, seht ihr weitere Fotos von Lisa und ganz oben ein React-Video von mir, in dem sich mein eigener Besuch am "Hambi" mit dramatischen Szenen aus einem WDR-Beitrag abwechselt und ganz unten ein Video darüber, wie der Klimawandel zu uns ins Bergische eingezogen ist: Die Wiesen verdorren und es herrscht Heunot. (Bildtitel: Überall im Wald hängen solche Zettel - mit Mausklick vergrößern) Blick auf die Mondlandschaft des Tagebaus Genau Links der Waldrand, rechts Braunkohlebagger

Westernreiten logisch erklärt - neue Rezension von Nicola

Larissas Geburtstag: Von Burg zu Burg mit Zeitumkehrer unterwegs

Es gibt keinen besseren Tag als den allerletzten Teil des German-Open-Krimis an Larissas Geburtstag zu veröffentlichen (unterhalb der Bildergalerie), denn sie ist ja jetzt nicht mehr jugendlich. Allerdings hat sie sich eine Kette mit einem Zeitumkehrer gewünscht - schauen wir mal, wo das endet. 

Am Geburtstag selbst (also gestern) sind wir in Zeiten gelandet, wo selbst das Mittelalter Zukunft war und zwar bei Siegfried dem Drachentöter samt Drachenfels und Drachenburg. Davor waren wir auf Burg Satzvey und haben eine Führung gemacht, wo Janik einmal eine Hellebarde und einen Ritterhelm ausprobieren durfte. Das Bild vom Zug trennt die beiden Ausflugsziele. Ein weiteres Geschenk war ein sündhaft teueres Handy - ich nehme an man erkennt die Bilder an der Schärfe - die Unscharfen in der Bildergalerie sind bestimmt von mir.

Ankekdoten von der German Open findet ihr übrigens im Monat SEPTEMBER

Reitferien: Rallye, Horsemanship, Spaziergang zur Schlucht u.v.m-

Drei der Teilnehmer haben mit uns eine Level-1-Parelli-Audition aufgenommen:

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